Viele Kampfsportler setzen auf eine Extremdiät, um in kurzer Zeit sehr viel Gewicht zu verlieren.
Diese Extremdiät heißt Weight Cut.
Dabei verlieren die Sportler teilweise innerhalb eines Tages bis zu 10 Prozent ihres eigenen Körpergewichts.
Am Wochenende musste ein Mixed Martial Arts Kämpfer in Houston zweimal wiederbelebt werden. Am Ende hatte er Glück: Er überlebte.
Im Krankenhaus stellten die Ärzte dann fest, dass seine Nieren versagt haben.
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Warum Weight Cutting?
Kampfsportarten sind in Gewichtsklassen eingeteilt, wer zu schwer ist, darf nicht antreten.
Um ihr Kampfgewicht zu erzwingen, greifen die Sportler an den Tagen vor Kämpfen manchmal zu radikalen Mitteln: Sie essen nicht mehr, sie trinken wenig und versuchen möglichst viel Flüssigkeit loszuwerden.
Manche gehen zum Beispiel mit dem Neoprenanzug in die Sauna. Oder sie wickeln sich in Plastiktüten und machen dann Sport.
Die Sportler verlieren auf diese Weise vor allem viel Flüssigkeit - und Elektrolyte.
Die Gefahren des Weight Cuts
"Und das ist, was das so gefährlich macht - was dafür sorgt, dass die Nieren irgendwann nicht mehr arbeiten, dass der Herzrhythmus durcheinanderkommt."Christine Graf, Sportmedizinerin
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Die Sportmedizinerin Christine Graf vom Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft an der Sporthochschule Köln sagt: Gerade das sei das Gefährliche daran, denn es führt dazu, dass die Nieren aufhören zu arbeiten und es bringt den Herzkreislauf durcheinander.
Manchmal bezahlen Sportler es dann am Ende auch mit dem Leben.
"Es ist eine richtig gefährliche Maßnahme. Man kann da nur vor warnen!"Christine Graf, Sportmedizinerin
Die Sportmedizinerin Christine Graf sagt auch, dass diese Extremdiät eigentlich völlig kontraproduktiv sei, denn möglicherweise büßen die Sportler dafür mit einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit.
"Mit dem Neopren in die Sauna zu gehen, ist völlig irre."Christine Graf, Sportmedizinerin
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Das geht auf die Nieren. Und kann das Leben kosten.
Weightcutting im Kampfsport
Weightcutting oder Gewichtmachen ist ein weit verbreiteter Prozess in Kampfsportarten wie MMA, Boxen, BJJ, Kickboxen, Ringen oder Judo, bei dem Athleten vor einem Wettkampf versuchen, ihr Gewicht zu reduzieren, um in einer bestimmten Gewichtsklasse antreten zu können.
Dies kann durch eine Kombination aus gesunder Ernährung, intensivem Training und gezielter Flüssigkeitszufuhr erreicht werden.
Es gibt Wettbewerbsregeln, die Kämpfe in verschiedene Gewichtsklassen einteilen, um sicherzustellen, dass die Kämpfe fair und ausgeglichen sind.
Durch den Prozess des Gewichtmachens können Athleten ihr Körpergewicht optimal anpassen, um so ihre physische Kraft und Ausdauer für ihre spezifische Gewichtsklasse zu maximieren.
Methoden zur Gewichtsreduktion
Hier findest du noch eine Übersicht über die gängigsten Methoden zur Gewichtsreduktion im Kampfsport:
Gewichtmachen mit einem Schwitzanzug
"Gewichtmachen mit einem Schwitzanzug" ist eine bewährte Methode im Kampfsport, die von vielen Athleten bevorzugt wird.
Ein Schwitzanzug, auch Saunaanzug, Sauna Suit oder Hot Suit genannt, fördert durch seine isolierenden Eigenschaften die Schweißproduktion während des Trainings, was den Wasserverlust und somit das Gewichtmachen unterstützt.
Außerdem könnt ihr mit unseren Schwitzanzügen auch ohne Probleme in die Sauna, um noch mehr zu schwitzen.
Gewichtmachen mit einer Schwitzcreme
Unsere Phantom Performance Creme, auch bekannt als Schwitzcreme, ist ein weiteres wirkungsvolles Tool, das dich bei deinem Gewichtsmanagement im Kampfsport unterstützt.
Diese speziell entwickelte Creme ist einfach anzuwenden: Du trägst sie vor deinem Training auf die gewünschten Bereiche deines Körpers auf.
