Judo ist eine japanische Kampfsportart, die im 19. Jahrhundert von Jigoro Kano entwickelt wurde. Wörtlich übersetzt bedeutet Judo „Der sanfte Weg“ und ist als Geisteshaltung zu verstehen, die eine perfekte Harmonie zwischen Körper und Geist anstrebt. Aber muss es gefährlich sein? Denn wie bei allen Sportarten gibt es ein umfangreiches Regelwerk, das die Sportler schützen soll. Gefährlich ist Judo also eigentlich nicht.
Ist Judo für Erwachsene geeignet?
Ja, das geht problemlos, sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen stehen. Viele Vereine bieten Judo nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für ältere Erwachsene an. Der BJV entwickelt dazu auch gemeinsam mit seinen Partnern Programme, um Judo auch als Gesundheitssport besser bekannt zu machen.
Judo ist in erster Linie ein Breitensport, der den ganzen Körper beansprucht. Zum Erlernen sind keine besonderen Voraussetzungen notwendig, man muss dafür nicht sportlicher sein als für Schwimmen, Radfahren oder Joggen. Die Beweglichkeit und Koordination wird nach und nach schrittweise im Training aufgebaut.
Was kostet Judo?
Das hängt von den Beiträgen in den Vereinen und den Kosten für Sportkleidung ab. Die Vereinsbeiträge liegen üblicherweise im Bereich von 5 bis 20 Euro pro Monat. Die Sportkleidung (Judogis) kann man sich in vielen Vereinen anfangs leihen. Einsteigermodelle kosten je nach Größe und Modell ab 20 Euro für Kinder und ab 35 Euro für Erwachsene.
Bei vielen Vereinen ist es möglich, in diesem Fall zu reduzierten Beiträgen Sport zu treiben. Das kommt darauf an, an welchen Verein man sich wendet.
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Wie fange ich an?
Ein Probetraining ist in vielen Vereinen ohne vorherige Anmeldung möglich. Einige Vereine bieten auch speziell Schnuppertrainings oder Einsteigerkurse an. Am besten beim nächsten Judoverein vorbeischauen und erkundigen bzw. Aushänge am schwarzen Brett beachten. Tipp: Die meisten Einsteigerkurse beginnen zeitgleich mit dem neuen Schuljahr.
Für das Probetraining sind eine Jogginghose und ein stabiles T-Shirt ausreichend. Schuhe werden nicht benötigt, da Judokas generell barfuß trainieren. Flip-Flops, Badelatschen oder Socken sind für den Weg zur Matte aufgrund der Hygienebestimmungen wünschenswert. Ein Judoanzug wird erst später notwendig.
Was lerne ich im Judo?
Zudem ist das Ausbildungssystem im Judo so gestaltet, dass man schrittweise neue Erfahrungen sammeln kann. Das fängt an mit der „Fallschule“, wo man das richtige und schmerzfreie Fallen lernt. Es geht dann weiter mit dem Erlernen von Wurf- und Bodentechniken.
Im Training werden die judospezifischen Wurf- und Falltechniken geübt, aber auch Halte-, Hebel- und Würgetechniken. Anfänger lernen die Judo-Falltechniken, Judo-Würfe und Bodentechniken. Fortgeschrittene Judoka probieren Varianten der bereits bekannten Techniken sowie die Techniken für die nächste Gürtelprüfung oder den Wettkampf. Daneben gehören Trainingskämpfe -Randori- dazu. Jeder und Jede übt auf seinem persönlichen Niveau.
Judo kommt aus dem Japanischen, deshalb werden auch die japanischen Begriffe verwendet. volle Punktzahl für eine perfekte Technik, bei der der Gegner mit Schwung auf dem größten Teil des Rückens landet, oder für einen erfolgreichen Halte-, Hebel- oder Würgegriff. Große Wertung für eine starke Technik, bei der der Gegner nicht ganz auf den Rücken fällt od. Mittlere Wertung für eine Technik, bei der der Gegner nur auf die Seite fällt od.
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Gibt es Judo für ältere Menschen?
Judo ist die ideale Sturzprävention! Judo fördert neben körperlicher Fitness u.a. Judo = Spaß- Wohlbefinden- Kontakt zu netten Leuten. Interessiert? Probiert es doch einfach mal aus, denn nur wer in Bewegung bleibt, bleibt beweglich!
Kann ich an Wettkämpfen teilnehmen?
Wer Interesse an Wettkämpfen hat, kann sein Können auch dort unter Beweis stellen. Startberechtigt ist jeder Judoka der mindestens 8 Jahre alt ist und einen gelben Gürtel hat.
Bevor auf einen Wettkampf gefahren wird, gilt es die Turnierausschreibung sorgfältig zu lesen und zu überprüfen, ob die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind d. h. stimmt mein Jahrgang mit dem Altersbereich der Ausschreibung überein und bin ich startberechtigt mit meiner Gürtelfarbe. Am Wettkampftag selber muss sich jeder Kämpfer zu Beginn eine Startkarte kaufen und ausfüllen. Hier werden die Personalien abgefragt, die zur Registrierung sowie für eventuelle Einladungen zu Lehrgängen dienen. Zusammen mit dieser Startkarte und dem Judopass geht man zum „Wiegen“. Dort stellen Kampfrichter das Gewicht des Athleten fest und ordnen die Judokas in die vorgegebenen Gewichtsklassen ein, damit immer Gleichschwere gegeneinander antreten.
Jeder Judoka erhält mit dem Bestehen der ersten Gürtelprüfung zum weiß-gelben Gürtel einen Judopass - der Personalausweis im Judobereich. Hierin sind neben Personaldaten auch Foto, derzeitige Graduierung, Beitragsmarke und Vereinszugehörigkeit vermerkt. Der Pass ist bei jedem Turnier mitzuführen und vorzuzeigen.
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