40 Karat Diamant: Wert und Einflussfaktoren

Diamanten sind Symbole von zeitloser Eleganz und spiegeln Luxus und Wohlstand wider. Ihr Wert wird durch verschiedene Faktoren bestimmt, wobei Schliff, Farbe, Reinheit und Karat die wichtigsten Merkmale sind.

Die "4 C" der Diamantenbewertung

Der Wert von Diamanten ist von mehreren Faktoren abhängig. Hauptsächlich bestimmen die 4 C´s den Preis von Diamanten: Carat (Gewicht), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff).

  1. Karat (Gewicht): Karat (engl. Carat) definiert das Gewicht eines Diamanten. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm und wird in 100 Punkte unterteilt. Grundsätzlich gilt: Je schwerer, desto wertvoller der Diamant.
  2. Farbe: Je weißer ein Diamant ist, desto seltener ist er und umso höher liegt sein Preis. Die fünf höchsten Qualitätsstufen der weißen Diamanten sind nach dem Farb-Code von GIA von „Hochfeines Weiss+“ (D) bis „Weiss“ (H) gestaffelt.
  3. Reinheit: Lupenrein (Internally Flawless und Flawless) ist natürlich das Maß der Dinge. Darunter staffeln sich mit zunehmender Größe der Einschlüsse die weiteren Reinheitskriterien.
  4. Schliff: Die Schliffqualität eines Diamanten ist heute genauso wichtig wie seine Farbe und Reinheit. Im Fall der Vermögenssicherung sollten hier keinerlei Kompromisse gemacht werden.

Aufgrund der großen Bedeutung für die Feststellung der Identität und die Wertermittlung eines geschliffenen Diamanten gilt die Qualität der Zertifikats heute als das „5. C“ „Certificate“ (= Zertifikat).

Weitere Qualitätsmerkmale

Neben den 4 C´s bilden auch Symmetrie, Politur, Fluoreszenz und das vorhandene Zertifikat weitere wichtige Qualitätsmerkmale. Jede Eigenschaft übt Einfluss auf den Wert des Diamanten aus.

Zertifizierung

Unverzichtbar hierbei ist die professionelle Zertifizierung durch ein unabhängiges Prüflabor. Dieses für die Preisbestimmung wichtige Zertifikat dokumentiert und zertifiziert die Merkmale des Edelsteins und ermöglicht so eine einwandfreie Identifikation. Wichtig hierbei ist der Ruf des ausstellenden Instituts. Das GIA - Gemological Institute of America - genießt weltweit die höchste Anerkennung und eine hohe Wertschätzung innerhalb der Branche.

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Fluoreszenz

Fluoreszenz („Fluorescence“) weist auf die Anwesenheit von Gasen bei der Entstehung von Diamanten hin. Perfekt ist hier die Beurteilung „None“, wohingegen bei „Strong“ Preisabschläge von mehr als 10 % erfolgen können.

Weitere Aspekte

Unter „Comments“ sollten - außer bei lupenreinen Steinen „Minor details of polish are not shown“ - keine weiteren Einträge zu finden sein, wie z.B. „Surface graining“ etc.

Das Ausstellungsdatum der Expertise sollte beim Kauf nicht älter als max. ein Jahr zurück liegen.

Seit Frühjahr 2014 ist beim Kauf darauf zu achten, dass nur noch GIA-Zertifikate in dem neuen Design erworben werden.

Zur Vermögenssicherung sollten nur Diamanten mit einer GIA-Expertise erworben werden, deren Nummer zusammen mit dem GIA-Logo per Laser hauchdünn auf dem Stein eingraviert ist.

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Diamant-Farbgrade im Überblick

Je weißer ein Diamant ist, desto seltener ist er und umso höher liegt sein Preis. Die fünf höchsten Qualitätsstufen der weißen Diamanten sind nach dem Farb-Code von GIA (siehe unten) von „Hochfeines Weiss+“ (D) bis „Weiss“ (H) gestaffelt. Diese besten Farbgrade sind die am höchsten bewerteten. Ausgenommen davon sind Raritäten in intensiven natürlichen Farben.

  • Exceptional White + Exceptional White
  • Hochfeines Weiß + Hochfeines Weiß
  • Rare White + Rare White
  • Feines Weiß + Feines Weiß
  • Slightly Tinted White
  • Leicht getöntes Weiß
  • Tinted White
  • Getöntes Weiß
  • Fancy Color
  • Fantasiefarben

Die gängigsten Reinheitsgrade

Clarity: Anlagediamanten sollten idealerweise lupenrein sein, das heißt, selbst bei 10-facher Vergrößerung unter der Lupe dürfen keine Einschlüsse zum Vorschein kommen. Überzeugt der Edelstein in allen anderen Qualitätskriterien, so eignet er sich auch mit »Very, very small inclusions« (also sehr, sehr kleinen Einschlüssen) als Kapitalanlage. Dennoch ist der Preisunterschied erheblich: Ein Diamant zwischen 1 und 1,49 Karat und mit sehr, sehr kleinen Einschlüssen kann fast 30 Prozent weniger wert sein als ein gleich großer lupenreiner Stein.

  • Keine Einschlüsse (lupenrein)
  • keine äußeren Merkmale
  • Very, very small inclusions
  • Sehr, sehr kleine Einschlüsse
  • Größere und/oder zahlreiche Einschlüsse
  • Große oder zahlreiche Einschlüsse
  • Nur sehr schwierig zu erkennen

Hinweis: In Europa gilt IF als höchster Reinheitsgrad, in Amerika FL.

Wertsteigerung

Mit steigendem Gewicht und höherer Qualität steigen die Diamanten Preise im Quadrat. Der Grund findet sich in ihrer Seltenheit.

Synthetische Diamanten

Synthetische Diamanten werden in Laboren erstellt und weisen auf den ersten Blick nahezu die gleichen Eigenschaften wie natürliche Diamanten aus. Da sie unbegrenzt reproduziert werden können, weisen synthetische Diamanten einen deutlich geringeren Wert auf.

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Diamanten als Wertanlage

Zur Vermögenssicherung geeignet sind Brillanten ab einem Halbkaräter (0.50 ct) aufwärts. Der Einkaräter gilt als die klassische Größe eines Diamanten. Zu einem großvolumigen Diamant Depot sollten auch Brillanten in Spitzenqualitäten ab zwei Karat aufwärts gehören.

Die Bedeutung des Zertifikats

Zu jedem Diamanten ist ein unabhängiges Zertifikat („Certificate“) ein absolutes Muss. Es ist quasi der Pass eines Diamanten. Weltweit verfügen die Zertifikate des renommierten „Gemological Institute of America (GIA)“ über die höchste Akzeptanz und Reputation. In Europa gilt gleiches für das Zertifikat des „Hoge Raad Voor Diamant“ (HRD) aus Antwerpen/Belgien.

Preisvergleiche sind nur bei Diamanten gleicher Zertifikate mit gleichen Qualitätsbefunden sinnvoll.