Bereits zum dritten Mal wird in Paris um olympisches Edelmetall gekämpft. Judo genießt in Frankreich einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland!
In der neuen Arena mit Blick auf den Eiffelturm ist Platz für über 8000 Judobegeisterte. Nur Japan und Frankreich sind in allen 14 Kategorien vertreten. Brasilien und Italien stellen je 13 Judoka. Es folgen Israel und Usbekistan mit je 12 Judoka.
Insgesamt 32 Nationen setzten auf Judoka als Fahnenträger! Die Österreicherin Michaela Polleres trägt die Fahne. Ungarn gibt Toth Krisztian die Flagge in die Hand. Die Kroatin Barbara Matic wurde ebenfalls ausgewählt. Auch der Kosovo setzt auf Judo. Olympiasiegerin Nora Gjakova und ihr Bruder Akil bilden das Fahnenträgerduo. Kuba schickt Schwergewichts-Legende Idalys Ortiz voran, Israel Peter Paltchik. Olympiasieger Lasha Bekauri trägt für Georgien die Flagge. Turkmenistan, Tadschikistan, Kongo und Peru vertrauen ebenfalls auf Judoka.
Deutsche Starterinnen und Starter
- Katharina Menz, TSG Backnang - BW
- Mascha Ballhaus, TH Eilbeck - HH
- Pauline Starke, Judo-Team Hannover - NS
- Igor Wandtke, Judo-Team Hannover - NS
- Timo Cavelius, PTSV Hof - BY
- Miriam Butkereit, SV Halle - ST
- Eduard Trippel, JC Rüsselsheim - HE
- Anna-Maria Wagner, KJC Ravensburg - BW
- Renée Lucht, HT16 - HH
- Erik Abramov, UJKC Potsdam - BB
Überraschung bei den Spielen
Die Silbermedaille für Mexiko ist sicher die größte Überraschung der Spiele!
Die mexikanische Judoka Prisca Awiti Alcaraz wurde Ende Juli während der Olympischen Spiele in Paris Ziel transfeindlicher Behauptungen, nachdem sie im Achtelfinale die Polin Angelika Szymańska besiegte. Unterlegene polnische Judoka nahm Alcaraz in Schutz. Alcaraz gewann an dem Tag, an dem sie im Achtelfinale Szymańska besiegte, olympisches Silber.
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"Ich teile Ihnen mit, dass unsere Wettkämpferin Prisca Awiti zweifellos weiblich ist", schrieb der mexikanische Judo-Verband an die DPA.
Die Richtlinien des Internationalen Judo-Verbands sehen vor, dass das Geschlecht der Sportler und Sportlerinnen festgestellt und auch registriert wird. Dafür, dass es einen solchen Vorgang bei Awiti Alcaraz gegeben hat, gibt es keinerlei Hinweise.
Ergebnisse vom zweiten Wettkampftag (Frauen bis 52 kg)
- Diyora Keldiyorova, Usbekistan
- Distria Krasniqi, Kosovo
- Larissa Pimenta, Brasilien
- Amandine Buchard, Frankreich
- Odette Giuffrida, Italien
- Reka Pupp, Ungarn
- Mascha Ballhaus, Deutschland
- Gefen Primo, Israel
Ergebnisse vom zweiten Wettkampftag (Männer bis 66 kg)
- Hifumi Abe, Japan
- Willian Lima, Brasilien
- Gusman Kyrgyzbayev, Kasachstan
- Denis Vieru, Moldawien
- Strahinja Buncic, Serbien
- Walide Khyar, Frankreich
- Nurali Emomali, Tadschikistan
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