Wenn du dich mit Verlobungsringen beschäftigst, dann wird dir der Begriff “Karat” sofort begegnen. Bestimmt hast du schon etwas von „Karat“ gehört, weißt aber noch nichts mit den Größen der Steine anzufangen? Das Karat wird mit den Initialen ct abgekürzt und ist das Gewicht für Edelsteine und Diamanten und gleichzeitig auch die Bezeichnung für verschiedene Steingrößen.
Was bedeutet Karat?
Das Gewicht eines Diamanten wird in Karat gemessen. Wussten Sie, dass Diamanten in (nicht der Maßeinheit von Gold entsprechendem) Karat gewogen werden? Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Die Bezeichnung Karat ist auf das Samenkorn des Johannisbrotbaumes zurückzuführen.
Der Begriff Karat stammt vom griechischen Wort „Keration“ und der arabischen Bezeichnung „qirat“. Beide Ausdrücke bedeuten „Schote des Johannisbrotbaums“. Der Pflanzensamen wurde vor langer Zeit als Gewicht zum Wiegen von Gold und Edelsteinen genutzt. Es wurde lange Zeit angenommen, dass das Gewicht des Samens ungewöhnlich einheitlich sei. Forscher widerlegten diese Annahme.
Im Jahr 1907 wurde dann schließlich Karat als offizielles, metrisches Maß für Edelsteine festgelegt. Sechs Jahre später akzeptierten die USA das Maß und Europa und Großbritannien folgten ein Jahr darauf. Ein Karat (ct.) wiegt 0,2 Gramm - entsprechend wiegt ein fünfkarätiger Diamant genau ein Gramm. In der Fachsprache unterteilt man das Karat in 100 Punkte. Ein sogenannter Halbkaräter wiegt demnach 0,1 Gramm und wird auch als 50 Punkter bezeichnet. Grundsätzlich spricht man bei Karat-Gewichten unter 1 Karat von „Punkten“: beispielsweise von einem 75 Punkter für einen Stein mit 0,75 Karat.
Tiffany misst Diamanten bis auf ein Tausendstel eines Karats.
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Karat und Diamantgröße
Denn zu jedem Karatgewicht gibt es ideale Maße. Beispielsweise besitzen Einkaräter einen Durchmesser von etwa 6,5 Millimeter und Halbkaräter einen Durchmesser von circa 5,0 Millimeter.
Karat kann näherungsweise als Indikator für die Steingröße herangezogen werden, da bei gleicher Schliffform die Proportionen erhalten bleiben. Vom Schliff, d.h. von Maßen und Proportionen, des Brillanten ist abhängig, ob sein Gewicht gleichmäßig verteilt ist. Da wir Diamanten meist von oben betrachten, spielt der Durchmesser (in rot) eine entscheidende Rolle.
DIAMANTGRÖßE VS. GEWICHT
Es ist wie beim Menschen- allein vom Gewicht lässt sich nicht auf die Größe schließen.
Allerdings ist der Preis dafür mangelnde Brillanz und ein lebloses Erscheinungsbild. Ein Einkaräter kann einen Durchmesser von ca. 5,75 bis 6,9 mm haben.
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Damit Sie sich die unterschiedlichen Karatgrößen besser vorstellen können, haben wir untenstehendes Tool für Sie entwickelt. So bekommen Sie ein Gefühl für die Relationen und erleichtern sich die Wahl des für Sie passenden Diamanten. Die abgebildete Hand trägt einen Ring, darunter sehen Sie verschiedene Karat-Größen. Durch das Anklicken der Größen verändert sich auch der Diamant am Ringfinger. Damit Sie auch im Detail sehen können, wie unterschiedlich ein Diamantring mit verschiedenen Karat-Größen aussehen kann, klicken Sie einfach auf die Ringfassung. Unterhalb der Grafik erscheinen wieder die verschiedenen Karat-Größen zum Auswählen.
Größenvergleich verschiedener Karat-Gewichte:
- 0,01 Karat entspricht ca. 1,35 Millimeter Durchmesser
- 0,02 Karat entspricht ca. 1,7 Millimeter Durchmesser
- 0,03 Karat entspricht ca. 1,9 - 2 Millimeter Durchmesser
- 0,04 Karat entspricht ca. 2,15 Millimeter Durchmesser
- 0,05 Karat entspricht ca. 2,3 Millimeter Durchmesser
- 0,06 Karat entspricht ca. 2,5 Millimeter Durchmesser
- 0,07 Karat entspricht ca. 2,6 - 2,65 Millimeter Durchmesser
- 0,08 Karat entspricht ca. 2,75 Millimeter Durchmesser
- 0,09 Karat entspricht ca. 2,85 - 2,9 Millimeter Durchmesser
- 0,10 Karat entspricht ca. 3,0 Millimeter Durchmesser
- 0,15 Karat entspricht ca. 3,4 Millimeter Durchmesser
Größenvergleich: 0,50 ct. / 1 ct. / 2 ct.
