Die Bedeutung von Karat bei Diamanten und Gold

Bei der Wahl des idealen Schmuckstücks, insbesondere bei Trauringen, steht oft die Frage im Raum: „Wie viel Karat sollte es sein?“ Doch was macht den Begriff Karat (Carat) in seiner Bedeutung eigentlich aus und warum spielt er eine so wichtige Rolle, wenn es um die Auswahl von Schmuck geht? Viele unserer Kundinnen und Kunden bei Fischer Trauringe sind sich bewusst, dass Karat etwas mit dem Wert und der Qualität eines Schmuckstücks zu tun hat, doch die genauen Details sind oft nicht bekannt. Dabei ist das Verständnis von Karat entscheidend, um eine fundierte Wahl zu treffen und sicherzustellen, dass Ihr Trauring oder Schmuckstück genau Ihren Vorstellungen entspricht.

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen alles Wissenswerte über die Bedeutung von Karat bei Schmuck vermitteln.

Karat bei Gold und Diamanten - die Bedeutung

Der Begriff „Karat“ hat zwei unterschiedliche Bedeutungen, abhängig davon, ob er sich auf Edelmetalle oder auf Edelsteine bezieht:

  • Karat bei Edelsteinen: Karat (abgekürzt ct) ist hier eine Maßeinheit, die das Gewicht eines Edelsteins angibt. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Je höher die Karat-Zahl, desto schwerer - und in der Regel auch wertvoller - ist der Edelstein.
  • Karat bei Edelmetallen: In Bezug auf Gold beschreibt Karat den Reinheitsgrad des Metalls. Reines Gold hat 24 Karat und einen Feingehalt von 999,9‰. Je niedriger die Karat-Zahl, desto mehr andere Metalle, wie Silber oder Kupfer, wurden hinzugefügt, um das Gold härter und widerstandsfähiger zu machen. Bei Eheringen aus Gold sind 14 Karat (585er Gold) und 18 Karat (750er Gold) besonders beliebt, da sie ein ideales Gleichgewicht zwischen Reinheit, Haltbarkeit und Preis bieten.

Was ist der Ursprung der Bedeutung von Karat?

Der Begriff Karat hat eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Ursprünglich wurde er als Maßeinheit für Edelsteine verwendet und basiert auf dem Gewicht der Samen des Johannisbrotbaums, die erstaunlich gleichmäßig sind. Diese Samen dienten als natürliche Gewichtseinheit im Handel mit Edelsteinen.

Später wurde das Karat auch als Maßeinheit für den Reinheitsgrad von Gold übernommen. Heute steht Karat sowohl für das Gewicht von Edelsteinen als auch für den Reinheitsgrad von Edelmetallen und ist ein unverzichtbares Kriterium bei der Bewertung von Schmuckstücken.

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Karat bei Diamanten

In Karat wird das Gewicht eines Diamanten angegeben - nicht seine Größe. Tiffany misst Diamanten bis auf ein Tausendstel eines Karats. Ein Karat entspricht 0,20 Gramm.

Das Karatgewicht kann bei den verschiedenen Diamantformen unterschiedlich wirken, wie beispielsweise beim runden Brillantschliff, Prinzess-Schliff, Tropfenschliff, Ovalschliff, Cushion-Schliff, Marquiseschliff, Smaragdschliff, Radiant-Schliff oder Herzschliff. Ein Diamant kann ein höheres Karatgewicht haben, ohne größer zu wirken, und zwei Diamanten des gleichen Karatgewichts können unterschiedlich groß sein, wenn einer tiefer geschliffen ist als der andere.

„Tw“ (Total weight) ist eine Abkürzung, die für das Gesamtgewicht in Bezug auf das Karatgewicht von Diamanten steht. Online kann die Abkürzung „tw“ verwendet werden, um das Gesamtkaratgewicht aller in einem Schmuckstück enthaltenen Diamanten zu beschreiben.

Karat bei Gold

Je höher die Karatzahl, desto reiner ist das Gold. Traditioneller und hochwertiger Schmuck verwendet viel 18 Karat, aber 9 Karat taucht immer mehr auf. Goldgehalt, Stärke, Haltbarkeit... Aber was sind dann die Unterschiede zwischen all diesen Karat?

