In der Welt des Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) gilt der schwarze Gürtel als Symbol für höchste Kompetenz, Hingabe und Leidenschaft. In Dresden spiegelt die BJJ-Gemeinschaft diese Werte wider.
Das BJJ-Rangsystem
Das Rangsystem im BJJ ist ein Weg der stetigen Entwicklung und des Lernens. Vom weißen bis zum schwarzen Gürtel durchläuft jeder Praktizierende mehrere Stufen, wobei jeder Gürtel eine neue Phase der Fähigkeiten und des Verständnisses darstellt. In Dresden finden BJJ-Schüler ein System, das auf langfristiges Wachstum und kontinuierliche Verbesserung ausgerichtet ist.
Im BJJ gibt es allgemein 5 verschiedene Gurte: den Weißgurt, den Blaugurt, den Lilagurt, den Braungurt und zu guter Letzt den Schwarzgurt.
Durchschnittliche Dauer bis zum Erreichen des schwarzen Gürtels
Generell gilt, dass es im BJJ etwa 10 bis 15 Jahre dauert, um den schwarzen Gürtel zu erreichen. Diese Zeit kann jedoch variieren, abhängig von Faktoren wie Trainingshäufigkeit, Engagement und persönlichen Fähigkeiten. In Dresden betonen BJJ-Schulen, dass der Weg zum schwarzen Gürtel weniger eine Frage der Zeit als vielmehr der persönlichen Entwicklung ist.
Um einen groben Überblick bei der BJJ Graduierung zu geben: Es dauert etwa 10 Jahre, bis man im brazilian Jiu-Jitsu einen Schwarzgurt verliehen bekommt. Natürlich ist dies von mehreren Faktoren wie beispielsweise Häufigkeit des Trainings, Intensität, Talent, dem Professor, und vielen weiteren Dingen abhängig.
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Grob verallgemeinert kann man als Richtwert je 2 Jahre pro Gurt ansehen.
Faktoren, die die Dauer beeinflussen
- Trainingshäufigkeit und Intensität: Ein konsequentes und zielgerichtetes Training ist essentiell für den Fortschritt.
- Persönliches Engagement: Die Bedeutung von Geduld und Hingabe kann nicht unterschätzt werden.
- Lebensstil: Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Ruhe und ein gesunder Lebensstil tragen dazu bei, das Beste aus dem Training herauszuholen.
Die Reise ist das Ziel
In Dresden wird der Weg zum BJJ Black Belt oft als metaphorische Reise betrachtet, bei der das Ziel nicht nur das Erreichen des schwarzen Gürtels ist, sondern die Transformation, die man auf diesem Weg durchmacht. Es geht darum, die eigenen Grenzen zu erkennen, zu erweitern und letztendlich zu überschreiten.
Der Einfluss des persönlichen Lebensstils
Der Fortschritt im BJJ wird stark von der Lebensweise des Einzelnen beeinflusst. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Ruhe und ein gesunder Lebensstil tragen dazu bei, das Beste aus dem Training herauszuholen. In Dresden bieten viele BJJ-Gyms zusätzliche Ressourcen wie Ernährungsberatung und Fitnessprogramme an.
Bedeutung der Wettkämpfe
Wettkämpfe bieten eine Plattform, um Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und Erfahrungen zu sammeln. Viele BJJ-Praktizierende in Dresden nehmen an lokalen und nationalen Turnieren teil, was ein wichtiger Teil ihrer Entwicklung auf dem Weg zum schwarzen Gürtel ist.
Die Rolle der Trainer und der BJJ-Gemeinschaft
Ein guter Trainer und eine unterstützende Gemeinschaft sind unverzichtbar. In Dresden arbeiten die Trainer eng mit ihren Schülern zusammen, um sie auf ihrem Weg zu begleiten und zu unterstützen. Die BJJ-Gemeinschaft in Dresden ist bekannt für ihren Zusammenhalt und ihre Förderung eines positiven und motivierenden Umfelds.
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Kontinuierliches Lernen und Anpassung
BJJ ist eine sich ständig entwickelnde Kunst, und das Lernen hört nie auf, auch nicht nach dem Erreichen des schwarzen Gürtels. Praktizierende in Dresden verstehen, dass BJJ eine lebenslange Reise ist, auf der ständige Anpassung und Weiterbildung erforderlich sind.
