Wrestling Frau gegen Frau: Regeln, Respekt und mehr

Wrestling ist eine beliebte Sportart, die vor allem durch Showkämpfe der WWE bekannt ist. Durch ihren Unterhaltungscharakter werden die Regeln schnell zur Nebensache. Dennoch folgt jeder Kampf grundsätzlichen Regeln. Für die Ausübung des Ringkampfes sind partnerschaftliches und verantwortungsvolles Verhalten gegenüber dem Trainings- bzw. Wettkampfpartner sehr wichtig.

Grundlegende Regeln im Wrestling

Die Wrestling-Regeln sind schnell erklärt. Es gewinnt derjenige Wrestler oder das Tagteam in einem Match, der oder die es schafft bzw. schaffen, einen Pinfall zu machen. Die Schultern des Gegners müssen dabei im Ring auf den Boden gedrückt werden, bis der Referee bis drei gezählt hat. Außerhalb des Rings kann nicht gewonnen werden.

Wichtige Begriffe

  • Moves: Das sind die taktischen Kampfanwendungen, die ein Wrestler im Match einsetzt, um zu gewinnen.
  • Rope: Dabei handelt es sich um die Schnur des Wrestlingrings. Im Ring führt das Festhalten an der Schnur zu einem Ropebreak.
  • Pinfall: Das Ziel beim Wrestling. Ein Wrestler will einen anderen zu Boden bringen, bis der Referee bis drei gezählt hat.
  • Submission: Die Aufgabe eines Wrestlers durch mehrfaches Klopfen z. B. auf den Boden.
  • Countout: Der Zeitraum, wie lange ein Wrestler sich im Außenbereich Wrestlingrings aufhalten darf.
  • Tagteam-Match: Dies ist ein Match, bei dem nicht nur ein Wrestler gegen einen anderen antritt, sondern Teams gebildet werden.
  • No Holds Barred-/Hardcore-Match: Eine Form der Stipulation.

Generell sind keine Waffen oder Gegenstände im Match erlaubt. Es darf auch nicht in die Weichteile geschlagen werden. In jedem Fall hat der Schiedsrichter das letzte Wort. Da Wrestling auch Unterhaltung ist, kann selbst der Referee ausgeknockt werden, damit dieser illegitime Moves nicht mitbekommt.

Weitere Regeln und Bestimmungen

  • Als Kampffläche ist das Innere des Wrestlingrings definiert, die Seile gehören nicht dazu. Bewegt sich ein Wrestler in die Seile, sind die Kampfhandlungen innerhalb von 4 Sekunden zu stoppen.
  • Bei schweren Regelverstößen oder wiederholten leichten Regelverstößen kann der Ringrichter eine Disqualifikation aussprechen. Einmal jährlich legen die Ringrichter in einer Konferenz mit dem Matchmaker fest, welche Regelverstöße als schwer gelten und zwingend zur Disqualifikation führen.
  • Bei längerem Aufenthalt außerhalb des Ringes kann der Ringrichter einen 10count starten. Dabei werden alle Wrestler ausgezählt, die sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Ringes aufhalten.
  • Befindet sich einer oder befinden sich beide Wrestler nach einer Aktion ohne vorherigen Versuch eines Falls auf der Ringmatte, kann der Ringrichter einen 10count starten.
  • Bei schwerwiegenden Regelverstößen beider Wrestler oder einem Eingriff eines unbeteiligten Dritten, der keinem der Wrestler zuzurechnen ist, kann der Ringrichter einen Kampf abbrechen und aus der Wertung nehmen. Selbige Entscheidung ist möglich, wenn der Ringrichter nicht in der Lage ist, den Kampf fortzusetzen, und kein Ersatz zur Verfügung steht.

Der Ringrichter im Ring hat volle Entscheidungsgewalt, seine Tatsachenentscheidung zählt in jedem Fall und kann nur von ihm selbst revidiert werden. Bei Tag Team Matches stehen sich mehr als ein Wrestler pro Seite gegenüber. Klassisch darf sich nur ein Wrestler pro Team gleichzeitig im Ring aufhalten. Wechsel sind durch Abschlagen in der eigenen Ringecke, die vom Ringrichter zugeteilt wird, möglich. Dabei hat der außenstehende Wrestler ein Wechselseil in der Hand zu halten. In Abwesenheit eines Wechselseils wird alternativ zum Seilspanner gegriffen. Nach einem Wechsel ist eine gemeinsame Aktion in einer Handicap Situation bis zum Anzählen bis 4 legal. Falls können nur am legalen Mann erzielt werden.

Ringen als sportliche Grundlage

Diese Regeln zielen grundsätzlich darauf ab, den Gegner mit einer Technik (z.B. durch einen Wurf) vom Stand in die Bodenlage zu bringen. In der Bodenlage wird dann versucht, den Gegner durch verschiedene Techniken zu drehen bzw. Die einzelnen Techniken werden von den Kampfrichtern bewertet.

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Wertung und Sieg

Punktsiege: Die Aktionen, Würfe, Griffe der Athleten, werden mit je nach Schwierigkeit mit unterschiedlichen Punkten bewertet. Dabei entscheidet die Anzahl der erzielten Wertungspunkte für die ausgeführten Grifftechniken über den Sieg. Im Jugend- und Seniorenbereich müssen die Ringer derzeit grundsätzlich zwei Kampfrunden bestreiten. Ausnahmen hierzu sind der vorzeitige Punktsieg wegen technischer Überlegenheit und der Schultersieg. Hierbei gelingt es, den Gegner mit beiden Schultern auf der Matte festzuhalten.

