Vom 26. Juli bis zum 11. August finden die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris statt. Allerdings gab es für einige Sportarten weniger Liebe, denn im Dezember 2020 wurde entschieden, welche Disziplinen aus dem Olympia-Kalender für Paris gestrichen werden.
In insgesamt 32 Sportarten und 48 Disziplinen werden dieses Jahr neue Olympiasieger gesucht. Doch es gibt Änderungen im Vergleich zu den vorherigen Spielen. Anders als bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio werden Karate, Baseball und Softball in Paris nicht dabei sein. Auch in anderen Disziplinen gab es Streichungen; so wurde in der Leichtathletik das 50 Kilometer Gehen gestrichen und im Gewichtheben wurden fünf Entscheidungen entfernt.
Diese Disziplinen sind raus:
- Karate
- Baseball (für Männer)
- Softball (für Frauen)
- 50 Kilometer Gehen der Männer (wird durch Mixed-Staffel im Gehen ersetzt)
- Gewichtheben Bantam- und Mittelschwergewicht der Männer
- Gewichtheben Bantam- und Mittelgewicht der Frauen (Federgewicht wird durch Fliegengewicht ersetzt)
- Kanurennsport K2-Rennen für Männer und Frauen
Diese Disziplinen sind neu:
- Breaking
- Kayak Cross für Männer und Frauen
- Kitesurfen für Männer und Frauen
- Speed-Wettbewerb für Männer und Frauen im Sportklettern
- Neue Mixed-Events im Schießen
Insgesamt wurden die Entscheidungen auf 329 reduziert. Ein einziges Mal war die vermeintlich friedliche Kampfkunst olympisch: bei den Spielen 2021 in Tokio. Sieger wurde der Iraner Sajjad Ganjzadeh, der von der Disqualifikation seines Gegners profitierte.
Einige Trend-Disziplinen sind neu bei Olympia 2024 in Paris, andere mussten dran glauben, unter anderem im Kanu-Rennsport sowie im Gewichtheben. Während neue Disziplinen wie Breakdance, Surfen und Skateboarden hinzukommen und die Stadt an diversen Sportstätten beleben, müssen sich Fans von anderen Sportarten leider verabschieden.
Baseball und Softball, die erst 2020 in Tokio ihr Comeback feierten, sind in Paris nicht mehr vertreten. Der Hauptgrund dafür ist der Terminkonflikt mit der Major League Baseball-Saison. MLB-Commissioner Robert Manfred betonte, dass eine Unterbrechung der Saison für die Olympischen Spiele nicht realistisch sei. Auch Karate, das in Tokio 2020 sein olympisches Debüt feierte, wurde für Paris 2024 gestrichen. Trotz seiner Popularität in Frankreich konnte sich die Kampfsportart nicht im Programm halten. Kritiker bemängelten den angeblich fehlenden Unterhaltungswert und die Schwierigkeit, ein jüngeres Publikum anzusprechen.
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Im Gewichtheben wurden insgesamt fünf Entscheidungen gestrichen, darunter das Bantam- und Mittelschwergewicht der Männer sowie das Bantam- und Mittelgewicht der Frauen. Das Federgewicht der Frauen wird zum Fliegengewicht. Insgesamt wurden die Medaillenentscheidungen von 339 in Tokio auf 329 in Paris reduziert. Dies entspricht dem Wunsch des Internationalen Olympischen Komitees nach einem schlankeren und moderneren Programm.
Für Fans der in Paris gestrichenen Sportarten gibt es allerdings Hoffnung: Bei Olympia 2028 in Los Angeles sind Baseball und Softball bereits wieder im Programm vorgesehen.
Die Olympischen Spiele 2024 in Paris werden nicht nur neue Sportarten begrüßen, sondern auch einige Disziplinen aus dem Programm verabschieden. Diese Veränderungen sind Teil der ständigen Anpassungen und Modernisierungen, die das Internationale Olympische Komitee (IOC) vornimmt, um die Spiele attraktiv und relevant zu halten. Karate feierte sein olympisches Debüt erst 2021 in Tokio, wird aber in Paris 2024 nicht mehr im Programm sein. Trotz der großen Popularität dieser traditionellen Kampfkunst entschied das IOC, Karate zugunsten anderer Sportarten aus dem Programm zu nehmen.
Die Entscheidung, Karate nicht mehr zu berücksichtigen, wurde getroffen, um Platz für neue Disziplinen wie Breakdance zu schaffen. Zudem hat das IOC ein rotierendes System, bei dem nicht jede Sportart bei jeder Olympiade vertreten sein kann, um die Vielfalt und Dynamik der Spiele zu gewährleisten.
Der Ausschluss von Baseball und Softball wurde vor allem aufgrund logistischer Herausforderungen und der Notwendigkeit, das Programm nicht zu überladen, getroffen. Da Baseball und Softball Platz und spezielle Einrichtungen erfordern, entschied das IOC, diese Disziplinen für Paris 2024 auszusetzen.
