Karate-Do ist eine Kunst, eine Körper- und Kampfkunst und eine Methode der Selbstverteidigung. Sie ist auch ein Weg zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit und zur Festigung des Charakters, der schließlich zu einem inneren Wachstum führt. Karate-Do ist somit nicht nur eine Disziplin der Körperbeherrschung, sondern auch eine Schule der Geistesbildung, die einen das ganze Leben lang begleiten sollte.
Geschichtliche Anfänge von Karate-Do
Die Geschichte des Karate kann bis 500 n. Chr. zurückverfolgt werden: Der Legende nach entwickelte der indische Mönch Bodhidharma (Begründer des Chan-Buddhismus in japanisch Zen), die Grundlagen der Shaolin-Kampfkünste. Bereits im 14. Jh. entstanden zwischen China und Okinawa rege Handelsbeziehungen. Im selben Jahrhundert kamen die ersten antiken Formen der chinesischen Kata und eine Kopie des Bubishi (altes chinesisches Dokument unbekannten Ursprungs, das mehrere chinesische Stile behandelt) nach Okinawa.
Im Jahre 1429 verbot König SHO-HASHI den Besitz jeglicher Waffen. Dies war die Zeitspanne, in der sich unter chinesischem Einfluss die Kampfmethode der "leeren Hand" auf Okinawa entwickelte. Gleichzeitig wurde auch die Handhabung verschiedener landwirtschaftlicher Geräte kämpferisch, was zur Entwicklung des okinawanischen Kobujutsu oder Kobudô (okinawanische Waffensysteme) führte.
Entwicklung des Tôde
Über Jahrhunderte hinweg stand die kleine Insel Okinawa im Kreuzfeuer der beiden großen Mächte Japan und China. Die langanhaltenden und guten Beziehungen zum chinesischen Kaiserreich ermöglichten jedoch dem kleinen Inselstaat, sich durch Anlehnung an die hohe chinesische Kultur zu entwickeln. Bereits 1392 wurde in Kumemura, einem Vorort der okinawanischen Hauptstadt Naha, eine chinesische Siedlung errichtet, die bis in die jüngste Vergangenheit einen regen Kulturaustausch ermöglichte. Dort wohnten ständig vom chinesischen Kaiser beauftragte Gesandte, deren Aufgabe es war, den kleinen Staat durch Rat und Tat zu unterstützen.
Auf Okinawa übte man sich zu jener Zeit in einer Selbstverteidigungsmethode, die man Tôde oder einfach nur Te nannte. Unter den chinesischen Gesandten befanden sich auch namhafte Quanfa-Experten (Quanfa = Bezeichnung für die chinesische Kampfkunst, auch Ch'uan fa, Gong fu, Kung fu oder Kenfat), und bald vermischten sich die beiden Kampfkunstmethoden untereinander und bedingten die Entstehung des Okinawa te, des direkten Vorläufers des modernen Karate. Die meisten dieses chinesisch-okinawanischen Systeme nannte man Kempo-Tôde und später Kempô-Karate.
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Das regelmäßige Kommen und Gehen der chinesischen Gesandten steigerte die Vielfalt der im Kampf angewandten Techniken. In demselben Zeitalter wurden diese Selbstverteidigungsmethoden auf Okinawa unter dem Begriff Tôde zusammengefasst. Darin bedeutet das ursprünglich chinesische ldeogramm Tô in der okinawanischen Sprache "Tang-Dynastie". Mit Tô bezeichnete man auf Okinawa alles, was aus China kam, ebenso wie das Land selbst. De ist eine Verzerrung von Te und bedeutet sowohl im Chinesischen als auch im Okinawanischen "Technik" (im Japanischen "Hand"). Tôde, in der Übersetzung "Technik der Tang" oder "Technik des Kontinents", bezieht sich daher auf das chinesische Quanfa, das große Ursprungssystem der okinawanischen Selbstverteidigung. Später verwendete man dafür die Bezeichnung Okinawa te (kurz: Te).