Mit steigendem Karat-Gewicht eines Diamanten nimmt auch seine Größe zu, jedoch nicht proportional. In einem Diagramm abgebildet, würde das Verhältnis als Kurve erscheinen.
Beim Vergleich von Diamanten mit ähnlichem Gewicht ist es sinnvoll, die Maße genau zu überprüfen. Diamanten mit demselben Karat-Gewicht können ganz unterschiedliche Dimensionen haben. So ist es möglich, einen größeren Diamanten zum gleichen Preis zu erhalten, da er das gleiche Karat-Gewicht hat.
Der Einfluss des Schliffs auf die wahrgenommene Größe
Nicht zu vergessen ist, dass das Karat-Gewicht nicht, wie vielfach angenommen, unmittelbare Auskunft über die Größe eines Diamanten gibt. Zwei Diamanten mit dem gleichen Karat-Gewicht können unterschiedlich groß erscheinen.
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Ein schlecht geschliffener Brillant kann sein Gewicht in einem überproportional tiefen Unterteil verstecken und erscheint dadurch kleiner. Gleichzeitig kann ein Diamant auch zu flach geschliffen sein, wodurch er größer erscheint.
Der Schliff: Auch der Schliff eines Diamanten kann die Wahrnehmung seiner Größe beeinflussen. Je höher der Schliffgrad ist, desto mehr einfallendes Licht tritt über die Tafel wieder aus, desto schöner & intensiver funkelt & brilliert der Diamant. Und desto größer wirkt der Diamant für das menschliche Auge.
Steine mit niedrigeren Schliffgraden wirken demnach selbst bei gleichem Durchmesser der Tafel und gleicher Karatzahl immer kleiner als Steine mit höherem Schliffgrad. Es ist dadurch möglich, dass ein Stein mit kleinem Karat-Gewicht und weniger Tafeldurchmesser, aufgrund seines höheren Schliffgrades, größer wirkt, als ein größerer Stein mit niedrigerem Schliffgrad.
Yorxs empfiehlt bei den drei zur Wahl stehenden Schliffkriterien (Schliffgrad, Symmetrie, Politur) beim Brillantschliff und den zwei Schliffkriterien (Symmetrie, Politur) bei den übrigen Schliffarten keine Abstriche zu machen.
Preisliche Aspekte beim Diamantenkauf
Das Gewicht eines Diamanten und der Preis hängen stark zusammen. Generell werden Diamanten auf Gewicht geschliffen. Das heisst, der Diamantschleifer versucht soviel des teueren Rohmaterials zu erhalten wie möglich. Deswegen werden nicht alle Brillanten zu in den idealen Proportionen geschliffen, weil dadurch mehr Karatgewicht verloren geht.
Wichtig ist auch die Seltenheit: Je größer der Diamant, desto seltener. Diese Seltenheit steigert sich exponentiell, umso höher die Güte (Farbe und Reinheit) des gewünschten Edelsteines.
Die symbolischen Größen von 0,50 Karat, 1 Karat oder 2 Karat haben auch einen bedeutsamen Einfluss auf den Preis des Diamanten. Obwohl ein Diamant mit 0,90 oder sogar 0,99 Karat vom Auge in der Regel nicht von einem Einkaräter zu unterscheiden ist, fällt der Preisunterschied sofort ins Auge. Nur einen Diamanten von einem Gewicht über 1,00 ct. kann man einen Einkaräter nennen.
Diamanten mit einem Gewicht von 0,50 ct, 0,75 ct und 1,0 ct sind sehr beliebt, und obwohl es keinen großen Gewichtsunterschied gibt, können die Preise sich erheblich unterscheiden. So kann ein 0,90-ct-Diamant beispielsweise zehn bis 20 Prozent günstiger sein als ein 1,0-ct-Diamant, der genau dieselbe Qualität aufweist.
Das Karatgewicht ist einer der Hauptfaktoren bei der Bestimmung des Preises eines Diamanten, wobei größere Diamanten in der Regel höhere Preise pro Karat erzielen.
Bei Diamanten gibt es “magische Schwellen“ bei denen es zu Preissprüngen kommt. Ein 1 Karat Diamant etwa kostet deutlich mehr als ein 0,95 Karat Diamant, obwohl der Unterschied in der Größe kaum sichtbar ist. So kann man teilweise bares Geld sparen, indem man einen Diamanten mit einem nur geringfügig geringeren Gewicht kauft.
Der Diamantenpreis steigt daher nicht proportional mit seinem Gewicht, sondern exponentiell. Das bedeutet, dass ein Einkaräter nicht doppelt so viel wie ein Halbkaräter, sondern ein Vielfaches davon kostet (bei ansonsten gleicher Qualität).
Demzufolge ist der Preis eines großen Diamanten nicht nur aufgrund des höheren Gewichtes, sondern auch durch einen höheren Preis pro Karat, teurer.
Weitere Faktoren, die die Wahl beeinflussen
Die Diamantgröße ist selbstverständlich eine Frage des Geschmacks und Budgets. Entgegen dem Mainstream „größer ist besser“ muss es nicht immer der Ein-, Zwei- oder Dreikaräter sein. Tatsächlich stehen oft in der gemeinsamen Lebensplanung noch weitere Ereignisse wie Kinder, Jubileen und andere Festlichkeiten an.
