Wie viele Dan Grade gibt es im Taekwondo?

Wie in anderen (asiatischen) Kampfsportarten gibt es auch im Taekwondo unterschiedliche Gürtelfarben. Die verschiedenen Gürtelfarben geben den Ausbildungsstand des Taekwondoin an.

Das Graduierungssystem im Taekwondo

Innerhalb des Taekwon-Do gibt es ein Rangsystem für Schüler und Meister. Die Schülerstufen werden Kup genannt, die Grade der Meister heißen Dan. Dieses System dient der Einteilung der Schüler beim Training, sowie in die verschiedenen Klassen bei Meisterschaften.

Das Graduierungssystem im Taekwondo besteht aus insgesamt 20 Stufen. Die zehn Schülergrade tragen die Bezeichnung Kup und werden absteigend (vom 10. bis 1. Kup) gezählt. Wie in vielen anderen Kampfkünsten werden auch die Lehrgrade im Taekwondo unter dem Namen Dan geführt. Der hier höchst erreichbare Grad ist der 10. Dan, von dem es weltweit nur eine Handvoll Träger gibt.

Kup-Grade (Schülergrade)

Die Schülergrade beginnen beim 10. Kup und verlaufen abwärts bis zum 1. Kup. Jeder Anfänger beginnt mit dem 10. Kup (dies ist die unterste Schülerstufe), der 1. Kup dagegen steht kurz vor dem 1. Dan (Meistergrad). Jeweils zwei Kup-Graduierungen werden durch eine andere Gürtelfarbe bezeichnet.

Die verschiedenen Gürtelfarben geben den Ausbildungsstand des Taekwondoin an:

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  • Anfänger 10. - 6. Kup
  • Fortgeschrittene 4.-1. Kup

Die Trainingszeit zwischen der höchsten Schülerstufe (1. Kup) und dem niedrigsten Meistergrad (1. Dan, frühestens im Alter von 16 Jahren zu erreichen) liegt zwischen einem halben und einem Jahr. So sind zum Erreichen des 1. Meistergades, bei beständig günstigem Trainingsfortschritt, etwa vier Jahre erforderlich.

Dan-Grade (Meistergrade)

Bei den Meistergraden ist es umgekehrt. Hier fängt es mit dem 1. Dan an, dann geht es aufwärts bis zum 10. Meistergrade sind aufsteigend nummeriert.

Die Meister Ränge - die "schwarzen Gürtel " - bestehen in der Regel aus neun Graden. Jeder Rang wird Dan 단 oder "Grad" genannt. Die Nummerierung beginnt mit dem 1. Schwarze Gürtel Ränge können mit ihnen verbundenen Titel, wie "Meiter" und "Lehrer" variieren. geht.

Die Meistergrade sind aufsteigend nummeriert. Die Träger des 1. bis 4. Dan werden Meister (Kyosah-Nim) genannt. Die Träger des 5. bis 9. Dan werden Großmeister (Sahbum-Nim) genannt und sind als einzige von der Weltorganisation des Taekwon-Do berechtigt, als Lehrer in der ganzen Welt tätig zu sein.

Die verschiedenen Dan-Grade sind:

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  • Meisterschüler 1.-3. Dan
  • Lehrergrade - 4. Dan für Meister und 5. Dan für Großmeister
  • Gürtel für Großmeister 6.-9.

Wie man der Tabelle entnehmen kann, gibt es insgesamt 10 Schüler- und 10 Meistergrade.

In der International Taekwondo Federation werden die Lehrer, die den 1. bis 3. Dan halten Boosabum (Assistenzlehrer), die den 4. bis 6. bis 8. Dan als Sahyun (Meister) bezeichnet und die Halter des 9. Dan heißen Saseong (Großmeister).

Im Kukkiwon/WTF gelten die Halter des 1.-3. Dan als Instructor, sie sind "Lernende unter den Meistern" bzw. Meisterschüler. Träger, die den 4. - 6. bezeichnet. Diejenigen, die einen 7. - 9. Dan halten, gelten als Großmeister. Dieser Rang setzt auch ein Mindestalter von +40 Jahren voraus.

Um innerhalb der Meisterklassen neue Grade zu erhalten, ist man gezwungen, jeweils mehrere Jahre regelmäßig zu trainieren. Wurde z.B. im Alter von 16 Jahren mit der Ausbildung im Traditional Taekwon-Do begonnen, so erreicht man den 6. Meistergrad (Dan) frühestens mit 32 Jahren.

