Flying Uwe (37) hat in einem Interview erstmals über seinen Weg zum Kampfsport gesprochen. Sein Interesse wurde durch seinen leiblichen Vater geweckt, der selbst Kampfsportler war. Obwohl Uwe seinen Vater nicht wirklich kennenlernen konnte, da dieser starb, als er knapp zwei Jahre alt war, habe dessen Begeisterung für Bruce Lee einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
"Ich war fünf Jahre alt, als meine Oma mir den ersten Bruce-Lee-Film gezeigt hat", erinnerte sich Uwe. Der Film "Enter the Dragon" habe ihn besonders inspiriert und zum Entschluss geführt, selbst Kampfsport zu betreiben. "So kam ich quasi über meinen Vater zu Bruce Lee", resümierte Uwe.
In dem Interview offenbarte Uwe auch Details über seine schwierige Kindheit. Seine Mutter habe damals unter der Gewalt ihres neuen Partners gelitten, während die Familie ihren Lebensunterhalt durch Drogengeschäfte bestritt. Er musste Verantwortung übernehmen, auch für seine Geschwister - er betonte jedoch, wie wichtig der Sport in dieser turbulenten Zeit für ihn war. "Der Kampfsport hat mich quasi durch meine Kindheit gebracht, wenn man so will", so Uwe.
Trotz der schwierigen Umstände habe ihn dieser Lebensweg davor bewahrt, in die Kriminalität abzurutschen. Heute ist Uwe ein erfolgreicher MMA-Kämpfer und ein Star in den sozialen Medien, der seine Begeisterung für Kampfsport mit seinen Followern teilt. Neben seiner professionellen Karriere ist ihm auch seine Familie wichtig.
Die Bedeutung der Gürtel im Kampfsport
Wie bei vielen anderen Kampfsportarten auch, signalisieren die Gürtel im Brazilian Jiu-Jitsu die Fähigkeiten des Trägers. Die Graduierungs- beziehungsweise Gürtelsysteme der Kampfsportarten sind erst im 19. Jahrhundert entstanden und wurden erstmals vom Kanō Jigorō, dem Begründer des Judo eingeführt.
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Die Gürtelfarben im Taekwon-Do
Im Taekwon-Do gab es {tip 1965 ::1965 das Jahr, als Taekwon-Do durch das fünfköpfige Good-Will-Tour Team im Regierungsauftrag international vorgestellt wurde. Großmeister Kwon, Jae-Hwa war Mitglied in diesem berühmten "Kukki-Team"}1965{/tip} nur vier Gürtelfarben: weiß, blau, rot (braun) und schwarz. Diese Farben spiegelten die südkoreanische Flagge und Aristokratie wieder. Um 1972 wurden die Schülerfarben schließlich um gelb und grün ergänzt.
Die farbigen Gurte der Schüler geben einen Überblick über die zu erwartenden Fähigkeiten des einzelnen Schülers. Dies erleichtert auf Lehrgängen und im Training die Partnerzuweisung. Des Weiteren dienen die Gurtfarben als Motivation für den Schüler, fleissig zu bleiben um die nächste Stufe zu erreichen. Der begehrte Schwarzgurt lässt sich schließlich nur durch kontinuierliches Training über einen langen Zeitraum erreichen.
Die Funktionen des Gürtels
Das sichtbar zur Schautragen des Ranges ist nur vordergründig der Sinn der Gurte ("Ty") im Unterricht. Viel wichtiger ist der funktionelle, gesundheitliche Aspekt des Gurttragens: zwei fingerbreit unter dem Bauchnabel liegt der Körperschwerpunkt, in den asiatischen Quellen "Hara" (jap.) bzw. "Ha bog bu" genannt. Nach der Auffassung der Traditonellen Chinesischen Medizin (TCM) und vergleichbarer Lehren wird dort die Lebenskraft (Chi) erneuert und sozusagen gespeichert. An dieser Stelle und mit dem richtigem Druck gebunden, hilft der Gürtel dabei, den gesamten Körper blitzartig anzuspannen - um zum Beispiel einen Tritt gezielt auszuführen oder um einen Treffer „einzustecken“.
Die Gürtelprüfung
Um nun Stufe für Stufe weiterzukommen und den entsprechenden Gurt tragen zu dürfen, muss der Schüler das erforderliche Können in einer Gürtelprüfung präsentieren können. Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Prüfungen betragen je nach Stufe zwischen drei Monate und mehrere Jahre.