Persönliches Wachstum und Selbstreflexion
Der Weg zum BJJ Black Belt ist auch ein Weg der Selbstreflexion und des persönlichen Wachstums. Viele BJJ-Praktizierende in Dresden berichten von tiefgreifenden Veränderungen in ihrem Charakter und ihrer Einstellung zum Leben, die sie durch ihre BJJ-Reise erfahren haben.
Einbeziehung des BJJ in den Alltag
Viele BJJ-Praktizierende in Dresden integrieren die Prinzipien des BJJ in ihren Alltag. Dies fördert nicht nur ihre Fähigkeiten auf der Matte, sondern auch ihre Lebensqualität im Allgemeinen.
Der Wert von Rückschlägen und Herausforderungen
Rückschläge und Herausforderungen sind ein natürlicher und wichtiger Teil der BJJ-Reise. In Dresden lernen BJJ-Praktizierende, diese Erfahrungen als Gelegenheiten zum Wachstum und zur Verbesserung zu sehen.
Das Graduierungssystem im Detail
Von Professor zu Professor ist der Unterricht verschiedlich. Manche verleihen Gurte nur zu bestimmten Zeitpunkten, andere, wann immer sie es für angemessen halten. Ein weiterer Unterschied bei der BJJ Graduierung besteht in der Verwendung von weißen Streifen, um die einzelnen Gurte noch feiner zu definieren. Der Schwarzgurt bildet dabei die Ausnahme, er kann bis zu 6 Steifen verliehen bekommen. Daraufhin folgt, das er den rot/schwarzen Gurt verliehen bekommt. Dies ist aber ein so seltener Fall, dass in diesem Artikel nicht näher darauf eingegangen wird.
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Das Graduierungssystem des Jiu Jitsu kennt sechs Schülergrade (jap.: Kyu) und zehn Meistergrade (jap.: Dan). Jeder Grad wird durch eine Gürtelfarbe symbolisiert. So kann man an der Gürtelfarbe die Fähigkeiten seines Übungspartners einschätzen und die Geschwindigkeit und Stärke seiner eigenen Aktion entsprechend anpassen. Den nächsthöheren Grad erreicht der Schüler durch Ablegen einer Prüfung vor einer Prüfungskommision.
In jeder Prüfung muß der Schüler eine bestimmte Anzahl von Techniken zeigen. Ein Prüfungspartner agiert dabei als Angreifer. Vorgeschrieben ist die Anzahl der Techniken, nicht die Techniken selber. Der Schüler kann aus dem Repertoire des Jiu Jitsu frei auswählen, welche Techniken er zeigen möchte. So kann jeder innerhalb des Systems seine eigenen Vorlieben ausleben und einen eigenen Stil entwickeln.
Im Jiu Jitsu sind Würfe, wie man sie auch im Judo oder Aikido kennt, ein integraler Bestandteil der Kampfkunst. Damit man Würfe üben kann, braucht man einen Trainingspartner, der sich werfen lässt. Da es mit einmaligem Üben nicht getan ist, muss dieser Partner besondere Falltechniken beherrschen, so dass er seinen Sturz abfangen kann, ohne sich zu verletzten. Da es hier im Extrem um Fallhöhen von bis zu 2 Metern geht, ist das Einüben dieser Falltechniken ein wichtiger Bestandteil des Trainings.
Im zweiten Teil der Prüfung zeigt der Prüfling Grundtechniken aus verschiedenen Bereichen. Der Prüfungspartner ist dabei weitgehend passiv. Im dritten Teil der Prüfung zeigt der Prüfling, ob er in der Lage ist, die erlernten Techniken zu seiner Verteidigung einzusetzen. Der Abwehrende (jap.: Tori, eigentlich: der Agierende, der Aktive) wird von seinem Prüfungspartner, dem Angreifer (jap.: Uke, eigentlich der Hinnehmende, der Passive) einer Reihe von definierten Angriffen ausgesetzt und zeigt seine Abwehren.
Im vierten Teil der Prüfung zeigt der Prüfling, ob er sich gegen einen oder mehrere Angreifer verteidigen kann. Im Gegensatz zum vorherigen Abschnitt weiß der Prüfling hier nicht, welcher Angriff als nächstes erfolgt. Der letzte Teil der Prüfung besteht in theoretischen Kenntnissen zu verschiedenen Themen.
Hier folgt eine tabellarische Übersicht über die verschiedenen Graduierung, dazugehörige Gürtelfarben und minimale Vorbereitungszeiten seit der letzten Prüfung bis zur Prüfung zum angestrebten Grad.
