Der Hype um MMA ist ungebrochen und wird durch den aufreibenden Netflix-Film 60 Minuten mit Emilio Sakraya noch einmal gesteigert. Die Faszination an den Mixed Martial Arts hat vor allem durch Charaktere wie Conor McGregor gewaltige Ausmaße angenommen. MMA ist ein Vollkontaktkampfsport, bei dem es bisweilen ordentlich zur Sache geht.
Die besten MMA-Kämpfe aller Zeiten
Einige Kämpfe haben dazu beigetragen, dass der Hype um MMA ungebrochen hoch ist. Hier sind einige absolute Klassiker:
- Dan Henderson gegen Mauricio „Shogun“ Rua (2011): Ein Kampf über fünf Runden, der als einer der besten MMA-Kämpfe aller Zeiten gilt. Beide Kämpfer waren auf dem Zenit ihrer Karrieren und brachten sich gegenseitig immer wieder an den Rand einer Niederlage. Auch beim Re-Match 2014 hatte Henderson am Ende wieder die Nase vorn und schickte Rua in der dritten Runde auf die Matte.
- Conor McGregor gegen Khabib Nurmagomedov (2018): Der Mega-Fight des Jahres, bei dem Nurmagomedov McGregor in der vierten Runde durch einen Würgegriff zur Aufgabe zwang. Fast ebenso spektakulär wie der Kampf selbst war aber der Eklat danach.
- Jon Jones gegen Alexander Gustafsson (2013): Dieser Kampf gilt als der beste des Jahres 2013 - und brachte den Schweden Alexander Gustafsson für viele überhaupt erst so richtig auf die Map. Zwar gewann Jones den Kampf am Ende auch nach Punkten, doch dessen Sieg war innerhalb der MMA-Community sehr umstritten, weil Gustafsson einen sehr starken Fight ablieferte.
- Weili Zhang gegen Joanna Jedrzejczyk (2020): Zu einem der besten MMA-Kämpfe aller Zeiten gehört ohne Frage auch der Titelkampf von Weili Zhang und Joanna Jedrzejczyk im Strohgewicht im Jahr 2020. Insgesamt steckten die beiden über die vollen 25 Minuten 783 Treffer ein - ein absoluter Wahnsinn! Zhang gewann am Ende nach Punkten und verteidigte ihren Titel.
- Robbie Lawler gegen Carlos Condit (2015): Die Beiden galten als die Besten ihrer Art, zudem stand ein Titel auf dem Spiel. Es gab einen wilden Schlagabtausch auf beiden Seiten, stets auf Augenhöhe, den Lawler am Ende der fünf Runden nach Punkten für sich entscheiden konnte.
- Forrest Griffin gegen Stephan Bonnar: Schon fast zwanzig Jahre ist der legendäre Kampf zwischen Forrest Griffin und Stephan Bonnar her, dennoch gilt er bis heute als einer größten und großartigsten Kämpfer der UFC- und gesamten MMA-Geschichte. Am Ende ging es nach Punkten 29:28 für Forrest Griffin aus.
- Jorge Santiago gegen Kazuo Misaki: In den ersten vier Runden schlugen die beiden Kämpfer versiert aufeinander ein, versuchten sich gegenseitig zu Boden zu bringen und verwandelten den Fight in der fünften und letzten Runde in einen richtigen Zermürbungskrieg.
Die Weltrangliste der Mixed Martial Arts
Die Frage, wer der Beste aller Zeiten in diesem Vollkontaktsport ist, wird heiß diskutiert. Die besten MMA-Kämpfer findet man in der UFC. Deren Rankings definieren generell die Weltspitze, basieren aber auf der Einschätzung von Experten.
Die Weltrangliste der Mixed Martial Arts bezieht viele Faktoren ein. Fight Matrix legt anhand Berechnungen fest, wer derzeit wirklich der beste Kämpfer auf dem Planeten ist. Das Grundmodell funktioniert wie im Tennis. Wer gewinnt, sammelt Punkte und klettert die Rangliste nach oben. In diesen "Big Leagues" gibt es mehr Punkte zu holen als auf regionalen Veranstaltungen.
Dazu werden auf Fight Matrix relevante Faktoren einbezogen, wie die Gewichtsklassen und die sportliche Vita. Es spielt eine gewisse Rolle, ob Kämpfer aus einer Siegesserie kommen oder gegen welche Gegner sie vorher gekämpft haben.
