Was ist Kickboxen? Eine Definition

Kickboxen (englisch: Kickboxing) ist eine Kampfsportart, bei der neben Boxtechniken auch Tritttechniken erlaubt sind. Kickboxen ist sowohl ein eigenständiges Kampfsystem als auch ein Begriff, der für eine Gruppe von Kampfsportarten steht, die Schläge und Tritte miteinander kombinieren.

Kickboxen vereint zahlreiche Einflüsse in sich, was an verschiedenen Details deutlich wird. So werden bestimmte Tritte beispielsweise nach wie vor wie beim klassischen Karate ausgeführt. Dass bedeutet, dass der Fuß-Spann den Gegner trifft, und nicht wie beim Muay Thai das Schienbein.

Ursprünge und Entwicklung

Die frühesten Ursprünge des Kickboxens gehen auf das 13. und 14. Jahrhundert und eine Kunst namens Muay Boran zurück, die ein Vorläufer des Muay Thai war. Dabei handelte es sich um ein Kampfsystem, das von den siamesischen Kriegern verwendet wurde und sich später zu einem sehr beliebten Sport entwickelte. Die größte Veränderung kam im 19. Der König war ein großer Fan der Muay Boran-Kämpfe und half bei der Ausarbeitung der ersten Regeln. Infolgedessen wurden die Kämpfe viel sicherer, und die Veranstaltungen wurden zu einem Teil verschiedener Feste und Feiern. Ab dem 20.

Die Geschichte des modernen Kickboxens begann jedoch in den späten 1950er Jahren. Zu einer Zeit, als es eine große Rivalität zwischen Muay Thai und Karate gab. Ein Karateka namens Tatsuo Yamada war einer der ersten, der Muay Thai zu trainieren begann. Obwohl er dem Karate treu blieb, war Yamada von den Vollkontaktregeln des Muay Thai fasziniert. Also begann Yamada, mit Karate- und Muay-Thai-Techniken und -Regeln zu experimentieren, und legte in gewisser Weise den Grundstein für ein neues Kampfsystem, das später zum Kickboxen werden sollte.

Der Mann, der oft als Vater oder Erfinder des Kickboxens angesehen wird, war ein bekannter Promoter, Osamu Noguchi. In den späten 1950er Jahren schuf er eine neue Kampfkunst und einen Kampfsport, bei dem Kämpfer aus Karate und Muay Thai gegeneinander antreten konnten. Noguchi nutzte Karate als Grundlage und fügte Techniken und Regeln des Vollkontakts aus dem Muay Thai hinzu. Noguchi gründete 1966 die erste „Kickboxing Association“ und organisierte kurz darauf am 11. April die erste Veranstaltung in Osaka.

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Kickboxen ist eine Weiterentwicklung von Karate und Taekwondo und wurde erfunden um interdisziplinäre sportliche Wettkämpfe austragen zu können.

Regelwerke und Disziplinen

Im Regelwerk der einzelnen Kickboxverbände finden sich Unterschiede und Abweichung zum Beispiel bei der erlaubten Trefferfläche oder ob der Gegner gehalten werden darf. Tiefschläge sind immer tabu, jedoch sind in manchen Verbänden Tritte auf die Oberschenkel (Lowkicks) wie beim Muay Thai oder Thaiboxen erlaubt. Verbandsabhängig unterschiedlich geregelt ist auch die Verwendung von Handdrehschlägen (Spinning back fist) und Fußfegern (Techniken, mit denen der Gegner aus dem Gleichgewicht gebracht wird). Allen Verbänden gemeinsam ist das Verbot des Schlagens auf den Rücken und auf Gegner, die am Boden liegen, sowie das Werfen (Takedown) des Konkurrenten.

Im Kickboxen wird unterschieden zwischen Semikontakt, Leichtkontakt und Vollkontakt. Unter dem modernen Kickboxen fasst man mehrere Disziplinen zusammen. Das Semikontakt Kickboxen auch Pointfighting genannt, Leichtkontakt Kickboxen und das Vollkontakt Kickboxen.

