Die Wrestling-Legende Hulk Hogan ist tot. Der 71-Jährige starb im US-Bundesstaat Florida, wie die zuständige Polizei mitteilte. Sein Manager Chris Volo sagte dem Sender NBC Los Angeles, Hogan sei im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Clearwater gestorben.
Die Wrestling-Welt hat eine ihrer schillerndsten Figuren verloren: Hulk Hogan starb am 24. Juli in seiner Heimat in Clearwater, Florida im Alter von 71 Jahren. Hogan, der bürgerlich Terrence Gene Bollea hieß, hatte die WWE-Szene geprägt wie kaum ein zweiter, die Anteilnahme an seinem Tod war groß. Unklar war zunächst, woran der Star der Szene, der sich auch als Schauspieler und Reality-Star einen Namen machte, konkret verstarb. Nun ist die Todesursache bekannt.
Notruf wegen Herzstillstands
Die örtlichen Behörden teilten mit, dass am Donnerstagvormittag um 9.51 Uhr (Ortszeit) ein Notruf wegen Herzstillstands eingegangen sei. Feuerwehr und Rettungskräfte hätten ihn zunächst vor Ort behandelt. Dann sei er in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er für tot erklärt worden sei.
Laut einem Bericht des Forensischen Wissenschaftszentrums von Pinellas County, starb Hogan - bürgerlich Terrence Gene Bollea - an einem akuten Myokardinfarkt, besser bekannt als Herzinfarkt. Dabei wird die Blutzufuhr zum Herzmuskel abrupt unterbrochen, was zu schweren Gewebeschäden führt. Der Tod von Hulk Hogan wurde als natürlich eingestuft.
Erkrankungen von Hulk Hogan
Die Unterlagen, die der „New York Post“ vorliegen, zeigen zudem: Hogan litt bereits seit längerer Zeit an Vorhofflimmern - einer Herzerkrankung, bei der der Herzschlag unregelmäßig und oft zu schnell ist. Außerdem wurde bei ihm eine chronisch lymphatische Leukämie (CLL) diagnostiziert - eine Form von Blutkrebs, die weiße Blutkörperchen befällt. Der US-Star hatte seine Krebserkrankung nie öffentlich gemacht.
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Wie das Portal aus dem Untersuchungsbericht vermeldet, litt Hogan in der Vergangenheit an Vorhofflimmern, einer Herzstörung, die einen unregelmäßigen, oftmals verschnellten Herzschlag mit sich bringt.
Reaktionen auf den Tod
Die Wrestling-Organisation WWE würdigte Hogan als eine der "Figuren der Pop-Kultur mit dem höchsten Wiedererkennungswert". Er habe der WWE in den 1980er Jahren zum weltweiten Erfolg verholfen, hieß es von der Organisation. Hogans Familie, Freunden und Fans sprach sie ihr Beileid aus.
Ehefrau Sky Daily (46) hatte sich kurz nach seinem Tod via Instagram geäußert: „Dieser plötzliche Verlust ist kaum zu verkraften.“ Nur wenige Tage vor seinem Tod hatte sie in den sozialen Medien Gerüchte über einen kritischen Gesundheitszustand dementiert und erklärt, Hogan erhole sich von einer schweren Wirbelsäulenoperation im Nackenbereich.
▶︎ Auch Hogans Kinder meldeten sich öffentlich zu Wort. Nick Hogan (35) bezeichnete seinen Vater als „besten Freund“. Tochter Brooke Hogan (37), der ein schwieriges Verhältnis zum Umfeld des Vaters nachgesagt wurde, schrieb: „Unsere Verbindung ist nie abgebrochen.
Zweifel an der Todesursache
Erstmals äußert sich nun seine Tochter Brooke zum Ableben ihres Vaters. Sie hat erhebliche Zweifel an den öffentlich gemachten Angaben zur Todesursache ihres Vaters.
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In einem emotionalen Interview mit dem US-Radiomoderator Bubba The Love Sponge erhebt die 37-Jährige schwere Vorwürfe. Sie glaubt: Ihr Vater starb nicht an Leukämie. „Ich glaube nicht an Leukämie!“, sagte Brooke Hogan.
Von der diagnostizierten Leukämie will sie nichts gewusst haben - und hält sie für zweifelhaft. „In unserer Familie gibt es keine Vorgeschichte mit Krebs“, so Brooke Hogan in dem Interview.
Brooke Hogan erinnert sich an das letzte Gespräch mit ihrem Vater - kurz vor dessen Hochzeit mit Sky Daily, die er vor zwei Jahren heiratete. „Er sagte: ‚Hey, ich wollte nur anrufen und mich für alles entschuldigen, was ich getan habe.’ Ich dachte mir: ‚Nichts für ungut, aber was hast du auf dem Sexvideo über mich gesagt? Was hast du getan? Es gibt so vieles, was du getan hast, was wir durchgehen könnten. Was tut dir leid?‘ Aber er ging nicht ins Detail. Es war ganz seltsam.“
Hulk Hogan: Eine Ikone
Hogan war am 11. August 1953 als Terrence Gene Bollea im US-Bundesstaat Georgia geboren worden. Zunächst spielte er unter anderem Baseball und als Bassist in einigen Bands, bis er schließlich in den 1970er Jahren zum professionellen Wrestling fand.
Sein Markenzeichen: der markante Schnauzer, halblange blonde Haare, Bandana auf dem Kopf und Sonnenbrille vor den Augen. So wurde er zur Kultfigur - auch beim deutschen TV-Publikum. Jahrzehntelang lieferte er sich Matches auf der ganzen Welt und gewann unzählige Trophäen. Noch Anfang des Jahres hatte Hogan im Ring gestanden, zuletzt hatten aber Gerüchte über gesundheitliche Probleme des Wrestlers zugenommen.
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Zahlreiche Reality-Shows verschafften Hogan zusätzliche Bekanntheit auf der ganzen Welt. Erst vor zwei Jahren hatte der Vater zweier Kinder zum dritten Mal geheiratet.
Braun gebrannt, breit wie ein Schrank, über zwei Meter groß: In den 1980er Jahren macht der WWF (heute WWE)-Boss Vince McMahon Hulk Hogan zum ersten Superstar der Wrestling-Welt. Vorbei sind die Zeiten der schwerfälligen, untersetzen Catcher. Hogan bringt eine neue Ästhetik in die Branche.
Politisches Engagement
In den vergangenen Jahren mischte Hogan auch immer wieder in der US-Politik mit und unterstützte zuletzt den Republikaner und aktuellen US-Präsidenten Donald Trump. Zuvor hatte er zeitweilig auch Barack Obama - einen Demokraten - unterstützt, erklärte jedoch 2011, dies nicht mehr zu tun.
Hogan begleitete Trump bei mehreren Wahlkampfauftritten. Im Januar 2025 war er sogar bei Trumps Vereidigungsfeier aufgetreten. Dabei zerriss er vor laufender Kamera seinen Smoking und verkündete: "Amerika ist zurück!"