Das Zeichen Tô in dem Wort Tôde kann aber auch als "Kara" gesprochen werden. Die Silbe De wird dann bei gleicher Bedeutung "Te" ausgesprochen. Aus Tôde wird somit Karate noch mit der oben genannten Bedeutung. FUNAKOSHI GICHIN soll 1929 die Bezeichnung "Leere Hand" eingeführt haben, dies ist jedoch nicht mit Sicherheit zu belegen. Gründe für die Änderung des Schriftzeichens Kara "China" zu "leer" könnten der philosophisch-moralische Sinngehalt der Silbe "leer", der japanische Nationalismus jener Zeit, der eine Assoziation zu China vermeiden wollte oder der Aspekt der Waffenlosigkeit sein.
Okinawa te
Zu Anfang des 17. Jhs. wurde Okinawa jedoch von dem japanischen Satsuma-Clan erobert und in ein Protektorat des japanischen Imperiums verwandelt. Die Bevölkerung wurde mit Abgaben belegt und unterlag schweren Diskriminierungen. Dies führte zu einer Intensivierung der Kampfkünste, und das Okinawa te wurde in eine tödliche Waffe umgewandelt.
Die Menschen, denen das Tragen von Waffen unter Todesstrafe verboten war, hatten kampferprobte Samurai zum Gegner, und die einzige Möglichkeit, sich zu verteidigen, bestand im Gebrauch ihrer Arme und Beine. Aus jener Zeit stammt die Losung "durch einen Schlag den Tod" (lkken hissatsu). In jahrelangem Training wurden Arme und Beine gestählt, so dass sie selbst den schweren Samurai-Panzer durchdringen konnten. Diese Entwicklung ging Hand in Hand mit der Beherrschung verschiedener Arbeitsgeräte, die durch Übung zu gefährlichen Waffen umfunktioniert wurden. Das zuverlässigste Hilfsmittel, um sich gegen einen bewaffneten Samurai verteidigen zu können, war natürlich ein stabiler Stock (Rokushaku bo). Damit wurden vielfältige Verfahren ausgearbeitet, die zum großen Teil heute noch bekannt sind und meist den Namen ihres Erfinders tragen.
Das Okinawa te bestand aus einer Unmenge von Methoden und Techniken, die ein einzelner Mensch unmöglich alle beherrschen konnte. Doch die Meister konzentrierten sich in ihrem Unterricht auf persönliche Schwerpunkte aus dem Gesamtsystem und lehrten - ohne gleich einen eigenen Stil zu gründen - ihre eigene Auffassung von Kampfkunst.
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Sie alle schöpften aus einem riesigen System - dem Okinawa te -, dem jede persönliche Auffassung untergeordnet blieb, jedoch dann, wenn sie von Wert war, vom Hauptsystem selbstverständlich übernommen und bewahrt wurde. Noch im 18. Jh. wurde lediglich nach dem Gebiet, in dem die Meister wohnten, das Okinawa te in Shuri te, Tomari te (Shôrin ryû) und Naha te (Shôrei ryû) unterschieden.
Die Gründung der Stile
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte das okinawanische Karate eine große Vielfalt von Konzepten, die sich grundlegend voneinander unterscheiden. Die meisten darauf begründeten Stile können in zwei Hauptsysteme klassifiziert werden: Shôrin ryû und Shôrei ryû. Die klassischen okinawanischen sind sehr kampfbezogen, lehnen aber den sportlichen Wettkampf ab. Entsprechend den alten Konzepten betonen sie die Selbstverteidigung (Goshin), die Gesundsheitslehre (Qigong) und die spirituelle Erziehung (Dô).
