WWE Ringrichter Shirt Kaufen: Ein Einblick in die Welt des Wrestling

Akrobatische Keilereien und endlose Seifenoper-Fehden zwischen Gut und Böse sind nichts für jeden Geschmack. Doch als Lehrmaterial, um die USA zu verstehen, ist Wrestling unbezahlbar. Und das nicht nur, weil US-Präsident Donald Trump bereits 2013 in die Ruhmeshalle von World Wrestling Entertainment (WWE) aufgenommen wurde und mit der schwerreichen Besitzerfamilie McMahon so gut befreundet ist, dass er Eigner-Ehefrau Linda McMahon sogar zur Leiterin der Bundesbehörde für Kleinunternehmen gemacht hat. Eine Einführung in vier Kapiteln.

Die Welt als Wrestling und Vorstellung

Im Prinzip ist Wrestling Theater und die WWE die größte Theatergesellschaft der Welt. Eine schnelle YouTube-Suche allerdings zeigt, dass man das Wort "gespielt" nicht leichtfertig einsetzen sollte. Da sind brutale Stacheldraht-Matches zu sehen, knochenberstende Ring-Unfälle oder Kamikaze-Akteure wie Mick Foley, der einst in einem Münchner Ring seines Ohrs verlustig ging. Den hohen Preis der Akrobatik erkennt man auch an der langen Liste von versehrten, verlebten oder zu früh verstorbenen Ex-Wrestlern.

Aus dieser Perspektive lässt sich die Resonanz der WWE durchaus mit der amerikanischen Vorliebe für den ebenfalls gladiatorenhaften - und wegen der Spätfolgen für die Sportler umstrittenen - American Football und seine Profiliga NFL vergleichen. Doch Wrestling lebt vor allem von den Seifenoper-Handlungen, die Kämpfe einleiten und eine Geschichte vom Kampf der Guten ("Babyfaces") gegen die Bösen ("Heels") erzählen.

Genau hier erhält Wrestling die Doppelbödigkeit, die inzwischen Parallelen in der politischen Debatte hat: "Kayfabe" heißt der unübersetzbare Begriff, der die Übereinkunft beschreibt, im Ring und auf dem Bildschirm todernst Rivalitäten zu verkörpern, während Akteure und Publikum Bescheid wissen.

Einst reisten Bösewichte und Helden sogar in getrennten Autos, um die Ring-Rivalität nicht zu entmythisieren. Heute dagegen würde sich niemand wundern, wenn Roman Reigns (Typ: Game-of-Thrones-Krieger) und sein Rivale Brock Lesnar (Typ: arroganter Mixed-Martial-Arts-Stiernacken) sich bis in die Publikumsränge prügeln, aber später am Abend gemeinsam in einer Bar gesichtet werden.

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Dennoch diskutieren viele Wrestling-Fans leidenschaftlich, warum etwas gerade passiert: Erhält die filigrane Wrestlerin Sasha Banks eine Titelchance, weil die WWE in einem Monat in ihrer Heimatstadt in Kalifornien zu Gast ist und die Ticketverkäufe ankurbeln möchte? Wird der "bulgarische Rohling" Rusev vom Bösewicht zum Helden gemacht, weil ihm die Fans sowieso schon zujubeln und seine T-Shirts kaufen? Die WWE entscheidet tatsächlich nach solchen Kriterien, wenn sie die Handlungsstränge für ihre Kämpfer festlegt.

Diverse politische Beobachter halten Kayfabe für den entscheidenden Begriff, um die gegenwärtige zynische Wahrnehmung von Politik in den USA zu verstehen: Wenn ohnehin Großspender die Akteure in Washington nach Belieben lenken, erscheinen die vorgebrachten Argumente der Politiker wie "Promos", also emotionale Mikrofon-Reden im Ring, um dem Plot eine plausible Fassade zu geben.

Und ließe sich nicht die Wahlkampf-Inszenierung, in der die Kandidaten sich gegenseitig verbal verprügeln, als gewaltiger Schaukampf sehen, in dem wie im Wrestling Authentizität und Unterhaltsamkeit die entscheidenden Kriterien sind? Und was anderes macht US-Präsident Donald Trump, wenn er, selbst Teil der Oberen Zehntausend, im Wahlkampf den Vertreter des arbeitenden Amerika gibt, um dann mit einer Steuerreform sich und andere Superreiche millionenschwer zu beschenken? Offen bleibt, ob diese Wrestling-Interpretation auf die Welt zynisch ist - oder der Zynismus sich in der Welt selbst verbirgt.

Wrestling und Populismus

Natürlich ist US-Präsident Donald Trump eine Schöpfung jenes Reality-TV-Zeitalters, das auch die WWE in neue Umsatzregionen katapultiert hat. Seine fiesen Demütigungen wären in einem Ring gut aufgehoben, wo er sich bereits häufiger selbst spielen durfte. "Wrestling war schon immer eine Form von Populismus", sagt der Theaterwissenschaftler Eero Laine, der über das Genre forscht. "Es ist eine Live-Veranstaltung vor Tausenden Zuschauern, Wrestler und Wrestling-Veranstalter haben immer darauf gehört, wie die Menschen reagieren.

Damit ist er ein Kind des Wrestling-Zeitgeistes: In den Achtzigern und frühen Neunzigern dominierten comichafte Figuren wie Hulk Hogan, dessen Ring-Charakter außer einem schlechten Geschmack in der Auswahl seiner Elasthanhosen keinen negativen Zug aufwies. Als das amerikanische Fernsehen sich modernisierte und zum wichtigsten Medium in der US-Gesellschaft wurde, präsentierte die WWE Helden wie den biertrinkenden Texas-Proleten Steve Austin, der auch schon einmal andere Publikumslieblinge vermöbelte, oder den frechen wie arroganten "The Rock" Dwayne Johnson, der seine Gegner verbal demütigte wie kein anderer.

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Für seine Gegner freilich ist Donald Trump ein Bösewicht, wie er im Buche steht. Doch solche polarisierenden Figuren funktionieren eben am besten: Wrestling-Kenner Laine zieht die Parallele zu John Cena und Roman Reigns, deren Auftritte das Publikum zu einem Teil mit Jubel, zum anderen mit Buhrufen begleitet. "Sie sind polarisierend, aber die WWE verdient gerade dadurch wahnsinnig viel Geld an ihnen." Denn egal, ob ein Zuschauer jubelnd aufspringt oder sich die Seele aus dem Hals buht - das Eintrittsgeld hat er bereits gezahlt. Die "Hitze" (Heat), also die emotionale Reaktion des Publikums, bestimmt den Marktwert eines Wrestlers - egal, ob sie aus Liebe oder Hass besteht.

Für Donald Trump ist das alles nichts Neues. Die vielleicht beste WWE-Anekdote des 71-Jährigen ist nicht die, als er bei einer Wrestlemania WWE-Gründer Vince McMahon im Ring die Haare rasieren durfte. Es ist eine andere, McMahons Schwiegersohn, der Wrestler Triple H, hat sie einmal erzählt: In einer Folge der wöchentlichen Show Raw explodierte am Ende die Limousine Vince McMahons und ging in einem großen Feuerball auf. Dies habe so realistisch gewirkt, prahlte Triple H, dass wenige Minuten später Donald Trump besorgt bei ihm angerufen habe, um sich nach der Gesundheit des WWE-Eigentümers zu erkunden.

Der spätere US-Präsident erlebte also jenen Fan-Moment, der für die WWE Gold wert ist: die Verwirrung angesichts der Frage, ob wirklich alles abgesprochene Show ist (im Falle des explodierenden McMahons dürfte er damit allerdings ziemlich alleine gewesen sein).

WWE - die konservative Firmen-Utopie

"Für fiskalpolitisch Konservative verkörpert die WWE die utopische Vision eines Unternehmens", sagt der Theaterwissenschaftler und Wrestling-Forscher Eero Laine. Die Wrestler arbeiten offiziell als Freiberufler, müssen sich in der Regel selbst versichern, für ihre Rente vorsorgen und in den meisten Fällen auch Reisen und Hotelaufenthalte bezahlen. "Es gilt das völlige Leistungsprinzip, wer weniger Publikumsreaktionen hervorruft, wird weniger gebucht", sagt Laine.

Für Freimarkt-Verfechter gilt die WWE als ein Musterbeispiel für Branchen, die praktisch unreguliert sind. In den Achtzigern lizenzierten und überwachten noch die regionalen Sportkommissionen die Wrestling-Verbände. Es war natürlich WWE-Eigentümer McMahon, der in den Achtzigern erfolgreich Lobbyarbeit dafür machte, Wrestling als Unterhaltung zu klassifizieren. Dass er dabei als erster Wrestling-Promoter zugab, dass die Kämpfe abgesprochen sind, galt in der Szene als Tabubruch, entband die Branche allerdings von lästiger Aufsicht.