Sobald du mit deinem Workout beginnst, erhöht die Creme die lokale Durchblutung und die Temperatur der Haut, wodurch du verstärkt schwitzt.
Die erhöhte Schweißproduktion unterstützt dich beim Gewichtmachen, da du überflüssiges Wasser schneller verlierst.
Für optimale Ergebnisse empfehlen wir, die Performance Creme mit einem unserer Phantom Schwitzanzüge zu kombinieren. Diese Kombination maximiert den Effekt der Gewichtsreduktion.
Gewichtmachen mit einer "Salz Badewanne"
Eine weitere Methode, die Athleten verwenden, um Gewicht zu machen, ist die Gewichtsreduktion in einer Badewanne mit Salz.
Dieses Hausmittel beruht auf dem Prinzip der Osmose und kann helfen, überflüssige Wassereinlagerungen aus dem Körper zu ziehen.
Zuerst füllst du eine Badewanne mit warmem Wasser. Das Wasser sollte so warm sein, dass du bequem darin sitzen kannst, ohne dass es unangenehm ist.
Dann gibst du eine großzügige Menge Epsomsalz (Magnesiumsulfat) hinzu und rührst das Wasser um, bis das Salz sich aufgelöst hat.
Wenn du dann in die Badewanne steigst und etwa 20-30 Minuten darin sitzt, zieht das Salzwasser Wasser aus deinem Körper und hilft dir, zusätzliches Gewicht in Form von Wasser zu verlieren.
Was genau ist die Osmose?
Osmose ist der Prozess, bei dem Moleküle einer Substanz (in diesem Fall Wasser) von einer weniger konzentrierten Lösung zu einer stärker konzentrierten Lösung durch eine semipermeable Membran (in diesem Fall die Haut) wandern, um ein Gleichgewicht zu erreichen.
Wenn du in einem warmen Salzbad sitzt, entsteht aufgrund des hohen Salzgehaltes des Badewassers eine höhere Salzkonzentration außerhalb deines Körpers im Vergleich zu den Flüssigkeiten in deinem Körper.
Durch das Prinzip der Osmose wird nun Wasser aus deinem Körper gezogen und in das salzhaltige Wasser der Badewanne verdrängt, um einen Ausgleich herzustellen.
Dadurch verliert dein Körper Wasser und somit Gewicht.
Zusätzlich zur Osmose trägt die Wärme des Wassers zur erhöhten Schweißproduktion bei, was auch zur Gewichtsabnahme beiträgt.
Es ist jedoch wichtig zu bedenken: Diese radikale Methode dient vor allem der kurzfristigen Gewichtsabnahme, weshalb der Wasserhaushalt nach dem Wettkampf schnell wieder ausgeglichen werden muss.
Ansonsten können die Gesundheit und Leistungsfähigkeit dauerhaften Schaden nehmen.
Mixed Martial Arts (MMA)
Mixed Martial Arts bedeutet eine Kombination aus verschiedenen Kampfkünsten, darunter Boxen, Kickboxen, Taekwondo und Brazilian Jiu-Jitsu.
Die Fighter versuchen sich mit ihren jeweiligen Kampfkünsten und Strategien am Ende durchzusetzen.
Eine Runde dauert fünf Minuten, die Pause beträgt eine Minute.
Grundsätzlich geht ein Kampf über drei Runden, Titelkämpfe und Hauptkämpfe in der UFC werden immer für fünf Runden angesetzt.
Ziel ist es, den Gegner im Kampf zu besiegen.
Folgende Möglichkeiten für einen Sieg gibt es:
- Knockout
- Aufgabegriff (Submission)
- Punktentscheidung
- Disqualifikation
- Schiedsrichterabbruch
Seit 2009 gelten in den meisten Organisationen die „Unified Rules of Mixed Martial Arts“.
Ein kleiner Einblick in das Regelwerk:
- keine Angriffe unter der Gürtellinie
- Kniestöße oder Tritte gegen den Kopf eines Gegners, der sich am Boden befindet, sind verboten
- Verboten sind auch: Kopfstöße, Haare ziehen, beißen, in die Augen greifen, in die Handschuhe oder in den Mund greifen
- Schläge oder Griffe an die Kehle sind verboten
- Ellbogenschläge dürfen nicht senkrecht nach unten erfolgen
Insgesamt gibt es 31 Fouls wie unsportliches Verhalten oder verbotene Angriffe, die mit entsprechenden Strafen geahndet werden (Verwarnung, Punktabzug, Disqualifikation)
Gewichtsklassen in der UFC
In der UFC gibt es aktuell neun verschiedene Gewichtsklassen:
