Frank Thiele: Werdegang im Judo und seine Aspekte

Viele gute Gedanken und viele Aspekte sind hier zu finden. Es geht um die Situation, dass dem Judo in Deutschland in den meisten Fällen die Selbstverteidigung abhanden gekommen ist.

Selbstverteidigung im Judo

Dem Judo fehlt es an "Selbstverteidigungs-Image", das es einmal hatte. Außerdem fehlt es an Übungsleitern und Trainern, die Selbstverteidigung vermitteln können. Der DJB tut einiges, angefangen von der Integration der SV in das Prüfungsprogramm (derzeit in Arbeit: Dan-PO, geplant auch 3.-1- Kyu) über die Ausbildung von SV-Judolehrern bis hin zu SV-Einheiten bei Lehrgängen.

Dies ist aber ein Tropfen auf den heißen Stein.

Kata im Judo

Kata ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Die derzeit zu beobachtenden vermehrten Aktivitäten im Kata-Bereich (mehr Lehrgänge/Workshops, zentrale bzw. regionalisierte Kata-Trainings) haben nichts mit Kata-Meisterschaften zu tun.

Derzeit nehmen insgesamt etwa 100 Paare an Kata-Meisterschaften teil, jedoch kann man nur von einem kleinen Teil sagen, dass der Kata als eine Art "Wettkampfsport" betreibt. Das sind vielleicht 10-12 Paare, von denen man dies sagen könnte. Es sind aber deutlich mehr als diese 100 Paare, die zu Kata-Lehrgängen und Workshops fahren.

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Kata-Meisterschaften beeinflussen auch diese Lehrgänge und zwar positiv. Es gibt mittlerweile ein hervorragendes Korrektiv für die Qualität der Vermittlung von Kata. YouTube ist voll von Spitzendemonstrationen, neben weniger gelungenen Darbietungen. Qualitätsstandards beginnen sich zu etablieren, an denen im Gegensatz zu früheren Zeiten niemand mehr vorbei kann.

Nun gibt es aber Leute, die meinen, dass Kata-Meisterschaften automatisch zu "hübschen" aber unfunktionellen Bewegungen führen. Es ist das Privileg der Ahnungslosen, einen derartigen Quatsch zu verbreiten. Wer einmal eine Kata so trainiert, dass sie meisterschaftsreif ist, wird feststellen, dass man mit unfunktionellen, aber hübschen Bewegungen nicht sehr weit kommt, sondern im Gegenteil ziemlich abgestraft wird.

Die Leistungsdichte ist in einigen Kata noch nicht so hoch, dass nicht auch mal eine weniger gute Kata nach vorne gespült wird und natürlich sind auch die Bewertungen noch nicht perfekt: aber der Aufwärtstrend ist unverkennbar. Übrigens zeigen die Vorführungen auf den internationalen Kata-Meisterschaften, dass die äußere Form weniger stark im Fokus liegt, als hier in Deutschland in der Vergangenheit.

Eines fällt aber durch die nunmehr internationalen Kata-Meisterschaften auf: wer sich in der Vergangenheit etwas zusammengereimt hat und seine Wissenslücken durch seine Phantasie ersetzt hat, wird enttarnt. So geschehen z.B. in den Niederlanden (wo es jetzt paradoxerweise einen parallelen Kata-Stil gibt; die sogen. "Busen-Kata"). Auch hierzulande ist ein Trend zur Orientierung am Kodokan unverkennbar.

Die Geschichte des Judo

Die Erforschung der Geschichte des Judo soll bitte nicht in oder durch einem Verband stattfinden, sondern an und durch Universitäten. Dabei haben wir aber das Problem, dass Sporthochschulen, bzw. Sportfakultäten dies aufgrund der Sprachbarriere nicht leisten können. Es bleiben für die Forschung die Institute für Asienwissenschaften, die allesamt Lehrstühle für japanische Geschichte haben.

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Dort ist aber das Problem, dass kein spezielles Fachwissen über Sportgeschichte vorhanden ist, so dass allein schon die Terminologie ein Problem darstellt. Niehaus hat seine Dissertation an der Uni in Köln geschrieben und sich Unterstützung bei der Sporthochschule gesucht. Er hat sich als Nicht-Sportwissenschaftler in die Materie eingearbeitet und relative sauber die Begriffe verwendet.