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Inzwischen hat das Familienunternehmen einen Börsenwert von mehr als 2,6 Milliarden Dollar. Nennenswerte einheimische Konkurrenz existiert nicht mehr, erst langsam, dann ziemlich schnell drängte die WWE Konkurrenzligen aus dem Markt oder schluckte sie. Dies symbolisiert die Extremform des gegenwärtigen US-Kapitalismus: Die viel gepriesene Wahlmöglichkeit des amerikanischen Konsumenten beschränkt sich in vielen Feldern - von der Hotel- bis zur Supermarkt-Kette - auf die wenigen Marken, die genügend Marktmacht gesammelt haben, um omnipräsent zu sein.

Für die WWE bedeutet dies eine komfortable Position - nicht nur gegenüber den verbliebenen Konkurrenten, sondern auch gegenüber den freiberuflichen Wrestlern: Die Gründung einer Gewerkschaft, die sich für die Belange der Kämpfer einsetzen könnte, wäre für jeden Beteiligten karrieregefährdend.

Die WWE als Wertespiegel

In den Achtzigern war es leicht, ein Bösewicht zu sein: Der iranischstämmige Amerikaner Iron Sheik brauchte in den Achtzigern nur die Flagge der islamischen Republik zu schwenken und schon brüllten ihm Tausende Zuschauer wütend "U-S-A, U-S-A" entgegen.

Xenophobie, verdeckte Homophobie oder auch Charaktere wie der "böse, aber etwas dümmliche Afrikaner" sind Teil des WWE-Erbes. Inzwischen greift die Firma nicht mehr auf solche Mittel zurück, um Zuschauer aufzuwiegeln (ironischerweise schwenkt im Nachbarland Mexiko gerade ein US-Wrestler mit Namen Sam Adonis erfolgreich als Bösewicht die Trump-Flagge - das Publikum reagiert allabendlich mit Buhrufen und Bierduschen).

So wie sich die Figuren von Alltags-Archetypen wie dem Steuerbeamten (natürlich Bösewicht) und Müllmann (natürlich ein Guter) der Achtziger und Neunziger überlebt haben, hat die WWE nicht nur die Fremdenfeindlichkeit aufgegeben, sondern auch die später gängigen sexuellen Anspielungen, Kraftausdrücke oder das Blut im Ring.

Dies hängt einerseits damit zusammen, dass die Liga das Familienpublikum als kaufkräftige Zielgruppe erkannt hat; andererseits spiegelt es auch die gesellschaftlichen Fortschritte, die in den USA gemacht wurden - und das WWE-Publikum kommt aus allen politischen, ethnischen und sozialen Ecken des Landes.

Am Auffallendsten ist diese Entwicklung bei den "Divas" genannten Wrestlerinnen, die inzwischen eine ähnliche Sendezeit wie die Männer erhalten und auch Hauptkämpfe abliefern.

Aktuelle Entwicklungen und Ereignisse in der WWE

Nach einer Woche voller Spekulationen ist es offiziell: AJ Lee ist am Freitag bei SmackDown zu WWE zurückgekehrt und hat einen neuen Vertrag unterschrieben. Triple H veröffentlichte unmittelbar nach der Show ein Video, das Lees Vertragsunterzeichnung zeigt, sowie ein gemeinsames Foto mit ihr und CM Punk. Lee beendete ihre über zehnjährige Abwesenheit mit einem Auftritt im Ring. Nachdem Becky Lynch zuvor mehrfach CM Punk geohrfeigt hatte, kam Lee mit ihrem typischen Entrance zum Ring, attackierte Lynch mit einer Thesz Press und verpasste ihr anschließend eine Ohrfeige. Zum Abschluss der Show umarmten sich Lee und Punk im Ring. Die 38-Jährige hatte WWE nach WrestleMania 31 im Jahr 2015 verlassen, nachdem eine Nackenverletzung ihre Karriere beendet hatte. In der Zwischenzeit konzentrierte sie sich auf eine Laufbahn als Autorin und engagierte sich als Mental-Health-Advocate. Im WWE Shop wurde auch direkt ein neues T-Shirt veröffentlicht.