  • Semikontakt: Beim Kickboxen Semikontakt wird nach jedem erfolgreichen Treffer am Körper des Gegners der Kampf kurzzeitig unterbrochen. Die Kickbox Kämpfer begeben sich wieder in die Ausgangsstellung, und jeder Treffer wird von drei Kampfrichtern bewertet. Damit ein Punkt vergeben wird, müssen sich die Kampfrichter einig sein, dass die Techniken sauber und eindeutig ausgeführt wurden. Die Semikontaktkämpfe werden auf Matten, auch Tatami genannt, ausgetragen. In dieser Disziplin werden saubere Techniken belohnt, die ein erlaubtes Ziel treffen und einen leichten Kontakt herstellen.
  • Leichtkontakt: Die Leichtkontaktkämpfe werden meistens auf Matten gekämpft. Es geht darum, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen. Für jeden Treffer werden Punkte vergeben, Fußtreffer zum Kopf und gesprungene Treffer ergeben mehr Punkte. Der Kampf wird nach jedem Treffer nicht unterbrochen, sondern weitergeführt. Leichtkontakt Kämpfer sind meistens technisch sehr gut und verfügen über gute Kondition.
  • Vollkontakt: Das Vollkontakt Kickboxen wird meistens im Boxring gekämpft. Der Kampf kann sowohl nach Punkten, aber auch durch einen Knockout (K.O.) gewonnen werden. Ein K.O. kann sowohl durch einen Niederschlag des Gegners als auch durch seine Kampfunfähigkeit (technischer K.O.) erzielt werden.

Stile und Techniken

Obwohl es viele Stile und Formen des Kickboxens gibt, sind die Grundtechniken bei allen Kickboxstilen fast gleich. Sie lehren verschiedene Kicks aus dem Karate, Taekwondo und Muay Thai und wie man sie mit westlichen Boxtechniken kombiniert.

Ein Meister in einer Kampfsportart zu werden, ist für die meisten Menschen ein lebenslanger Weg. Das gilt auch für Kickboxen, das ein intensiver und schwer zu erlernender Stil ist. Ohne harte Arbeit, Hingabe und vor allem ohne Leidenschaft wird man nichts erreichen. Im Durchschnitt brauchen Anfänger 4 bis 6 Monate, um alle Grundlagen zu erlernen und mit dem Sparring zu beginnen. Um ein fortgeschrittenes Niveau zu erreichen, brauchen sie ein weiteres Jahr hartes Training.

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Bekannte Kickboxstile

  • Japanischer Stil: Der japanische Stil entstand in den 1950er Jahren in Japan und war die erste Version des modernen Kickboxens. Der japanische Stil ist eine Mischung aus Karatetechniken (hauptsächlich aus dem Kyokushin) und den Regeln des Muay Thai. Die Kämpfer können mit Tritten, Schlägen und Knien sowohl oberhalb als auch unterhalb der Taille zuschlagen.
  • Amerikanischer Stil: Der amerikanische Stil des Kickboxen entwickelte sich in den späten 1960er Jahren. Es ist eine Mischung aus Karate und westlichem Boxen, wobei der Schwerpunkt auf hohen Tritten und Handschlägen liegt. Dies war die Geburtsstunde des amerikanischen Kickboxstils, der sich von den anderen beiden Stilen dadurch unterscheidet, dass er keine Low Kicks zulässt.
  • Niederländischer Stil: Das Kickboxen im niederländischen Stil entstand in den 1970er Jahren in den Niederlanden. Jan Plas benutzte den japanischen Stil als Basis, auf die er westliche Boxtechniken aufbaute. Der Schwerpunkt liegt auf dem Vorwärtsdruck, der hohen Schlagkraft und dem harten Low Kick. Kämpfer im holländischen Stil greifen selten mit einem einzigen Powerschlag an, der Schwerpunkt liegt auf Kombinationen.

Kickboxen vs. Muay Thai

Diese beiden Kampfsysteme haben viel gemeinsam, denn Kickboxen hat seinen Ursprung im Muay Thai. Gleichzeitig gibt es aber auch große Unterschiede in Bezug auf Regeln, Schwerpunkte, Techniken und viele andere Faktoren.

Muay Thai ist eine Schlagkunst, bei der der Schwerpunkt auf harten Tritten und dem Kampf im Clinch mit Ellbogen und Knien liegt. Das Kickboxen hingegen unterscheidet sich stark davon. Der Schwerpunkt liegt auf Vorwärtsdruck, einer hohen Schlagzahl und Boxkombinationen.

Die Regeln des Muay Thai sind einfach und leicht zu verstehen. Die Kämpfe gehen über 5 Runden, wobei jede Runde 3 Minuten dauert. Die Kämpfer haben zwischen den Runden eine 2-minütige Pause und treten mit gepolsterten Handschuhen und Shorts an. Kämpfe können durch Entscheidung, K.o.

