WWE Todesfälle im Ring: Eine Liste tragischer Ereignisse

Die Welt des Wrestling ist voller Dramatik, sowohl im Ring als auch außerhalb. Siege, Niederlagen und bittere Enttäuschungen prägen die Showkämpfe. Doch die wahren Tragödien spielen sich oft im realen Leben ab.

Die Schattenseiten des Wrestling

Die Bedingungen, unter denen professionelle Wrestler arbeiten, sind oft hart und fordernd. Verletzungen werden oft ignoriert, und der Druck, den Platz im Rampenlicht nicht zu verlieren, führt zu riskantem Verhalten. Der frühe Tod vieler Stars der 80er- und 90er-Jahre, die kaum älter als 50 Jahre wurden, ist ein trauriges Zeugnis dafür.

Ein Bericht von Yahoo Sports gab an, dass rund 25% der Performer von Wrestlemania VII mittlerweile verschieden sind (14 von 51 Teilnehmern), viele davon aufgrund von Drogenproblemen und deren Folgen.

Besonders auffällig sind bei den Todesfällen die vielen Herz- und Drogentode. Meiner Meinung nach sind die Drogen aber nicht wirklich Heroin oder Kokain, sondern vielmehr sowas wie (vielleicht verbotene) Painkiller, die die Wrestler gegen ihre Schmerzen genommen haben. Dazu kommt insbesondere der Missbrauch von Steroiden, der ja gerade in der angesprochenen Zeit (Wrestlemania VII) gerade auf seinem Höhepunkt war. Dies kombiniert schlägt dem Körper natürlich voll auf die Organe.

Es ist zudem bekannt, dass solche Stoffe sich irgendwann negativ auf die Gesundheit auswirken können und das ist wohl bei vielen der Fall gewesen - zumindest bei denen kann ich es mir vorstellen, die an einer "Heart Attack" gestorben sind. Daher finde ich es um so besser, dass die WWE heutzutage viel mehr Wert auf die Wellness Policy legt, denn dadurch kann vieles verhindert werden - auch wenn manche Worker anscheinend davon nicht betroffen sind (Ezekiel Jackson, Triple H, etc.).

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Bei der Drogenüberdosis, an der manche Worker gestorben sind, kann man mal sehen, dass das Business auch ganz schön an den Nerven zerrt und man teilweise gezwungen ist, zu solchen Mitteln zu greifen.

Allerdings darf man auch Dinge wie Kokain und Alkohol nicht vergessen. Aber zur damaligen Zeit war das halt üblich und zum Teil ja nichtmal verboten.

Gegen die Painkiller und andere Drogen geht die WWE zum glück vor und war sich in der letzten Vergangenheit auch nicht zu schade Worker wegen verstoß zu suspendieren.

Früher war leider das Wrestling nicht so weit entwickelt wie heute, Entertainment-tecnisch wie auch drogentechnisch.

Egal, Wrestling ist und bleibt ein Leistungssport. Und im Leistungssport wird gedopt. Dies ist leider die traurige Wahrheit.

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Tragische Unfälle im Ring

Zwar sind die Kämpfe choreografiert und abgesprochen, dennoch ist Wrestling ein knallharter Sport, bei dem falsch ausgeführte Aktionen zu schweren Verletzungen führen können. Oder sogar zum Tod. Durch jahrelanges Training, wird das Risiko zwar reduziert - ganz ausgeschlossen können Verletzungen aber wie in jedem anderen Sport nicht. Diese Unfälle zeigen, dass aus der bunten Show plötzlich düstere Realität werden kann.

Einige Beispiele für tragische Unfälle:

  • Darren Drozdov: Erlitt eine Querschnittslähmung nach einer missglückten Powerbomb.
  • Owen Hart: Stürzte bei einem Stunt aus großer Höhe ab und starb.
  • „Stone Cold“ Steve Austin: Brach sich das Genick durch einen missglückten Piledriver.
  • Brock Lesnar: Zog sich eine schwere Gehirnerschütterung bei einer missglückten „Shooting Star Press“ zu.
  • Sabu: Brach sich das Genick durch einen missglückten Move.
  • Sid: Brach sich das Bein auf schreckliche Weise bei einem Sprung vom zweiten Seil.

Die Tragödie der Familie Von Erich

Die Familie der Von Erichs war real - und von vielen Tragödien gezeichnet. Jack Adkisson (so der echte Name der Familie) leitete in Texas in den 80er Jahren eine eigene Liga, die WCCW. Fünf seiner sechs Söhne wurden selber zu Wrestlern und erlangten einen riesigen Bekanntheitsgrad. Der sechste Sohn (Jack Jr.) kam bereits im Alter von sechs Jahren bei einem Stromunfall ins Leben.

Seine anderen Söhne (Kerry, Kevin, David, Mike und Chris) stiegen alle ins Wrestlinggeschäft ein und kämpften in der Liga des Vaters.