Um die 24-Karat-Problematik zu umgehen, werden andere Metalle hinzugefügt, hauptsächlich Zink, Kupfer und Silber, um das Material härter zu machen, was man als "Legierung" bezeichnet. 24-Karat-Gold besteht also zu 99,99 % aus Gold (die restlichen 0,001 % können nicht garantiert werden). 24-Karat-Gold hat außerdem eine einzigartige, leuchtend gelbe Farbe.

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Es ist wichtig zu wissen, dass es keinen höheren Reinheitsgrad als 24 Karat Gold gibt. Da 24-karätiges Gold vollständig aus Gold besteht, ist es weniger hart als Gold mit einem niedrigeren Feingehalt, das härter und gleichzeitig weich ist. Das ist logisch: Ein geringerer Goldgehalt ist eine Legierung, also eine Verbindung/Mischung aus verschiedenen Metallen und Gold, während 24 Karat Gold ein reines Metall ist.

24 Karat Gold eignet sich nicht für Ringe oder regelmäßige Schmuckformen. Es ist zu weich, zart und wenig kratzfest. Einige asiatische Länder stellen trotzdem Schmuck aus 24-karätigem Gold her. Dies ist in Thailand oder Hongkong der Fall.

Der eigentliche Nutzen von 24 Karat Gold zeigt sich eher bei physischem Anlagegold. Goldbarren bestehen nämlich aus 24 Karat Gold oder 999,9‰ (bei Anlagegold spricht man eher von Tausendsteln). Es werden auch einige Anlagegoldmünzen aus 24 Karat Gold geprägt. Dies ist zum Beispiel bei der Maple Leaf oder der American Buffalo der Fall.

Schmuck aus 22 Karat Gold bedeutet, dass 22 Teile des Schmuckstücks aus Gold bestehen und die restlichen 2 Teile aus anderen Metallen. Diese Art von Gold wird häufig für die Herstellung von Schmuck in der Türkei, im Nahen Osten, in Indien und im restlichen Asien verwendet. Bei 22-karätigem Gold sind von 100% nur 91,67% reines Gold. Die restlichen 8,33% enthalten Metalle wie Silber, Zink, Kupfer und andere Metalle, um die Legierung zu bilden. Es ist diese Beimischung von Metallen, die die Textur des Goldes weniger weich macht, wodurch der Schmuck haltbar wird. Sie sollten jedoch wissen, dass dies zwar zur Herstellung von Goldschmuck verwendet werden kann, 22-karätiges Gold jedoch nicht für Diamantschmuck und Schmuck, der stark mit Edelsteinen besetzt ist, geeignet ist.

18 Karat entspricht 750/1000, d. h. 75 % reines Gold + 25 % andere Metalle (Kupfer und Silber). Es ist das am häufigsten verwendete Gold für hochwertigen traditionellen Schmuck und Juwelierwaren. Es hat eine etwas weniger leuchtend gelbe Goldfarbe. Man erkennt es an seiner Punze: 18 K, 750 oder auch der Kopf eines Adlers.

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Gold in Portugal ist überwiegend 19,2 Karat Gold, d. h. 80 % Gold und 20 % andere Metalle. Die Bezeichnung 19-Karat-Gold zeigt zwar einen geringeren Goldgehalt, als tatsächlich vorhanden, aber es ist die höchste Feingehaltsstufe für Schmuck in Europa.

14 Karat Gold, das vor allem in den USA, Deutschland und in den nordischen Ländern verwendet wird, entspricht 585/1000, d. h. 58,5 % reines Gold + Legierung mit anderen Metallen (Zink, Silber und Kupfer) und ist preisgünstiger als 18 Karat Gold. Die Punzen sind 14 K , 14 KT und 585.

Das in Europa verwendete und viel günstigere 9-Karat-Gold entspricht 375/1000, d. h. 37,5 % reines Gold + Legierung. Da es nur halb so viel Gold enthält, ist ein 9-karätiges Schmuckstück tendenziell etwas härter als ein 18-karätiges. Es ist jedoch weniger stabil (härter = spröder) und daher anfälliger für häufige Stöße und Druck. Was die Abnutzung angeht, so fördert die stärkere Legierung mit anderen Metallen in 9 Karat die Oxidation und kann dazu führen, dass er schneller seinen Glanz verliert. Außerdem wird er anfälliger für Chemikalien, Schweiß und Wasser. Im Allgemeinen ist Schmuck aus 9-karätigem Gold weniger witterungsbeständig als 18-karätiges Gold, das nach wie vor am häufigsten für hochwertigen Schmuck verwendet wird. Die Punze ist entweder 9 K oder 9 Kt und 375.

Es ist eine noch günstigere Legierung als 9 Karat Gold und wird manchmal in Europa verwendet. Allerdings scheint 8-karätiges Gold zu schnell zu oxidieren, weshalb ihm oft 9-karätiges Gold vorgezogen wird. 8-karätiges Gold wird mit 8 K, 8 KT oder 333 punziert.

Mythen zu Gold und Diamanten

  • Höhere Karat-Zahlen sind besser. Nicht unbedingt. Gold mit 24 Karat ist zwar das reinste, aber auch sehr weich, was es anfälliger für Kratzer und Verformungen macht. Daher wird häufig 18 Karat (75% Gold) oder 14 Karat (58,5% Gold) verwendet, da diese Legierungen härter und widerstandsfähiger sind. Die Wahl des Karat-Werts hängt also davon ab, ob man Wert auf Reinheit oder auf Langlebigkeit und Alltagstauglichkeit legt.
  • Diamanten sind selten. Diamanten sind eigentlich nicht so selten: Jährlich werden weltweit mehr als 130 Millionen Karat natürliche Diamanten gefördert. Allerdings eignen sich nur etwa 25% davon für die Schmuckherstellung, während der Großteil in der Industrie verwendet wird. Innerhalb dieser 25% sind wiederum nur wenige Diamanten von besonders hoher Qualität, vor allem bei größeren Karat-Zahlen.
  • Recycelte Edelmetalle sind minderwertig. Wer glaubt, dass recycelter Schmuck minderwertig ist, liegt falsch. Edelmetalle wie Gold und Silber können vollständig recycelt werden, ohne an Qualität zu verlieren. Durch moderne Verfahren entstehen neue, hochwertige Schmuckstücke, die in puncto Qualität den ursprünglichen Produkten in nichts nachstehen. Im Gegenteil: Recycelter Schmuck ist die umweltfreundlichere, sozial und ethisch bessere Wahl.

Welche Karat-Zahl ist die richtige für Sie?

Die Wahl der Karat-Zahl hängt von verschiedenen Faktoren ab, die wir Ihnen im Folgenden erläutern möchten:

  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Trauringe mit einem höheren Karat-Gehalt haben einen höheren Goldanteil und sind daher teurer. 14 Karat Gold (585er) bietet einen guten Kompromiss zwischen Reinheit und Preis, während 18 Karat Gold (750er) ein luxuriöseres, intensiveres Gelbgold bietet.
  • Haltbarkeit und Alltagstauglichkeit: Es besteht der Mythos, dass ein höherer Goldanteil Ringe weicher und weniger haltbar macht. Obwohl reines Feingold tatsächlich weicher ist, gleichen die Verarbeitungstechniken bei Fischer und die Beimischung anderer Metalle in der Legierung dies aus. Diese Kombination gewährleistet eine optimale Härte.
  • Farbe und Ausstrahlung: Der Karat-Gehalt beeinflusst auch die Farbe des Goldes. Höherwertiges Gold hat eine sattere, gelblichere Farbe. Wenn Ihnen ein intensiver Goldton wichtig ist, könnten 18 Karat für Sie die richtige Wahl sein.

Wie groß ein Diamant am Finger wirkt, hängt auch entscheidend von der jeweiligen Steinfassung ab.

Bei Trauringen könnt ihr den Steinbesatz zudem spielend im Konfigurator ändern. Ihr seid Euch schon sicher, dass Ihr mehrere Steine in 0,02 ct haben möchtet, wisst aber nicht, wie diese angeordnet sein sollten? Vielleicht eingerieben oder lieber im Verschnitt? Dank unseres modernen Visualisierungstools ist Ausprobieren kein Problem.

