Die Europäische Judo Union (EJU) spielt eine zentrale Rolle in der Förderung und Entwicklung des Judo-Sports in Europa. Hier sind einige Informationen über die EJU und ihre Aktivitäten:
Aktuelle Projekte und Initiativen
Die Europäische Judo Union (EJU) hat als Erasmus+ Projekt die "European Week of Judo Values" ins Leben gerufen. In diesem Zuge sind spezielle Kurse zum Thema der Judowerte entstanden, die frei verfügbar sind.
Veranstaltungen und Wettkämpfe
Zur Vorbereitung auf die kommenden Wettkampf Highlights der Altersklassen U18 und U21 fand in Speyer ein Gruppenlehrgang des Südwestens statt.
Am 21.11.24 fanden im niederländischen Venray die Europameisterschaften für Judoka mit geistigen Einschränkungen statt. Für die Europameisterschaft hatten sich 47 Judoka aus 11 Nationen angemeldet. Die vergleichsweise geringe Teilnehmerzahl ist darauf zurückzuführen, dass die EJU die Ausschreibung der EM sehr kurzfristig veröffentlicht hat, wodurch vielen Sportler*innen am Ende des Jahres die finanziellen Mittel für die Teilnahme fehlten.
Unter den 47 gemeldeten Judoka waren auch 8 aus Deutschland. Gekämpft wurde in zwei Wettkampfklassen, wie bereits bei früheren Welt-, Europa- und internationalen Deutschen Meisterschaften. Jede Wettkampfklasse war in fünf Gewichtsklassen unterteilt.
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Der Wettkampfmodus nach dem IJF-System brachte für Patrick in seiner Gewichtsklasse bis 66 kg eine erhebliche Herausforderung mit sich. Patrick startete stark in den Kampf und konnte einige technische Vorteile erkämpfen, musste sich jedoch letztlich der Überlegenheit seines Gegners geschlagen geben und verlor vorzeitig durch Ippon. Im kleinen Finale traf Patrick auf den Ungarn Alex Leimsider. Mit einer dominanten Leistung während des gesamten Kampfes setzte Patrick seinen Gegner unter Druck und beendete den Kampf vorzeitig mit einer Wurftechnik.
Während der Europameisterschaft fand ein Gespräch mit Vertreter*innen der EJU, darunter die neue Vizepräsidentin Kristiina Pekkola sowie Marina Draskovic und Alessandro Comi, statt.
Zur gleichen Zeit kämpfen die Juniorinnen und Junioren beim European Cup in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina). 30 Nachwuchsathletinnen und -athleten vertreten hier den Deutschen Judo-Bund.
In der Hauptstadt Sloweniens gehen 14 Männer und zwölf Frauen aus Deutschland an den Start. Insgesamt sind 164 Frauen und 281 Männer aus 32 Nationen gemeldet.
Am Samstag (8. Februar 2025) kämpfen die Frauen -63, -70, -78 und +78 kg und die Männer -60, -66 und -73 kg. Sonntag (9. Februar 2025) folgen die Frauen -48, -52 und -57 kg und die Männer -81, -90, -100 und +100 kg.
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Deutsche Erfolge bei Europameisterschaften
Die deutschen Athletinnen und Athleten haben am 12. November 2022 bei den Mixed-Team-Europameisterschaften im Judo im französischen Mulhouse gegen Italien souverän die Bronzemedaille gewonnen. Das Team des Deutschen Judo-Bundes trat nach einem Freilos gegen den Gewinner des Kampfes Tschechien-Ungarn an. Die tschechische Mannschaft hatte zuvor Großbritannien mit 4:0 von der Matte „gefegt“. Das gleiche Ergebnis stand am Ende des Poolfinals auf der Anzeigetafel, dieses Mal jedoch für das deutsche Team.