Die Methoden des Kämpfens (Kumite) werden aus der klassischen Kata entwickelt (Bunkai). Jiyû kumite, so wie es im Wettkampf-Karate geübt wird, ist weitgehend unbekannt. Dôjô-Kämpfe finden auf realistischer Basis statt, in den meisten Kempô-Karatestilen mit Körperschutz, in vielen anderen Stilen aber auch ohne Schutz.
Die wichtigsten okinawanischen Stilableitungen sind: Kobayashi ryû, Shôtôkan ryû, Shitô ryû, Sukunai Hayashi ryû, Shobayashi ryû, Matsubayashi ryû, Isshin ryû, Seibukan ryû (Chûbu), Shôrinji Kenpô, Matsumura Seito, Motobu ryû, Okinawa Kenpô, Ishimine ryû, Kojô ryû, Ryûei ryû, Gôjû ryû, Toon ryû, Uechi ryû.
Karate kommt nach Japan
Bis zum 20. Jh. war Karate in Japan praktisch unbekannt. Der erste, der es in Japan vorstellte, war 1915 Dr. CHITOSE TSUYOSHI, der 1946 seine eigene Version, das Chitô ryû, gründete. Als nächster Okinawaner unternahm MOTOBU CHOKI mehrere Reisen nach Japan und nahm dort Herausforderungen verschiedener Vertreter des Bujutsu (Überbegriff für alle Kampfmethoden der Samurai) und Boxens an. Seine spektakulären Siege gingen durch die japanische Presse und machten Karate berühmt, bevor es in Japan unterrichtet wurde.
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FUNAKOSHI GICHIN kam 1921 nach Japan und blieb zeit seines Lebens dort, um Karate zu unterrichten und zu verbreiten. Auch Motobu blieb bis 1936 in Japan, doch die beiden Meister verstanden sich nicht, sooft ihre Wege sich auch kreuzten. Funakoshi versuchte eine Integration des Karate ins japanische Butokukai (von der Regierung gegründet, um die verschiedenen Ryû zu standardisieren) zu erreichen, während Motobu es als reine okinawanischen Kampfkunst erhalten wollte. In Japan setzte sich letztendlich Funakoshis Konzept (Shôtôkan ryû) durch und führte mit Hilfe von MIYAGI CHOJUN (Gôjû ryû) und MABUNI KENWA (Shitô ryû) zur Aufnahme im Butokukai und damit zur Integration in die japanischen Disziplinen des Budô.
Das grundlegende Stilkonzept (Shotokan)
Durch die langjährige Erforschung der okinawanischen Systeme hatte Meister FUNAKOSHI GICHIN einen tiefen Einblick in die Möglichkeiten, die darin enthalten waren. Als er jedoch 1921 nach Japan kam, traf er auf eine neue Mentalität, die das Lehren der Kampfkunst nach altem okinawanischem Muster unmöglich machte. In Japan war man gerade dabei, die Kampfkünste von der Tradition zu entfernen und als Konsumware anzubieten, weil man sich dadurch eine schnellere Verbreitung und natürlich auch persönliche Vorteile erhoffte. Dazu brauchte man den klar umrissenen, konkurrenzfähigen Stil, der, marktorientiert zurechtgeschnitten, die Gegenüberstellung mit dem anderen Stil nicht zu scheuen brauchte.
In dieser veränderten Auffassung begann Meister Funakoshi in Japan zu unterrichten. Von Anfang an wurde deutlich, dass er seine japanischen Schüler mit dem, was im okinawanischen Karate bisher galt, nicht begeistern konnte. Die modernen Japaner suchten den Anschluss an die konsumorientierte Welt und verzehrten sich in dem Bemühen, Qualität durch Quantität zu ersetzen. Karate als Weg konnte im Japan jener Zeit nur schwer überleben. Es brauchte den sportlichen Aspekt, den Wettbewerb, den äußeren Reiz.