Verbotene Handlungen

Verstöße sind alle Handlungen, die absichtlich Verletzungen verursachen können. Es ist verboten an den Armen, Ohren zu ziehen, in die Haut zu kneifen, zu beißen sowie die Finger und Zehen zu verdrehen. Verboten ist es Griffe und Bewegungen mit der Absicht durchzuführen, den Gegner zu quälen oder ihn Schmerzen zuzufügen. Ferner ist es verboten zu treten, mit dem Kopf zu stoßen, zu würgen sowie alle Griffen und Aktionen, die die Gesundheit und das Leben des Gegners gefährden. Für unsportliche Handlungen gibt es Verwarnungen.

Entwicklung und Bedeutung des Ringens

Ringen gehört zu den ältesten Sportarten und war schon vor mehr als 2700 Jahren Olympische Disziplin der Wettkämpfe im Altertum. Mit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit im Jahre 1896 gehört Ringen zum Olympischen Programm. Seit 2004 ist Ringen auch olympische Disziplin für Frauen.

Positive Auswirkungen des Ringens

Durch entsprechendes Training und Erfahrungen im Wettkampf kann gerade bei Kinder und Jugendlichen eine positive Entwicklung des Körperbewusstseins, der Motorik, der Ausdauer und der Freude an der Bewegung erreicht werden. Beweglichkeit, Ausdauer, Konzentration, Technik, Selbstvertrauen, Reaktion, Schnelligkeit, Zielstrebigkeit und Wille sind wichtige Aspekte.

Gewichtsklassen im Ringen

Es werden getrennt nach Altersgruppen und Gewichtsklassen Turniere und Meisterschaften als Einzelwettkämpfe ausgetragen.

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Beispiele für Gewichtsklassen

  1. bis 57kg Freistil Griech.-röm.
  2. bis 130kg Griech.-röm.
  3. bis 61kg Freistil Griech.-röm.
  4. bis 98kg Griech.-röm.
  5. bis 66kg Freistil Griech.-röm.
  6. bis 86kg Griech.-röm.
  7. bis 66kg Freistil Griech.-röm.
  8. bis 86kg Griech.-röm.
  9. bis 75kg Freistil Griech.-röm.
  10. bis 75kg Griech.-röm.

Lucha Libre: Mexikanisches Wrestling

Lucha Libre ist eine Sportart, genauer gesagt eine Form des professionellen Wrestlings, die sich in Mexiko entwickelt hat und die untrennbar mit der dortigen Alltagskultur verbunden ist.

Besonderheiten der Lucha Libre

Die Zweikämpfe sind zwar an sich schon spannend, aber was Lucha Libre ganz offensichtlich von anderen Wrestling-Formen unterscheidet, sind die knallbunten Masken. Fast alle Luchadores und Luchadoras haben eine einzigartige Maske, die bei jedem Kampf und auch bei öffentlichen Auftritten getragen wird. Hierbei geht es nicht darum, die Identität der Sportler zu verbergen, sondern vielmehr wird eine neue Kampf-Persona, ein Alter-Ego erschaffen, mit eigenem Charakter und Geschichte - repräsentiert durch die auffällige Maske.

Wichtige Regeln und Techniken

Physische Stärke ist natürlich wichtig, aber längst nicht der alles-entscheidende Faktor: Im Gegensatz zum amerikanischen Wrestling geht es beim Lucha Libre viel mehr um komplexe Technik. Es gibt eine Vielzahl von Griffen, Würfen und Sprüngen, die nicht nur spektakulär aussehen, sondern die auch viel Raum für Abwechslung, Improvisation und Überraschung bringen. Trotz aller Show gibt es wichtige Regeln, die immer respektiert werden.

Bekannte Luchadores

  • El Santo: Der wohl berühmteste und einflussreichste Luchador aller Zeiten.
  • Demonio Azul (Blue Demon): Ein Zeitgenosse und oftmals auch Gegner von El Santo.
  • Mil Máscaras: Bekannt als „der Mann der tausend Masken“.
  • Rey Mysterio (Mysteriöser König): Ein zeitgenössischer Wrestler, der sowohl in Mexiko als auch in den USA große Erfolge feierte.

Luchadoras: Frauen im Lucha Libre

Gleich von Anfang an mischten auch Frauen aktiv beim Lucha Libre mit: Bereits in den 1940er Jahren gab es legendäre Luchadoras wie Irma González, die sogar gegen internationale Gegnerinnen antraten. Gefeierte Kämpferinnen wie Lady Apache, Lola Gonzales, und La Diabolica zeigten, dass Frauen ebenso spektakuläre und technische Kämpfe liefern können wie ihre männlichen Mitstreiter, und auch heute ist die Szene durch Champions wie Lady Shani sehr lebendig.

Catfight: Bedeutung und Aspekte

Der Catfight bezeichnet eine Art der Streitaustragung zwischen zumeist zwei Frauen. Es kann darum gehen, bestimmte Machtpositionen oder gewisse Stellenwerte zu beweisen. Dies ist sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht möglich. Auch von den Medien wird die Bezeichnung "Catfight" gern genutzt, wenn es um besonders brisante Auseinandersetzungen weiblicher Konkurrenten geht.

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Formen des Catfights

Handelt es sich bei verbalen Auseinandersetzungen um konstruktive Streitgespräche, dürfte es eine ehrenhafte Konfrontation sein. Werden jedoch Unterstellungen und Intrigen verwendet, um die eigene Position zu behaupten, handelt es sich um unfaire Methoden des Machtkampfes. Auf geistig niedrigerem Niveau werden körperliche Catfights ausgetragen. Die Frauen benutzen die unterschiedlichsten Kampfmethoden, welche teilweise aus den Disziplinen des Kampfsports stammen. Auch bei den körperlichen Auseinandersetzungen im Catfight besitzt das Gefühl der Überlegenheit einen hohen psychischen Stellenwert.