24 Karat Hartvergoldet: Wert und Definition

Die Reinheit von Gold ist wichtig für seine Qualität. Doch was hat das mit Karat zu tun? Wir klären auf und zeigen die Unterschiede zwischen 24 und 18 Karat!

Goldbarren und Goldmünzen bleiben ein unverzichtbares Anlageprodukt für diejenigen, die in Edelmetalle investieren möchten. Aber Gold ist nicht gleich Gold, denn in Sachen Reinheit können sich Goldprodukte voneinander unterscheiden. Dieser Unterschied wird - unter anderem - in Karat angegeben.

Wir zeigen Ihnen, was es mit der Karat-Skala auf sich hat und was der Unterschied zwischen 18-Karat-Gold und 24-Karat-Gold ist.

Was ist Karat bei Gold?

Auf einen Blick: Karat ist eine Angabe für den Feingehalt von Gold. Gold mit 24 Karat besteht zu 24/24 Teilen (99,99%) aus purem Gold und wird auch als 999er Gold genannt. 18-Karat-Gold besteht zu 18/24 Teilen (75,00%) aus purem Gold und wird auch 750er Gold genannt. Der Unterschied von 24-Karat-Gold und 18-Karat-Gold liegt also im unterschiedlichen Feingehalt.

Der Feingehalt, ein Maßstab für die Qualität von Gold

So gut wie jede Investition hat ihre eigene Fachsprache und Gold macht da keine Ausnahme! Ein entscheidener Faktor, um die Qualität unterschiedlicher Goldprodukte miteinander vergleichen zu können, ist der sogenannte Feingehalt. Dieser gibt an, wie viel pures Gold in einem Goldprodukt enthalten ist. Umgangsprachlich wird der Feingehalt daher auch als Reinheit bezeichnet.

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Und hier kommt das Karat ins Spiel, denn es ist die Maßeinheit für den Feingehalt und misst diesen in aufsteigenden Schritten von 1/24:

  • 1-Karat-Gold enthält 1/24 Teile (4,2%) reines Gold
  • 18-Karat-Gold enthält 18/24 Teile (75%) reines Gold
  • 24-Karat-Gold enthält 24/24 Teile (99,99%) reines Gold

Ein Beispiel:

  • Ein 100 Gramm-Goldbarren mit 24 Karat enthält 99,99 Gramm reines Gold
  • Ein 100 Gramm-Goldbarren mit 18 Karat enthält hingegen “nur” 75 Gramm reines Gold

Das Karat - abgekürzt kt. oder C - ist eine Maßeinheit für die Reinheit von Gold und wird seit der Spätantike verwendet. Die Reinheit von Gold wird dabei in 1/24-Schritte unterteilt, die auch Grade genannt werden. 24-karätiges Gold entspricht der höchsten Reinheitsstufe.

Die Karat-Skala in der Übersicht

Anhand der Karat-Skala lässt sich Gold in unterschiedliche Grade einteilen, welche Aufschluss über den Goldanteil in einer Goldlegierung geben:

Die Karat-Skala für Gold

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  • 24 Karat: 99,99% Goldanteil
  • 22 Karat: 91,7% Goldanteil
  • 21 Karat: 87,5% Goldanteil
  • 18 Karat: 75,0% Goldanteil
  • 14 Karat: 58,5% Goldanteil
  • 9 Karat: 37,5% Goldanteil
  • 8 Karat: 33,3% Goldanteil

Für Goldbarren und Goldmünzen wird der Goldgehalt in Promille angegeben

Zwar wird das Karat auch heute noch zur Bestimmung des Feingehalts von Schmuck herangezogen, bei Goldbarren und Goldmünzen hat sich allerdings die Angabe in Tausendsteln - oder Promille (‰) - durchgesetzt.

Die Angabe in Promille bzw. Tausendsteln drückt aus, wie viel Promille des Gesamtgewichts einer Goldlegierung aus reinem Gold bestehen. Im Falle des hier gezeigten PAMP-Goldbarrens beträgt der Goldgehalt 999,9/1000, was einer Reinheit von 99,99% Prozent entspricht:

Reinheit des PAMP Suisse 100 Gramm-Goldbarrens Aus dem Promille-System leiten sich auch häufige Bezeichnungen wie zum Beispiel 999er Gold (999/1000) oder 917er Gold (917/1000) ab und das Promille-System kann - wenn auch etwas umständlich - in die Karat-Skala umgrechnet werden:

Umrechnung von Promille in Karat

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  • 999er Gold entspricht: 999/1000-Gold oder 24-Karat-Gold
  • 917er Gold entspricht: 917/1000-Gold oder 22-Karat-Gold
  • 750er Gold entspricht: 750/1000-Gold oder 18-Karat-Gold
  • 585er Gold entspricht: 585/1000-Gold oder 14-Karat-Gold

Die Formel, um von Promille in Karat umzurechnen, ist: (Feingehalt in Promille/1000) x 24

Beispiel: Die Krugerrand-Goldmünze hat einen Feingehalt von 916,7. Dies entspricht 22 Karat (916,7/1000 x 24 = 22 Karat).