Der Weg zum individuellen Trauring

Bei Fischer Trauringe legen wir größten Wert darauf, Ihnen ein außergewöhnliches Erlebnis bei der Auswahl Ihrer Eheringe & Trauringe zu bieten. Unser breites Sortiment umfasst eine Vielzahl von Designs, Materialien und Stilen, sodass Sie bei uns garantiert Ihren Ring für den besonderen Tag finden.

Wir verstehen, dass Trauringe eine lebenslange Verbindung symbolisieren, und deshalb bieten wir nicht nur erstklassige Qualität, sondern auch umfassenden Service. Finden Sie Ihren Partner in der Nähe über unsere Juweliersuche und vertrauen Sie unseren Beratern. Diese stehen Ihnen mit Ihrer Expertise und Erfahrung zur Seite, um gemeinsam mit Ihnen den idealen Ring zu gestalten, der Ihre persönliche Geschichte widerspiegelt. Mit maßgeschneiderten Anpassungen und einer lebenslangen Garantie sorgen wir dafür, dass Ihre Ringe von Fischer Sie ein Leben lang begleiten.

Fischer Trauringe - Qualität in jedem Karat

Wir verstehen, dass Ihr Trauring mehr als nur ein Schmuckstück ist - er ist ein Symbol für Ihre Liebe und soll Sie ein Leben lang begleiten. Deshalb legen wir größten Wert auf Qualität und Präzision in jeder Karat-Zahl, sei es 14 oder 18 Karat. Unsere breite Auswahl und individuelle Beratung helfen Ihnen, den Trauring zu finden, der besonders gut zu Ihrem Leben und Stil passt. Vertrauen Sie auf unsere langjährige Erfahrung und lassen Sie uns gemeinsam Ihren Traum verwirklichen - in genau der Zahl an Karat (Carat), die für Sie von Bedeutung ist.

Das metrische Karat ist eine Gewichtseinheit zur Bestimmung von Edelsteinen (1 Kt = 0,2 g), wohingegen die Karat-Angabe bei Goldlegierungen den Feingehalt von Schmuckstücken definiert. Die Maßeinheit des metrischen Karats trägt in Deutschland die Abkürzung Kt (in Österreich und der Schweiz ist ct üblich).

Den wahren Wert z.B. eines Diamanten misst der Fachmann anhand der 4cs (Englisch: carat, color, clarity und cut). Der Karat-Gehalt ist von diesen vieren der einzige unsichtbare, da er durch das Gewicht des Edelsteins bestimmt wird.

Im Mittelalter bestimmten Menschen anhand von anderen Getreidekörnern, was als "ein Karat" galt. Um einen Diamant oder andere Edelsteine heute zu messen, nutzt man eine spezielle Karat-Waage. Diese wird vor der Messung auf ihre Genauigkeit getestet, so dass keine größeren Abweichungen vorkommen können (normal ist eine Genauigkeit von ca. 0,01 bis 0,001 Karat).

Neben der Vermeidung von Erschütterungen muss beim Wiegen auch darauf geachtet werden, dass Wärmequellen oder Luftzüge das Messergebnis nicht verfälschen. Schließlich wird die erzielte Karatzahl nicht gerundet, außer es handelt sich um die dritte 9 hinter dem Komma.

Statt in Karat erfolgt die Angabe auch häufig in Punkten: 100 Punkte entsprechen dabei einem Karat. Ein Halbkaräter hat also eine Punktzahl von 50. Dann spricht man auch von einem 50 Punkter oder bei einem Viertelkaräter z.B. von einem 25 Punkter. Diese Punkte-Angabe wird vor allem genutzt, wenn es sich um einen Edelstein-Masse unter 0,2 g handelt.

Ein weit verbreiteter Irrglaube herrscht darüber, dass der Preis eines Diamanten direkt mit dessen Größe in Zusammenhang stünde. Wie anfangs bereits erwähnt, hängt der Wert eines Steins von den 4cs ab: carat, color, clarity und cut.

