Uwe Schüder, besser bekannt als "Flying Uwe", ist ein bekannter Name in der deutschen Fitness- und Kampfsportszene. Der erfolgreiche Unternehmer und Influencer hat sich nun einer neuen Herausforderung gestellt: Mixed Martial Arts (MMA).
Der Beginn einer neuen Kampfkunst-Karriere
In der edel-optics.de-Arena im Wilhelmsburger Inselpark bestritt Uwe Schüder seinen ersten Kampf im Mixed Martial Arts (MMA). Im Rahmen der German MMA Championship (GMC), der wichtigsten deutschen Serie für die gemischten Kampfkünste, traf der 31-Jährige im Weltergewicht (bis 77 kg) auf den Kroaten Nenad Dunovic (25). Ganz in der Nähe von dort, wo er aufwuchs, soll also ein neues Kapitel seiner Kampfsportkarriere geschrieben werden. „Das in Hamburg zu erleben, ist etwas sehr Besonderes für mich“, sagt Schüder.
Vom Kung-Fu zum MMA
Berühmt sind die spektakulären High-Drehkicks aus seiner Zeit im Wun Hop Kuen Do Kung Fu, die ihm den Spitznamen „Flying Uwe“ eingebracht haben. Seit 2013 trainiert Schüder intensiv in MMA-relevanten Teildisziplinen wie Brazilian Jiu-Jitsu. „Das Training war anfangs unglaublich hart. Wir mussten meine gesamte Haltung umstellen. Ich habe gegessen wie nie zuvor, weil ich so viel verbrannt habe. Aber jetzt, wenn ich in der neunten Sparringsrunde merke, dass ich noch zulegen kann, weiß ich, dass ich bereit bin für die Herausforderung“, sagt er.
Ein Kämpferherz und Allroundtalent
Sein Vorteil, glaubt Uwe Schüder, sei sein Allroundtalent. Aber er ist auch ein Bewegungstalent, „kein steifer Hund, der ein stehendes Ziel bietet“. Zwei Einheiten pro Tag, außer sonntags, hat er in den vergangenen acht Wochen absolviert. „Und ich habe von Tag zu Tag mehr Sicherheit gewonnen.
Der Kampf gegen Ediz Tasci
Am Samstag gab der gebürtige Hamburger bekannt, dass er gegen einen weiteren Influencer ins Oktagon steigen wird. Sein Gegner ist Ediz Tasci, der auch unter dem Pseudonym „Ediz der Breite“ bekannt ist. Der Kampf ist für April 2025 im Rahmen eines Oktagon-Events angesetzt. Ein genaues Datum gibt es noch nicht.
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Während Ediz schon als kleiner Junge Turniere im Ringen bestritten hat, besitzt Flying Uwe einen schwarzen Gürtel in Wun Hop Kuen Do, eine Kampfsportart, die Kickboxen und Waffenkampf miteinander verknüpft.
Größe vs. Erfahrung
Schon beim Staredown wurde eine Sache sofort deutlich: Der Größenunterschied! Ediz ist locker zehn Zentimenter größer, hat jedoch noch keine Erfahrung im MMA-Bereich. Uwe Schüder hingegen stand bereits zweimal in einem MMA-Ring und ist auch sonst deutlich erfahrener in Sachen Kampfsport.
Der Kampf ist auf 77 kg (Weltergewicht) angesetzt. Hier ist für Ediz auf jeden Fall noch ein starker Gewichtsverlust nötig. Das könnte zum Nachteil für den großen Ediz Tasci werden. Einschüchtern lassen will er sich davon allerdings nicht: „Ich bin sehr motiviert und ich denke, das wird kein Problem sein.
Rückenprobleme und die Rückkehr zum Kampf
Schüders letzter Fight ist vier Jahre her und er selbst wusste lange nicht, ob er überhaupt jemals wieder kämpfen kann. Rückenprobleme plagten den Teilnehmer der aktuellen „7 vs. Wild“-Staffel.
