Mixed Martial Arts (MMA), oder kurz MMA, ist nicht nur ein aufstrebender Sport, sondern auch eine komplexe, facettenreiche Kunst, die unterschiedliche Disziplinen des Kampfsports vereint. Angesichts der Popularität der Mixed Martial Arts, insbesondere der UFC, wollen viele in diesen Sport einsteigen und ihn professionell betreiben. Es erfordert hartes, jahrelanges Training, Disziplin, Kampfgeist und das richtige Mindset.
Was ist MMA?
MMA ist die Abkürzung für Mixed Martial Arts, was auf Deutsch übersetzt „gemischte Kampfkünste“ bedeutet. Mixed Martial Arts ist eine komplexe Kampfsportart, die Elemente aus verschiedenen Disziplinen wie Boxen, Kickboxen, Ringen, Judo, Taekwondo und Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) kombiniert. Diese Vielfalt ermöglicht Athleten, Techniken sowohl im Standkampf als auch am Boden effektiv einzusetzen.
Die verschiedenen Disziplinen im MMA
- Striking: Striking umfasst die Anwendung von Schlag- und Tritttechniken, die sich auf das Zufügen von Schäden an einem Gegner konzentrieren. Es werden Techniken aus dem Boxen, Kickboxen, Muay Thai und anderen Kampfstilen angewendet.
- Clinch: Clinch ist eine Position im Standkampf, in der zwei Kämpfer sich eng gegenseitig halten. Es wird oft verwendet, um den Gegner zu kontrollieren, Schläge zu vermeiden und den Übergang in den Bodenkampf oder Submissions vorzubereiten.
- Wrestling: Den Gegner zu Boden zu „wrestlen“.
- Submissions: Submissions konzentrieren sich auf das Erzwingen der Aufgabe eines Gegners, oft durch Gelenkhebel oder Würgetechniken.
Der Weg zum MMA-Kämpfer
Der Weg zum Erfolg im MMA ist hart und erfordert Engagement, Disziplin, Leidensfähigkeit und ein tiefes Verständnis für die Kampfkünste. Hier sind die Schritte, die du unternehmen musst, um ein MMA-Kämpfer zu werden:
1. Das richtige Alter, um mit MMA anzufangen
Der Grund dafür ist, dass der menschliche Körper in jungen Jahren sehr viel lernfähiger ist. Es ist zwar nicht schlecht, mit Mitte bis Ende 20 andere Sportarten zu betreiben, aber um auf höchstem Niveau mithalten zu können, sollte man früher gezielt mit Kampfsporttraining anfangen. Daher ist das beste Alter, um mit MMA anzufangen, ein Alter von 14 bis 16 Jahren, wenn man schon mit 18 Jahren antreten möchte. Deshalb ist ein schneller Einstieg enorm wichtig, um ein professioneller Kämpfer zu werden.
2. Die Grundlagen erlernen
Du solltest mindestens einen Kampfstil für Striking sowie für Bodenkampf beherrschen. Das technische Training umfasst das Erlernen und Verfeinern von Schlag-, Tritt-, Clinch- und Submissions-Techniken. Zusätzlich zum technischen Training ist das Fitness-Training entscheidend.
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3. Die richtige Kampfsportart wählen
Wenn Du Dich für bestimmte Kampfsportarten entscheidest, solltest Du sie so weit wie möglich auseinanderhalten. Unabhängig davon, für welchen Kampfsport Du Dich sich entscheidest, Du solltest eine Kampfkunst wählen, die sich auf das Schlagen konzentriert, und eine andere, die sich auf die Bodenarbeit konzentriert. Wenn es um die Schlagdisziplin geht, wird Muay Thai oder Boxen weithin als die effektivste Kampfsportart für MMA angesehen. Du kannst als professioneller Kämpfer nicht erfolgreich sein ohne BJJ zu lernen, denn BJJ ist die effektivste Kunst für den Bodenkampf.
4. Regelmäßiges Training
Aber man muss mindestens 2 Jahre lang regelmäßig trainieren, und zwar am besten an fünf Tagen pro Woche. Danach kannst Du an Amateurkämpfen teilnehmen.
5. Das richtige Gym finden
Dies kann etwas schwierig sein, da MMA Gyms, die speziell nur MMA-Inhalte trainieren, selten zu finden sind. Kein ordentliches MMA Gym wird nur einen Trainer haben, denn selbst die besten Profikämpfer werden Dir sagen, dass sie nicht in allem der Beste sind. Achten auch auf erreichte Erfolge und Zertifizierungen. Richtige Trainer MÜSSEN zum Beispiel einen schwarzen Gürtel ersten Grades oder höher in ihrer spezifischen Kampfkunst haben. Der mit Abstand beste Weg, ein professioneller Kämpfer zu werden, ist die Anmeldung in einem der renommierten MMA Gyms, wenn es eines in Deiner Nähe gibt.
6. Amateurkämpfe bestreiten
Sobald du dich bereit fühlst, kannst du mit Amateurkämpfen beginnen. Amateurkämpfe sind das Sprungbrett, um sich für professionelle Organisationen und letztlich die UFC zu empfehlen.