Meister Funakoshi wehrte sich lange dagegen, denn er ahnte, dass Karate dadurch seinen Inhalt verlieren würde. Er suchte nach Möglichkeiten, die ihm erlauben würden, beides miteinander zu verbinden. Die bedeutendste Neuerung war, dass er schließlich erlaubte, dass über das Bunkai (Aufgliederung, Analyse und Studium der Kata) hinaus noch andere Formen des Kumite (Partnerübung) in die Übung einflossen. Diese wurden nach und nach zu festen Bestandteilen des Trainings.
So entstanden zuerst das Gohon kumite (Fünfschritt-Partnerübung) und Sanbon kumite (Dreischritt-Partnerübung), danach das Kihon ippon kumite (Grundschul-Kumite), das Jiyû ippon kumite (Übungskampf in halbfreier Form) und schließlich das Jiyû kumite (Freikampf).
Auch suchte Meister Funakoshi von Anfang an nach einem Unterrichtssystem, das den Zugang zum Karate als Ganzem auch für die Zukunft gewähren sollte, in seinem Umfang aber soweit begrenzt war, dass die Übung nicht in bloßes Formstreben ausartete. Die okinawanische Methode, die Schüler drei Jahre lang ein und dieselbe Kata wiederholen zu lassen (Hito kata san nen), konnte in Japan unmöglich angewendet werden.
Es dauerte fast 15 Jahre, bis Meister Funakoshi sich endgültig entschied, die Kata in seiner Schule zu reduzieren. In seiner ersten Veröffentlichung ("Ryûkyû Kempô Karate", 1922) beschreibt er noch die Kata Pinan 1-5, Naihanchi 1-3, Bassai dai, Bassai shô, Kushanku dai, Kushankû shô, Gojûshihô, Sesan, Chinto, Chinte, Ji'in, Jion, Jitte, Wanshu, Wandau, Rôhai, Jumu, Wandô, Sôchin, Niseshi, Sanseru, Suparinpei, Wankuwan, Kokan und Unsu.
Dies ist ein buntgemischtes System, in dem alle okinawanischen Schulen inbegriffen sind, doch es war als Unterrichtsmethode zu breit.
Karate heute
Karate-Do bedeutet «Weg der leeren Hand» und deren Geschichte sich sicher bis ins Okinawa, Japan des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt, wo einheimische okinawanische Traditionen mit chinesischen Einflüssen zum historischen Tode verschmolzen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand daraus in Japan das heutige Karate. Was Karate genau ist und wie es funktioniert, lesen Sie hier.
Das japanische Karate teilt sich heute in vier große Stilrichtungen, nämlich Goju-Ryu, Shotokan, Shito-Ryu und Wado-Ryu auf, die ihrerseits auf zwei ebenfalls recht verbreitete okinawanische Stile, Shorei-Ryu und Shorin-Ryu, zurückgehen. Viele kleinere neuere Stilrichtungen begründen sich aus einer oder mehreren dieser sechs Schulen. Aber auch ursprüngliche Stile wie z. B.
Karate ist eine Kampfkunst, deren Geschichte sich sicher bis ins Okinawa des 19. okinawanische Traditionen (Tōde) mit chinesischen (Shaolin Quanfa) und japanischen Einflüssen (Yawara, Koryu Ju Jutsu, Bujutsu) verschmolzen.
Karatedo eine Kunst ist, durch die man sich ohne Waffen (mit leeren Händen) wehren kann. unbewaffneten Kampfes und ein ausgezeichnetes System zur Erlangung von überdurchschnittlicher Fitness und Körperbeherrschung. Es ist bestens geeignet, dem täglichen Stress entgegenzuwirken. regelmässiges Training fördert die Gesundheit, die Geschmeidigkeit des Körpers und führt zu aktiv-positivem Denken. jahrelanges Training erfahren. Karatedo ist für alle geeignet, für Frauen und Männer jeden Alters. Das war eines der Hauptanliegen der Begründer.