Uwe Schüder: „Bei meinem letzten Kampf hatte ich diese verdammten Rückenprobleme. Meine Hüfte hatte Schiefstand. Die war komplett verstellt. Das hat alles gedrückt. Ich konnte eigentlich nicht kämpfen, wenn ich ehrlich bin. Ich bin so richtig krumm gegangen, alles war hart, ich konnte mich kaum bewegen.“
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Uwe: „Kein Arzt konnte mir helfen, kein Chiropraktiker, kein Therapeut. Ich habe dann ein MRT machen lassen und da haben die eine Bandscheibenwölbung erkannt. Ich habe zwei Spritzen ins Rückenmark bekommen, mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmer, mehr nicht. Ein paar Tage später ging es wieder los und ich musste mich selbst damit auseinandersetzen.“
Uwe: „Chiropraktik hat dann doch was gebracht, um alles wieder geradezurücken. Am Ende des Tages liegt es einfach an der Tiefenmuskulatur. Das kommt vom ganzen Sitzen durch die Arbeit. Deswegen kamen auch die Ärzte und Therapeuten nicht drauf. Ich bin ja ein durchtrainierter Mann. Die dachten nicht, es könnte an der Muskulatur liegen.“
Flying Uwe: Mehr als nur ein Kampfsportler
Wer im Internet nach ihm sucht, der stößt auf einen der erfolgreichsten Unternehmer im Bereich Fitness und Kampfsport, der auf seinen eigenen Social-Media-Kanälen ein Millionenpublikum erreicht. Doch Schüder, der 2009 in Hamburg die Mister-Wahl gewann, baut sein berufliches Fortkommen längst auf mehrere Säulen.
Tipps vom Profi für sportliche Motivation
Im Interview mit dem Kampfsportler Uwe Schüder, dank YouTube besser bekannt als „Flying Uwe“, bekamen wir ein paar hilfreiche Tipps, wie man sportlich motiviert bleibt und seine Vorsätze am besten konsequent durchzieht.
Uwe: Auch wenn man gerade keine Lust hat zum Sport zu gehen - ist genau das der Augenblick, in dem man dann auch wirklich hingehen sollte. Weil wenn man dann erst einmal losgegangen ist, merkt man schnell, dass es doch gar nicht so schlimm ist und man vielleicht sogar richtig Bock darauf hat. Diese Erfahrung muss man einfach machen - zu merken, dass es sich trotz Lustlosigkeit oder Müdigkeit gelohnt hat. Dann glaube ich, bleibt man auch motiviert!
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Uwe: Sowohl beim Fitness als auch beim Kampfsport geht man die ersten Monate nicht hin um zu trainieren, sondern erst einmal nur um die Übungen zu lernen, damit man diese zukünftig dann auch tatsächlich trainieren kann. Außerdem darf man sich nicht wundern, wenn man die ersten Tage körperlich platt ist. Man nimmt seinen Körper plötzlich viel mehr in Anspruch und holt ihn aus seinem Gleichgewicht, weil sich der Alltag ändert. Der Körper muss sich daraufhin erst einmal umstellen und das dauert etwas, bis er sich daran gewöhnt.
Bezüglich der Ernährung kann ich jedem nur ans Herz legen, ehrlich mit sich selbst zu sein und tatsächlich mal darauf zu achten, was und wie viel man so zu sich nimmt. Das beginnt schon bei zuckerhaltigen Getränken - man sollte stattdessen lieber zu Wasser greifen und viel davon trinken. So spart man schon eine Menge ungesunder Kalorien.
Flying Uwes Trainingsplan
Seine Liebe zu Kampfsportarten führte Flying Uwe 2006 zum Fitnesstraining: Um seine Explosivkraft und Funktionalität beim Kampftsport zu verbessern, fing Flying Uwe mit regelmäßigen Gym-Besuchen an. Flying Uwe wiegt bei einer Körpergröße von 178 cm rund 77 Kilogramm.
Flying Uwes Trainingsplan ist heftig: Vier bis fünf Stunden knallhartes Workout stehen täglich auf seiner To-do-Liste. Morgens startet der YouTuber seinen Tag nüchtern mit seinem Fitness-Training, abends (und teilweise zusätzlich mittags) steht dann sein Kung-Fu-Training an.