Dennoch merkt man seiner Arbeit an, dass er a) kein wirklicher Judoka ist (dann hätte er einige Passagen anders übersetzt) und b) auch kein Sporthistoriker, denn dann hätte er sich auf die Suche nach den Wurzel der erziehungstheoretischen Gedanken Kanos gemacht. Das Judo ist so vielfältig und interessant, hat so viele Aspekte, aber sie werden oft nicht genutzt.

Unter Japanologen ist unumstritten, dass zunächst Judo, später andere Kampfkünste für viele Menschen ein Zugangstor zur asiatischen Kutur und Philosophie im Allgemeinen und zur japanischen im Besonderen war. Das hat nachgelassen. Judo wird heute von vielen als ein Sport betrachtet, der mehr oder weniger zufällig in Japan entstanden ist. Das Grüßen und die japanischen Namen zeugen noch davon, aber ansonsten ist Judo kulturell assembliert.

Die "Versportlichung des Judo" ist nämlich nicht mehr und nicht weniger als das Herauslösen der Praxis aus dem kulturellen - japanischen - Kontext. Das "Japanische" ist ein Kern des Kodokan-Judo. Das Judo bietet ausreichend Stoff um damit ein Leben zu füllen. Wir müssen diesen Baukasten nur zu nutzen wissen.

Weitere Judo-bezogene Ereignisse und Personalien

Spezialsportlehrer Lothar Gwosdz hat für Judokas der Altersklasse U14 für ein Trainingswochenende am Sportgymnasium Jena ein ansprechendes Programm zusammengestellt. Eingeladen waren alle Medalliengewinner der LEM u14; allerdings nutzten nur 12 Sportler, vornehmlich aus der näheren Umgebung das Angebot, das Sportgymnasium und das Umfeld kennenzulernen. Das Feld wurde durch bereits in Jena trainierende Schüler kompletiert.

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Neben obligatorischem Stadtbummel und Weihnachtsmarktbesuch standen mehrere Trainingseinheiten auf dem Plan. Landestrainer Mike Göpfert zeigte Judotechniken, die angehende Sportgymnasiasten beherrschen sollten. Am Sonnabend fungierte als Trainerin die bisher erfolgreichste Kämpferin des TuS Jena und jetzige Leipziger Studentin Anja Wagner, immerhin Junioren- Europameisterin 2003 und diesjährige Dritte beim A- Weltcup der Frauen in Dänemark.

Sie brachte aus Leipzig den brasilianischen Weltmeisterschaftsteilnehmer im Jiu- Jiutsu Victor Pereira mit, der Spezialist in den Bodentechniken ist. Unter den Augen von Jugendwart Thomas Sens brachte sie den Teilnehmern Technik und Anwendungsbereich des Ko-Uchi-Gari näher.Bundeshonorartrainerin Jana Degenhardt ging am Nachmittag nochmals auf wichtige Standtechniken ein, die in dieser Altersklasse am Landesleistungszentrum schon sauber ausgeführt werden sollten.

Als einzige Thüringer Starterin bei den Judo- Europameisterschaften U23 in Salzburg holte die Erfurterin Josefine Vostry eine Bronzemedaille. Die Deutsche Mannschaft konnte mit Wasilisa Prill (Niedersachsen, bis 48 kg) und Franziska Konitz (Berlin) im Schwergewicht zwei Europameister feiern. Josi`s Trainingspartnerin am Olympiastützpunkt Leipzig Kerstin Thiele holte bis 70 kg Silber.

Am vergangen Wochenende hatte der PSV den Olympiasieger von 1996 und zweifachen Weltmeister im Judo Udo Quellmalz(Quelle) zu Gast. Am Freitagabend zeigte Udo auf einer Großleinwand im "Alten Knasthaus Fronfeste" Videos seiner größten Erfolge und kommentierte diese auch. Unter anderen waren auch Fernsehaufnahmen während seiner Trainertätigkeit in England.