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"Die Berechnungen sind nicht sehr komplex, aber es gibt eine große Anzahl von Berechnungen", erklärt Jason, einer der Gründer von Fight Matrix gegenüber ntv/RTL. "Außerdem ist das System nicht auf Mathematik beschränkt. Es besteht zum Teil aus Mathematik und zum Teil aus bedingter Logik (wenn, dann, sonst)."
Wer ist der "Greatest of all Time"?
Für UFC-Boss Dana White ist Jon Jones der beste MMA-Kämpfer aller Zeiten. Unangefochtenen GOAT-Status habe der US-Amerikaner. Jones ist Champion im Schwergewicht, war vorher Champion im Halbschwergewicht, und seine einzige Niederlage ist eine umstrittene Disqualifikation wegen einst illegaler Schlagtechniken, die mittlerweile erlaubt sind.
In den Diskussionen werden von Fans und Experten auch andere Namen genannt: Anderson Silva, Jose Aldo oder Fedor Emilianenko.
Aus der Fight-Matrix-Software kann abgeleitet werden: Jones ist nicht der "Beste aller Zeiten", sondern der Kanadier Georges St-Pierre. Auch er ist eine MMA-Ikone, hat aber im Gegensatz zu Jones viel öfter gegen aktive Fighter mit ebenfalls hohem Ranking gekämpft und besiegt.
"Um in der Rangliste aufzusteigen, müssen die Kämpfer aktiv bleiben und entscheidende Siege gegen andere Kämpfer erringen, die dasselbe getan haben", erklärt Jason. Auch Inaktivität führe dazu, dass man im Ranking absteigt. Jones stand zuletzt im November 2024 im Käfig - zuvor war er 18 Monate ohne Kampf.
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Jones kann aber auch statistisch noch der "Beste aller Zeiten" werden, denn er ist im Gegensatz zu St-Pierre noch aktiver Kämpfer.
Die UFC-Rangliste
In der UFC entscheidet ein Gremium aus Journalisten und Medienvertretern, die von der UFC ausgewählt wurden, darüber, wer wo in den Rankings landet. Die Fight-Matrix-Weltrangliste ist, was die Top-5 angeht, fast deckungsgleich mit den Rankings der UFC. Aber dahinter wird es spannend. In vielen Gewichtsklassen schaffen es auch die Champions anderer Organisationen in die Top-10.
Die Bedeutung anderer Organisationen
Dazu lässt sich erkennen, dass vor allem in den Gewichtsklassen am oberen und unteren Ende, also die Schwer- und Fliegengewichte, Kämpfer anderer Organisationen eine größere Rolle spielen, als es die breite Masse in MMA wahrnimmt. Der Japaner Kyoji Horiguchi wird als viertbestes Fliegengewicht der Welt geführt, von seiner Heimatorganisation Rizin bekommt man in den USA und in Europa wenig mit.
Rizin zählt zu den "Big Leagues". Und das muss man sein, will man Fighter in den Rankings nach oben und in der Branche ins Rampenlicht bringen. Oktagon MMA ist das bislang nicht. "Es könnte die beste Organisation sein, die nicht dabei ist", sagt Jason.
Um zu den "Großen" dazuzugehören, müsse man viele Kämpfer in den Fight-Matrix-Ranglisten haben. Hier hat der tschechische Veranstalter in den letzten Wochen einen entscheidenden Schritt gemacht. Mittlerweile hat Oktagon mehr Kämpfer in den Rankings platziert als der größte europäische Mitbewerber KSW.
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"Oktagon wird in naher Zukunft zu den Big Leagues hinzugefügt werden", kündigt Jason an. Vor allem in der Branche wäre das ein großer Schritt für mehr Anerkennung. Auch die Fighter könnten davon profitieren, den die Fight-Matrix-Datenbank dient auch dem Scouting vieler noch größerer Organisationen.
Die UFC-Champions und ihre Leistungen
Die Ultimate Fighting Championship (UFC) hat sich als Spitzenreiter im Bereich des Mixed Martial Arts (MMA) etabliert. Das UFC-Ranking spiegelt die Leistungen der besten Kämpfer in diesem Kampfsport wider. Die UFC bietet zwölf Gewichtsklassen, acht für Männer und vier für Frauen.
Das Ranking-System der UFC basiert auf einem komplexen Verfahren, bei dem ein Gremium aus Medienvertretern die Leistungen der Kämpfer bewertet. Faktoren wie Siege, Niederlagen und die Art des Kampfausgangs fließen in die Bewertung ein.
