Am Ende sind es wohl 1900 Judoka, die ihre Visitenkarte in Sindelfingen abgegeben haben. Gestern Abend waren es aber wohl dennoch 1 900 Kämpfer, die im Glaspalast auf die Matte gingen. Mitte der Woche hatten die Verantwortlichen der Sindelfinger Judo-Abteilung die Reißleine gezogen und nach 1 800 Kämpfern einen Anmeldestopp für ihr internationales Turnier verfügt.
Für Lena Zein, Finanzreferentin bei der Sindelfinger Judo-Abteilung, keine große Überraschung. „Die Vereine bringen nicht immer die genaue Zahl der gemeldeten Kämpfer mit. Wegen der vielen Teilnehmer wurde allein am Samstagabend bis 22 Uhr auf den Matten gekämpft.
Engagement der Helfer und kulinarische Versorgung
Für die rund 100 ehrenamtlichen Helfer des VfL Sindelfingen gab es am Wochenende auch jede Menge Arbeit. Schließlich sorgt die Abteilung unter anderem für die kulinarische Versorgung der Judo-Familie. „Wir bieten im Glaspalast für sieben Euro ein Frühstück mit Brötchen, Säften und Obst an“, sagt Lena Zein. Auch tagsüber gibt es für die Kämpfer ein kulinarisches Angebot.
Auf einem Grill vor dem Glaspalast gibt es Fleisch und Würstchen und erstmals auch vegetarische Maultaschen. An der Theke in der Halle warten selbstgebackene Kuchen.
Internationale Kommunikation
Trotz der vielen internationalen Vereine ist die Hauptsprache im Glaspalast Deutsch. „Aber auch Englisch wird immer wichtiger. Zum Glück haben einige unserer Kämpfer Französisch in der Schule gehabt. Ich spreche auch ein bisschen Russisch“, sagt die VfL-Finanzreferentin. Schließlich ist auch eine ukrainische Mannschaft bei dem Turnier dabei.
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Die Kämpfer, die in den vielen Zelten rund um den Glaspalast können in dem Sporttempel sich waschen und duschen.
Wirtschaftliche Bedeutung und Digitalisierung
Für den VfL Sindelfingen ist das Turnier eine wichtige Einnahmequelle. Da redet Lena Zein auch nicht lange herum. Die Abteilung hat bei diesem Turnier versucht, die Anmeldung zu digitalisieren. „Wir haben auch EC-Geräte zum bargeldlosen Bezahlen und arbeiten an einer Turnier-Software. Das Arbeiten mit der Hand am Arm soll der Vergangenheit gehören.
Trainingslager und Abbau
Apropos Arbeit. Dem internationalen Turnier schließt sich bis Mittwoch ein Trainingslager der Judoka an. Lena Zein. „Das wird von den Kämpfern immer gut genutzt.“ Danach sind die vielen Helfer der Judo-Abteilung wieder gefordert. Dann steht der Abbau an. Schließlich wird im Glaspalast am Samstag Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer verabschiedet.
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