Flying Uwe ist seit seiner Teilnahme bei "7 vs. Wild" wieder in aller Munde. Der toughe Sportfanatiker hat stahlharte Muskeln und liebt es, seine Kraft vor den Fans zur Schau zu stellen. Kein Wunder also, dass er sich direkt auf das nächste waghalsige Experiment eingelassen hat: Bald wird Flying Uwe in den Ring steigen, um sich einem knallharten MMA-Kampf zu stellen. Hier sind alle Infos.
Flying Uwe vs. Ediz der Breite - Duell der Internet-Stars
Flying Uwe ist seit vielen Jahren erfolgreich auf YouTube unterwegs. Der 37-Jährige hat 2007 mit seinem Kanal gestartet und sich seitdem ein riesiges Online-Imperium aufgebaut. Einer Sache ist er dabei immer treu geblieben: seiner Leidenschaft für den Kampfsport. Sich vor Publikum gehörig das Gesicht bearbeiten zu lassen, ist er also schon gewohnt. Bereits zweimal absolvierter er einen MMA-Kampf. Einer war dabei erfolgreich, der andere nicht.
Jetzt kann Flying Uwe seine Härte wieder im Ring beweisen: Die MMA-Organistation Oktagon hat auf Social Media bekanntgegeben, dass es einen knallharten Showdown der sportlichen Internet-Legenden geben soll: Flying Uwe wird gegen den bekannten Streamer und Influencer Ediz der Breite in den Ring steigen. Einen klaren Favoriten gibt es für das Match bisher nicht. Allerdings ist nicht zu unterschätzen, dass Flying Uwe bereits Erfahrung in der MMA-Arena hat. Beim MMA (Mixed Martial Arts) geht es ganz schön brutal zur Sache, denn neben den Fäusten dürfen auch die Füße für Tritte eingesetzt werden. Die beiden treten im sogenannten "Weltergewicht" gegeneinander an - also einer Grenze von maximal 77 Kg Körpergewicht.
Details zum MMA-Event
Bisher hält sich Oktagon noch sehr bedeckt; konkrete Details gibt es bisher keine. Der Kampf soll erst im April 2025 stattfinden, mehr ist noch nicht bekannt. Bis dahin haben die Internet-Stars also noch genug Zeit, um die Muckis so richtig aufzupumpen. Bei welchem Sender die Show gestreamt wird und ab wann Tickets verkauft werden, ist noch unbekannt.
Der Kampf, der alles ins Rollen brachte
Am vergangenen Wochenende lieferten sich Flying Uwe und Ediz der Breite einen spektakulären MMA-Kampf bei Oktagon 69. Ediz konnte sich überraschend gegen den favorisierten Flying Uwe durchsetzen und gewann durch technischen K.O. Trotz der Intensität des Kampfes zeigten beide Kontrahenten nach dem Ende große Fairness und Respekt füreinander.
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Weitere Entwicklungen in der Influencer-Kampfszene
Kaum ist der spektakuläre MMA-Fight zwischen Flying Uwe und Ediz der Breite bei Oktagon 69 über die Bühne gegangen, bahnt sich schon die nächste potenzielle Auseinandersetzung an. Dieses Mal steht eine mögliche Box-Begegnung zwischen zwei bekannten Streaming-Persönlichkeiten im Raum: Max Schradin, ehemaliger 9Live-Moderator und aktiver Streamer, fordert seinen Kollegen Zarbex, einen der populärsten deutschen Twitch-Streamer, zum Duell im Ring heraus.
Inspiriert von diesem Event, richtete Max Schradin nun eine klare Ansage an seinen Streaming-Kollegen Zarbex: „Zarbex, pass auf, ich bin bereit. Boxen im Ring“. Diese Herausforderung sorgte in der Streaming-Community für Aufsehen und Spekulationen über einen möglichen nächsten Influencer-Kampf.
Zarbex allerdings hatte vorher schon einmal verdeutlicht, dass diese Art von Wettstreit nichts für ihn sei. In einem Twitch-Stream erklärte er mit entwaffnender Ehrlichkeit und einer Prise Humor:„Ich habe auch ein Angebot vor ein paar Wochen bekommen, so einen Influencer-Kampf zu machen, aber da sage ich euch ehrlich und da schäme ich mich nicht mal für [...] ich kann nicht kämpfen, meine Schulter ist gef***t, ich lasse mir nicht vor 10.000 Leuten in die Fresse schlagen, auf keinen Fall.“
Statt sich als harten Kämpfer zu inszenieren, setzt Zarbex auf Selbstironie: „Ich bin ein Weichei, das ist auch völlig in Ordnung, ich habe im Red Dead Redemption RP (Roleplay) ne große Fresse, aber ich werde auf gar keinen Fall kämpfen.“ Er fügt humorvoll hinzu: „Ich krieg einen Schlag in die Fresse und entweder ich sterbe oder ich krieg nen Heulkrampf. Da ist Hoffnung alles verloren. Das wär nicht mal die Tickets wert.“ Angesichts von Zarbex‘ klarer und humorvoller Absage ist es äußerst unwahrscheinlich, dass wir ihn in naher Zukunft in einem Boxring sehen werden.