Die ideale Größe liegt zwischen Viertel - und Einkarätern. Die meisten meiner Kunden wählen Verlobungsringe mit kleineren Steinen aus, die zwischen 660 und 1.700 Euro liegen.
Lass dich in keinem Fall von irgendwelchen Faustregeln (z.B. 3 Monatsgehälter) beirren, sondern finde deine ganz persönliche Steingröße.
Für einen Verlobungsring werden in Deutschland abhängig vom Budget gerne 0,3ct. bis 0,5ct. gewählt, da dies auch im Alltag noch angenehm getragen werden kann.
Weitere Aspekte:
- Geschmack: Legen Sie mehr Wert auf die Qualität und das Feuer des Steins oder auf seine Größe?
- Fassung: Die Fassung eines Diamanten kann den Edelstein größer erscheinen lassen als er tatsächlich ist.
- Form: Die Form eines Diamanten kann einen Stein größer erscheinen lassen.
- Die Trägerin: Bei der Wahl des Karat-Gewichtes sollte die Trägerin des Diamanten bedacht werden. So sollte man bei Ringen das Karat-Gewicht in Abhängigkeit von der Handgröße wählen.
Die 4C's: Mehr als nur das Karatgewicht
Der tatsächliche Preis ist abhängig vom Material des Rings und natürlich ganz entscheidend auch von der Steinqualität (4c´s). Zwischen zwei Diamanten gleicher Größe gibt es aufgrund verschiedener Qualitäten erhebliche Preisunterschiede.
Achten Sie neben dem Karatgewicht auf den Schliff. Dieser steht im direkten Zusammenhang mit Brillanz und Feuer - und damit mit der Schönheit des Brillanten. Ausgehend vom Rohdiamanten wird in der Regel auf Gewicht geschliffen, damit am Ende ein möglichst großer Diamant verkauft werden kann. Tatsächlich ist das oft mit einem Kompromiss verbunden, da ein besserer Schliff immer einen höheren Materialverlust bedeutet.
Neben dem Karatgewicht sind die weiteren C's von Bedeutung:
- Color - Farbe: Die Farbe hat einen hohen Einfluß auf die optische Erscheinung des Diamanten. Die Skala reicht in alphabetischer Reihenfolge von D, farblos bis Z, gelb getönt.
- Cut - Schliffqualität: Die Schliffqualität ist der Hauptfaktor zur Bestimmung der Brillanz des Diamanten. Je besser der Stein aus dem Rohdiamanten herausgeschliffen wurde, desto höher ist das "innere Feuer".
- Clarity - Reinheit: Diamanten können Einschlüsse aufweisen. Jene stören aber kaum, solange diese nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen sind (Augenrein).
Über die Steinqualität: G / VS - Beliebt ab 0,7ct.
- Farbe: feines weiß (G, top wesselton) Nahezu farblos. Nur beim direkten Vergleich mit Diamanten einer besseren Qualität, können Experten einen eindeutigen Unterschied erkennen!
- Reinheit: sehr kleine Einschlüße (vsi - very small inclusions) Einschlüße sind auch unter der Lupe mit 10facher Vergrößerung kaum meher zu erkennen.
Richtig schätzen der Ringgröße
Keine Sorge! Die tatsächliche Ringgröße können Sie auch nach dem Antrag herauszufinden. In 9 von 10 Fällen ist der Ring sowieso zu groß und kann nachträglich kostenlos umgetauscht (oder angepasst) werden. Dafür passt der Ring beim Antrag auf den Finger.
Generell gilt bei Damen:
- Zierlich: Ringweite 50 - (Ø 15,9 mm)
- Normal: Ringweite 54 - (Ø 17,2 mm)
- Kräftig: Ringweite 58 - (Ø 18,1 mm)
Tipp! Wenn es also nicht möglich ist, vorher die exakte Ringweite herauszufinden, empfehlen wir zunächst die Ringgröße anhand der kurzen Tabelle zu schätzen. Sie können den Ring bei ANNE KORN kostenlos (sofern nicht graviert) nach den Antrag anpassen lassen. Außerdem sind viele Modelle vorab als Muster bestellbar.
Weitere Möglichkeiten zur Ermittlung der Ringgröße:
- Ringschablone ausdrucken oder Maßband nach Hause bestellen Um die richtige Ringgröße Ihrer Partnerin herauszufinden können Sie auch eine Ringschablone ausdrucken oder ein gratis Ringmaßband nach Hause senden lassen:
- Ringschablone ausdrucken Verwenden Sie unsere Anne Korn Ringschablone für die optimale Ermittlung der Ringweite. Sie benötigen zusätzlich einen Bestandsring und einen Drucker für die korrekte Größen-Ermittlung. Die Messung mit der Ringschablone ist einfach und in zwei Minuten erledigt. » Zur Ringschablone
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- Fragen zur Ringweite? Sie kennen Ihre Ringweite nicht?
