Der Kickboxsport hat im Laufe der Jahre viele talentierte Athleten hervorgebracht. Einige von ihnen haben es geschafft, sich mehrfach den Weltmeistertitel zu sichern und damit ihren Namen in die Geschichtsbücher einzutragen. Dieser Artikel beleuchtet einige dieser herausragenden Sportler und ihre Leistungen, insbesondere im deutschsprachigen Raum.
Fatih Karakus: Ein türkischer Herausforderer
Ein Beispiel für einen 2-fachen Weltmeister im Kickboxen ist Fatih Karakus aus der Türkei. Er ist 2-facher Weltmeister im Kickboxen WAKO & FSA Verband und hat mehr als 25 Boxkämpfe absolviert. Karakus ist bekannt für seinen Kampfgeist und seine Entschlossenheit.
Vor einem Kampf gegen Ferit Keta sagte Karakus: „Ich kenne Ferit Keta gut genug. Ich weiß, dass die Fans in Mazedonien, nah bei seinem Heimatland Albanien, für ihn sein werden, aber das macht mich nur härter.“
Erwin Münch: Ein deutscher Meister
Auch in Deutschland gibt es erfolgreiche Kickboxer, die mehrfach Titel gewonnen haben. Erwin Münch ist einer von ihnen. Bereits zum vierten Mal entschied Erwin Münch den Titel des deutschen Meisters im Kickboxen für sich. Die deutsche Meisterschaft fand am Sonntag in Frankfurt statt.
Ausrichter war die Sportgemeinschaft 28, Abteilung Karate, Veranstalter um die Titelvergabe die Europäischen Internationalen Kampfsport Organisation. Erwin Münch kämpfte sich in der Klasse Herren bis 80 Kilo an die Spitze. Der Trainer des Verein Kickboxen Hösbach konnte sich damit gegen meist deutlich jüngere Konkurrenz durchsetzten.
Lesen Sie auch: Wer ist der 2-fache Kickbox-Weltmeister?
Kickboxen Baden-württembergischer Meister des Verbandes Wako in der Klasse bis 79 kg (Semikontakt) wurde in Heidelberg Erwin Münch aus Seckmauern. Er dominierte mit 15:5 Punkten (Technischer K.o.). Damit qualifizierte er sich sowohl für die »Deutschen« in Leipzig (12. und 13. Juni) als auch die internationalen deutschen Meisterschaften in Hamburg. Seit 1987 betreibt Erwin Münch (3-facherDeutscher Meister) aus Seckmauern diese Sportart.
Kickboxen gibt es schon seit 1974 und ist eine aus Amerika stammende, moderne Form der traditionellen Kampfarten wie Karate und Tae Kwon Do. Es entsprach den Wunsch die Techniken mit Kontakt am Partner ausführen zu können. Der Schlag wird nicht mehr in der Luft abgebremst, sondern bis zum Kontakt weitergeführt.
Diese realitätsnahe Form des Karatetrainingseignet sich vor allem für den Wettkampf, wo die erfolgten Treffer auch bewertet werden. Kickboxen bringt Geist und den Körperauf eine Linie. Zudem schult diese Sportart den Gleichgewichtssinn, das Reaktionsvermögen, Koordination und hält die Figur top in Form. Ebenso wirkt man ausgeglichener, entspannter und im äußersten Notfall kann man sich bei Angriffen entsprechend schützen und wehren.
Hall of Fame: Anerkennung für die Besten
In der „Hall of Fame“ sollen all diejenigen Sportler und Funktionäre aufgenommen werden, die große Taten und Leistungen vollbracht und dadurch den Kickboxsport nach vorne gebracht haben. Ohne diese Persönlichkeiten würde es den Sport Kickboxen in dieser Form nicht geben. An erster Stelle dieser Hall of Fame steht natürlich der Gründer der Sportart Kickboxen, Georg F. Brückner.
Er ist der „Vater des Kickboxsports“, und ihm ist es zu verdanken, dass der Sport in der heutigen Form betrieben werden kann. Er organisierte die ersten Veranstaltungen und bald fanden sich viele Anhänger dieser neuen Sportart. Brückner reiste durch ganz Europa und gab Lehrgänge und Seminare, um das Kickboxen nach oben zu bringen.
Lesen Sie auch: Überblick: Taekwondo-Weltmeister Frauen
Er war der Gründer der WAKO und veranstaltete auch die ersten Welt- und Europameisterschaften in Deutschland. Weiterhin entwickelte er bereits zu den Anfangszeiten des Kickboxens eine Schutzausrüstung, die noch heute höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandard hält.
