14 Karat Gold: Eigenschaften und Wissenswertes

In der Alltagssprache wird mit Gold nicht nur das reine Gold gemeint, sondern auch dessen Goldlegierungen. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff Goldlegierung und welche Eigenschaften hat 14 Karat Gold?

Was ist eine Goldlegierung?

Werden zwei oder mehrere Metalle durch Zusammenschmelzen gemischt, so spricht man von einer Legierung. Wird Gold mit einem oder mehreren anderen Metallen legiert, entsteht eine Goldlegierung.

Durch Beilegierung von anderen Metallen zu Gold verändern sich dessen Eigenschaften, und seine Verarbeitbarkeit kann optimiert werden. So erzielt man beispielsweise Veränderungen der Härte (nimmt durch Beilegierung generell zu), des Schmelzpunktes, der Dichte, der Farbe und vieles mehr. Gold wird auch aus Kostengründen legiert.

Warum gibt es Gold in anderen Farben als Gelb?

Reines Gold ist immer gelb glänzend. Goldlegierungen (bei denen man in der Alltagssprache auch einfach von Gold redet) können aber andere Farben und Farbtönungen aufweisen - je nachdem, welches bzw. welche anderen Metalle dem Gold in welchen Anteilen beilegiert werden.

Die wichtigsten Goldfarben sind gelb, rot und weiss. Man spricht dann von Gelbgold, von Rotgold und von Weissgold. Daneben ist es aber beispielsweise auch möglich, Grüngoldlegierungen herzustellen.

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Bei einer Goldlegierung mit einem Goldgehalt von 75% (d.h. 18 Karat bzw. Gold 750) werden durch Zugabe von 25% anderer Metalle folgende Farben erzielt:

  • Gelb: Dem Gold werden hauptsächlich Kupfer und Silber zu etwa gleichen Teilen beilegiert.
  • Rot: Dem Gold wird vor allem Kupfer beilegiert. Je mehr Kupfer beilegiert wird, desto intensiver wird die Färbung.
  • Weiss: Dem Gold werden als farbgebende Metalle entweder Palladium oder Nickel beilegiert. Entsprechend unterscheidet man zwischen Palladium- und Nickelweissgold. Palladiumweissgold setzt sich grösstenteils aus Gold, Palladium und zusätzlich Silber zusammen - Nickelweissgold grösstenteils aus Gold, Nickel und zusätzlich Kupfer.
  • Grün: Dem Gold wird vor allen Silber beilegiert. Grüngold wird in der Schmuckverarbeitung beispielsweise eingesetzt, um möglichst naturgetreue Blätter nachzuahmen.

Was bedeuten die Bezeichnungen auf Goldschmuck?

Die dreistelligen Zahlen geben an, wieviele Gewichtsteile einer Goldlegierung - von total tausend Teilen - aus reinem Gold bestehen. Man spricht dann vom sogenannten Feingehalt oder einfach von der Feinheit des Goldes.

Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 750, 585 oder 375 bedeutet, dass dieses einen Goldgehalt von 750/1000, 585/1000 oder 375/1000 besitzt, d.h. 75%, 58.5% oder 37.5%.

Das K steht für Karat. Mit Karat wird der gewichtsmässige Anteil von reinem Gold in einer Goldlegierung bezeichnet. Die Bezeichnung 24K steht für reines Gold, 1K steht für einen Goldanteil von 1/24.

Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 18K, 14K oder 9K bedeutet, dass dieses einen gewichtsmässigen Goldanteil von 75% (18/24), 58.5% (14/24) oder 37.5% (9/24) aufweist.

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In der Schweiz ist die Angabe des Goldanteils in Karat veraltet, sie erfolgt über die Angabe des Feingehaltes.

Goldanteil (%) Karat-Angabe Feingehalts-Angabe
100% 24K 999.9
91.6% 22K 916
75% 18K 750
58.5% 14K 585
37.5% 9K 375

Das Karat ist auch eine Masseinheit für das Gewicht von Edelsteinen, wobei 1 Karat für 0.2 Gramm steht.

Kann Gold anlaufen?

Reines Gold kann nicht anlaufen, da es chemisch sehr träge ist. Besonders bei Goldlegierungen mit niedrigen Goldgehalten (wie beispielsweise 9 Karat und 14 Karat) kann sich das Schmuckstück jedoch verfärben. Das Anlaufen wird dabei durch beilegierte Metalle, wie z.B. Silber und Kupfer, verursacht. Die Folge davon sind oft schwarze Ablagerungen auf Haut oder Kleidung. Je höher der Goldgehalt ist, desto weniger besteht die Gefahr des Anlaufens.

14 Karat Gold: Anfälligkeit für Verfärbungen

Ja, 14 Karat Gold kann sich verfärben, je nach Legierung, Hautkontakt und äußeren Einflüssen.

  1. Hautchemie & pH-Wert - Manche Menschen haben einen höheren Hautsäuregehalt, der das Gold oxidieren oder anlaufen lassen kann.
  2. Metalllegierung - 14K Gold enthält 58,5 % reines Gold, der Rest sind Legierungsmetalle wie Kupfer, Silber oder Nickel. Besonders Kupfer kann mit Sauerstoff reagieren und eine dunklere Patina bilden.
  3. Schweiß & Kosmetika - Lotionen, Parfums, Chlorwasser & Schweiß können chemische Reaktionen mit den Legierungsmetallen verursachen.
  4. Schwefel & Chemikalien - Schwefelhaltige Stoffe in der Luft.

14K Gold ist langlebig, aber durch Legierungsmetalle anfälliger für Verfärbungen als höherkarätiges Gold. Bei guter Pflege bleibt es jedoch lange strahlend!

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Was ist der Nachteil an Nickelweissgold?

Es gibt Menschen, die allergisch auf Nickel reagieren. Diese reagieren deshalb allergisch auf Weissgold, welches Nickel als farbgebende Komponente enthält.

Die Bedeutung von Feingehaltsstempelung und Verantwortlichkeitsmarke

Es ist vorgeschrieben, dass Schmuck aus Gold (und Silber) stets mit einer Feingehaltstempelung versehen wird. In der Schweiz ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass jedes Schmuckstück aus Edelmetall mit einem Feingehaltsstempel sowohl mit einer Verantwortlichkeitsmarke punziert werden muss. Letztere ist ein Symbol, welches der gelernte Goldschmied gestaltet und bei der eidgenössischen Edelmetallkontrolle registriert.