In gemütlicher Runde erzählte Udo von seinem Werdegang und beantwortete zahlreiche Fragen zu seiner Person sowie Techniken und Trainingsmethoden. Der zweifache Weltmeister lies es sich nicht nehmen, den erfolgreichen Teilnehmern der Deutschen Vereinsmeisterschaft ihre Urkunden zu überreichen.

Verschiedene Techniken am Boden aus seiner aktiven Zeit sowie aktuelle Bodentechniken demonstrierte Udo in lockerer Atmosphäre. Beim Üben schaute Udo den Aktiven über die Schulter und gab individuell Tipps und Hinweise. Selbst der Landrat Ralf Luther kam in der Multihalle vorbei um dem Doppelweltmeister zu beobachten.

Nachdem sich die Teilnehmer des Techniklehrganges beim Mittag gestärkt hatten ging es nun an die Standtechniken. Hier überraschte "Quelle" die Aktiven neben verschiedenen Eingängen auch mit Kombinationen aus einfachen Techniken. Er schaffte es sowohl DAN Trägern im Judo und Ju-Jutsu als auch dem Nachwuchs ein umfangreiches Programm zu präsentieren.

Am vergangenen Wochenende fanden in München die Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaften der Männer unter 17 Jahren statt. Aus Thüringen waren zwei Teams am Start, die Kampfgemeinschaft SV Schmalkalden 04 e.V. / PSV Meiningen und der PSV Erfurt. Platz 5 knapp verpasst, aber dennoch mit Platz 7 sehr zufrieden und Zielstellung erreicht.

Dennis Ehrmann (PSV Meiningen) erkämpfte beim 15. Mario- Kwiat- Gedächtnisturnier in Herne in der Gewichtsklasse bis 50 kg die Goldmedaille! Benjamin Klöpfel (PSV Erfurt) bot bis 60 kg unter 44 Teilnehmern eine starke Leistung und wurde Fünfter. Dominic Mirsch wird in der Gewichtsklasse über 90 kg unter 11 Teilnehmern mit einem Sieg in der Trostrunde über den Thüringer Frank Thiede Siebenter.

Von den thüringer Mädchen kamen beim Sichtungsturnier U16 in Holzwickede in der Gewichtsklasse bis 48 kg Lucy Nisser (PSV Weimar) unter 34 Starterinnen auf dem siebenten Platz und Stefanie Diete (TuS Jena) auf dem neunten Platz ein. Cindy Poltrock (TuS Jena) holte sich bis 57 kg unter 39 Kämpferinnen ebenfalls den neunten Rang.

Am 3. November fand in Halle die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga Gruppe Süd statt. Hierzu traten Teams des BC Karlsruhe, JV Erlangen, Mattenteufel Erfurt und die Gastgeber aus Halle an. Die Teams waren gespickt mit nationalen Topathleten mit Erstligaerfahrung, deutschen Meistern und Medalliengewinnern.

Die Erfurterin startete mit der Nationalmannschaft beim Weltcup-B- Turnier im schwedischen Boras in der Kategorie bis 78 kg. Im Finale unterlag Josi der starken Französin Stèphanie Possamai mit Ippon nach 1 : 58 und holte sich Silber.

Am Sonntag fanden in Wanzleben (ST) die Mitteldeutschen Vereinsmannschafts-meisterschaften der Männer und Frauen unter 17 Jahre statt. Mit 4:1 beendete die KG Schmalkalden /Meiningen das Finale und wurde Mitteldeutscher Vereinsmannschaftsmeister 2007. Beide Thüringer Teams werden am 17.11. in München bei den Deutschen Vereinsmannschaften an den Start gehen.

Bei den Frauen unter 17 Jahren war der PSV Weimar am Start. Am Ende gab es für den PSV Weimar Bronze. Herzlichen Glückwunsch allen thüringer Medaillengewinnern bei den MDEM U14 in Schönebeck!

Beim Wolfgang- Welz- Gedächtnisturnier in Mannheim überzeugten die thüringer Starter im Sichtungsturnier U19 mit je einem ersten, dritten und fünften Platz. Danny- Paul Kiel (SV Schmalkalden 04) erkämpfte sich mit vier Siegen in der Gewichtsklasse bis 55 kg mit verschiedenen Techniken die Goldmedaille. Anthea Reich vom PSV Meiningen holte unter 24 Teilnehmern mit einer starken Leistung in der 48 kg- Klasse die Bronzemedaille. Lee Tandler (TuS Jena) kam in der Schwergewichtskategorie auf den fünften Platz.

