Fünf Jahre nach ihrem ersten Fight treffen sich Dustin Poirier (34) und Justin Gaethje (34) wieder. Dieses Mal bestreiten sie den Main Event - mit einer Extra-Belohnung auf dem Spiel. In der Nacht von Samstag auf Sonntag kämpfen die beiden bei UFC 291.
Was ist der BMF-Gürtel?
Im Main Event vom UFC-Kracher am Samstag steht der „BMF-Gürtel“ („Baddest Motherfucker“) auf dem Spiel. Eingeführt wurde dieser für den Kampf zwischen Jorge Masvidal und Nate Diaz im November 2019. Jetzt wird der Titel wiederbelebt.
Die Bedeutung des Titels
Sowohl Poirier als auch Gaethje konnten sich in ihrer Karriere bereits den UFC-Interims-Titel sichern. Jetzt bekommen Sie die Chance auf ein ganz spezielles Stück Gold. Brisant: Insgesamt 24 Kampfboni haben Poirier und Gaethje während ihrer UFC-Karrieren gesammelt. Kein Wunder, dass ausgerechnet der Gewinner dieses Kampfes als „Baddest Motherfucker“ gekürt wird.
Dustin Poirier will nachziehen
Nachdem sich Masvidal 2019 den Titel geschnappt hat, will Poirier jetzt nachziehen. Immerhin trainieren die beiden im gleichen Gym („American Top Team“ in Florida). Poirier: „Das ist ein historischer Kampf. Wir haben einen davon in unserem Gym sitzen und dieser wird direkt daneben gelegt.“
Der erste Kampf der beiden war für die Geschichtsbücher. Nach vier brutalen Runden siegte Poirier per K.o., fügte Gaethje seine damals erst zweite Karriere-Niederlage zu. Der McGregor-Bezwinger (zwei Siege über MMA-Superstar Conor McGregor) vor dem Fight: „Als mein Telefon klingelte und sie sagten: 'Es ist Justin', habe ich diese Schmetterlinge im Bauch gefühlt und ich sagte: 'Wir müssen es tun'. Das war es.“
UFC 291 Hauptkarte
- Leichtgewicht: Dustin Poirier vs. Justin Gaethje
- Halbschwergewicht: Jan Błachowicz vs. Alex Pereira
- Weltergewicht: Stephen Thompson vs. Michel Pereira
- Leichtgewicht: Tony Ferguson vs. Bobby Green
- Weltergewicht: Michael Chiesa vs. Kevin Holland
Ein Blick auf UFC 318
Im Rahmen von UFC 318 kommt es in wenigen Tagen zum insgesamt dritten Duell zwischen Max Holloway und Dustin Poirier. Für MMA-Veteran Dustin "Diamond" Poirier war bei UFC 318 in seinem Heimatbundesstaat Louisiana alles gerichtet. Der US-Amerikaner bekam in seinem letzten Kampf die große Bühne und einen Titelkampf gegen Max Holloway. Das Karriereende hatte Poirier zuvor bereits angekündigt.
Im Hauptkampf von New Orleans ging es zudem um den Titel "Badest Mother******" (BMF). Holloway hatte den Gürtel bei UFC 300 mit einem spektakulären Knockout in der letzten Sekunde gewonnen, eine Geschichte mit Poirier (Bilanz 30 Siege, 9 Niederlagen) hat der Hawaiianer ebenfalls. Bereits zweimal standen sich beide im Käfig gegenüber, beide Male siegte Poirier.
Sein drei Jahre jüngerer Gegner startete aber besser in die erste Runde. Holloway zeigte sich etwas agiler und schickte seinen Landsmann mit einer rechten Geraden zu Boden. Poirier rappelte sich schnell wieder auf, nur um einen Aufwärthaken zu kassieren und erneut zu Boden zu gehen. Holloway setzte aber nicht energisch genug nach, um den Kampf hier vorzeitig zu beenden.
Der eigentlich im Federgewicht beheimatete Hawaiianer hatte auch in Runde zwei einen Schnelligkeitsvorteil, den er zu nutzen wusste. Auch in der zweiten Runde wurde Lokalmatador Poirier nach einer Kombination zu Boden geschickt. Holloway setzte nach und kontrollierte den Kampf am Boden. Die Runde endete dramatisch, als Poirier eine Eins-Zwei-Kombination landete und plötzlich Holloway zu Boden ging. Die Uhr rettete den BMF-Champion vor einer vorzeitigen Niederlage.
Der entscheidende Moment bei UFC 318
Es entwickelte sich ein taktischer Schlagabtausch: Poirier landete vereinzelt harte Treffer, Holloway punktete mit guten Kombinationen. Man merkte beiden Kämpfern an, dass sie im Kampf über fünf Runden den vorzeitigen Sieg suchten.
Zehn Sekunden vor Schluss ein Gänsehautmoment: Beide zeigten mit dem Finger zur Ringmitte, trafen sich dort und ließen die Deckung runter. In diesem Moment zeigte sich auch der entscheidende Faktor, warum die Punktrichter den Kampf an Holloway gaben: Während Poirier in den finalen Sekunden zwei harte Kopftreffer landete, traf der BMF-Champion mindestens zehnmal zum Körper.
Holloway hielt sich in seiner Siegerrede bewusst kurz und übergab umgehend an den unterlegenen Lokalmatadoren. "Ich habe nur Respekt für Max. Er ist einer von den guten Jungs. Diese Woche war unglaublich. Ich fühle mich geliebt - von Louisiana, den Fans, der UFC", sagte Poirier.
Unter Tränen bedankte er sich bei Familie, UFC-Boss Dana White und den Fans. Während im Hintergrund Frank Sinatras "My Way" gespielt wurde, legte er symbolisch die Handschuhe in der Ringmitte nieder und ging.
UFC 318 Main Card Ergebnisse
- Leichtgewicht: Max Holloway (c) besiegt Dustin Poirier nach Punkten.
- Mittelgewicht: Paulo Costa besiegt Roman Kopylov nach Punkten.
- Weltergewicht: Daniel Rodriguez besiegt Kevin Holland nach Punkten.
- Federgewicht: Patrício Pitbull besiegt Dan Ige nach Punkten.