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Die Reduzierung der Gewichtsklassen im Gewichtheben wurde auch aufgrund von Dopingproblemen innerhalb der Sportart vorgenommen. Das IOC hofft, durch diese Maßnahme die Integrität des Sports zu verbessern und die Wettkämpfe attraktiver zu machen.
Es gibt mehrere Gründe, warum Karate als olympische Disziplin aufgenommen wurde. Einer der Hauptgründe ist die Popularität der Kampfkunst. Karate ist weltweit bekannt und hat Millionen von Anhängern. Die erste Karate-Weltmeisterschaft wurde bereits im Jahr 1970 ausgetragen und seitdem haben viele weitere internationale Karateturniere stattgefunden. Ein weiterer Grund für die Aufnahme von Karate als olympische Disziplin war die Bestrebung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Spiele für mehr Menschen attraktiv zu machen und neue Zielgruppen zu erschließen.
Obwohl Karate als Disziplin für die Olympischen Spiele in Tokio im Jahr 2020 bestätigt wurde, hat das IOC beschlossen, Karate nicht mehr für zukünftige Olympische Spiele zuzulassen. Einer der Gründe für das Ausscheiden von Karate aus dem olympischen Programm ist die Komplexität der Sportart. Im Vergleich zu anderen Kampfsportarten wie Judo und Taekwondo ist Karate komplexer und schwieriger zu verstehen. Dies kann für Zuschauer und potenzielle Anhänger der Sportart abschreckend sein.
Ein weiterer Faktor, der zur Entscheidung des IOC beigetragen hat, ist die Tatsache, dass Karate nicht in allen Ländern beliebt ist. Ein weiterer Grund für das Ausscheiden von Karate aus dem olympischen Programm ist die Tatsache, dass es bereits eine große Anzahl von Sportarten im olympischen Programm gibt. Um Platz für neue Sportarten zu schaffen, müssen andere Sportarten weichen.
Karate war für kurze Zeit eine olympische Disziplin, jedoch wurde es wieder ausgeschlossen. Obwohl Karate eine ausgezeichnete und populäre Kampfsportart ist, gibt es für das IOC keine ausreichenden Gründe, um es als olympische Disziplin aufrechtzuerhalten. Die Komplexität und die begrenzte Beliebtheit von Karate sind eine Herausforderung für den Aufbau einer breiten Anhängerschaft und es wurde beschlossen, Platz für andere Sportarten zu schaffen. Karate war seit den Sommerspielen 1964 in Tokio eine olympische Sportart, bis es im Jahr 2020 zusammen mit Baseball/Softball, Squash und Surfen aus dem Programm gestrichen wurde.
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Die Entscheidung hat bei vielen Karatekas und Fans der Sportart für Verwirrung und Enttäuschung gesorgt.
Viele Karatekas waren enttäuscht und frustriert über die Entscheidung, da sie das Gefühl haben, dass Karate eine verdiente Platz in den Olympischen Spielen hatten.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entscheidung auf den Sport auswirken wird. Einige Karatekas und -fans befürchten, dass das Herausnehmen von Karate aus dem olympischen Programm das Wachstum und die Entwicklung der Sportart beeinträchtigen könnte. Es gab mehrere Petitionen, um das Karate wieder in das olympische Programm aufzunehmen.
Es ist möglich, dass die Entscheidung, Karate aus dem olympischen Programm zu streichen, Auswirkungen auf die Popularität der Sportart haben könnte. Olympische Spiele sind eine der größten Plattformen für Sportarten und ihre Stars, und nicht mehr Teil des olympischen Programms zu sein, könnte bedeuten, dass Karate einen geringeren Bekanntheitsgrad hat.
Es gibt viele Möglichkeiten für Karatekas, sich international zu messen, einschließlich der Weltmeisterschaften, die alle zwei Jahre stattfinden, und der Pan-Amerikanischen Meisterschaften.
Einige mögen enttäuscht sein, während andere die Gelegenheit nutzen, um sich auf nationale und internationale Wettbewerbe zu konzentrieren. Die Entscheidung, Karate aus dem olympischen Programm zu streichen, war für viele Fans und Teilnehmer der Sportart enttäuschend. Es gibt viele Fragen rund um die Entscheidung, einschließlich der Gründe dahinter, ob die Entscheidung rückgängig gemacht werden kann und wie sich die Entscheidung auf den Karate-Sport auswirken wird.
In den nächsten Monaten wird das Internationale Olympische Komitee (IOC) eine Bilanz der Olympischen Spiele von Tokio ziehen und eine Evaluation der beteiligten Sportarten vornehmen - um dadurch valide Entscheidungen für das Programm 2028 in Los Angeles treffen zu können. Aus meiner Sicht gibt es vier Gründe, die Mut machen, dass Karate wieder zum olympischen Programm gehören könnte.