Bei den Thüringer Judo- Einzelmeisterschaften U14 wurden nicht erst in den Finalbegegnungen die Sieger gefeiert, sondern schon in den Vorkämpfen gab es bei Trainern und Eltern über jeden Sieg ihrer Schützlinge großen Jubel. Mit 128 Jungen und 69 Mädchen aus 52 Judovereinen gab es wieder einen leichten Aufwärtstrent in den Teilnehmerzahlen in der U14 nach den geburtenschwachen Jahrgängen.

Dank der soliden Arbeit der Trainer auch in kleineren Vereinen unseres Landes konnten in diesem Jahr 30 Vereine Medaillen bejubeln. Erfreulich ist, dass alle drei Judokas, die in diesem Jahr in die siebente Klasse des Sportgymnasiums in Jena eingeschult worden sind, Medaillen errangen.

Am 27.10.07 führte das LLZ des TJV in Jena ihre 2.Offene Matte durch. Diesmal stand die gemeinsame Vorbereitung der U14-er auf die MDEM in Schönebeck im Vordergrund. 45 Sportler kamen der Einladung nach. Das Training leiteten Mike Göpfert und Lothar Gwosdz. Alle Teilnehmer waren sehr zu frieden und sind bei der nächsten Offenen Matte in Jena dabei.

Beim U19- Sichtungsturnier "Roland- Cup" in Bremen gab es für die thüringer Starter drei erfreuliche Platzierungen: In der Gewichtsklasse bis 48 kg holte sich Anthea Reich vom PSV Meiningen die Silbermedaille! Jenny Nisser kämpfte sich bis zum kleinen Finale bis 52 kg vor und belegte am Ende einen bemerkenswerten fünften Rang.

Die HV in NRW wurde von Thiele, Matschke und Moewius als Generalprobe benutzt, um hier bereits das Kommando zu uebernehmen. Mit falschen Vorwuerfen wurde die AO HV erzwungen und alle Vorwuerfe ausgeraeumt.

Aberkennung von Dan-Graden im DDK

Im Umkehrschluss werden Ehren-Dan-Grade und Anerkennungen bei grober Unsportlichkeit und bei Verstößen gegen das DDK e.V., die mit Ausschluss oder Austritt behaftet sind, geahndet. Die DDK Dan-Grade erlöschen und werden somit ungültig. Leider mussten wir in 2003 bei einigen Sportlern diese Maßnahmen ergreifen.

Erloschene und somit ungültige Dan-Grade des DDK :Frank Thiele, 9. Dan Judo; K. D. Matschke, 6. Dan Judo; Tom Herold, 6. Dan Judo; K.-H. Heidtmann, 9. Dan Jiu Jitsu; K. Möwius, 7. Dan Jiu Jitsu

Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, das die betroffenen Personen zum nächsten Verband springen und ihre aberkannten Dan-Grade wieder anerkennen lassen. Diese Charaktereigenschaft können wir nicht ändern und wollen sie auch nicht kommentieren.

Kontroverse um Unterschriftenfälschung

Die Frage wurde in den Raum gestellt, ob Unterschriften gefälscht wurden. Die Frage ist, wieso Teige auf der AO MV 2008 behauptet, die Finanzlage ist ok?" Es wurde etwas anderes gehört. Wieso beschimpft Herr Teige „zahlende Mitglieder“ wenn sie schriftlich anfragen, wie es Niedersachsen weiter geht.

Einige der damals (2003) Ausgeschlossenen habe ich persönlich schon vor Jahrzehnten kennen gelernt und halte eine Beteiligung an illegalen Machenschaften wie Urkundenfälschung für ausgesprochen abwegig. Es wurden Judoka, den Braungurt verliehen mit der Bitte auf eine Versammlung zufahren! Vom Gelbgurt zum Braungurt + DDK-Mitgliedschaft in 2min!