Das Gurtsystem ist unterteilt in KUP-Grade (die 10 Farbgurtstufen) und DAN-Grade (Schwarzgurtränge).Die KUP-Grade werden von 10 bis 1 rückwärts nummeriert, die DAN-Grade vorwärts gezählt.
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Die KUP-Grade im Detail
- Der erste Gurt ist der Weißgurt (10. Kup). Er wird beim Eintritt in die Schule verliehen, der Lehrer gibt dem neuen Schüler damit einen "Vertrauensvorschuss".
- Der zweite Weißgurt, oder auch der weiß-gelbe Gurt genannt (9. Kup), bestätigt dem Träger, dass er seinen Gurt nicht ohne Grund trägt. Da er den Gürtel mit der Anmeldung in der Schule ohne Prüfung überreicht bekommen hat, beweist er nun, dass er würdig ist, ihn auch zu tragen. Im Taekwon-Do bekommt man nichts "geschenkt" sondern erarbeitet sich alles - also auch den Weißgurt.
- Der gelbe Gürtel (8. Kup) steht für fruchtbaren Erdboden, auf dem Wissen und Können gedeihen sollen.
- Nach etwas über einem Jahr regelmäßigen Trainings steht man mit der Prüfung zum grün-blauen Gurt (5. KUP) an der Schwelle zu den Fortgeschrittenen.
- Der grüne Gurt (6. Kup) steht für den Sproß, die dem bestellten Boden entspringt und Richtung Sonne zur Pflanze heranwächst.
- Der blaue Gürtel (4. Kup) steht für den Himmel und somit sinnbildlich für eine Grenze. Der Schüler muss nun zeigen, dass er in der Lage ist, Höheres anzustreben und auch zu erreichen. Blau deutet auf die Farbe und Weite des Himmels hin und deutet an, daß neben der körperlichen auch eine geistige Entwicklung (Horizonterweiterung) stattgefunden hat, die letztendlich auch zu Höherem befähigt.
- Der rote Gürtel (2. Kup) repräsentiert die Sonne, von der schon eine große Kraft ausgeht, dient dem Schüler aber auch als Signal. Er steht nun kurz davor, Meister zu werden, und wird angehalten, sich noch intensiver und ausdauernder mit der Kampfkunst zu beschäftigen. Die Signalfarbe Rot bedeutet "Achtung", hier entsteht etwas Bedeutendes.
Der Schwarzgurt und die DAN-Grade
Mindestens fünf Jahre aktive Trainingszeit sind die Regel für die Prüfung Schwarzgurt, dem I. DAN. Dieser stellt den Eintritt in die Meisterklasse dar, die ebenfalls in fünf Stufen bis zum V. DAN unterteilt ist. Um mit dem 5. DAN die letzte Stufe technischen Könnens zu erreichen, muss man mindestens 25 Jahre aktiv trainiert haben. Das erreichen dieses Grades markiert den offiziellen Abschluß der Ausbildung unter dem seinem Lehrmeister. Diese letzte Prüfung markiert den Übergang zur Meisterschaft.
Mit dem Erreichen des Schwarzgurtes endet die Ausbildung nicht - sie hat gerade erst richtig begonnen! Das ist übrigens auch der Grund, warum man die Farbgurtstufen (KUP) rückwärts zählt, also von 10-1, wie einen Countdown zum Schwarzgurt. Die Schwarzgurtstufen zählt man dann wieder regulär, also aufsteigend von 1-5.
Schwarz ist die Farbe der Meister und im Training diesen vorbehalten. Schwarz als Symbol für das Weltall vereinigt alle anderen Farben in sich und ist somit die stärkste von allen. Schwarz symbolisiert die Autorität, das Wissen und die Erfahrung der Meistergrade.
Die Träger des 1. bis 4. DAN gelten als Meisterschüler. Sie sollen Schritt für Schritt auch an die Kunst des Lehrens herangeführt werden. Im Training übernehmen sie Aufgaben und stehen Anfänger für Fragen zur Verfügung. Mit dem 4. DAN ist Experte der Kampfkunst und in der Lage, alle Gurtfarben auszubilden und zu fördern. Aktive, die sich im Taekwon-Do durch großes Engagement und lange, beharrliche Arbeit verdient gemacht haben (Richtwert: mindestens 15 Jahre), können zum IV. DAN geprüft werden.
Träger des 5. DAN und höher werden mit dem Titel Sabum-Nim bezeichnet. Dieser Begriff lässt sich am ehesten als "Vorbildlicher Lehrer" übersetzen. Hierzulande wird für diese Stufe auch die Bezeichnung "Meister" oder gar "Großmeister" verwendet.