Oktagon 2025 in Dortmund
In der Dortmunder Westfalenhalle wird am Samstag, 5. April 2025, vor 16.000 Zuschauern ein neuer Oktagon ausgetragen. Hauptakteure sind Max Stifler Holzer und Deniz El Pistolero Ilbay, die ab 17.30 Uhr auf RTL+ zu sehen sein werden. Außerdem gibt es einen epischen Influencer-Fight zwischen der YouTube-Legende Flying Uwe (1,4 Millionen YouTube-Abonnenten) und dem bekannten Streamer Ediz "der Breite" Tasci (374.000 Twitch-Abonnenten). Diese beiden haben ihre Wurzeln im Kampfsport und wollen bei ihrer ersten OKTAGON-Erfahrung ein wahres Feuerwerk im Käfig abbrennen.
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Außerdem trifft der afghanische Volksheld Wahed Nazhand auf Mohamed Grabinski, den ehemaligen deutschen Doppelmeister mit 17 vorzeitigen Siegen. Mit Fedor Duric kehrt auch der Rising Star der deutschen MMA-Szene in den Käfig zurück. Das 21-jährige Ausnahmetalent bekommt es mit Serbiens Nummer eins im Leichtgewicht, Predrag Bogdanović, zu tun.
Kämpfe bei Oktagon in Dortmund
- Max Holzer (10-0-0) vs. Deniz Ilbay
- Uwe Schüder (1-1-0) vs. Ediz Tasci
- Aaron Aby (16-10-1) vs. Mago Machaev
- Wahed Nazhand (9-2-0) vs. Mohamed Grabinski
- Karol Ryšavý (13-8-0) vs. Eugen Black-Dell
- Lucie Pudilová (15-11-0) vs. Christina Brauchle
- Fedor Duric (7-0-0) vs. Predrag Bogdanović
- Gjoni Palokaj (10-3-0) vs. Marco Novák
- Khalid Taha (14-5-0) vs. José Zarauz
- Kasim Aras (9-5-0) vs. N/A
Weitere Kämpfe und Ereignisse bei Oktagon
In Dortmund wird die Westfalenhalle zum Schauplatz eines Showdowns. Mit Deniz Ilbay und Max Holzer stehen sich im Hauptkampf zwei erbitterte Rivalen im Federgewicht gegenüber. Der Kampf hält das, was er verspricht - inklusive unschöner Szenen nach dem Ende. Der Hauptkampf zwischen Holzer und Ilbay hatte einen langen Vorlauf und war geprägt von zahlreichen Provokationen und Beleidigungen. Über Monate entwickelte sich ein echtes Hassduell. Im Käfig sollte sich die Fehde klären.
Der gelernte Boxer Ilbay bereitete dem talentierten Holzer im Stand ordentlich Probleme. Der Hannoveraner Publikumsliebling wechselte schnell in den Bodenkampf. Aber auch hier wehrte sich sein Gegner nach Kräften. Mit Ellbogen hielt sich "El Pistolero" seinen Gegner vom Leib, auch wenn der Mann aus Hannover stetig Druck machte und Ilbay mit Schlägen eindeckte. Die ersten beiden Runden verliefen nach diesem Muster. Ilbay hatte gute Momente, drehte sich auch aus den dominanten Bodenpositionen oft heraus, überraschte Holzer damit. In der vierten Runde konnte Holzer den Rücken seines Gegners erobern und setzte zum Rear Naked Choke an. Der Widerstand des Kölners war gebrochen, Holzers Arm rutschte unter das Kinn Ilbays und er klopfte ab.
Im Anschluss gab Holzer seinem Gegner einen Kuss und stieß ihm mit der Hüfte gegen das Gesäß - eine absolut unnötige und unschöne Aktion in einem bis dahin verbissenen, aber spannenden Kampf. Ilbay jagte Holzer danach durch den Ring, stieß den Sieger des Kampfs die Ringtreppe hinunter. Verletzungen trug Holzer dabei nicht davon, er beschwerte sich im Post-Fight-Interview, dass er aus de Ecke Ilbays beleidigt worden sei.