Es verwundert deshalb nicht, dass der Ursprung des heutigen Karate in China liegt. Dort wird erstmals 2600 v.Chr. Im laufe der Zeit kristallisierten sich zwei Hauptrichtungen heraus, der Faustkampf „Quan“ (das spätere Quan-Fa oder Kung-Fu) und der Ringkampf. Als Hauptort der Kampfkünste entwickelten sich alsbald die Klöster des Shaolin, wo kampfkunstähnliche Bewegungen als körperliche Ertüchtigung und Selbstverteidigung für die häufig sitzenden Mönche trainiert wurden. Im 5. Jhd. n. Chr. Das heutige Shaolin-Kungfu und das Qigong gehen in ihren Wurzeln auf Bodidharma zurück.
Die verschiedenen Königreiche auf Okinawa pflegten rege Beziehungen mit China, Militär- und Handelsbündnisse führten immerwieder dazu, dass chinesische Beamte für eine gewisse Zeit nach Okinawa übersiedelten. Auch studiereten Okinawaner in China. Im Jahr 1429 wurden die Königreiche auf Okinawa vereint und zum Schutz des neuen Königreiches ein Waffenverbot erlassen. Dies und das nächste Waffenverbot 1477 gab den waffenlosen Kampkünsten bedeutenden Aufwind.
Auch die Eroberung Okinawas durch Japan im Jahre 1609 zog ein Waffenverbot und einen folgenden Aufschwung der Kampfkünste nach sich. Die Okinawaner bildeten Geheimbünde zum Widerstand gegen die japanische Besatzung; diese Geheimbünde trainierten heimlich in der Nacht. Sie benutzten neben dem Faustkampf auch Arbeitsgeräte wie den Dreschflegel (heute als Nunchaku bekannt), den Stock (Bo) und den Mühlradgriff (Tonfa) als effektive Waffen, da diese nicht als Waffen erkennbar waren. Diese Kampfkünste wurden nur in äusserster Geheimhaltung trainiert. Mit der Zeit enstanden verschiedene Arten der Ausführung von Bewegungen, sogenannte Stilrichtungen.
Die Kampfkünste Okinawas wurden in Japan erst um 1900 bekannt. Verschiedene okinawanische Meister unternahmen Reisen nach Japan, wo sie ihre Kunst präsentierten. Einer von ihnen war Gichin Funakoshi im Jahre 1921. Funakoshi hatte unter seinen Lehrern Azato und Itosu auf Okinawa Tode gelernt. Er machte Tode in Okinawa und Japan der Öffentlichkeit unter dem neuen Namen Karate bekannt; Kara heisst leer, Te heisst hand, womit Karate mit Leere Hand übersetzt werden kann. Bald wurde Karate in den Lehrplan der Schulen aufgenommen.
Funakoshi eröffnete im Jahre 1936 ein erstes eigenes Dojo in Japan, welchem seine Schüler den Namen Shotokan gaben. Shoto steht für den Dichternamen Funakoshis, Kan meint Haus oder Tempel. Die Bezeichnung Shotokan etablierte sich in den folgenden Jahren als Bezeichnung für Funakoshis Karatestil. Das japanische Militär zeigte grosses Interesse an Karate zwecks Ertüchtigung und Kampfausbildung seiner Soldaten. Yoshitaka Funakoshi betrieb ein kämpferisches Karate mit hohen Fusstritten und tiefen Stellungen. Durch den Zweiten Weltkrieg bekam sein Karate als Kampfausbildung einen hohen Stellenwert. Dies ist noch heute an der Disziplin erkennbar, auf welche in Trainig grossen Wert gelegt wird.
Yoshitaka Funakoshis Ideen wurden nach dem Krieg von Mastoshi Nakayama weitergeführt, welcher 1949 die Japan Karate Association JKA gründete. Die JKA erlaubte, ganz im Gegenteil zu Gichin Funakoshi, sportlichen Zweikampf.
