Deutsche Judo-Olympia-Teilnehmer: Erfolge und Dramen

Der Thüringer Dietmar Lorenz, ein erfolgreicher DDR-Sportler, ist im Alter von 70 Jahren verstorben. Er gewann Gold bei den Olympischen Spielen 1980 im Judo. Der Judoka Dietmar Lorenz ist mit 70 Jahren verstorben.

Dietmar Lorenz, Olympiasieger im Judo, ist am Mittwoch mit 70 Jahren gestorben, berichtet «rbb24». Das teilte der Deutsche Judo-Bund mit. Er trat erfolgreich für die DDR an Wettkämpfen an. Er trat mit Erfolg gegen robustere Konkurrenz an und gewann sogar Olympia-Gold.

Im Jahr 1980 in Moskau hat der Judoka als erster Deutscher eine olympische Goldmedaille im Judo gewonnen. Er nahm in der offenen Gewichtsklasse teil. Weiterhin gewann er mehrere Europameistertitel und dreimal Bronze an der WM.

Lorenz war ein Halbschwergewicht und hat sich in der offenen Klasse oft trotzdem durchsetzen können.

Eduard Trippel gewinnt Silber in Tokio

Eduard Trippel holt die erste Silbermedaille für Deutschland. Der 24-jährige Judoka aus Rüsselsheim unterliegt im Finale im Mittelgewicht dem Georgier Lascha Bekauri.

Lesen Sie auch: Was ist der Unterschied?

Es ist die erste Medaille für das Team des Deutschen Judo-Bundes in Tokio. Beim Final-Foto mit Gegner Lascha Bekauri konnte Eduard Trippel schon wieder lächeln. Der 24 Jahre alte deutsche Judoka verlor bei den Olympischen Spielen zwar das Finale, eroberte mit Silber aber die erste Medaille für das Team des Deutschen Judo-Bundes in Tokio. "Ich war schon nach dem Halbfinale so froh, dass es im Finale vielleicht zu meinem Verhängnis geworden ist", sagte Trippel. "Ich hätte gerne die erste Goldmedaille nach Ole Bischof geholt."

Der Rüsselsheimer unterlag in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm am Mittwoch im Finale im legendären Nippon Budokan in Tokio dem Georgier Bekauri durch Waza-ari und verpasste damit knapp den ersten deutschen Olympiasieg im Judo seit Bischof 2008. Giovanna Scoccimarro verlor zuvor das kleine Finale in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm und wurde wie schon am Dienstag Dominic Ressel Olympia-Fünfte.

Historisches Format für Trippels Medaille

Für Trippel, einen der Jüngsten im deutschen Judo-Team in Tokio, ist die Medaille der bislang grösste sportliche Erfolg seiner Karriere. Er ist der erste deutsche Medaillengewinner in dieser Gewichtsklasse seit 1996, als Marko Spittka Bronze gewann. Für die deutschen Judo-Männer beendete Trippel die medaillenlose Zeit von neun Jahren seit Olympia 2012. Trippel selbst hatte vor den Olympischen Spielen selbstbewusst eine Medaille als Ziel ausgegeben und die Verschiebung der Wettkämpfe wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr als grossen Vorteil genannt. "Heute nehme ich das zusätzliche Jahr Vorbereitung als Segen wahr", hatte der 24-Jährige gesagt, der zuletzt unter anderem beim Masters in Doha 2021 Bronze und bei der WM 2018 Platz fünf geholt hatte.

Trippel will Kommissar werden

Trippel hat nun als erster deutscher Judo-Medaillengewinner dieser Spiele seinen Eintrag in den Geschichtsbüchern sicher. 2017 hatte sich der Hesse, der ein Studium zum Polizeikommissar absolviert, in der internationalen Judo-Elite festgesetzt und sich letztendlich souverän das Ticket für seine ersten Olympischen Spiele gesichert. Auf der Matte gelten seine Schnelligkeit und seine gute technisch-taktische Vorbereitung als grosse Stärken Trippels, der sich nach Olympia eine Wettkampfpause gönnen will, um sich ein halbes Jahr lang voll und ganz auf sein Studium konzentrieren zu können. "Danach bereite ich mich auf den nächsten Olympiazyklus vor", kündigte er im "Judo Magazin" an. "Wenn der Körper mitspielt, dann steht auch einem dritten Zyklus nichts im Wege."

Drama um Daniel Eich: Knapp verpasste Bronzemedaille

Viel dramatischer kann einem eine Medaille nicht aus den Händen gleiten - oder gerissen werden - als Daniel Eich am Schweizer Nationalfeiertag in Paris. Etwa 30 Sekunden stand auf der Tafel das Wort «Winner» hinter Eichs Namen. Doch der Aargauer ahnte, das Unheil schon kommen. Die Entscheidung im Bronzekampf.

Lesen Sie auch: Exploring Precht's Philosophy

Es war ein Fehler passiert; seinem Gegner um Bronze, dem Israeli Peter Paltchik, war eine Verwarnung (Shido) fälschlicherweise doppelt angerechnet worden; die Disqualifikation wurde zurückgenommen.

Äusserst fairer Verlierer

Ein absolut richtiger Entscheid, wie der äusserst faire Verlierer anschliessend ausführte. «Natürlich denkt man da, bitte lasst es stehen», gab Eich zu. «Es wäre schon cool gewesen. Aber ich fühle mich keineswegs betrogen. Es wäre ein Quatsch-Sieg gewesen.» So blieb im in der Gewichtsklasse bis 100 kg nur der 5. Platz (im Judo gibt es zwei Dritte).