Den Auftakt in Dortmund machten der Düsseldorfer Aleksandar "Eisbär" Stefanovic und der Tscheche David Hošek. Der Deutsche hatte sein Gewicht um mehrere Kilos verpasst - Ziel war 84 kg - wodurch seine komplette Kampfgage an seinen Gegner ging. Den Sieg wollte der deutlich schwerere Stefanovic aber nicht so leicht herschenken. Er zeigte sich gut auf den Beinen und pinnte seinen Gegner schnell am Käfigzaun fest. Hošek wusste sich nach einer halben Minute zu befreien, setzte dann aber wilde Schwinger an, unter denen Stefanovic abtauchte. Gleichzeitig konnte der Deutsche einen linken Haken anbringen, der seinen Gegner zu Boden schickte. Stefanovic setzte nach, tappte dann aber in einen Aufgabegriff. Der Triangle-Choke saß fest und der "Eisbär" musste abklopfen.
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Nach der Niederlage gegen Max Holzer wollte Eugen Black-Dell zurück auf die Siegerstraße. Gegen Karol Ryšavý sollte es im Leichtgewicht aber nicht leicht werden. Beide gingen ohne Rücksicht auf Verluste aufeinander los. Der Mann von der Mosel hatte zu Beginn die besseren Kombinationen und konnte sogar einen Niederschlag verbuchen, ließ den Slowaken dann aber wieder aufstehen. Ryšavý dagegen setzte dem Deutschen mit heftigen Kniestößen zu. Dadurch drängte er ihn gegen den Käfigzaun, wo er mit Ellbogen arbeitete und Treffer landete. Sichtlich gezeichnet ging es für Black-Dell in die Rundenpause, bei den Punktrichtern lag sein Kontrahent vorne.
Die zweite Runde verlief dann besser aus Black-Dells Sicht. Der 28-Jährige hatte gute Treffer auf seiner Seite und war agiler. Ryšavýs Kniestöße gingen mehre Male ins Leere, zwei Mal fiel er dabei sogar hin. Das zweite Mal nutzte der Deutsche, um sich die Top-Position zu sichern. Beim Wiederaufrichten passte Black-Dell dann nicht auf, als Ryšavý zu einem Aufgabegriff ansetzte: ein Guillotine Choke. Black-Dell hatte keine andere Option, als abzuklopfen.
Nach vier Niederlagen in Serie stand Mohamed Grabinski mit dem Rücken zur Wand. Gegen Karol Skrzypek musste ein Sieg her. Und der Düsseldorfer legte los wie die Feuerwehr. Er drückte den Polen direkt gegen den Cage, arbeitete aus der kurzen Distanz mit Schlägen und dominierte die erste Runde. Skrzypek rappelte sich in der zweiten Runde aber wieder auf, hatte ein besseres Distanzgefühl und konnte die Attacken des Deutschen gut abkontern. Auch im Clinch war der Pole aktiver und wehrte sich gegen den erfahrenen Grabinski nach Kräften.
Doch genau der Faktor Kraft ging ihm dann verloren. Der Deutsche drehte auf und der Pole sich zunehmend weg von den Schlägen, taumelte teilweise nach Treffern. Für ein vorzeitiges Finish reichte es bei Grabinski aber nicht, dafür stand am Ende ein starker Punktsieg.
"Neandertaler" Frederic Vosgröne aus Düsseldorf ist ein Bodenspezialist und sein Plan gegen den Franzosen Jorick Montagnac war entsprechend klar. Die beiden Halbschwergewichte tasteten sich kurz ab, Vosgröne versuchte seinen Gegner aber immer wieder zu stellen, um zum Takedown anzusetzen. Montagnac landete eine heftige Gerade, doch der Deutsche blieb auf den Beinen. Dann setzte er erstmals an, schnappte sich den Fuß des Franzosen, der sich aber noch befreien konnte. Einen Versuch später hatte Vosgröne das Bein seines Gegners. Er setzte zum Leglock an, doch Montagnac drehte sich raus.
In Runde zwei war Vosgröne dann erfolgreicher. Er konnte schnell Top-Kontrolle bekommen und arbeitete mit Schlägen. Er konnte dann einen Head-and-Arm-Choke anbringen, bei dem Montagnac das Bewusstsein verlor. Das Publikum feierte den "Neandertaler" bei jeder Aktion und nach seinem Sieg frenetisch.
Für Holzers Teamkollegen Gjoni Palokaj sollte Marco Novák der nächste große Test werden. Und der Mann aus Hannoveraner zeigte zwei Runden seine ganze Klasse. Im Stand, am Boden und im Clinch war Palokaj der bessere Mann. Novák der vier Siegen in Folge im Rücken in den Kampf ging, wollte in Runde drei nochmal aufdrehen, der Deutsche mit albanischen Wurzeln hatte aber immer eine gute Antwort auf die Vorstöße des Slowaken. Eigentlich hatte Palokaj ein vorzeitiges Ende angekündigt, um ein Statement in der Federgewichtsklasse zu setzen, Novák erwies sich aber als zäher Gegner. Nach drei Runden feierte der Hannoveraner immerhin einen souveränen Punktsieg.
