Brasilianische MMA-Kämpfer: Eine Welt voller Leidenschaft und Können

Brasilianische MMA-Kämpfer haben sich in der Welt des Mixed Martial Arts einen Namen gemacht. Brazilian Jiu Jitsu (BJJ) ist eine Kampfkunst, die sich auf Bodenkampf und Hebeltechniken konzentriert. Diese faszinierende Kampfkunst hat ihre Ursprünge in Japan, wurde aber in Brasilien perfektioniert und verbreitet.

Die Ursprünge des Brazilian Jiu Jitsu

Die Ursprünge des BJJ liegen im traditionellen japanischen Jiu Jitsu und im Judo. Anfang des 20. Jahrhunderts brachte der japanische Judo-Meister Mitsuyo Maeda die Techniken nach Brasilien. Die Geschichte geht so: Ein Japaner war nach Brasilien gekommen und hatte dort Judo und Jiu-Jitsu gelehrt. Auch die brasilianische Familie Gracie, die bis heute im Kampfsport eine wichtige Rolle spielt, lernte bei ihm. Sie entwickelten aus dem, was sie gelernt hatten, ein eigenes Regelwerk. Das ist wichtig, damit aus einer Kampfkunst Kampfsport wird.

BJJ im Vergleich zu anderen Kampfkünsten

Um die Bedeutung des BJJ besser zu verstehen, ist es hilfreich, es mit anderen Kampfkünsten zu vergleichen:

  • Traditionelles Jiu Jitsu ist eine umfassendere Kampfkunst, die sowohl Bodenkampf als auch Schlagtechniken beinhaltet.
  • Grappling ist ein Oberbegriff für alle Kampfstile, die sich auf den Bodenkampf konzentrieren, darunter BJJ, Ringen und Sambo.
  • Judo konzentriert sich stärker auf Wurftechniken, während BJJ auf den Bodenkampf spezialisiert ist.

Bedeutende brasilianische Kämpfer und Trainer

Viele brasilianische Kampfsportler haben sich in der MMA-Szene einen Namen gemacht:

  • Flavio ist Teil des weltberühmten „Brazilian Top Team“, bei dem er auch seine Graduierung erhalten hat. Mit 2 Weltmeisterschaftstiteln im BJJ zählt er zu den ganz erfahrenen des Sports. Ganze 5 Monate leitete er das JJ&MMA Training im Spirit und wir alle behalten ihn sicherlich in sehr guter Erinnerung.
  • Diego Braga wurde am 13. Dieses wahre Kraftpaket wurde am 16. November 1977 in Brasilien geboren und betreibt seit seiner Kindheit Kampfsport. Der Schwarzgurt im BJJ kann bereits jetzt eine sehr erfolgreiche Wettkampfkarriere im Jiu Jitsu sowie im MMA vorweisen und sein Bekanntheitsgrat stieg mit seiner Teilnahme an „TUF-Brazil“ weiter.
  • Für die Verbesserung seiner kampfsportlichen Fähigkeiten konnte er mit zahlreichen Größen des Jiu Jitsu und MMA wie z.B. Rodrigo Minotauro Nogeira, De La Riva und Roan „Carneiro“ Jucao, neben vielen weiteren schillernden Persönlichkeiten trainieren.

Guilherme Vasconcelos: Ein tragischer Verlust

Trauer in der MMA-Welt. Der brasilianische Käfig-Kämpfer Guilherme Vasconcelos ist im Alter von nur 38 Jahren verstorben. Wie brasilianische Medien berichten, ist er in der US-Metropole Los Angeles verstorben. Besonders tragisch: Vasconcelos hinterlässt eine einjährige Tochter, die aus seiner Beziehung mit dem Model Kayla Lauren stammt. Kurz vor seinem Tod teilte er in seiner Instagram-Story noch einen Schnappschuss aus einem Jiu-Jitsu-Studio.

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Der Brasilianer ist im Käfig unter dem Spitznamen „Bomba“ angetreten. 2012 gab er sein Profi-Debüt, zwei Jahre später nahm er an der UFC-Serie „Ultimate Fighter“ teil. Einmal stand er bei einem offiziellen UFC-Fight im Käfig. Danach kämpfte er noch einige Male für die US-Promotion Bellator.