7. Profi werden
Wenn du gut bist, wirst du dir schnell einen Namen in der regionalen Szene machen und bekommst vielleicht schon bald die Gelegenheit, dein Profi-Debut zu geben. Hierfür benötigst du entweder viel Geld oder einen Sponsoren, denn als MMA Profi bleibt keine Zeit für ein Arbeitsverhältnis in Vollzeit.
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8. Ernährung und Fitness
Es ist wichtig, im eigenen Leben gesund zu sein, als Kämpfer ist dies jedoch besonders wichtig, vor allem wenn Du professionell kämpfen möchtest. Wichtig ist eine gesunde, ausgeglichene Ernährung, um immer Gewicht zu machen. Auch die richtige Fitness ist wichtig. Dazu gehört, dass Du Deinen Trainingsplan so zusammenstellst, dass er zu deinem spezifischen Stil passt. Du solltest immer dafür sorgen, dass Dein Körper ein allgemein hohes Fitnesslevel hat.
9. Der Weg in die UFC
Die Ultimate Fighting Championship (UFC) gilt als ultimatives Ziel für jeden ambitionierten MMA-Kämpfer. In die UFC zu kommen, ist wahrscheinlich der schwierigste Teil. Im Normalfall musst Du Dir erst einmal einen Namen in der Szene gemacht haben. Die meisten Kämpfer, die verpflichtet werden, werden von der UFC unter Vertrag genommen, nachdem sie anderswo großartige Erfolge gehabt haben. Wenn das der Fall ist, kannst du dich direkt bei der UFC bewerben.
Was die UFC von Kämpfern erwartet
Die UFC berücksichtigt Bilanz, technische Fähigkeiten, Marktwert, Unterhaltungspotenzial und die Empfehlung durch Trainer oder Promoter.
10. Equipment für MMA-Kämpfe
Während eines offiziellen Wettkampfes musst du eine spezifische Ausrüstung tragen, die den Regeln entspricht. Dazu zählen Handschuhe, die deine Knöchel bedecken, aber deine Finger und Daumen frei leisen. Darunter trägst du Handbandagen, die deine Gelenke und Knochen schützen sollen. Manche Vereine verlangen zudem, dass du einen Helm trägst, um deinen Kopf vor harten Schlägen zu schützen.
MMA-Training: Ein Beispielplan
Das Trainingsprogramm eines MMA-Kämpfers muss gut strukturiert sein und du musst bereit sein, Zeit zu investieren. Um das meiste aus deinen Mühen zu holen und Übertraining zu vermeiden, solltest du mit einem qualifizierten Coach oder Trainer sprechen.
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Jeder von uns hat einen anderen Rhythmus, aber ein typischer Trainingsplan könnte in etwa so aussehen:
- Montag:
- Morgens: Intervall-Training (Tabata) auf dem Laufband
- Nachmittags: Schlag-Training
- Dienstag:
- Morgens: Training auf dem Boden
- Mittwoch: Pause und aktive Regeneration
- Donnerstag:
- Morgens: Krafttraining
- Nachmittags: Grapple- und Wurfübungen
- Freitag: Zirkeltraining
- Samstag: Pause und aktive Regeneration
- Sonntag:
- Morgens: Krafttraining
- Nachmittags: Sparring-Sessions
Dein persönlicher Trainingsplan wird an deine Ziele und deinen Fortschritt angepasst, sodass er sich von diesem unterscheiden kann. Aber in jedem Fall solltest du viel Wert auf deine Regeneration legen, denn nur so kannst du das Meiste aus deinem Training herausholen.
Verdienstmöglichkeiten im MMA
Es gibt keine allgemeingültige Gehaltstabelle für alle Kämpfer, da das Gehalt jedes einzelnen Kämpfers von den Bedingungen des von ihm unterzeichneten Vertrags abhängt. Aus diesem Grund verdienen zwei verschiedene Kämpfer mit exakt denselben Kampfrekorden nicht unbedingt gleich viel Geld. Spitzenkämpfer erhalten zusätzlich zu ihrer Grundvergütung noch Pay-per-View-Zuschläge. Die UFC Kämpfer am unteren Niveau verdienen ca. 10.000 - 30.000 US Dollar pro Kampf.
| Kämpfer-Level | Verdienst pro Kampf (USD) |
|---|---|
| Unteres Niveau (UFC) | 10.000 - 30.000 |
| Regionale Kämpfer | 500 - 20.000+ (EUR) |
| Top UFC Kämpfer (z.B. Conor McGregor) | Millionen |
MMA: Mehr als nur ein Wettkampf
MMA ist ein komplexer und vielseitiger Kampfsport, der weit mehr als nur einen physischen Wettkampf darstellt. Die Verschmelzung von Techniken, Philosophie, Geschichte und Kultur macht MMA zu einer einzigartigen Disziplin, die in der modernen Kampfsportwelt weiterhin an Bedeutung gewinnt.