Fedor Duric aus Frankfurt ist Deutschlands größtes Talent im Leichtgewicht. Mit Predrag Bogdanovic hatte der 20-Jährige einen echten Brocken vor sich, der bereits 16 Siege aus 18 Profikämpfen einfahren konnte. Es entwickelte sich über drei Runden ein Grappling-lastiger Kampf, am Boden und am Käfigzaun. Der Serbe hatte dem Frankfurter voraus, dass er im Clinch viele Treffer landen konnte. Auch wenn sich Duric oft geschickt herauswand, konnte sein Gegner weiter den Klammergriff halten. Mit einem Upkick unters Kinn hatte Duric in der zweiten Runden ein großes Highlight auf seiner Seite. Aber die Punktrichter gaben per Split Decision den Sieg an Bogdanovic.
Für den "Dortmunder Jung" Khalid Taha war der Kampf gegen José Zarauz ein Heimspiel. Der UFC-Veteran hatte bereits seinen letzten Profikampf vor zwei Jahren in der Westfalenhalle bestritten und gewonnen. Lautstark wurde der Deutsch-Libanese in seiner Heimat empfangen und den Kampf eröffnete er mit heftigen Schwingern, die seinen Gegner aus Peru heftig durchschüttelten. Kurz sackte Zarauz zusammen, nur um sich dann wieder zu fangen.
In Runde zwei versuchte der Peruaner dann auf Bodenkampf. Etwas zu einfach rang er Taha zu Boden und eroberte den Rücken. Minutenlang versuchte er eine Würgegriff anzusetzen, aber der 33-Jährige wusste sich gut zu verteidigen. Und Taha konnte sich später sogar rausdrehen, setzte dann zum Ground-and-Pound an. Es folgte ein Schlaghagel, Zarauz nahm die Deckung hoch. Nach mehreren Treffern schritt der Referee ein - Taha war der Sieger. Danach folgte eine Herausforderung an Holzer und Ilbay: "Keiner dieser kleinen Hosenscheißer kann mir das Wasser reichen!"
Ediz der Breite siegt im Co-Main-Event
Zwei Influencer mit Kampfsporterfahrung bildeten das Co-Main-Event: Flying Uwe und Ediz der Breite traten gegeneinander an. Und es entwickelte sich von Beginn an ein wilder Schlagabtausch. Uwe Schüder legte los wie die Feuerwehr und klingelte seinen Streamerkollegen heftig an - und das gleich dreimal. Allerdings rappelte sich Ediz Tasci immer wieder auf. Als beide dann im Clinch am Käfigzaun landeten, setzte Tasci zu Kniestößen an. Damit drängte er seinen Gegner zurück. Es folgte ein rechter Schwinger und Uwe ging zu Boden. Mit Ground-and-Pound setzte er nach, ehe der Ringrichter dazwischenging.
Mit seinem ersten MMA-Kampf kam Uwe Schüder schnell in alle Munde und schaffte es sogar bundesweit in die Schlagzeilen der Mainstreammedien. Er hat es offensichtlich verstanden, sich in unterschiedlichen Bereichen zu positionieren und besitzt mit Smilodox und Neosupps nicht nur zwei erfolgreiche Firmen in der Fitnessbranche, sondern zählt mittlerweile zu einer der erfolgreichsten YouTube-Persönlichkeiten Deutschlands.
Während der dort stattfindenden Show soll der Influencer in den Octagon steigen, wo er ein kurzes Interview geben und die Verkündung seines anstehenden Kampfes stattfinden soll. Nach dem kurzen Auftragen des Puders, damit er in der Kamera nicht glänzt, wird Uwe auch schon auf die Bühne gerufen.
Der 32-Jährige sollte auch einige Worte an die Zuschauer richten und etwas erzählen: „Ja was soll ich denn da erzählen? Druck mache sich der Kampfsportler keinen, er hoffe lediglich, dass auch einige Hamburger den Weg auf sich nehmen und in Oberhausen, in einer der größten Hallen Deutschlands, anzutreffen sein werden. Ansonsten freue sich der Streamer auf jeden einzelnen, der seinen Fight mitverfolge.
Der zweite Kampf von Flying Uwe wird bei den German MMA Championships-GMC 23 am 9. November 2019 in der König-Pilsener Arena ausgetragen. Tickets können jetzt bereits ab einem Preis von 32,50 Euro erworben werden. „Ich erwarte euch alle Leute.