Traditionelles Karate
Traditionelles Karate (Karate-do = jap. Weg der leeren Hand) ist Martial Art, eine der effizientesten Systeme für Selbstverteidigung, eine Lebensart mit einer Philosophie, die auch spirituelle Aspekte beinhaltet. Traditionelles Karate ist nicht nur eine physische Disziplin und wird auch nicht nur im Dojo (Trainingsraum) praktiziert.
Traditionelles Karate wird in jeder täglichen Aktivität geübt mit z.B.: Ehrlichkeit, Respekt, Höflichkeit, Geduld, Verbesserung der Herzqualität … all das und MEHR ist Traditionelles Karate. (vgl. „Karate ist definitiv eine Kampfkunst. Gichin Funakoshi (1868 - 1957) ist Begründer des Shotokan Karate, des weltweit am meisten verbreiteten Karatestils, der auch an der Kampfsportschule Aarau unterrichtet wird. Aus diesem Grund vermitteln unsere Karate-Instruktoren nicht nur die Technik, sondern schulen und fördern ebenso den geistigen Bereich. Der wahre Sieg ist der Sieg über sich selbst.
Apropos Effektivität und Karate: Der Karateka Lyoto Machida, einer der weltbesten MMA-Kämpfer überhaupt, hat bewiesen wie effektiv Karate ist! Lyoto Machidas Können basiert auf Shotokan Karate. Sein Vater Yoshizo Machida ist Japaner, Präsident der JKA Brazil Association und einer der angesehensten Karate-Meister in Brasilien. Mittlerweile ist Lyoto Machida aus Brasilien zu einer Legende geworden: „I did Shotokan, It is not the Sport Shotokan. Karate-Instruktor Roman Biehler der Kampfsportschule Aarau.
Die Elemente des Karate
Beim Karate herrschen Schlagtechniken, Tritte und Blocktechniken vor. Die körperliche Kondition hat beim Karate einen sehr hohen Stellenwert. Auch das Karate pflegt seine traditionelle Etikette und hat wie die meisten asiatischen Kampfsportarten eine eigene Philosophie. Karate hat als Budōdisziplin, zu denen zum Beispiel auch Kendō und Judo gehören, einen spirituellen Kern aus weltanschaulichen Elementen des Zen und des Taoismus. Einen guten Einblick in die Grundsätze der Karate-Philosophie bieten die 20 Paragraphen des Karate von Gichin Funakoshi.
Kata ist die stilisierte Form eines Kampfes gegen mehrere imaginäre Gegner und ist geeignet, Beherrschung der Technik und besonders die innere Haltung zu schulen: Atmung, Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit, Entschlusskraft, Kampfgeist und Rhythmus. Vollendete Körperbeherrschung, Muskelstärkung, effiziente Selbstverteidigung, Beweglichkeit, Reaktion, Haltung etc.
So hart geht es im Karate in der Kampfsportschule Aarau nicht zur Sache! Im trad. Karate-Training müssen die Schläge und Tritte vor dem Körper des Trainingspartner kontrolliert gestoppt werden. Alle Techniken werden mit absoluter Kontrolle und Spannkraft ausgeführt. Dabei ist das oberste Gebot, den Trainingspartner nicht zu verletzen. Karate wird barfuss und in einem weissen Trainingsanzug (Gi) trainiert. Erreicht ein/e Schüler/in die Reife für den nächsten Gürtelgrad, kann er/sie an verschiedenen Terminen im Jahr eine Prüfung absolvieren. und Bewegungsabläufe (Katas). Die Gürtelfarben sind unterteilt in Schülergrade (weiss 9. Kyu bis braun 1. Kyu) und Meistergrade (schwarz ab 1.