Das von vielen erwartete Match für WWE Wrestlepalooza am 20. September ist nun offiziell: John Cena trifft auf Brock Lesnar. Bei der aktuellen Ausgabe von SmackDown bestritt Cena das Eröffnungsmatch gegen Sami Zayn. Nachdem er einen Avalanche Attitude Adjustment vom mittleren Seil zeigte, wurden beide von Lesnars Rückkehr unterbrochen. Lesnar zog zunächst den Ringrichter aus dem Ring, verpasste Zayn ein F5 und attackierte anschließend sein eigentliches Ziel: Cena. Dieser musste gleich zwei weitere F5s einstecken, bevor Lesnar die Halle verließ.

Geplante Matches und Ereignisse

  • Datum: 20. September - John Cena vs. Brock Lesnar
  • WWE SmackDown, 12. September: Tiffany Stratton (c) vs. Jade Cargill (SummerSlam-Rematch), Randy Orton vs. Drew McIntyre

Bei WWE SmackDown am Freitag eröffneten Michael Cole und Corey Graves die Show und bestätigten, dass sie in den kommenden Monaten das feste Kommentatorenteam bilden werden. Grund dafür ist, dass Joe Tessitore während der beginnenden College-Football-Saison pausiert. In den vergangenen zwölf Monaten hatte WWE die Kommentatorenteams von Raw und SmackDown mehrfach umgestellt. Nach Tessitores Einstieg kommentierte er SmackDown gemeinsam mit Wade Barrett, während Michael Cole und Pat McAfee Raw übernahmen. Als McAfee im Sommer jedoch eine Pause einlegte, wurde Graves von NXT zurück ins Hauptprogramm beordert. Graves war zuvor wegen Tessitores Verpflichtung nach NXT versetzt worden, äußerte damals öffentlich seinen Unmut und wurde zwischenzeitlich sogar ganz aus dem NXT-Kommentatorenteam genommen, bevor er dorthin zurückkehrte.

Abschied von Kult-Ringrichter Dave Hebner

Die Wrestling-Welt nimmt Abschied von Kult-Ringrichter Dave Hebner. Er war Jahrzehnte mit dem Profi-Catchen verbunden - und stand 1988 im Mittelpunkt einer der kuriosesten WWE-Inszenierungen aller Zeiten. Ein Nachruf.

Einer der markantesten Ringrichter der WWE-Geschichte ist tot. Dave Hebner, Zwillingsbruder von Earl, starb am Freitagmittag in seinem Zuhause in Mechanicsville, Virginia. Dave wurde 73 Jahre alt.

Der Hebner-Doppelauftritt (1988)

1988 setzte Vince McMahon die Ringrichter-Zwillinge für einen der bis heute denkwürdigsten Wrestling-Angles ein. Beim TV-Special „The Main Event“ auf NBC kämpfte der damalige WWE-Champion Hulk Hogan gegen seinen Erzrivalen André the Giant. Wenige Wochen vor WrestleMania IV sahen das Titel-Match grandiose 33 Millionen Menschen auf NBC.

Bis zu diesem Zeitpunkt kannte das WWE-Universum lediglich Dave Hebner als Ringrichter - und das breite Publikum wusste nichts von der Existenz des Zwillingsbruders. Tatsächlich stand an dieser Stelle Earl mit Hogan und André im Ring.

Der Million Dollar Man und Virgil, die den Riesen an den Ring begleitet hatten, sorgten in der entscheidenden Phase des Matches für Ablenkung. Hogan hatte eigentlich bereits seinen Legdrop durchbringen können und coverte André. Earl Hebner diskutierte aber mit Virgil, der Hogan kurz zuvor am Bein gezogen hatte.

Jetzt folgte der Riese mit Kopfstößen, anschließend slammte er den Hulkster mit einem Suplex auf die Matte. Das Cover folgte. Frühzeitig zog Hogan seine linke Schulter beinahe bis zur Hallendecke hoch. Doch Earl Hebner zählte einfach weiter. Der Betrug wurde offensichtlich: 1…2…3 - und André the Giant wurde vermeintlich zum WWE-Champion ausgerufen.

Dave Hebner tauchte im Nachspiel noch im Ring auf, um den Betrug auffliegen zu lassen.

Angeblich hatte der Million Dollar Man mit seinem Geld dafür gesorgt, dass ein Unbeteiligter durch Schönheitsoperationen zum falschen Hebner gemacht wurde. Der Million Dollar Man zahlte infolge auch André aus und wollte fortan als WWE-Champion anerkannt werden. Da spielte der ehrenwerte WWE-Präsident Jack Tunney jedoch nicht mit. Der Weltmeister-Titel wurde für vakant erklärt und ging in einem Turnier bei WrestleMania IV an Randy Savage.