Die UFC beherbergt einige der talentiertesten Kämpfer der Welt:
- Conor McGregor
- Jon “Bones” Jones
- Khabib Nurmagomedov
- Georges St-Pierre
- Anderson Silva
- Ronda Rousey
- Amanda Nunes
- Daniel “DC” Cormier
- Stipe Miocic
- José Aldo
Das UFC-Ranking ist ein komplexes System, das die Leistungen der Kämpfer bewertet. Ein ausgewähltes Medien-Panel ist für die Erstellung des UFC-Rankings verantwortlich. Journalisten bewerten die Kämpfer basierend auf ihren jüngsten Leistungen. Aktuelle Leistungen haben dabei mehr Gewicht als ältere Ergebnisse.
Das UFC-Ranking dient als Orientierung für Kampfpaarungen, hat aber keinen bindenden Charakter. Die endgültige Entscheidung über Kämpfe liegt bei der UFC selbst.
Die UFC-Geschichte ist geprägt von beeindruckenden Titelverteidigungen und legendären Siegesserien. Anderson Silva dominierte die Middleweight-Division mit einer unglaublichen Titelserie von 2.457 Tagen. Seine 16 aufeinanderfolgenden Siege sind bis heute unerreicht. Demetrious Johnson setzte mit 11 Titelverteidigungen im Flyweight einen beeindruckenden UFC-Rekord.
Stand Februar 2025 sind die aktuellen UFC-Champions: Jon Jones (Schwergewicht), Alex Pereira (Halbschwergewicht), Dricus du Plessis (Mittelgewicht), Leon Edwards (Weltergewicht), Islam Makhachev (Leichtgewicht), Ilia Topuria (Federgewicht), Sean O’Malley (Bantamgewicht) und Alexandre Pantoja (Fliegengewicht).
Fighting MMA Ranking
Beim Fighting MMA Ranking handelt es sich um eine maschinell erstellte Rangliste, die durch einen Algorithmus automatisch berechnet wird. Grundlage der Berechnung sind eine Vielzahl von Daten, wie Bilanz, Bilanz der Gegner, Aktivität, Art der Siege und Niederlagen, Aktualität der Kämpfe, Größe der Organisation u. v. m., die in verschiedener Gewichtung in die Berechnung eingehen und eine Gesamtpunktzahl ergeben, aus der sich der Ranglistenplatz ergibt.
Der Algorithmus berücksichtigt nicht nur die Bilanzen der gerankten Kämpfer, sondern auch die Bilanzen von deren Gegnern, die Art und Weise der Siege und Niederlagen sowie die Organisationen, in denen die Kämpfe bestritten wurden.
Die größten Weltergewichtler aller Zeiten
Georges St-Pierre ist der beste Weltergewichtler aller Zeiten und einer der komplettesten MMA-Kämpfer überhaupt. Der Kanadier besiegte während seiner beiden Regentschaften als Weltmeister gleich zwei Generationen der stärksten Weltergewichtler.
Bevor Georges St-Pierre die Bühne betrat, regierte Hughes die Weltergewichtsklasse mit eiserner Faust. Robbie Lawler steht in dem Ruf, einer der härtesten Fighter in der Geschichte der UFC zu sein.
Hier eine Übersicht über die genannten Weltergewichtler:
| Kämpfer | Beschreibung |
|---|---|
| Georges St-Pierre | Bester Weltergewichtler aller Zeiten, komplettester MMA-Kämpfer |
| Matt Hughes | Regierte die Weltergewichtsklasse vor St-Pierre |
| Robbie Lawler | Einer der härtesten Fighter in der UFC-Geschichte |
Deutsche Kämpfer in der UFC
Mixed Martial Arts (MMA) hat in Deutschland in den letzten Jahren stetig an Popularität gewonnen. Besonders die Ultimate Fighting Championship (UFC) - als größte und prestigeträchtigste MMA-Organisation der Welt - bietet Athleten aus allen Ländern die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu messen.
Hier ein Blick auf die fünf erfolgreichsten deutschen Kämpfer, die in der UFC gekämpft haben:
- Dennis Siver
- Ottman Azaitar
- Nasrat Haqparast
- Abusupiyan “Abus” Magomedov
- Nick Hein
Obwohl Deutschland bislang keinen UFC-Champion hervorgebracht hat, haben diese fünf Kämpfer bewiesen, dass deutsches MMA-Potenzial auf der größten Bühne des Sports existiert.