Anlagegold und sein Feingehalt

Damit der Handel von Gold weitgehend steuerfrei gestaltet werden kann, ist es für Investoren entscheidend, dass ihre Werte als Anlagegold anerkannt werden. Anlagegold ist in der Europäischen Union über die Sonderregelungen für Anlagegold unter anderem durch die folgenden Punkte definiert:

  • “[…] Gold in Barren- oder Plättchenform mit einem von den Goldmärkten akzeptierten Gewicht und einem Feingehalt von mindestens 995 Tausendsteln […]”
  • “[…] Goldmünzen mit einem Feingehalt von mindestens 900 Tausendsteln, die nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, die in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und die üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 % übersteigt […]”

Festhalten lässt sich, dass Goldanleger im Falle von Goldmünzen mindestens 900er Gold (900/1000 bzw. 21,6 Karat) und im Falle von Goldbarren mindestens 995er Gold (995/1000 bzw. 23,9 Karat) kaufen sollten.

Anlagegold muss in der EU bestimmte Anforderungen an den Feingehalt erfüllen. Im Falle von Goldmünzen liegt diese bei mindestens 900/1000, bei Goldbarren bei mindestens 995/1000. Außerdem gilt in einigen europäischen Ländern ein Mindestgewicht, dass ein Goldprodukt wiegen muss, um als Anlagegold kategorisiert zu werden. Anlagegold genießt steuerliche Vorteile.

Beliebte Anlage-Goldmünzen

Krugerrand, Maple Leaf, Philharmoniker und Sovereign sind beliebte Anlagemünzen Wie bereits erwähnt müssen Anlage-Goldmünzen einen Feingehalt von mindestens 90% aufweisen.

Darüber hinaus müssen sie in ihrem Herkunftsland als Zahlungsmittel gelten oder gegolten haben und nach dem Jahr 1800 geprägt worden sein. Außerdem darf ihr Verkaufswert nicht den Metallwert der Münze um mehr als 80% übersteigen.

Im deutschprachigen Raum erfüllen diverse Anlagemünzen diese Vorgaben, wobei die folgenden Goldmünzen zu den beliebtesten zählen:

  • Wiener Philharmoniker: Aufgrund ihres Feingehalts von 999,9 zählt diese Münze zu den meistverkauftesten Europas.
  • Krugerrand: Die erstmals 1967 geprägte Münze hat einen Feingehalt von 22 Karat (91,67%)
  • Britischer Sovereign: Die Münze hat einen Feingehalt von etwa 22 Karat (91,67%). Auf der Vorderseite der Münze befindet sich das Profil des Souveräns von England.
  • Maple Leaf: Die Maple Leaf-Goldmünze gehört zu den bekanntesten Prägungen weltweit und hat eine Reinheit von 999,9.

Goldbarren als Wertanlage

Goldbarren sind eine weitere Möglichkeit, langfristig Vermögen durch die Investition in Edelmetalle aufzubauen oder Risiken bestehender Portfolios zu streuen.

Dabei sollten Anleger einige Dinge beachten:

  • Der Reinheitsgrad sollte mindestens 995 Tausendstel (23,9 Karat) betragen und der Barren sollte von einem bekannten Hersteller sein.
  • Ihr Goldbarren sollte mit einer Seriennummer und dem Siegel der Scheideanstalt versehen sein.

Was bedeuten folgende Bezeichnungen auf Goldschmuck: 750, 585 und 375?

Die dreistelligen Zahlen geben an, wieviele Gewichtsteile einer Goldlegierung - von total tausend Teilen - aus reinem Gold bestehen. Man spricht dann vom sogenannten Feingehalt oder einfach von der Feinheit des Goldes.

Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 750, 585 oder 375 bedeutet, dass dieses einen Goldgehalt von 750/1000, 585/1000 oder 375/1000 besitzt, d.h. 75%, 58.5% oder 37.5%.

Was bedeuten folgende Bezeichnungen auf Goldschmuck: 18K, 14K und 9K?

Das K steht für Karat. Mit Karat wird der gewichtsmässige Anteil von reinem Gold in einer Goldlegierung bezeichnet. Die Bezeichnung 24K steht für reines Gold, 1K steht für einen Goldanteil von 1/24.

Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 18K, 14K oder 9K bedeutet, dass dieses einen gewichtsmässigen Goldanteil von 75% (18/24), 58.5% (14/24) oder 37.5% (9/24) aufweist.

In der Schweiz ist die Angabe des Goldanteils in Karat veraltet, sie erfolgt über die Angabe des Feingehaltes.

Goldanteil (%) Karat-Angabe Feingehalts-Angabe
100% 24K 999.9
91.6% 22K 916
75% 18K 750
58.5% 14K 585
37.5% 9K 375

Vergleich der Karatangabe und der Angabe des Feingehalts von Gold

Karat hat daneben aber noch eine zweite Bedeutung. Das Karat ist auch eine Masseinheit für das Gewicht von Edelsteinen, wobei 1 Karat für 0.2 Gramm steht.

Was ist eine Goldlegierung?

Werden zwei oder mehrere Metalle durch Zusammenschmelzen gemischt, so spricht man von einer Legierung. Wird Gold mit einem oder mehreren anderen Metallen legiert, entsteht eine Goldlegierung.

Wichtig ist, dass in der Alltagssprache mit Gold nicht nur das reine Gold gemeint ist, sondern auch dessen Goldlegierungen.

Wieso werden Goldlegierungen verwendet?

Durch Beilegierung von anderen Metallen zu Gold verändern sich dessen Eigenschaften, und seine Verarbeitbarkeit kann optimiert werden. So erzielt man beispielsweise Veränderungen der Härte (nimmt durch Beilegierung generell zu), des Schmelzpunktes, der Dichte, der Farbe und vieles mehr. Gold wird auch aus Kostengründen legiert.

Wieso gibt es Gold in anderen Farben als gelb?

Reines Gold ist immer gelb glänzend. Goldlegierungen (bei denen man in der Alltagssprache auch einfach von Gold redet) können aber andere Farben und Farbtönungen aufweisen - je nachdem, welches bzw. welche anderen Metalle dem Gold in welchen Anteilen beilegiert werden.

Welche Goldfarben gibt es?

Die wichtigsten Goldfarben sind gelb, rot und weiss. Man spricht dann von Gelbgold, von Rotgold und von Weissgold. Daneben ist es aber beispielsweise auch möglich, Grüngoldlegierungen herzustellen.

Bei einer Goldlegierung mit einem Goldgehalt von 75% (d.h. 18 Karat bzw. Gold 750) werden durch Zugabe von 25% anderer Metalle folgende Farben erzielt:

  • Gelb: Dem Gold werden hauptsächlich Kupfer und Silber zu etwa gleichen Teilen beilegiert.
  • Rot: Dem Gold wird vor allem Kupfer beilegiert. Je mehr Kupfer beilegiert wird, desto intensiver wird die Färbung.
  • Weiss: Dem Gold werden als farbgebende Metalle entweder Palladium oder Nickel beilegiert. Entsprechend unterscheidet man zwischen Palladium- und Nickelweissgold. Palladiumweissgold setzt sich grösstenteils aus Gold, Palladium und zusätzlich Silber zusammen - Nickelweissgold grösstenteils aus Gold, Nickel und zusätzlich Kupfer.
  • Grün: Dem Gold wird vor allen Silber beilegiert. Grüngold wird in der Schmuckverarbeitung beispielsweise eingesetzt, um möglichst naturgetreue Blätter nachzuahmen.

Weitere Informationen

Was bedeutet 24-Karat-Gold?

24-Karat-Gold ist Gold, dass eine Reinheit von 999/1000 aufweist. Das bedeutet, dass der Gesamtanteil puren Goldes in einer Legierung mindestens 99,9% beträgt.

Was ist das höchste Karat bei Gold?

Das höchste Karat bei Gold ist 24-karätiges Gold. 24-Karat-Gold hat eine Reinheit von mindestens 99,9% und wird auch als Feingold bezeichnet. Goldbarren, die zu Anlagezwecken gekauft werden, haben in der Regel eine Reinheit von 24 Karat.

Welche 24-Karat-Goldmünzen gibt es?

Einige der beliebtesten Anlagegoldmünzen haben eine Reinheit von 24 Karat, darunter der kanadische Maple Leaf, der Wiener Philharmoniker und die Britania.

Wie viel Karat haben Goldbarren?

Goldbarren, welche als Anlagegold gehandelt werden, müssen zu mindestens 995 Teilen (23,9 Karat) aus Gold bestehen.

Was sind beliebte 24-Karat-Goldbarren?

Bei unseren Kunden beliebte Hersteller von 24-Karat-Goldbarren sind PAMP, Argor-Heraeus, Heimerle + Meule und C.