Zwischen den folgenden 10 Dan-Graduierungen bestehen genau festgelegte Wartezeiten. Diese Vorbereitungszeiten verlängern sich von Dan zu Dan immer um ein Jahr. Beispielsweise kann man frühestens ein Jahr nach der ersten Dan-Prüfung die zweite Dan-Prüfung ablegen. Vom zweiten zum dritten Dan beträgt die Vorbereitungszeit zwei Jahre, vom sechsten zum siebten Dan beträgt sie satte sechs Jahre. Durch diese langen Vorbereitungszeiten gibt es höhere Dan Graduierungen nur in einer bestimmten Altersstufe.

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Der 10. Dan

Die Zahl 10 steht im koreanischen für die Vollendung. Die Zahl 10 steht für die Vollendung, daher ist der 10. Dan die höchste Graduierung, die man beim Taekwondo erreichen kann. Nur der WTF Präsident in Korea darf als einziger den 10. Dan tragen. Da aber kein Mensch perfekt oder vollkommen ist, lehnen manche diese Ehre ab. Warum sollte man der Einzige auf der Welt mit dem 10. Dan sein? Andere Sportler sind auch hervorragende Taekwondoin und es gibt im Leben immer jemanden, der noch besser ist. Dieses vorbildliche Verhalten ist voll und ganz im Sinne der Taekwondo Tugenden.

Nach außen hin ist der Dan-Grad im Traditional Taekwon-Do nicht mehr am Gürtel erkennbar. Er sollte aber in den Leistungen und im Ansehen seines Trägers sichtbar werden.

Gürtelfarben im Taekwondo

Eines ist bei allen asiatischen Sportarten gleich. Die verschiedenen Gürtelfarben geben den Ausbildungsstand des Taekwondoin an.

Der Dobok des Taekwondo-Schülers ist weiß. Nur Dan-Träger dürfen etwas schwarz am Dobok haben. Die Farbe Weiß ist ein Symbol für Reinheit und Leere. Der Gürtel (Ty), mit dem der Dobok zusammengehalten wird, befindet sich am Energiezentrum des Körpers, ca. 4 cm unterhalb des Bauchnabels.

Der Schüler in der ersten Anfängerstufe trägt den weißen Gürtel (10. Kup). Wie man der Tabelle entnehmen kann, fängt es mit dem Weißgurt an, denn weiß ist die Farbe der Reinheit und des unbeschriebenen Blattes. Das Blatt ist leer und man hat von Taekwondo noch keine Erfahrung. Je länger man trainiert, desto mehr steht auf dem Blatt. Daher wird die Farbe immer dunkler bis man schließlich bei schwarz angekommen ist.

Die verschiedenfarbigen Gürtel zeigen die Entwicklung des Schülers und stehen symbolisch gesehen für die vier Jahreszeiten. Daher steht Weiß für den Anfänger, den Unwissenden und symbolisiert die Farbe des Winters. Im Winter lässt die Natur alle Äußerlichkeiten fallen und sammelt innerlich viel Kraft, um im Frühjahr neues Leben hervorzubringen. Weiß öffnet und erweitert, löst die Gefühle von Begrenztheit.

Gelb symbolisiert den im Winter vorbereiteten Erdboden, der einmal Früchte tragen soll. Der Träger dieser Farbe hat also die Grundlagen für das spätere Wachstum schon geschaffen.Gelb belebt die Nerven und bringt heitere Gelöstheit.

Grün, die Farbe des Frühlings und des Wachstums, zeigt dass bereits erste Knospen sichtbar sind. Der Träger dieser Farbe hat schon aufsteigendes Leben aus den Grundlagen hervorgebracht. Grün vermittelt ein Gefühl von Frieden und Harmonie.

Blau deutet auf die Farbe und Weite des Himmels hin und deutet an, dass neben der körperlichen auch eine geistige Entwicklung stattgefunden hat, die letztendlich auch zu Höherem befähigt. Blau schenkt Ruhe und Weite, öffnet den Geist für spirituelle Inspiration. Blau aktiviert sowohl das Hals- als auch das Stirn-Chakra (drittes Auge). Das Hals-Chakra dient als Brücke zwischen Denken und Fühlen.

Der blaue Gürtel steht für den Himmel und somit sinnbildlich für eine Grenze.

Die Signalfarbe Rot bedeutet „Achtung“, hier entsteht etwas Bedeutendes. Etwas Großes ist in Vorbereitung. Es ist die Farbe, der Sonne und des Sommers, wenn alles blüht und reift. Wie im Sommer sind die Früchte schon zu sehen, sie müssen aber noch reifen. Der Träger dieser Farbe hält den höchsten Schülergrad.Belebt und wärmt das Herz, bringt Vitalität und Lebenskraft.

