Die Nachricht vom Tod des Ultimate Fighters Josh Samman hat die Mixed-Martial-Arts-Szene schockiert. Speziell für die MMA-Szene war 2016 bislang ein Horrorjahr. Samman ist schon der siebte prominente Todesfall. In der umstrittenen Kampfsportart Mixed Martial Arts (MMA) ist es zu einem weiteren Todesfall gekommen. Der portugiesische MMA-Kämpfer João Carvalho ist im Alter von 28 Jahren am Montag an den Folgen einer in einem Kampf erlittenen Verletzung gestorben.
Dieser Artikel befasst sich mit der Todesfallstatistik im Mixed Martial Arts (MMA) und beleuchtet die potenziellen Risiken und Sicherheitsmaßnahmen in diesem Kampfsport.
Todesfälle im MMA: Eine Übersicht
Seit 2007 gibt es laut der irischen Zeitung Mirror 13 bekannte Todesfälle bei Mixed-Martial-Arts-Kämpfen. Carvalho war zwei Tage zuvor während eines Kampfabends in Dublin in einem Fight gegen den Iren Charlie Ward technisch k. o. gegangen. Nach der OP habe er sich in einem kritischen Zustand befunden, ehe er am Montag um 21.35 Uhr Ortszeit starb. Carvalho war nach dem Kampf bei Bewusstsein, 20 Minuten nach dem Abbruch verschlechterte sich sein Zustand aber drastisch.
Andere Todesfälle im MMA waren:
- Jordan Parsons
- Ryan Jimmo
- Kevin Randleman
- Kimbo Slice
- Ivan Cole
Ursachen für Todesfälle im MMA
Craig Mallak, Gerichtsmediziner des Broward County (Florida), zeichnete Sammans Todeskampf nach. Autopsie und toxikologische Untersuchungen stehen zwar noch aus, doch gegenüber „TMZ.com“ gab Mallak an, dass Drogenmissbrauch sehr wahrscheinlich eine Rolle bei der Todesursache gespielt haben dürfte. Sammans Gedanken verdüsterten sich zusehends, er bekam Drogenprobleme, wie er in seinem Buch bekannte. Drogen waren nun wohl auch für seinen Tod verantwortlich.
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Häufige Ursachen für Todesfälle im Kampfsport sind:
- Kopf- und Nackenverletzungen
- Herzstillstand
- Drogenmissbrauch
- Dehydration
MMA im Vergleich zu anderen Sportarten
In Zusammenhang mit Boxkämpfen kam es zu deutlich mehr tödlichen Zwischenfällen. Will man MMA mit dem Argument Todesgefahr verbieten, muss man auch Skifahren, Fallschirmspringen oder Springreiten untersagen. Von Boxen ganz zu schweigen. Doch von 2005 bis 2007 zählte man weltweit 68 Todesfälle bei regulären Boxkämpfen, in derselben Zeit beim MMA keinen einzigen.
Wissenschaftler in den USA beobachteten, dass die Verletzungsrate beim MMA in etwa auf dem Niveau anderer Kampfsportarten liege, die Gefahr einer Hirnschädigung beim Boxen wahrscheinlich sogar höher sei.
Sicherheitsmaßnahmen im MMA
Manche Gegner behaupten, beim MMA würden Tod oder schwere Verletzungen billigend in Kauf genommen. Doch es wird viel getan, um dies zu vermeiden. Neben Bandagen und Handschuhen sind Mund- und Tiefschutz die einzigen Protektoren der Kämpfer.
Das Training ist körperlich und geistig so fordernd, dass sich jeder dabei ausreichend austoben kann. Gleichzeitig lernt man, wie man den Gefahren entkommt. Zudem wird jedem MMA-Sportler die Gefahr bewusst, in die er sich in bestimmten Situationen begibt.
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Regelungen im MMA
Beim Mixed Martial Arts (deutsch: Gemischte Kampfkünste) greifen die Kämpfer zu Schlag-, Tritt- und Bodenkampftechniken aus verschiedenen Kampfsportarten. Dabei bestehen nur wenige Regelbeschränkungen. Erlaubt sind Schlag- und Tritttechniken sowie Knie- und Ellbogenstöße.
Ein Sieg kann durch Aufgabe, K. o., Abbruch des Schiedsrichters oder Punkte errungen werden. Die Kämpfer, die in unterschiedliche Gewichtsklassen eingeteilt sind, befinden sich in einem achteckigen Käfig, dem Oktagon.
MMA in Deutschland
In Deutschland fristet MMA hingegen immer noch ein Nischendasein. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien setzte das Verbot 2010 durch. Mittlerweile wurde dieses durch das Verwaltungsgericht München jedoch wieder aufgehoben. Die UFC-Veranstaltung im Juni 2015 in Berlin verfolgten 8000 Zuschauer vor Ort. Der bekannteste Deutsche Kämpfer ist Nick Hein.
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