Dr. Dr. Ludger Dietze ist ein Mann der ersten Stunde. Zum Kickboxen kam Ludger im Jahr 1977 über das Taekwondo. Seinen ersten internationalen Einsatz im Kickboxen bestritt er 1979 bei der EM in Italien. 1983 in London wurde er Weltmeister im Semikontakt. Seinen Abschiedkampf bestritt Dr. Ludger Dietze 1986 beim Europacup in Warschau. Danach zwang ihn ein schweres Hüftleiden zur Beendigung seiner aktiven Laufbahn.
Dennoch blieb er dem Kickboxen mit ganzem Herzen verbunden. Zum einem als Trainer in seinem Verein und zum anderen als Funktionär in der WAKO. Er wurde 1987 zum Bundestrainer im Semikontakt berufen. In Deutschland leitete er über acht Jahre als Präsident die Geschicke des Verbandes. Unter seiner Führung wurden in Deutschland eine Welt- und Europameisterschaft ausgetragen. Auf Weltebene war Dr. Ludger Dietze von 1991 bis zum Jahr 2000 als Vizepräsident tätig.
Begonnen hat der Ausnahmeathlet im Alter von 16 Jahren mit dem Karate. Bereits zwei Jahre später bestritt er die ersten Wettkämpfe im Semikontakt Kickboxen. 1978 wechselte er dann zu der Domäne, die ihn später von Erfolg zu Erfolg führte, nämlich zur Königsdisziplin, dem Vollkontakt Kickboxen. Zur damaligen Zeit fanden in einem Jahr noch Welt- und Europameisterschaften statt. erst später wechselte man zum zweijährigen Turnus.
Insgesamt wurde Ferdinand Mack vier Mal Europameister und vier Mal Weltmeister der Amateure. 1988 wechselte er ins Profilager und wurde im gleichen Jahr in Mannheim Europameister der PKO, dem damaligen Profiverband der mit der WAKO zusammenarbeitete. Weltmeister der PKO und Intercontinental Champion der ISKA wurde Ferdinand 1991. Aber nicht nur als aktiver Kämpfer stellte er seine Dienste dem Kickboxen zur Verfügung, sondern auch als Verbandsfunktionär steckte er seine ganze Kraft und Energie in den Sport.
Lesen Sie auch: Danijels Weg zum Weltmeistertitel
Ferdinand war von 1987 bis 2011 als Bundestrainer im Vollkontakt Kickboxen tätig. Auch in dieser Tätigkeit kann er auf zahlreiche Welt- und Europameister welche er auch bei seinen Lehrgängen mitgeprägt hat zurückschauen. Selbst nach seiner Hüftoperation kann er das Kicken nicht lassen.
Peter Zaar, ein Mann für den die Tugenden Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Gerechtigkeit, Freundschaft, Disziplin, Respekt und Anerkennung nicht nur leere Worte sind, sondern ein Teil seines Lebensinhaltes. Er versucht, all diese Eigenschaften an seine Schüler weiterzugeben. Er ist korrekt und 100 %ig zuverlässig.
Begonnen hat er in den 70er Jahren mit dem Kickboxen in Köln. Unter Anleitung von Georg F. Brückners Schüler Gustav Baaden begann er seine Kickboxkarriere in der er vier Deutsche Meistertitel im Leicht - und Semikontakt erkämpfte. Von der Fachpresse wurde Zaar als Favoritenkiller bezeichnet, da er, obwohl er nie an Welt- oder Europameisterschaften teilnahm, doch mehrere Welt- und Europameister schlug.
Seit 1990 ist Peter Zaar Bundestrainer im Leichtkontakt Kickboxen. Im letzten Jahrzehnt avancierte er zum erfolgreichsten Trainer Deutschlands, ja sogar Europas. Unzählige Deutsche-, Europa- und Weltmeister wurden in der Talentschmiede Zaar produziert. Der große Erfolg seiner Schüler und das immer wieder bekundete Interesse anderer Trainer hat ihn dazu bewogen ein Buch über Kickboxen zu schreiben.
Es wurde daraus das wohl ausführlichste Werk im Bereich von Kickbox Trainingsbüchern, welches nicht nur für Trainer ein nicht mehr wegzudenkendes Leitwerk sein sollte. Seit 1990 modifiziert Peter Zaar federführend das Prüfungsprogramm der WAKO Deutschland als Schnittstelle zum Wettkampf. Peter Zaar war zusammen mit Werner Sossna die letzten Jahre Coach der Kickboxlegende Ferdinand Mack.