Erst ein Jahr später gewann der im Februar 1988 betrogene Hulk Hogan den WWE-Titel zurück.

Frühe Karriere und Skandal

Los ging das Wrestling-Abenteuer für beide Hebner-Brüder bereits in den späten Siebzigern. Während es Dave dann zuerst in den Achtzigern in die World Wrestling Federation verschlug, blieb Earl für Jim Crockett Promotions (NWA) aktiv.

Dave leitete unter anderem eines der berühmtesten Matches der Achtziger: Ricky Steamboat vs. Randy Savage bei WrestleMania III (29. März 1987). „Das war das Beste aller WrestleMania-Matches“, meinte Dave Jahre später in einem Interview.

In den Jahren nach dem „Main Event“-Skandal war es in erster Linie Earl Hebner, den die WWE-Fans vor den Kameras wahrnahmen. Während Earl Ringrichter blieb, übernahm Dave als sogenannter Road Agent Aufgaben hinter den Kulissen. Das hatte einen guten Grund: Dave konnte wegen eines künstlichen Kniegelenks nicht mehr dauerhaft den Job zwischen den Seilen übernehmen.

Entlassung und spätere Jahre

Im Juli 2005 wurden beide Hebner-Brüder überraschend von WWE gefeuert.

Bruder Earl wurde unterstellt, mit Bootleg-Merchandise gehandelt und den eigenen Arbeitgeber damit hintergangen zu haben. Dave musste im Zuge dieser Vorwürfe ebenfalls gehen.

Earl widerspricht bis heute den Vorwürfen: „Warum sollte ich einen 200.000-Dollar-Job für 15-Dollar-T-Shirts riskieren?“, fragte er im Juni 2019 im Podcast des früheren WWE-TV-Moderators Sean Mooney. Earl vermutete vielmehr, es habe Personen bei WWE gegeben, die die Hebner-Brüder nicht mehr in der Firma haben wollten. „Ich glaube, Johnny (John Laurinaitis) hatte Dave auf dem Kiecker. Mich machten sie zum Sündenbock.“

Dave wurde von dem plötzlichen Rauswurf nach rund zwei Jahrzehnten bei WWE hart getroffen. 2009 sagte er gegenüber „Slam Wrestling“: „Ich bin bei dem Gedanken, was ich verloren habe und wie sie mich gehen ließen, in Depressionen verfallen.“

Letzte Lebensjahre

Neben Earl arbeitete auch Dave in den Folgejahren noch für TNA Wrestling.

Zuletzt kämpfte Dave mit Parkinson. Die Krankheit zeichnete ihn schwer. Rückhalt bekam er von seiner Frau Rebecca, mit der er seit September 1968 verheiratet war. Bei der Hochzeit war er 19 Jahre alt, sie erst 17. Das Paar zog mit Christina und Becky zwei Töchter groß.

Gegenüber „Slam Wrestling“ sagte Dave vor Jahren über Rebecca: „Seit meinem Einstieg in das Wrestling-Business, stand meine Frau immer zu 100 Prozent hinter mir. Es kann keine bessere Frau geben als meine Frau.“

Weitere Persönlichkeiten im Wrestling

  • Hulk Hogan: Einer der großen Widersacher von Ric Flair, beendete seine Karriere 2015.
  • "Stone Cold" Steve Austin: Bekannt für seine Duelle mit The Undertaker (Mark Calaway).
  • Chris Jericho: Hat seine Wrestling-Karriere mehrfach beendet, kehrte aber immer wieder zurück.
  • Mick Foley: Galt als der Intellektuelle in der Wrestlingszene, später Autor von Kinderbüchern und Autobiographien.
  • Brock Lesnar: Jüngster WWE-Champion der Geschichte.
  • John Cena: Ehemaliger Footballspieler und Bodybuilder, begann später mit dem Wrestling.
  • Shawn Michaels: Hatte das Image des trickreichen Sexsymbols, beendete seine Karriere 2010.

Dieser Artikel bietet einen umfassenden Einblick in die Welt des WWE-Wrestling, von den historischen Wurzeln und der Entwicklung bis hin zu den aktuellen Ereignissen und Persönlichkeiten. Es wird auch die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Wrestlings beleuchtet.