Mixed Martial Arts (MMA) und insbesondere die Ultimate Fighting Championship (UFC) sind Sportarten, die aufgrund ihrer Intensität und des Risikos von Verletzungen immer wieder in der Kritik stehen. Es stellt sich die Frage, welche Ursachen für Todesfälle und bleibende Schäden im Ring verantwortlich sind.
Todesfälle im MMA: Seltene, aber tragische Ereignisse
Es kommt selten vor, dass ein Kämpfer im Ring stirbt. Allerdings kommt es in jeder Sportart mal irgendwann vor, das ein Kämpfer im Ring tot umfällt oder kurz nach einem Kampf verstirbt. Dies hat aber in der Regel andere Ursachen als den Kampfablauf selbst bzw. es sind meist zuvor massive Schäden aufgetreten.
Der Tod von Anthony "Rumble" Johnson im Alter von 38 Jahren, bestätigt durch "Bellator Fighting Championships", ist ein tragisches Beispiel. Der frühere MMA-Kämpfer, der von 2007 bis 2017 in der UFC aktiv war, hinterließ eine Kampfbilanz von 23:6 mit 17 Siegen durch technischen K.o.
Auch der mysteriöse Tod von UFC-Profi Josh Samman, der nach Tagen im Koma verstarb, nachdem er bewusstlos mit einem toten Mitbewohner in seinem Apartment gefunden worden war, wirft Fragen auf. Die Todesursache ist ungeklärt, wobei Drogenmissbrauch spekuliert wird.
Ursachen für Todesfälle und Verletzungen
Die Gefahr, spektakulär im Ring tot umzufallen, ist statistisch wirklich nicht sehr groß. Viel größer ist die Gefahr "schleichender" Schäden, die sich nicht sofort bemerkbar machen.
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Mögliche Ursachen für Todesfälle und Verletzungen im MMA können sein:
- Hirnblutungen: Kopfschläge und Tritte können Hirnblutungen auslösen, die zum Tod oder zu bleibenden Schäden führen können.
- Vorherige gesundheitliche Probleme: Oftmals gibt es bei solchen Dingen wie Hirnblutungen schon vorherige gesundheitliche Probleme, die nicht rechtzeitig erkannt wurden.
- Nierenversagen: Ein MMA-Fighter Clovis Hancock erlitt beim Kampf gegen Charlie Ontiveros ein Nierenversagen und musste noch im Ring zwei Mal wiederbelebt werden. Grund für das Nierenversagen des Amerikaners, der ursprünglich aus dem Mittelgewicht kommt, könnte die drastische Gewichtsabnahme vor seinem Kampf gewesen sein.
- Drogenmissbrauch: Der Fall Josh Samman zeigt, dass Drogenmissbrauch eine Rolle bei Todesfällen spielen kann.
Risiken und Spätfolgen
Du solltest dir darüber im klaren sein, das Kopf und Bewegungsaparat des Menschen in keinster Weise für derartige Kämpfe konzipiert wurden -> genaugenommen sind wir entwicklungstechnisch nicht einmal an den aufrechten Gang vollständig adaptiert, ein Grund, warum viele Menschen Hüft- bzw. Knieprobleme haben. Die entsprechenden Gelenke halten schlicht der Belastung häufig nicht stand.
Ich kenne persönlich eine ganze Reihe von Menschen, die mit Mitte 30 bitter bereut haben, mit 20 Kampfsport betrieben zu haben. Keiner von denen würde heute nochmal diesem Hobby nachgehen, wenn sie die Folgen für sich gekannt hätten.
Jede Art von übermäßiger Belastung zieht Abnutzungserscheinungen mit sich. Leistungssport macht immer irgendwas am Körper kaputt über die Jahre - ich möchte im hohen Alter nicht die Knie eines Sprinters haben.
Regeln und Sicherheitsvorkehrungen
Trittte gegen den Kopf sind beim MMA nicht erlaubt, wenn der Gegner am Boden liegt! Und bevor mit Schlägen ein Hirnblutung verursacht wird, gehst du höchstwahrscheinlich K.O.
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Natürlich wurden Regeln und Gewichtsklassen eingeführt, nur die Motivation dafür ist entscheidend. Wie gesagt, die Regeln wurden nicht aus "sportlichem" Ehrgeiz oder Verständnis entwickelt, sondern um einfach unter dem Deckmantel des Sports Zuflucht zu finden und von dort aus weiter mit Gewalt und Blut Kohle zu machen.
Die Rolle der UFC
Schau dir die Geschichte der UFC an, die sind nicht angetreten um den Sport voranzubringen, sondern um mit Gewalt und Blut Kohle zu machen. Den Eigentümern der UFC konnte es gar nicht brutal genug sein, deren Regelwerk ist nicht entstanden um die "Sportler" zu schützen, sondern um sich selbst vor der drohenden Vernichtung (Verbot) zu bewahren.
Eines der wichtigsten Merkmale im Sport ist nunmal der Respekt vor der Gesundheit meiner Gegner/Sportskameraden, und davon ist bei diesen Veranstaltungen absolut nichts zu sehen. Ich vermute mal die würden sich auch für Kohle gegenseitig totschlagen, wenn das Regelwerk das erlauben würde und die Kasse stimmt.
MMA vs. andere Kampfsportarten
Laut einer Studie der Glen Sather Sports Medicine Clinic ist die Gefahr schwerwiegender Gesundheitsschäden beim Boxen sogar größer. Unzählige Schläge gegen den Kopf, die ein bereits angeschlagener Kämpfer immer noch absorbiert, sind im MMA eher die Seltenheit. Die kleineren, fingerlosen Handschuhe führen zu schnelleren Niederschlägen, was sogar eine schützende Wirkung hat.
"Es ist wahrscheinlicher, dass man sich in Mixed Martial Arts verletzt, aber der Grad der Verletzungen ist insgesamt geringer", erklärt Shelby Karpman, Sportmediziner an der Glen Sather Clinic.
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Die Verantwortung des Einzelnen
Höre auf deinen Körper, deinen Bauch. Wenn der sagt, es ist genug, dann solltest du einen Gang zurückschalten. Wenn dir was komisch erscheint, mach es nicht. Tue dir selbst einen Gefallen und lege in diesem Bereich keinen Wert auf die Meinung anderer oder deines Trainers: Keiner von denen wird die Verantwortung für dich übernehmen oder sich um dich kümmern, wenn du in 10 oder 20 Jahren mit den Spätfolgen zu kämpfen hast.
Gehe vor deinem ersten Training mal zum Arzt und lass dich gründlich durchchecken! Sowas kann nie schaden! Und dann gehst du mal ins Training und schaust es dir an!