Im Halbfinale warteten dann die starken Gegner aus der Niederlande. Seija Ballhaus und Alexander Gabler gewannen zwar ihre Kämpfe, doch Alexander Wieczerzak, Raffaela Igl, Dario Kurbjeweit Garcia und Marlene Galandi mussten sich ihren niederländischen Gegnern geschlagen geben.
„Ich bin super glücklich über Bronze, vor allem, weil das Team sehr jung ist. Alle haben heute ihr bestes Judo gezeigt“, sagt Erika Miranda, die die Mannschaft betreute, begeistert und ergänzt: „Die Stimmung ist sehr gut.
Das Finale gewann Frankreich mit 4:1 gegen die Niederlande. Die Franzosen sind damit Team-Europameister im Judo.
Der Deutsche Judo-Bund (DJB)
Der Deutsche Judo-Bund e.V. (DJB) ist der Dachverband für Judosport in Deutschland. Er ist eine Non-Profitorganisation mit mehr als 132000 Mitgliedern. Der DJB besteht aus 18 Landesverbänden und knapp 2200 Vereinen. Auf europäischer Ebene ist der DJB einer von 50 Dachverbänden der Europäischen Judo Union (EJU). Außerdem ist er dem Weltverband, der International Judo Federation (IJF), untergliedert.
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Mit den Landesverbänden und Vereinen gestaltet der DJB im gesamten Bundesgebiet flächendeckend Angebote durch das Medium (Judo)Sport mit der Zielsetzung, (junge) Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Im internationalen und europäischen Kontext konzipiert, veranstaltet und fördert der DJB diverse Jugendaustauschprogramme. Außerdem setzt er sich für die Förderung und Entwicklung des Breiten-, Behinderten-, Gesundheits- und Leistungssports ein. Zusätzlich sichert er die Aus- und Weiterbildung.
Der DJB ist Teil der Deutschen Sportjugend (DSJ), die der größte freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe in der Bundesrepublik Deutschland darstellt und als Olympischer Verband ist er dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zugeteilt. Der Deutsche Iaido‐Bund, Deutsche Kendo‐Bund, Deutsche Kyudo‐Bund und Deutsche Sambo‐Bund sind dem Deutschen Judo-Bund untergliedert.
Alle Ansprechpartner des Verbandes sind im Servicebereich hinterlegt.
Die Geschäftsstelle des DJB ist in der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt/Main im Gebäudekomplex des DOSB anzutreffen.
Die Besucher-Anschrift lautet:Deutscher Judo-Bund e.V.
Führungskräfte
Sowohl die IJF als auch die EJU erkannten Wladimir Putin die Titel des Ehrenpräsidenten ab. Der Präsident der EJU, Sergey Soloveychik, ist zurückgetreten. Sergey Soloveychik hat seit 2007 das Amt des Präsidenten der Europäischen Judo Union inne und ist am Sonntag auf einer außerordentlichen Sitzung des EJU-Exekutivkomitees zurückgetreten. Auf seinen Vorschlag hin wurde Vizepräsident Otto Kneitinger einstimmig zum Interimspräsidenten der EJU gewählt.
„Der Deutsche Judo-Bund gratuliert ihm zu dieser Wahl. Erik Gruhn
Unterstützung für ID-Judoka
Eine Unterstützung durch die EJU ist dringend erforderlich, da die ID-Judoka vermutlich keine Hilfe vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) erhalten werden. Ein gemeinsames Auftreten beider Sportarten wäre ein bedeutender Schritt und würde die Vielfalt der Paralympischen Spiele bereichern. Es bleibt zu hoffen, dass sich langfristig eine Lösung finden lässt, die den Interessen aller Athlet*innen gerecht wird.
Weitere Informationen
Zur Unterstützung der Vereine bietet der Judoverband Rheinland zwei Informationsveranstaltungen via Zoom an.
Am Montag, den 22.01.24 tagte das Präsidium des JVR in der Geschäftsstelle des JVR in Bad Ems.