Ich kann nur sagen: widerlich - Gradiuerung aus machtpolitischen Gründen ohne sportliche Leistung! wieso muss der berufliche Werdegang bezeugt werden? Verstehe ich nicht. Ist doch toll, wenn jemand, in diesem Falle Klaus Möwius, erst eine Lehre macht und dann zur Polzei geht. Die Beweggründe, warum er den Wechsel von der Polizei in den Schuldienst wählte, ist doch auch seine Sache. Ist er deswegen ein schlechter oder guter Judoka?

Ist die Graduierung wenigstens später aberkannt worden?

Deutsches Jiu-Jitsu

Es geht um das Ju Jutsu, dass in den 60ern aufgrund eines Behördenauftrages aus den klassischen jap. System entwickelt wurde und das jahrzehntelang bis heute Bestandteil der Polizeiausbildung ist (heute als waffenlose SV). Dieses JJ hat mit dem, was Rahn unterrichtet und gelernt hat nicht unmittelbar etwas zu tun; es ist ein durch und durch deutsches System, das sich an die jap. Systeme anlehnt, da die KK-Kultur der westl.-europ. Länder verkümmert ist; woher sollten sie auch die Techniken für das "neue" System nehmen?

Katsukuma Higashi

Sorry, wenn ich hier noch mal nachfrage, rambat... aber meines Wissens ist "nur" bewiesen, dass Kano Higashis Buch abgesprochen hat, irgendwie mit seinem Kodokan Judo zutun zu haben, obwohl dieser es so genannt hat. Aber ist es nicht doch wahrscheinlich, dass Higashis JJ aus einer anderen japanischen Strömung kommt?

ich habe trotz jahrelanger, intensiver recherche bisher kein solches foto gesehen. ich habe in allen möglichen und unmöglichen foren nach quellen für auch nur ein einziges solches foto gesucht, aber ich bin nicht fündig geworden. selbst jene, die mir - oftmals wenig eloquent - vorwerfen, den göttlichen rahn zu "verunglimpfen", sind nicht in der lage, die von mir angemahnten fotos beizusteuern.

daraus kann nun jeder schlußfolgern, was er möchte - aber für mich heißt das, daß rahn und higashi nie miteinander trainierten. was higashi angeht ... im internet wird er dennoch unverdrossen sogar zu einem "persönlichen schüler kanos" stilisiert ... hätte higashi ALS LEHRER in einer ordentlichen tradition einer japanischen ryu gestanden, hätte er auf diese linie verwiesen, seine qualifikation genannt ...

Er war kein Judoka! Das hat der Kodokan offiziell dementiert. Er hat mutmaßlich Jûjutsu in den Tsutsumi Hozan Ryu, Shinsho Ryu und Shiten Ryu gelernt. Das behauptet er in seinen Büchern. Ob man Higashis Büchern nun glaubt oder nicht, ist das eine. Aber widerlegen kann Sie auch niemand. Und schließlich gibts es ein Interview mit Higashi in der Ost-Asien Zeitschrift von 1906.

Das Thema ist nicht tot zu kriegen! Irgendetwas muss Higashi ja gelernt haben. Das "complete Kano Jiu Jitsu" ist ein recht umfassendes Buch...! Aber was, das wird auch in diesem Thread nicht bewiesen oder ausgeschlossen werden... Schade!

Das mit dem Foto Rahn/Higashi wurmt mich auch immer wieder. Ich hatte wirklich große Hoffnungen in dieses neue Buch "Erich Rahn - Wegbereiter des Jiu-Jitsu in Deutschland und Gründer der Sportschule Rahn", Berlin 2012. Da hieß es sensationell und neu und wasweissich... Mit Fotos aus Rahns Nachlass usw. Und war wieder nur der selbe alte Kram wie immer!

weiterhin ist seine zugehörigkeit zur tsutsumi hozan ryu nur eine behauptung, die nicht bewiesen werden kann. Ich versuche gerade mir diese Szene vorzustellen. Muss doch für alle Beteiligten äußerst peinlich gewesen sein.

„Als ich diese Schule besuchte, holte der Schulleiter unverhofft ein ziemlich dickes und mit Illustrationen versehenes Buch mit dem Titel 'Kanō Jiu Jitsu' heraus, zeigte es mir und sagte, dass man an seiner Schule mit diesem Buch als Grundlage das Jūjūtsu erforschen würde.