Das Publikum in der Halle goutierte diese VAR-Entscheidung überhaupt nicht. Es deckte den Bronzegewinner aus Israel mit Pfiffen und Buhrufen ein. Das wollte der Schweizer aber nicht so stehen lassen, er posierte mit Paltchik und machte mit einer Handgeste klar, dass dieser den Sieg verdient hatte.

Am Vormittag hatte Eich mit drei zum Teil spektakulären Siegen, unter anderem gegen den Weltranglistendritten und WM-Zweiten Shady Elnahas, brilliert und die Halle elektrisiert. Immer wieder kamen die Chöre «Let's go, Dani». Vor der dreistündigen Mittagspause meinte er: «Alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus.»

Am Ende ging es ihm aber wie vor drei Jahren in Tokio Fabienne Kocher. Auf drei Siege folgten zwei Niederlagen im Halbfinal und im Kampf um Bronze.

Lesen Sie auch: Was sind die Judo Regeln?

Er konnte seinen Wettkampf aber erstaunlich schnell einordnen. «Es ist schon irgendwie ein bitteres Resultat», meinte er. «Ich bin aber auch froh, dass ich bis zum Schluss mitkämpfen konnte. Die Stimmung in der Halle ist mega cool, und am Ende war ich sogar nahe dran, eine Medaille zu machen.» Immerhin habe er ja nicht zu den Favoriten gezählt. Nun müsse er sich damit abfinden, dass er bis zuletzt mitgemischt habe.

Im Halbfinal lag Eich schon nach neun Sekunden auf dem Rücken. «Das ist mir so noch nie passiert.» Nervös sei er eigentlich nicht gewesen. Er habe sich nur auf den Kampf und nicht auf die Medaille fokussiert. Aber vielleicht sei er nach der Pause «noch nicht ganz wach» gewesen. «Gegen den Georgier wäre es aber so oder so sehr schwer geworden.»

Näher dran war er im Bronze-Kampf, wo er Paltchik eine Minute vor Schluss eine kleine Wertung zugestehen musste. «Danach ist er halt ein Profi, extrem stabil. »In dem Moment, wo ich ihn ein bisschen packen konnte, hat er seine Abtauchtechnik gemacht. Das war taktisch sehr geschickt.»

Nun stehen für Eich lange Ferien an. »Die nächsten drei bis vier Monate ist Pause vom Judo angesagt, da trainiere ich sicher nicht«, erzählte er. Dann kann er sich auch wieder seinem grossen Hobby, Skateboarden, widmen. Da hat er in den Monaten vor Olympia zurückgesteckt. Gerne wäre er auch in Paris die Wettkämpfe der Skateboarder schauen gegangen, doch «leider habe ich kein Ticket bekommen.»

Nach der Pause hat er aber schon Los Angeles 2028 im Visier. «Ich habe schon Lust auf noch mehr Olympia», versicherte er.

Weitere Judo-Ereignisse und Erfolge

Die erst 23 Jahre alte Scoccimarro dürfte in ihrer Karriere noch mehrere Chancen auf Olympia vor sich haben. Die Wolfsburgerin musste sich im Kampf um Bronze erst nach 7:44 Minuten im Golden Score der Weltranglisten-Dritten Sanne van Dijke aus den Niederlanden geschlagen geben. "Giovanna hat sehr stark gekämpft und sich hier gut in Szene gesetzt. Am Ende fehlte aber ein Quäntchen Glück und Kraft", sagte DJB-Sportdirektor Hartmut Paulat. Platz fünf bei ihren ersten Spielen ist dennoch ein grosser Erfolg für die Niedersächsin, die sich über die Hoffnungsrunde ins kleine Finale gearbeitet hatte.

Grosser Erfolg für unsere Schweizer Ju-Jitsuka Sina Staub: Sie hat sich mit herausragenden Leistungen im Ju-Jitsu Fighting System für die World Games 2025 in Chengdu, China, qualifiziert.

Nils Stump gewinnt überragend den Grand-Slam in Abu Dhabi (UAE).

Es ist ein historischer Turniersieg für das Schweizer Judo! Nils Stump gewinnt bei der Weltmeisterschaft in Doha (QAT) sensationell die Goldmedaille. Der 26-jährige schafft das als erster Schweizer überhaupt.

Am 8.und 15.12.22 wurde ein Technischer Judo Kurs in Wetzikon durchgeführt. Der Kursorganisator Werner Schuler konnte Michel van Rijt (Jiu Fighting Nationaltrainer) als Gasttrainer nach Wetzikon einladen. Am zweiten Kursabend wurde in der Ne Waza gearbeitet. Nach einem musikalischen Einwärmen zeigte Michel einige Übungen zu Kansetsu-Waza-Eingängen. Zuerst als erlaubte Judotechniken, später einige im Judo unerlaubte Techniken. Alle hatten viel Spass und trainierten motiviert mit, so dass die Zeit viel zu schnell vorbei ging.

3. Nicolas Baez vom Judo und Ju Jitsu Club Winterthur hat an den Ju Jitsu Worldchampionchips in Abu Dhabi die Bronzemedaille erkämpft. Bereits im Mai diesen Jahres hat er mit der Silbermedaille an den Europameisterschaften in Israel eine grossartige Leistung gezeigt. Nicolas hatte bereits mit einer Bronzemedaille an der WM in Schweden 2018 und einem 5. Platz an der EM im 2019 seine konstant exellenten Leistungen im Ju Jitsu Fighting in der Kategorie bis 85 kg gezeigt. Eine schwere Knieverletzung hat ihn nur vorübergehend aufgehalten. Mit viel Willen und konsequentem Aufbau hat er sich zurückgekämpft und bewies seine Qualitäten zum wiederholten Mal.