UFC 294: Epische Auseinandersetzung in Abu Dhabi

Am 21. Oktober 2023 fand die UFC bereits zum 18ten Mal in Abu Dhabi statt. UFC 294 brachte einige unerwartete Wendungen und spektakuläre Kämpfe mit sich.

Die Hauptkämpfe im Überblick

Makhachev vs. Volkanovski

Im Mainevent sollte uns ursprünglich ein Titelkampf im Leichtgewicht im Rückkampf zwischen dem Champion Islam Makhachev und Charles Oliveira erwarten. Dieses Duell musste zwei Wochen vor dem Event abgesagt werden, da sich Charles Oliveira einen schweren Cut zugezogen hat.

Der 31-jährige Champion Islam Makhachev ist aktuell in 12 Kämpfen ungeschlagen und verteidigte in seinem letzten Kampf seinen Titel zum ersten Mal. Sein neuer Gegner wurde der 35-jährige Champion im Federgewicht Alexander Volkanovski, welcher bereits gegen Islam Makhachev bei UFC 284 im Käfig stand und knapp nach Punkten verlor.

Islam Makhachev hat bei UFC 294 in Abu Dhabi seinen Titel im Leichtgewicht verteidigt und seine Kritiker zum Schweigen gebracht. Der 31-jährige MMA-Kämpfer besiegte Herausforderer und Federgewicht-Champion Alexander Volkanovski durch TKO in Runde eins. Die Verletzung des Brasilianers Charles Oliveira machte das erneute Aufeinandertreffen der beiden Champions erst möglich.

Für Volkanovski war es die wohl letzte Chance zum Doppelchampion der Organisation zu werden und damit zu Größen wie Conor McGregor aufzusteigen. Das erste Aufeinandertreffen entschied Kontrahent Makhachev nach Punkten für sich, viele Experten hatten aber Volkanovski vorne gesehen.

Lesen Sie auch: Eine Analyse von UFC 303

Mit rund zwölf Tagen Vorbereitung ging der Australier in den Kampf mit dem schwereren Russen, von mangelnder Vorbereitung war aber nichts zu sehen. Beide Kämpfer suchten in Runde eins zunächst die richtige Distanz, ehe der Russe in den Clinch wechselte. Dort konnte er dem Australier zusetzen, der sich aus dem Clinch jedoch befreien konnte. Dann setzte Makhachev zu einem wuchtigen Headkick an, der über die Deckung Volkanovskis rutschte und den 36-Jährigen heftig am Kopf traf. Volkanovski ging zu Boden, Makhachev setzte kurz nach, ehe der Ringrichter einschritt und den Kampf für beendet erklärte.

Chimaev vs. Usman

Auch das Co-Mainevent wurde nicht von einem Ausfall verschont, ursprünglich sollte es zu einem Spitzen-Duell im Mittelgewicht zwischen dem Brasilianer Paulo Costa und Superstar Khamzat Chimaev kommen. Aufgrund einer Ellenbogen-Infektion erhielt Costa keine Freigabe. Der 29-jährige Khamzat Chimaev ist aktuell in 12 Kämpfen ungeschlagen und hat sich seit seinem Debüt in 2020 zum Superstar und Fanliebling entwickelt. In seinem letzten Kampf konnte er Kevin Holland in Runde eins via Submission besiegen.

Sein Gegner wurde der ehemalige Champion Kamaru Usman, welcher seinen Titel insgesamt fünf Mal verteidigen konnte. In seinen letzten beiden Duellen musste er sich gegen Leon Edwards geschlagen geben, bei UFC 278 musst er sich nach einer dominanten Performance in der letzten Minute via KO geschlagen geben. Diese Niederlage war die erste seit 2013 und 18 Kämpfen. Auch im Rückkampf konnte sich Usman nicht durchsetzen und verlor den direkten Rückkampf im März 2023 nach Punkten.

Das Co-Main-Event bestritten der aufstrebende Superstar Khamzat Chimaev und der ehemalige Weltergewicht-Champion Kamaru Usman. Und Chimaev legte los wie die Feuerwehr. Nach wenigen Sekunden setzte er bereits zum Takedown an und konnte Usman schnell niederringen. Am Boden behielt der in Tschetschenien geborene Schwede die gesamte Runde die Kontrolle, konnte aber keinen Aufgabegriff anbringen. Mit Schlägen malträtierte er seinen 36-jährigen Kontrahenten.

Die zweite Runde blieb vier Minuten lang im Stand, weil Usman selbst immer wieder den Takedown fingierte und im Striking die sauberen Treffer hatte. Chimaev brachte zwar zum Schluss seinen Gegner wieder zu Boden, konnte dann aber keine Dominanz ausstrahlen und auch keine Treffer landen. Die dritte Runde startete Usman wider clever. Trotz nur elf Tagen Vorbereitung auf den Kampf - eigentlich hätte der Brasilianer Paulo Costa gegen Chimaev antreten sollen - zeigte er keine Ermüdung, wehrte die Takedown-Versuche ab und setzte saubere Treffer. Chimaev konnte dennoch zwei Minuten vor dem Ende wieder in den Bodenkampf wechseln und behielt dort die Kontrolle. Am Ende siegte der 29-Jährige nach Mehrheitsentscheidung. Zwei der drei Ringrichter werteten den Kampf unentschieden, einer für Chimaev.

Lesen Sie auch: Alles über UFC 311

Ankalaev vs. Walker

Das Duell der beiden Halbschwergewichte Magomed Ankalaev und Johnny Walker sollte einen möglichen Herausforderer um den vakanten Titel in der Gewichtsklasse herauskristallisieren. Nach leichtem Abtasten in der ersten Minute setzte Ankalaev zum Takedown an, den der Russe auch durchbringen konnte. Im Bodenclinch am Käfig setzt Ankalaev dann zum Kniestoß an, einer verbotenen Aktion in dieser Konstellation. Der Ringarzt brach den Kampf dann überraschend ab, weil Walker einen Cut über dem Auge davontrug. Das Unverständnis der Kämpfer mündete in einem Gerangel zwischen Fightern und dem Ringrichter - totales Chaos, bis UFC-Boss Dana White in den Ring kam, um die Situation zu beruhigen. Der Kampf endete ohne Wertung, weil der Kniestoß als unabsichtlich gewertet wurde.

Sendezeiten und Übertragung

Das komplette Event wurde LIVE ab 18:00 Uhr auf DAZN übertragen.

UFC 294 fand am Samstag in Abu Dhabi statt. Die Fightcard begann bereits um 16 Uhr. Um 20 Uhr starteten dann die Hauptkämpfe. Der kostenpflichtige Streaminganbieter DAZN (Anzeige) zeigte UFC 294 live im TV und Stream. Zuschauer konnten wählen zwischen deutschem Kommentar und Originalton.

UFC 294 wurde ausschließlich im Live-Stream auf der Plattform von DAZN gezeigt, eine Ausstrahlung im linearen TV auf den Sendern DAZN 1 oder DAZN 2 fand nicht statt.

Event Datum Uhrzeit (deutscher Zeit) Hauptkampf Titel TV und Livestream
UFC 294 21. Oktober 2023 Vorkämpfe ab 16:00 Uhr, Hauptkämpfe ab 20:00 Uhr, Makhachev vs. Volkanovski ca. 22:00 Uhr Islam Makhachev vs. Alexander Volkanovski 2 Leichtgewicht DAZN, UFC Fightpass

Lesen Sie auch: Herausforderungen im argentinischen und brasilianischen Eisenbahnsektor