Der rote Gürtel repräsentiert die Sonne, von der schon eine große Kraft ausgeht, dient dem Schüler aber auch als Signal.

Das Schwarz des Meisters (Kyosah-Nim) steht für die Farbe des Herbstes, die Zeit der Reife und der Ernte. Sie schließt alle Farben in sich ein und verpflichtet den Träger der Achtung und dem Respekt seiner Schüler gerecht zu werden.

Schwarz, Symbol für das Weltall, vereinigt alle anderen Farben in sich und ist somit die stärkste aller Farben. Schwarz soll auch die Autorität, das Wissen und die Erfahrung der Meister symbolisieren.

Taekwondo Gürtelprüfung / Taekwondo Dan Prüfung

Um nun Stufe für Stufe weiterzukommen und den dafür entsprechenden farbigen Gürtel tragen zu dürfen, muss der Schüler das für die einzelnen Stufen erforderliche Können vorweisen. Um dieses festzustellen legt er in gewissen Zeitabständen eine Prüfung ab. Bei Bestehen der Prüfung bestätigt eine Urkunde den Eintritt in die nächste Stufe. Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Prüfungen betragen im günstigsten Falle etwa vier Monate.

Um ein faires System bei den Gürtelprüfungen im Taekwondo zu gewährleisten, gibt es Prüfungsanforderungen, die von Schule zu Schule variieren können. Grundsätzlich richtet sich unsere Schule an die Vorgaben der WT (World Taekwondo) und den Prüfungsanforderungen vom Taekwondo Kukkiwon und U-Chong Taekwondo unseres Großmeisters Chang, Jae- Hee, 8. Dan Prüfung zum 1. Dan Taekwondo I 2. Dan Taekwondo I 3. Dan Taekwondo I 4. Dan Taekwondo I 5. Dan Taekwondo I 6. Ab dem 7.Dan Taekwondo I 8. Dan Taekwondo I 9.

In der Regel sollten zwischen 2-4 Gürtelprüfungen pro Jahr im Verein stattfinden, wobei ein Schüler normalerweise alle 4-6 Monate an einer Prüfung teilnehmen kann. Das hängt davon ab, ob der Schüler nach Ansicht des Meisters die benögtigten Anteile an Techniken, Formen, Einschrittkampf, Selbstverteidigung, Freikampf und Theorie zur Kup-Prüfung beherrscht.

Geprüft wird im Taekwondo jeweils auf einen Kup. Ein Kup ist ein halber Gürtel, von weiß ausgehend. Vom 10. Kup ausgehend, ist der nächste Gürtel (Ty) der weiße mit drei gelben Ringen (9. Kup). Doppelprüfungen sind vom 10. auf den 8. Kup erlaubt. Nur bei besonderer Leistung kann ein Kup-Grad übersprungen werden.

10. Kup bis 5. Kup sind die Anfängergrade, 4. Kup bis 1. Kup sind die Fortgeschrittengrade. Meisterschüler, Meister oder Großmeister im Taekwondo tragen als Gürtelfarbe den schwarzen Gurt (Black Belt) mit der jeweiligen Aufschrift für den entsprechenden Dan-Grad (Meister-Grad).

Die farbigen Gürtel dienen dem Lehrer bei größeren Gruppen auch zu einem leichteren Überblick über die Fähigkeiten und Bedeutung des einzelnen Schülers.

Unerwähnt bleiben soll in diesem Zusammenhang aber nicht, dass die Erkennung des Ranges nicht der Hauptgrund ist, dass beim Taekwondo Gürtel (Ty) mit einer best.

Tabelle: Graduierungen im Taekwondo

Grad Bezeichnung
10. Kup - 1. Kup Schülergrade
1. Dan - 10. Dan Meistergrade

Kinder können im Gegensatz zu Erwachsenen keine Dangrade erhalten. Obwohl die Prüfungsanfordungen nahezu die gleichen sind, nennt man den Leistungsgrad der Kinder Poom. Die hier maximal zu erreichende Stufe ist der 4. Poom. Dan- und Poomgrade sind nahezu gleichwertig.

Die Kleidung im Taekwondo nennt man Dobok. Dieser besteht aus einer weißen Hose und einem weißen Oberteil mit V-Ausschnitt. Zusätzlich trägt man den entsprechenden Gürtel zur jeweiligen Graduierung. Für die Kupgrade verwendet man einen Dobok mit weißen Revers.