Die Entscheidung, das Amt als Präsident zu übernehmen, wurde zunächst aus der Not heraus geboren, nachdem sich niemand zur Wahl stellte um nach Ludger Dietze Verantwortung zu übernehmen. Hier zeigte Peter Zaar wieder einmal Zivilcourage und Verantwortung und übernahm diesen schwierigen Posten. Im nachhinein stellte sich diese Lösung für die WAKO als da Beste heraus was dem Verband zu dem Zeitpunkt hätte passieren können.
Die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem IAT Leipzig wurde von Peter Zaar und Dr. Michael Bastian ins Leben gerufen. Hier wurde auch in Kooperation die Semi Spezifische Komplexe Leistungsdiagnostik ins Leben gerufen. Peter Zaar betreibt nicht nur Kickboxen, Peter Zaar lebt das Kickboxen.
Im Jahr 1979 begann Werner Sossna mit dem Kickboxen. Nachdem er selbst Erfolge verbuchen konnte, entschied er sich nach langer Überlegung seine Laufbahn als Kämpfer zu beenden. Durch die Doppelbelastung als Trainer und Kämpfer litt seine eigene, wie auch die Form seiner Kämpfer. So entschloß er sich schweren Herzens für den Trainerjob, um seinen Talenten die Möglichkeit zu geben durch eine gute Betreuung das Optimale zu erreichen.
In den kommenden Jahren arbeitete sich Werner Soßna vom Vereinstrainer über den bayerischen Landestrainer zum Bundestrainer im Vollkontakt hoch. Von 1988 bis 2009 teilte er sich das Amt mit Ferdinand Mack, bevor er aufgrund seines Posten als Weltvizepräsident vom Amt des Bundestrainers zurück trat. In den Jahren als Kämpfer und Trainer kann er auf viele Erfolge zurückblicken.
Seine größten Erfolge als Betreuer feierte er mit dem vierfachen Welt- und Europameister Ferdinand Mack aus Mannheim. Bei seinen Erfolgen wurde dieser vom Höchstadter betreut und wusste diese Betreuung zu schätzen, denn auch als er ins Profilager wechselt, stand Werner Soßna weiterhin in seiner Ecke.
Im Jahr 1991 wählten ihn die Mitglieder der BAKU e.V. in das Amt des Vizepräsidenten, das er bis Anfang 2014 Ehrenamtlich ausübte. Er übernahm gleichzeitig die Geschäftsstelle. Im Jahr 1997 übernahm er auch die Bundesgeschäftsstelle und ist beim Bundesverband als Vizepräsident tätig. In den darauf folgenden Jahren versuchte er durch seine Tätigkeit als Geschäftsführer und Vizepräsident der BAKU e.V. den Sport nach vorne zu bringen, und die erreichte Anerkennung der BAKU e.V. innerhalb des BLSV ist auch ein Verdienst des Höchstadters.
Im November 1999 wurde er zum Vizepräsidenten des Weltverbandes gewählt um kann somit die Interessen Deutschland optimal vertreten. Vom Rumänischen Kickboxverband wird ihm der Titel „Ehrenpräsident des Rumänischen Verbandes“ verliehen. Im Sommer des Jahres 2001 nahm er an der Ausbildung zum höchsten Traineramt im Amateurboxen teil.
Heute ist er eine Persönlichkeit im Kickboxsport und seine Meinung wird in Kickboxkreisen im In- und Ausland sehr geschätzt. Er ist eine Kickbox Legende. Peter Harbrecht erzielte seine Erfolge durch einen kompromisslosen und technisch Brillanten Kampfstil, der gepaart war mit einer ungeheuren Schlagkraft in Fäusten und Füßen.
Mit harten Kombinationen, eisernem Willen, großer Disziplin, ja fast mathematischer Präzision, Logik und Ästhetik dominierte er das Kampfgeschehen von 1977 - 1979. Seine Sportliche Bilanz ist äußerst beeindruckend, vor allem wenn man bedenkt das er sich mit nur 22 Jahren vom aktiven Kampfsport zurück gezogen hat.
Es begann im Frühjahr 1973, Peter Harbrecht wurde von seinem Bruder Hans zum Karate Training mitgenommen. Nach nur zwei Jahren stellten sich die ersten Wettkampferfolge ein. Großen Anteil daran hatte sein Bruder Hans der als Diplomsportlehrer ein systematisches, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Trainingskonzept für Peter zusammenstellte.
Von diesem Training profitierten später auch andere deutsche Spitzenkämpfer, als Hans Bundestrainer der WAKO wurde. Teile dieser Konzepte hat Peter Zaar in sein hervorragendes Kickbox Lehrbuch einfließen lassen. Vom traditionellen Karate über das Semikontakt kam Peter schließlich zum „Vollkontakt-Karate", wie es zur damaligen Zeit hieß.
Er begründete den Wechsel zum Vollkontakt so: „Hier kann man sein Können zeigen, ohne dass die Launen von Punktrichtern so großen Einfluss auf das Resultat haben. Besonders wenn man durch K.O. gewinnt. Nach diesem Prinzip gestaltete er seine Kämpfe. Wenn er sie nicht durch K.O. gewann, war seine Überlegenheit so klar das kein Zweifel an seinem Sieg aufkommen konnte. Der schnellste K.O.
Peter Harbrecht blieb in den 50 Kämpfen seiner Laufbahn unbesiegt. Er wurde im Halb-Mittelgewicht bis 74 Kg 3x Deutschen Meister, 3x Europameister und 1x Weltmeister. Das war 1978 in Berlin. In der Deutschlandhalle vor einer großen Kulisse von 8000 begeisterten Zuschauern fand die 1. Weltmeisterschaft der WAKO statt.
Verantwortlich für diese erfolgreiche Veranstaltung waren Georg F. Brückner und der damalige Weltpräsident Mike Andersen. Peter Harbrecht besiegte in einem grandiosen Kampf den Amerikaner Harold Roth, der in der 2. Runde nur knapp einem K.O. entging. Nach dem Gewinn des 3. Mit der Konsequenz die ihm im Sport zu eigen war, hat er sich im Laufe der Jahre bei Mercedes Benz vom Automechaniker in die Führungsebene vorgearbeitet.
Dem Kampfsport ist Peter Harbrecht treu geblieben. Er hat im Laufe der Jahre sein Repertoire an Kampftechniken immer wieder weiterentwickelt und verändert. Peter Kruckenhauser begann 1978 , durch Bruce Lee Filme inspiriert, mit dem Taekwondo. Zu diesem Zeitpunkt wurde viel über das neue All - Style - Karate diskutiert und bereits 1979 wechselte er ins All - Style - Karate. (später Kickboxen)
In den darauf folgenden Jahren verbuchte er europaweite Erfolge im Semikontakt als mehrfacher österreichischer Meister; mehrfacher internationaler Meister, dreifacher Europacupsieger und 3facher Grand Champion. Als Mitfavorit für die legendäre WM in München, erlitt er bei einem Turnier einen komplizierten Handbruch und musste sich einer OP unterziehen, und somit war er als Zuschauer degradiert.
Peter Kruckenhauser konnte als einer der ersten in Österreich auch Erfolge in der neuen Disziplin, Leichtkontakt-Kickboxen verbuchen. Sein Verein den 1984 gegründet hat, zählte zu den erfolgreichsten in Österreich. Sein Meisterschüler war sein Bruder und Freund Michel Kruckenhauser, der WAKO Europa- und Weltmeister wurde und zweimal den WAKO Pro Welttitel erkämpfte.
Dem Kampfsport verschrieben, machte er sich sein Hobby zum Beruf und gründete 1992 die Firma Budoland, die er durch die Übernahme der Marken HAYASHI, TOP TEN und MANUS sowie durch unermüdlichen Einsatz und Willen zum Global Player ausbauen konnte.
Ein weltweites Vertriebsnetz wurde aufgebaut und Peter Kruckenhauser konnte u. a. den WAKO Begründer und Vater des Kickboxen, Mike Anderson als USA Vertriebsmann und Freund gewinnen. Andreas begann 1974 im Alter von 14 Jahren mit dem Kampfsport. Der leidenschaftliche Sportler, der für den Kampfsport lebte wie kaum ein anderer, trainierte schon in jungen Jahren mit sehr viel Disziplin, Ausdauer und Fleiß.
Einen seiner größten Erfolge feierte er mit 19 Jahren auf der WM in Tampa/Florida. Er wurde Einzel- und Mannschaftsweltmeister im Semikontakt Kickboxen. Mit dem damaligen German Power Team, in dem sich die besten Kämpfer Deutschland befanden, sammelte Andreas immer mehr internationale Erfahrung.
Doch das Allroundtalent konnte sich auch im Voll- und Leichtkontakt und bei den Formen mehrere deutsche Meistertitel erkämpfen. Aufgrund seiner herausragenden sportlichen Leistungen wurde er 1995 Bundestrainers im Semikontakt Kickboxent. 1990 eröffnete er sein Fitnessstudio in Bad Nauheim. Dazu absolvierte Andreas 1995 sein Diplom Fitnesstrainer und Aerobic A-Trainerschein.
Seit 1997 ist er zusätzlich Ausbilder bei Lead international for Fitness and Health. Andreas hat dem Sport viel gegeben und war immer ein Vorbild für die jungen Sportler. Birgid Sasse, 3-fache WAKO Weltmeisterin und 3-fache Tae Kwon Do Weltmeisterin, ist mit Sicherheit Deutschlands erfolgreichste Leichtkontakt Kickboxerin und Taekwondo Kämpferin aller Zeiten.
In der WAKO gewann Birgid von 1985 - 2001 insgesamt 10 Deutsche Meister Titel im Semi- und Leichtkontakt Kickboxen, sowie zwei Internationale Deutsche Meisterschaften und folgende Weltmeisterschaften der WAKO: 1993 in der Klasse -65 kg in Atlantic City/USA, 1994 in der Klasse -65 kg in Venedig/Italien den der WAKO Pro und 2001 in der Klasse -70 kg in Maribor/Slowenien.
Daneben gewann Birgid unzählige Bronze und Silber Medaillen bei Europa-, Welt- und Internationalen Meisterschaften. 1983 erlitt sie bei einem Autounfall einen beidseitigen Beckenringbruch und Lendenwirbelquerfortsatzabriss bei dem sie bei einem acht Wochen dauernden Krankenhausaufenthalt ans Bett gefesselt war.
Mit Gustav Baaden verbindet man viele Jahrzehnte Kampfsporterfahrung. Bereits 1953 trainierte er im Charlottenburger Box - Club, bevor er 1962 in die bekannte Sportschule von Georg F. Brückner in Berlin wechselte. Unter Georg F. Brückner lernte er Taekwon Do und Selbstverteidigung.
1974 holten Georg F. Brückner und der aus Florida stammende Mike Anderson die US Elite des Sportkarate wie Bill Wallace, Jeff Smith, Joe Lewis, Gordon Franks und den Mexikaner Ramiro Guzman nach Berlin. Sowohl Brückner als auch Gustav Baaden ließen sich von der neuen Kampfsportart Full und Semikontakt Karate überzeugen.
Anfang 1976 zog Gustav Baaden mit seiner Familie nach Köln. Nach der Gründung der WAKO Germany durch Georg F. Brückner, Gustav Baaden, Jochen Böckmann, Peter Blankenburg, Gerd Lemmens und Mike Anderson 1977 in Berlin, folgte 1979 die Gründung der WAKO NRW durch Gustav Baaden.
Gustav Baaden gehörte zu den ersten Weltkampfrichtern im Kickboxen mit erstem Einsatz 1979 bei der zweiten WM in Florida/USA. Heute kann Gustav Baaden mit einer Vielzahl von Deutschen- Europa- und Weltmeistern auf eine unglaubliche und kaum vergleichbare Erfolgsgeschichte zurückblicken.
Am Sonntag, dem 2. Juli 2006 ist der Gelsenkirchener Rüdiger Hermann im Alter von 41 Jahren überraschend an Herzversagen gestorben. Rüdiger Hermann war jahrelang Mitglied der Nationalmannschaft im Leichtkontakt-Kickboxen. Er war Jugend-Landestrainer von NRW.
Noch auf der Deutschen Meisterschaft in Siegen haben wir miteinander gesprochen und gelacht. Niemand hätte damals an den Tod gedacht. Doch hier kann man wieder einmal sehen, wie schnell und unerwartet es jeden von uns treffen kann. Trainer, Funktionäre, Sportler und Freunde, alle waren geschockt, als sie die Nachricht von dem unerwarteten Tod Rüdigers erfahren haben.
Rüdiger Hermann war in seinem Heimatverein, dem Polizei SV Gelsenkirchen Trainer und Abteilungsleiter. Auch als Kämpfer war er immer noch aktiv. Ab 1990 wechselte er zum Kickboxen in die WAKO Deutschland. Er kämpfte in den Disziplinen Semi-, Leicht- und Vollkontakt.