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Mit dem 5. DAN ist die Ausbildung im traditionellen Taekwon-Do vollständig durchlaufen. Alle technischen und geistigen Fähigkeiten des Taekwon-Do sind beim Träger dieser Stufe umfänglich vorhanden. Charakterlich soll er als Vorbild im Sinne der Kampfkunst gelten. Der Titel eines 5. DAN lautet Sabeom (사범), das man am besten mit "Lehrmeister" oder "vorbildlicher Lehrer" übersetzen kann.
Es existieren jedoch noch DAN Graduierung über den V. Diese setzen keine technische Steigerung mehr im klassischen Sinne voraus und haben eher den Charakter einer Verleihungszeremonie. Eine formelle Prüfung findet jedoch trotzdem statt. Der Anwärter auf den hohen DAN-Grad zeigt sein Können im Rahmen seiner Schüler. Das Erlangen dieser Graduierungen setzt neben einer angemessenen Wartezeit und repräsentativer Leistung aber ein besonderes Engagement im Taekwon-Do voraus. Dazu gehören insbesondere überregionale oder internationale Lehrtätigkeit oder sonstige besondere Verdienste um die Verbreitung der Taekwon-Do Kampfkunst.
Gürtel im Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ)
Allgemein besteht ein Unterschied im Alter der Träger, bis zu 15 Jahren zählt man zu den Kindern. Hier werden Gürtel nach Fähigkeiten in der Reihenfolge weiß→grau→gelb→orange→ grün vergeben, wobei diese ebenfalls noch einmal unterteilt werden können mit je einem horizontalen Streifen in weiß oder schwarz.
- Weißgurt: Der erste der BJJ Gürtel, hier beginnt man damit, das Fundament für sein Jiu-Jitsu zu errichten. Es gilt sich mit Begrifflichkeiten wie beispielsweise Mount, Sidecontrol, oder auch Armbar vertraut zu machen, und einige elementare Positionen und Techniken, sowie bestimmte Bewegungsabläufe zu erlernen.
- Blaugurt: Während man nun bereits mit den umgänglichen Begriffen vertaut ist, werden weiterhin die bereits erlernten Techniken perfektioniert, kombiniert, und ergänzt. Dabei sollte man in der Lage sein die Guard des Gegner zu passen, sich also daraus zu befreien, und aus verschiedene Positionen zu escapen, also beispielsweise aus der gegnerischen Backmount zu entkommen.
- Lilagurt: Als Lilagurt geht es darum sein Fundament zu vervollständigen, und sich darauf zu konzentrieren seine Bewegungsabläufe zu perfektionieren, und sowohl sein eigenes, als auch das Gewicht seines Gegners zum eigenen Vorteil zu nutzen.
- Braungurt: Mit dem Erlangen des Braungurtes sollte der Träger in der Lage sein, beinahe jede Bewegung, jede Submission, jeden Pass und jede Escape in Perfektion auszuführen. Zudem sollte der Träger sein „Spiel“ ausführlich kennen, auf alle auftretenden Situationen intuitiv reagieren können, und Schwachstellen im „Spiel“ des Gegners zu erkennen und zu nutzen. Ebenfalls die Kontrolle durch Eigengewicht sollte leicht fallen, und die dafür nötige Balance beherrscht werden.
- Schwarzgurt: Durch die Verleihung des Schwarzgurtes wird aus dem Schüler ein Meister in der Kunst des Jiu-Jitsu. Alles was es tut, sollte in Perfektion erfolgen. Der Schwarzgurt sollte die Zusammenhänge aller Bewegungen zueinander erkennen und in jeglicher Art kombinieren können.
Nach dem Faixa preta folgen noch 3 weitere Gurte, der rot/schwarze, der weiss/rote, und abschließend der rote Gurt. Zusätzlich können die Gurte, egal welcher Farbe (außer dem Schwarzgurt) noch mit bis zu 4 weißen Streifen, den sogenannten Dans, je nach Fähigkeiten im jeweiligen Stadium unterteilt werden. Der Schwarzgurt kann bis zu 6 Dans erreichen, bevor er den nächsthöheren Gurt erhält. Manche Schulen verleihen Dans in festen zeitlichen Abständen, sofern es gerechtfertigt ist, andere Schulen wiederum verzichten weitestgehend darauf.
Prinzipiell nein, der Meister verleiht dem Schüler den nächsten Gürtel, wenn er es für angemessen erachtet. Bei manchen Schulen werden Gürtel zu bestimmten Zeiten verliehen, bei Anderen völlig willkürlich.