  • David: Er wurde als einer der kommenden Superstars gehandelt, kämpfte u.a. mit Ric Flair. Im Alter von 25 Jahren reiste er für einige Shows nach Japan, am 10. Februar 1984 verstarb David im Schlaf. Todesursache: eine verschleppte Magen-Darm-Entzündung.
  • Mike: Eigentlich wollte Mike kein Wrestler werden, sondern Kameramann. Durch den Tod seines Bruders David, drängte ihn sein Vater in die Rolle seines verstorbenen Bruders. Jedoch erlitt er im Ring eine schwerwiegende Schulterverletzung. Eine bakterielle Infektion führte zu einem schweren Kreislauf- und Organversagen. Davon sollte er sich nie erholen. Am 12. April 1987 setzte er im Alter von 23 Jahren seinem Leben mit einem Mix aus Medikamenten und Alkohol ein Ende.
  • Chris: Er war der jüngste Sohn der Familie - und wollte unbedingt Wrestler werden. Mit 1,65 Meter war er sehr klein und litt unter chronischem Asthma. Dennoch versuchte er sich ab 1990 als Wrestler - mit wenig Erfolg. Im Alter von 22 Jahren nahm er sich am 12. September 1991 mit einem Kopfschuss das Leben.
  • Kerry: Kerry war ein echtes Sport-Ass. So qualifizierte er sich im Diskuswerfen für die Olympischen Spiele im Jahr 1980. Doch der Boykott der USA der Wettkämpfe in der UDSSR vereitelte seine Pläne. Alternativ versuchte er sich im Wrestling und kämpfte sich von Erfolg zu Erfolg. Seinen Karriereaufschwung stoppte 1986 ein schwerer Motorradunfall, nach dem ihm ein Fuß amputiert werden musste. Trotz Prothese (von der kaum jemand wusste) kämpfte er sich zurück. Jedoch entwickelte sich durch die Schmerzen eine große Abhängigkeit von Medikamenten. Als einziger Sohn der Familie schaffte Kerry es in die WWE, in der er sogar den Intercontinental-Champion-Titel erringen konnte - unter dem Namen „Texas Tornado“. Seine Drogenprobleme führten jedoch zum Scheiterte seiner Ehe. Nachdem er wegen Drogenbesitzes auch noch verhaftet wurde, beging er im Alter von 33 Jahren auf der Farm seines Vaters Selbstmord.
  • Kevin: Als einziger der Von Erich-Söhne lebt Kevin noch. Nach dem Tod seiner Brüder zog er sich 1995 vom Wrestling zurück. Zuvor trainierte er aber noch Steve Austin, der Ende der 90er Jahre in der WWE zum beliebtesten Wrestler aller Zeiten wurde. Kevin nahm die Ehrung seiner Familie bei der Hall Of Fame (Ruhmeshalle der WWE) entgegen.

Weitere tragische Todesfälle im Wrestling

Die Liste der Wrestler, die viel zu früh aus dem Leben geschieden sind, ist lang und schmerzhaft. Hier sind einige weitere Beispiele:

  • Dino Bravo: Erschossen, vermutlich im Zusammenhang mit illegalem Zigarettenschmuggel.
  • Bruiser Brody: Von einem Wrestling-Kollegen erstochen.
  • „Macho Man“ Randy Savage: Erlitt einen Herzinfarkt während der Fahrt mit seinem Auto.
  • Eddie Guerrero: Starb an Herzversagen, möglicherweise im Zusammenhang mit Drogenmissbrauch.
  • Miss Elizabeth: Starb an einem tödlichen Mix aus Alkohol und Schmerzmitteln.
  • Chris Benoit: Beging einen Doppelmord an seiner Frau und seinem Sohn, bevor er Suizid beging.
  • Brian Pillman: Starb an Herzversagen, verursacht durch Medikamentensucht und eine angeborene Herzschwäche.
  • Umaga: Starb an einem Herzinfarkt.
  • The British Bulldog: Starb an einem Herzinfarkt, möglicherweise im Zusammenhang mit Medikamentenmissbrauch.
  • Rick Rude: Todesursache unbekannt.
  • Mr. Perfect Curt Hennig: Todesursache unbekannt.
  • Chyna: Starb an einer Überdosis Medikamente.
  • Andre the Giant: Starb an Herzversagen aufgrund seiner Riesenwuchs.
  • Yokozuna: Starb an einem Lungenödem aufgrund von Gewichtsproblemen.
  • Crash Holly: Starb, nachdem er infolge eines Medikamentencocktails an seinem eigenen Erbrochenen erstickt war.
  • Test: Starb aufgrund eines positiven Drogentests.
  • Shad Gaspard: Ertrank bei einem Badeunfall.

Diese Liste ist bei Weitem nicht vollständig, aber sie verdeutlicht die dunkle Seite des Wrestling und die tragischen Schicksale vieler seiner Stars.

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Die Bemühungen der WWE um mehr Sicherheit

Als Folge der grausamen Ereignisse um Chris Benoit veränderte die WWE einige Regeln: Es darf kein Blut mehr fließen, Gehirnerschütterungen müssen so lange auskuriert werden, bis sie komplett verheilt sind. Um diese zu vermeiden, dürfen Wrestler keine Stuhlschläge gegen den Kopf des Gegners mehr ausführen.

Zwar hat die WWE seit dem tablettenbedingten Herztod des Superstars Eddie Guerrero im Jahr 2005 ein eigenes Gesundheitsprogramm, zu dem neben Herztests auch verschärfte Dopingkontrollen zählen. Aber auch diese Kontrollen haben ­allerhand Schlupflöcher, wie es zu erwarten ist, wenn ein Veranstalter seine eigenen Stars kontrolliert.

Man kann nur hoffen, dass dieser Trend irgendwann gestoppt wird.