Zwar herrscht nicht direkt eine Beziehung zwischen Größe und Wert eines Steins, aber durchaus zwischen dessen Gewicht und seinem Wert. Die Preissteigerung erfolgt allerdings nicht gleichmäßig mit steigender Karat-Zahl, sondern es ergeben sich exponentielle Sprünge. Beispielsweise zwischen einem 0,95 Karäter und einem Einkaräter.

Diese Preisentwicklung begründet sich durch die Seltenheit großer Diamanten. Je größer die Karatzahl, umso sprunghafter steigt der Preis, zwischen einem Stein mit drei und vier Karat liegt ein weitaus höherer Preisunterschied als zwischen zwei Steinen mit ein und zwei Karat.

Die Wirkung eines wertvollen Diamanten ergibt sich aus mehreren Faktoren: dem Karat-Gewicht und seiner augenscheinlichen Größe.

Das menschliche Auge tendiert jedoch dazu, diesen zweiten Faktor zu verzerren.

  1. Edelsteine können unterschiedlich tief sein. Je tiefer ein Stein ist, umso kleiner wirkt er oft. Dagegen sehen flachere Steine größer aus.
  2. Wie bereits oben beschrieben, bestimmt der Schliff die Brillanz. Diese kann auch über die wirkliche Größe des Steines hinwegtäuschen, da mehr Licht auf das Auge zurückfällt.
  3. Als Tafel bezeichnet man den sichtbaren Bereich des Edelsteins bei Draufsicht.

Der einfachste Weg, das richtige Karat-Gewicht für Euer perfektes Schmuckstück zu ermitteln, führt über unseren Trauring-Konfigurator. Hier könnt Ihr den ausgewählten Ring direkt an der Hand betrachten und einfach die Größe des Diamanten ändern. Zur leichteren Verständlichkeit seht Ihr hinter der Karat Einheit den Durchmesser jedes Steins noch einmal in Millimetern angegeben.

Um den Gewichtsanteil reinen Goldes an der Gesamtmasse einer Legierung anzugeben, verwendet man ebenfalls den Begriff "Karat".

Goldlegierungen werden hauptsächlich mit Kupfer und Silber hergestellt. Der Feingehalt in Karat wird in x/24-Teilen angegeben. Einkarätiges Gold entspricht also einem 1/24 Gewichtsanteil Gold (= 4,167%). Eine hundertprozentige Reinheit (24/24) ist quasi ausgeschlossen, da mögliche Verunreinigungen nie ganz zu eliminieren sind.

Statt der Bezeichnung "Karat" kann man die Reinheit von Goldlegierungen auch in 1/1000 Teilen angeben.

Auch die Geschichte des Karat-Begriffs für Goldlegierungen geht auf die griechischen und römischen Vorbilder der Johannisbrotbaum-Samen zurück (siehe oben). In Deutschland gab es früher das Karat als kleines Gegengewicht, mit dem man die Feinheitsbestimmung des Goldes vornahm. Dieses Gewicht entsprach dem 24.Teil einer Mark, 1 Karat wiederum teilte sich in 12 Grän als Untereinheiten auf.

Auch heute noch wiegt man Schmuckstücke aus Gold, um ihren Karat-Wert zu ermitteln und damit eine Aussage über deren Feingehalt zu treffen.

Nicht überall ist Gold gleich Gold.

Unterschiedliche Länder definieren den Mindest-Reinheitsgrad, den ein Schmuckstück haben muss, um als Gold verkauft zu werden, verschieden. In Deutschland gilt für Goldlegierungen eine Mindestgrenze der Reinheit von 8 Karat. Das entspricht einer 333er Feinheit.

Diese Werte sind nicht nur auf staatliche Festlegungen zurückzuführen, sondern auch auf kulturelle Vorlieben. So schätzt man auf dem amerikanischen Kontinent besonders Legierungen mit einem 585% Goldanteil, im Nahen Osten erfreuen sich Schmuckstücke ab Feingehalten von 20 bis 22kt großer Beliebtheit. Im Südasiatischen Kulturkreis legt man auf sehr hochprozentige Goldanteile wert und so begegnet man z.B. häufig thailändischem oder chinesischem Schmuck aus Feingold.