Kann eine kleinere, trainierte Frau im Kickboxen gegen einen körperlich überlegenen Mann bestehen? Diese Frage beschäftigt viele, und die Antwort ist komplex. Es geht nicht nur um reine Körperkraft, sondern auch um Technik, Erfahrung, mentale Stärke und die Fähigkeit, die Situation richtig einzuschätzen.
Die Ausgangslage: Körperliche Unterschiede
Es ist unbestreitbar, dass Männer im Durchschnitt körperlich stärker sind als Frauen. Der durchschnittliche Mann ist hierzulande 1,75-1,79m groß (26,1%). Nahezu genau so viele Männer sind zwischen 1,80-1,84m groß (23,9%). Hinzukommt, dass der männliche Körper wesentlich mehr einstecken kann, als der Weibliche. Männer sind hormonell bedingt Schmerzunempfindlicher. Frauen können im Schnitt auch weniger schnell laufen als Männer.
Die Bedeutung des Trainings
Allerdings kann jahrelanges Kampfsporttraining, wie Kickboxen oder Sanda, diese Unterschiede teilweise ausgleichen. Logisch hat sie das. Muss allerdings noch härter trainieren als ein Mann, um physiologische und meistens auch kulturell bedingt psychologische Defizite aufzuholen. Tragischerweise passiert genau das in den bei Frauen beliebtesten KKs eher nicht. Um sich Wissen und Fähigkeiten anzueigenen die einen in solchen Situationen helfen. Man muss eben nur hart trainieren um die SV Techniken auch gut umsetzen zu können.
Selbstverteidigung ist mehr als nur Kampfsport
In der SV geht es aber auch nicht darum, den Angreifer zu überwältigen und dann auch noch fest zu legen. Die Vorsitzende der Sozialdemokraten im Stadtteil Groß-Karben, Christel Zobeley, begrüßt die gemeinsame Pressekonferenz von Bürgermeister Roland Schulz und führenden Vertretern der überparteilichen Bürgerinitiative „Nordumgehung jetzt“. „Damit wird ein deutliches Zeichen gesetzt, dass diese dringend notwendige Straßenbaumaßnahme nicht nur […] In der Selbstverteidigung geht es darum, sich aus einer gefährlichen Situation zu befreien. Staatsanwältin Anette Hüfner: „Er drückte ihr die Luft ab, um ihren Widerstand zu brechen, drohte ihr mit dem Tod.“ Als geübte Kampfsportlerin konnte sie sich befreien und flüchten.
Die Rolle der Psychologie
Auch die psychologische Komponente spielt eine entscheidende Rolle. Männer geraten eben aufgrund ihrer anderen "Mentalität" ("Mir kann keener") auch wesentlich häufiger in körperliche Auseinandersetzungen als Frauen. Es gehört schon einiges dazu, körperliche Gewalt gegen eine Frau einzusetzen. Auch möchte ich behaupten, dass Frauen in Deutschland sicher leben als in vielen anderen Ländern.
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Strategien und Taktiken
Neben dem Training sind auch die richtige Strategie und Taktik entscheidend. Da sind die kurzen Ärmchen und Beinchen eher kontraproduktiv. Aber danach ist auch das Situationsabhängig und einen einfachen Tritt zum Kopf, Tritt oder Fausstoß zum Solarplexus und in die Eier um abhauen zu können, sollte man immer im Hinterkopf haben.
Der Überraschungsmoment
Der Überraschungsmoment ist natürlich tatsächlich eine große Chance wenn die Frau sich wirklich wehren kann! Den Statistiken zufolge die ich im Hinterkopf hab (leider keine Quelle mehr verfügbar) ist die Erfolgsrate bei Frauen, die sich wehren sehr hoch - und zwar weniger weil das alles ausgebildete Kampfsportlerinnen sind (auch wenn das evtl. überhaupt erst dazu führt dass sie sich wehren) sondern weil der Täter überrascht ist oder nichts riskieren will und von dem Opfer ablässt. Dazu kommt, dass jemand der regelmäßig trainiert eine entsprechende Ausstrahlung und Körperhaltung hat.
Kreative Nutzung von Alltagsgegenständen
Effektive SV heisst angemessene (im extremfall maximale) Brutalität ohne zu zögern einzusetzen und kreativ alles verfügbare als Waffe zu nutzen. Die Handtasche oder Gegenstände daraus als Waffe benutzen. Oder kleine Fläschchen Haarspray. Den Gurt der Tasche vielleicht benutzen um die Hände des Gegners zu binden. Spitze Gegenstände aus der Tasche, um sie in die Augen zu rammen. Viele Frauen haben ja auch Pfeffersprays in der Handtasche.
Fazit
Eine kleinere Frau hat durchaus eine Chance, sich gegen einen körperlich überlegenen Mann zu verteidigen. Dies erfordert jedoch jahrelanges, hartes Training, die richtige Strategie, mentale Stärke und die Fähigkeit, die Situation realistisch einzuschätzen. Auch die kreative Nutzung von Alltagsgegenständen kann im Ernstfall entscheidend sein.
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