In den acht Disziplinen waren 82 Athleten und Athletinnen aus 36 Nationen am Start, von denen 20 eine oder mehrere Medaillen gewonnen haben - eine starke Quote gegenüber anderen Sportarten. Angesichts der Tatsache, dass es keiner Nation gelungen war, mehr als einmal Gold zu erringen, lässt sich eine Ausgeglichenheit konstatieren - obwohl Japan acht Karatekas gestellt hatte. Diese Vielfalt ist ein wesentlicher Kern des olympischen Gedankens. Als Beispiel sei noch der Karateka aus Saudi-Arabien erwähnt, der mit dem Gewinn der Silbermedaille für das einzige Edelmetall seines Landes überhaupt verantwortlich war.
Der herausgehobene Status, den diese Mannschaft innehat und auch in Zukunft haben wird, wurde bereits beim Einmarsch der Nationen deutlich. Zudem wurde der in Kanada lebende iranische Flüchtling Hamoon Derafshipour aufgrund seiner Platzierung im Karate-Wettbewerb vom IOC als Fahnenträger für das IOC-Flüchtlings-Team für die Abschluss-Feier auserkoren. Sein fünfter Platz in der Kumite-Gewichtsklasse -67 Kilogramm war die beste Platzierung, die ein Mitglied des IOC-Flüchtlings-Teams erreicht hatte.
Dass Deutschland mit dem syrischen Flüchtling Wael Shueb im Kata-Wettbewerb vertreten war und dass der Integrations-Beauftragte Prof. Dr. Erko Ernes Kalac vom IOC als Betreuer für das Team nominiert worden war, zeigt den Stellenwert, den der DKV in diesem für das IOC so wichtigen Bereich mittlerweile genießt.
Karate hat sich auf Anhieb große Anerkennung bei den jeweiligen Nationalen Olympischen Komitees (NOK) erworben. Dies zeigt eindrucksvoll die Nominierung von insgesamt zwölf Fahnenträgern und Fahnenträgerinnen für die Abschluss-Zeremonie. Die bislang erfolgte Auswertung der weltweiten Medienpräsenz ergab für Karate sehr starke Werte.
Allerdings ist die Wiederaufnahme ins olympische Programm kein Selbstläufer, denn neben den von der Ausrichterstadt Paris aufgenommenen vier Sportarten werden sich für 2028 weitere, bisher nicht berücksichtigte IOC-anerkannte Sportarten bewerben.
Bislang sind nur Sportarten zugelassen, die gleichzeitig auch bei den Olympischen Spielen vertreten sind. Dies soll nun auf dem im Dezember in Taipeh stattfindenden IPC-Kongress dahingehend geändert werden, dass zwei bis drei Sportarten auch ohne vorherige Olympia-Teilnahme in Los Angeles zugelassen werden können.
Karate ist raus, Skateboarden ist drin und Beachvolleyball hofft, bald dabei zu sein: Sportarten kommen und gehen im Programm der Olympischen Spielen.
Der Internationale Karate-Verband hatte in der Vergangenheit immer versucht, ins Olympische Programm aufgenommen zu werden, scheiterte aber jedes Mal. Erst Tokio als Gastgeber entschied sich dazu, Karate einmalig ins Programm und damit ins Rampenlicht zu nehmen.
In Paris und Los Angeles 2028 ist Karate nicht mehr dabei.
Softball wurde nach den Spielen 2008 zwischenzeitlich vom IOC aus dem Programm gestrichen. 2028 haben die Gastgeber aus den USA sich dazu entschieden, Baseball und Softball wieder mit aufzunehmen.
Warum Karate nicht mehr olympisch ist: Die häufigsten Fragen
- Warum wurde Karate aus dem olympischen Programm gestrichen?
- Trifft dies alle Karate-Bereiche?
- Wird Karate jemals wieder Teil des olympischen Programms sein?
- Wie haben sich Karatekas auf die Entscheidung reagiert?
- Wie wird sich die Entscheidung auf den Karate-Sport auswirken?
- Gibt es eine Petition, um Karate wieder in das olympische Programm aufzunehmen?
- Könnte die Popularität von Karate durch die Entscheidung beeinflusst werden?
- Welche anderen Gelegenheiten gibt es für Karatekas, um sich international zu messen?
- Karatekas können auf verschiedene Arten auf die Entscheidung, Karate aus dem olympischen Programm zu streichen, reagieren.
| Sportart | Sportart | Sportart |
|---|---|---|
| Badminton | Bahnradsport | 3x3-Basketball |
| Basketball | Beachvolleyball | BMX Racing |
| Bogenschießen | Boxen | Breakdance |
| Fechten | Freiwasserschwimmen | Fußball |
| Gewichtheben | Golf | Handball |
| Hockey | Judo | Kanu-Slalom |
| Kanu-Sprint | Kunstturnen | Leichtathletik |
| Moderner Fünfkampf | Mountainbike | Radsport |
| Reiten | Rhythmische Sportgymnastik | Ringen (Freistil und griechisch-römisch) |
| Rudern | 7er-Rugby | Schießen |
| Schwimmen | Segeln | Skateboard |
| Sportklettern | Surfen | Synchronschwimmen |
| Taekwondo | Tennis | Tischtennis |
| Trampolinspringen | Triathlon | Volleyball |
| Wasserball | Wasserspringen |