Es gibt verschiedene Bereiche die trainiert werden. Die Grundschule ist der grösste und wichtigste Bereich. Katas sind vorgegebene Bewegungs-abläufe die sowohl alleine wie im Team geübt werden. Kumite ist der Kampf zu zweit. Es gibt verschieden Stufen des Kumites die je nach Gürtelgrad trainiert werden. Karate kennt ab dem 6. Lebensjahr keine Grenzen. Frauen, Männer und Kinder können diese Kampfkunst erlernen. Sportliche Voraussetzungen dazu braucht es keine. Körperkraft, Kondition, Koordination und Reaktion, sowie mentale Stärke wird durch regelmässiges Training gefördert und verbessert.
Karate beinhaltet aber nicht nur Kampftechniken. Karate ist die Kunst des Kämpfens mit leeren, unbewaffneten Händen. Es ist eine Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung, bei dem ein Karateka lernt Abwehr- (Uke), Schlag- (Uchi), Stoss- (Zuki) und Trittechniken (Geri), jedoch auch Würfe und Hebel anzuwenden. Dennoch gibt es keinen 1. (Initial)Angriff = Karate ni sente nashi (jap).
Karate-do ist Selbstverteidigung, Körperschulung, Philosophie und eine dynamische Kampfsportart. Karate-do kann helfen, Gesundheit und Kraft zu fördern und zu stabilisieren.
Die Gürtelgrade im Karate
Beim Karate gibt es verschiedene Gurtfarben. Anfänger erhalten mit dem Kauf des Karategi (dem Karatekleid) den weissen Gurt. Danach gilt es Prüfungen zu bestehen. Eingeteilt wird in den 9. bis in 1. Kyu, dann folgen die Dan. Das sind die Meistergrade, die mit einem schwarzen Gurt gekennzeichnet sind.
| Kyu (Schülergrade) | Gürtelfarbe |
|---|---|
| 9. Kyu | Weiß |
| 8. Kyu | Gelb |
| 7. Kyu | Orange |
| 6. Kyu | Grün |
| 5. Kyu | Violetter/Blauer Gürtel |
| 4. Kyu | Violetter Gürtel |
| 3. Kyu | Brauner Gürtel |
| 2. Kyu | Brauner Gürtel |
| 1. Kyu | Brauner Gürtel |
Anschliessend legen die Schüler Prüfungen zu den Meistergraden (Dan) ab. Insgesamt gibt es zehn Meistergrade, die alle durch den schwarzen Gürtel gekennzeichnet sind - allein der höchste und zehnte Meistergrad ist durch einen rot-weissen Gürtel gekennzeichnet.
Als natürliche Waffen sind einerseits von der geschichtlichen Entwicklung und andererseits aus der heutigen Trainingspraxis her Faust, Finger, Hand, Handkanten, Ellbogen, Fuss, Knie etc. Bushi heisst so viel wie Kämpfer, „Krieger“, daher Bushido, der Weg des Kriegers. Der GOJU - Stil setzt sich zusammen aus GO (hart, Kraft) und JU (weich, geschmeidig). Kumite wird nach einem Punktsystem durchgeführt. Kontrollierte Schlag und Fußtechniken werden durch den Schiedsrichter bewertet.
Bunkai ist eine anwendungsbezogene Sinnermittlung einer Kata. Zu den körperlichen Voraussetzungen gehören u. a. Beweglichkeit, Gelenkigkeit, Koordination, Schnellkraft, Schnelligkeitsausdauer, Willensspannkraft, Willensstosskraft etc.. Die Kata, der Scheinkampf, ist eine Abfolge beziehungsweise Darbietung genau definierter Techniken, die Abwehr- und Kontermöglichkeiten beinhaltet.
Die Bunkai Kata, die Anwendung des Scheinkampfes, ist wie die Kata eine Abfolge genau definierter Techniken, die Abwehr- und Kontermöglichkeiten beinhaltet. Das Kumite gibt es in verschiedenen Formen vom der einfachen abgesprochenen Übung bis hin zum freien Kampf. Das Jiyu Kumite, der freie Kampf, ist das bekannteste Element des Karate.