Beim Kickboxen gibt es viele verschiedene Regeln. Aber in den meisten Fällen dauern die Kämpfe 3 Runden, wobei jede Runde 3 Minuten dauert.

Muay Thai ist eine thailändische Kampfkunst, bei der die Kämpfer Boxschläge, Ellbogentechniken, Tritttechniken und Kniestöße einsetzten. Sie Clinchen auch im Nahbereich den Gegner und führen dann Ellboge- und Knietechniken aus.

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Kickboxen ist nicht so vielseitig wie Muay Thai, da die Kämpfer hier „nur“ Tritte und Schläge einsetzen. Die meisten modernen Kickboxstile wie K-1 oder der holländische Stil gebrauchen den Clinch nur kurz, um ein Knie anzubringen.

Bedeutung im MMA

Kickboxen spielt im modernen MMA-Kampf eine große Rolle. In der Tat kann man nicht erwarten, erfolgreich zu sein oder das hohe Niveau des Spiels zu erreichen, ohne zumindest grundlegende Kickboxfähigkeiten zu besitzen. Ob K-1, holländischer Stil oder Muay Thai, die meisten Kickboxstile passen gut zum Käfigkampf.

Im modernen MMA kann man nicht überleben, wenn man nicht weiß, wie man Tritte mit der richtigen Technik abwehrt oder wirft. Früher oder später würde jemand diese Lücke in deinem Spiel aufdecken, und das wäre eine sehr schmerzhafte Erfahrung.

Kickboxen als Fitnesstraining

Kickboxen ist nicht nur ein reiner Wettkampfsport, es kann auch als Fitnesstraining betrieben werden. Durch die große Vielfalt der körperlichen Anforderungen (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit) ist Kickboxen im Vergleich mit vielen anderen Sportarten eine hervorragende Möglichkeit seinen Körper fit und gesund zu halten.

Beim Training werden viele Kalorien verbraucht und Stress effektiv abgebaut. Im Vordergrund steht der kontrollierte Umgang mit der Körpermotorik und Körperkraft, da die Kombination von Hand- und Fußtechniken besondere Anforderungen an den Körper stellt.

Unser Training soll risikofrei sein und vor allem Spaß machen. Sich auszupowern und mit einem guten Gefühl nach Hause zu gehen, stehen an erster Stelle.

Kickboxen ist eine äußerst vielseitige Sportart, die nahezu den gesamten Körper beansprucht und trainiert. Diese umfassende Beanspruchung des Körpers erklärt, warum Kickboxen oft zu deutlichen körperlichen Veränderungen führt. Für diejenigen, die nach einer ganzheitlichen Trainingsmethode suchen, bietet Kickboxen eine exzellente Option. Ob als Fitness Kickboxen Frauen oder für Männer, die Sportart bietet für jeden Fitnesslevel passende Herausforderungen.

Bekannte Persönlichkeiten

In der Welt des Kickboxens gibt es zahlreiche herausragende Athleten, die durch ihre Leistungen und Erfolge den Sport geprägt haben.

Michael Kuhr ist Deutschlands bekanntester Türsteher und Inhaber einer Security Firma in Berlin. Auch er startete seine Karriere als Kickboxer und wurde als Amateur zehnmal Deutscher Meister, viermal Europameister und 1985 Weltmeister der WAKO. Nach seinem Wechsel in das Profilager wurde er 1990 erster deutscher Profi Kickbox-Weltmeister.

Michael Smolik gehört zu den bekanntesten deutschen Kickboxern der Gegenwart. Parallel zum Boxen startete Vitali Klitschko seine Karriere im Kickboxen.

Tyrone Spong ist ein niederländisch-surinamischer Kickboxer, der für seine beeindruckenden Leistungen im Ring bekannt ist. Marie Lang ist eine herausragende Vertreterin des Kickboxen Frauen Deutschland. Diese Athleten zeigen, dass Kickboxen eine Sportart ist, die sowohl Männern als auch Frauen die Möglichkeit bietet, auf höchstem Niveau zu konkurrieren. Für diejenigen, die sich für Kickboxen Frauen in der Nähe oder Fitness Kickboxen Frauen interessieren, können diese erfolgreichen Athletinnen als Vorbilder dienen und zeigen, welche Möglichkeiten der Sport bietet.