Etwas Grundsätzliches soll zu den Graduierungen und den Gürtelfarben noch gesagt werden. Die primäre Aufgabe des Gürtels ist es, die Jacke des Gi zusammenzuhalten. Es ist nicht wichtig, welche Farbe dieser Gürtel hat. Beim Training motiviert zu sein und der feste Willen besser zu werden, sind weit wichtiger. Das Erlernen einer Kampfkunst dauert viele Jahre. Menschen, deren einzige Motivation darin besteht, dass sie lernen möchten, wie man einem anderen möglichst effektiv auf die Nase haut, beenden das Training regelmäßig bevor sie höhere Graduierungen erreicht haben. Denn das Training des Jiu Jitsu ist vor allem ein Miteinander, kein Gegeneinander. Ohne Respekt und Fürsorge für meinen Trainingspartner werde ich nicht weit kommen. Der eigentliche Kampf findet in mir selbst statt. Es ist ein Kampf um Disziplin, Genauigkeit und Kontrolle. Der Preis, den es zu gewinnen gibt, besteht in Selbstdisziplin, körperlicher Fitness und Durchsetzungsfähigkeit.
In Japan, der Heimat des Jiu Jitsu gab es lange Zeit überhaupt keine Graduierungen. Das System der farbigen Gürtel wurde erst in Europa erfunden, später dann nach Japan reimportiert. Das Gürtelsystem ist vor allem eine Motivationshilfe für den Schüler, mit dem er innerhalb einer absehbaren Zeit eine offizielle Bestätigung seiner Fortschritte erhält.
Erst die stark zielorientierte westliche Kultur sah eine Notwendigkeit für Graduierungen. Die ursprünglich sehr viel wegorientiertere japanische Kultur betrachtete die Entwicklung eines Schülers eher als niemals abgeschlossenen, fortlaufenden Prozess. Dieser Gedanke hat dann doch noch den Weg in das Graduierungssystem gefunden. Der Gürtel eines 10.Dan, der höchsten erreichbaren Graduierung, ist wieder weiß, wie der des Anfängers.
Unterschiede im Graduierungssystem des BJJ
Das Graduierungssystem im BJJ unterscheidet sich grundsätzlich von dem anderer Kampfsportarten. Du musst in fast allen Kampfsportarten mit Garduierungssystem eine Prüfung ablegen. Dort gilt es eingeübte Techniken und Choreografien zu präsentieren. Traditionell gibt es im BJJ eine solche Prüfung nicht. Beim BJJ entscheidet Dein Trainer, wann es für Dich soweit ist.
Bei den Erwachsenen, ab 16 Jahren, gibt es übersichtliche fünf Gurtfarben: Weiß, blau, lila, braun, schwarz. In der Regel hält man jeden Gürtel zwischen 2 und 4 Jahren. Die Gurtfarben werden nochmals in sogenannte „Streifen“ unterteilt. Diese einfachen Tapestreifen werden von deinem Trainer am schwarzen Balken deines Gürtels befestigt. Sobald sich dort 4 Streifen befinden, kannst Du dich auf eine baldige Graduierung freuen.
Die Vergabe eines neuen Gürtels wird individuell durch deine Trainer beurteilt. Die beiden entscheidenden Faktoren sind die Leistungen im Sport und die Zeit, die du auf der Matte verbringst. Es werden auch andere Fragen berücksichtigt. In welchen Lebensumstände befindest du dich? Gibst du dir auf der Matte Mühe? Hilfst du deinen Teamkollegen? Kannst du locker und mit Übersicht rollen? Sobald deine Zeit gekommen ist, werden all diese Fragen von deinen Trainern diskutiert.
Dir sollte jetzt aufgefallen sein, dass ein BJJ Farbgurt viel Wert ist. Hast Du einen Gürtel bekommen, musstest Du bereits sehr viel Arbeit und Zeit reinstecken. Generell sollte ein vergebener Gürtel immer durch die sogenannten „Lineage“ deiner Trainer bis zu den Wurzeln des BJJ zurück zu verfolgen sein. Graduiert ein Gym seine Schüler zu früh, stehen diese im Vergleich zu Farbgurten anderer Gyms nicht gut da. Auch die IBJJF hat eine Mindestzeit pro Gürtelfarbe festgelegt.
Nun weißt du, dass Mattenzeit einer der wichtigsten Faktoren ist, um graduiert zu werden. Du hast Lust deine eigene BJJ Reise zu starten oder möchtest Sie bei uns fortsetzen?
Immer mal ganz gut, da rauf zu gucken.