Neben seiner Kampfsport-Karriere erlangte Vasconcelos durch seine Beziehung zu Pop-Sängerin Demi Lovato (32) besondere Bekanntheit. Das Paar wurde erstmals 2017 zusammen gesichtet. Im gleichen Jahr haben sie zusammen Silvester gefeiert. Nach knapp einem halben Jahr war dann aber wieder Schluss. Lovato hat bislang noch nicht auf den Tod ihres Ex-Freundes öffentlich reagiert.

Die tragische Nachricht über Vasconcelos sorgte für viel Trauer in der MMA-Szene. Kampfsport-Trainer Jamie Huey schreibt emotional: „Diese Erfahrung war für mich sowohl eine Ehre als auch ein Segen. Bomba, danke, dass du Teil meiner Reise warst und mich an deiner teilhaben ließest. Ruhe in Frieden, Champ.“ Ex-UFC-Star Vinny Magalhaes meint: „Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich so einen für so einen guten Mann wie dich schreiben würde. Ruhe in Frieden, mein Freund.“

Linus von Schrenk: Ein Weltmeister im BJJ

Linus von Schrenk ist neuer Weltmeister im Brazilian Jiu-Jitsu.

taz: Du bist Weltmeister im Brazilian Jiu-Jitsu, abgekürzt BJJ.

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Schrenk: Brazilian Jiu-Jitsu ist zunächst mal ein Marketingbegriff, um es in den USA bekannter zu machen.

taz: Auch Mixed Martial Arts (MMA) hat ja verschiedene Kampfkünste aufgenommen und integriert.

Schrenk: Bei uns darf nicht geschlagen und nicht getreten werden. Das ist der Hauptunterschied. Ein paar mehr Unterschiede gibt es auch noch. Es gibt aber sehr verschiedene Regelwerke, das ist kaum reguliert.

taz: In den USA ist BJJ populär.

Schrenk: In Amerika hat ja die UFC eine große Bedeutung, Ultimate Fighting Championship, eine Profitournee vor allem für MMA.

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taz: MMA ist ja dabei, dem klassischen Profiboxen den Rang abzulaufen.

Schrenk: Dass BJJ populärer wird, da bin ich mir sehr sicher. Es ist eine sehr effiziente Form zu kämpfen, sie hat Potenzial. Dass BJJ bedeutender als MMA und Boxen wird, glaube ich eher nicht. Die beiden sind einfacher strukturiert, da ist mehr erlaubt, da kann man k. o.

taz: Es gibt das Ressentiment, Kampfsport fände in einem halbseidenen Milieu statt, irgendwo zwischen Zuhältern und Nazis. Nun ist deine Mutter Journalistin, dein Vater ist Zeitungsgestalter, mit beiden bin ich befreundet - um endlich mal zu erklären, warum wir uns duzen. Bist du eine Ausnahme in deinem Sport?

Schrenk: Das Vorurteil ist Quatsch. Bei uns sind ganz normale Leute, alle Schichten, alle Herkünfte. Bei uns ist ein Polizist und ein Ex-Krimineller, alle. Natürlich gilt, dass gewisse Vereine bestimmte Klientelen anziehen.

taz: Du bist jetzt 20 Jahre alt, bist gerade erstmals Weltmeister in der offenen Klasse geworden.

Ein Einblick in MMA-Techniken

Hier sind einige Einblicke in effektive MMA-Techniken:

  1. In den letzten Jahren haben wir in allen UFC-Gewichtsklassen eine schiere Dominanz des Ringens erlebt, und wenn wir uns ihre Stile genauer ansehen, können wir die „perfekte Formel“ entdecken. Außerdem hat es einen großen psychologischen Effekt! Das heißt, das Vortäuschen von Takedowns und das Überwinden der Oberseite mit unorthodoxen Schlingenschlägen wird immer beliebter und ist sehr effektiv.
  2. Wenn Du ein MMA- oder Boxstudio betrittst, musst Du Dich zunächst vor den Spiegel stellen und lernen, wie man einen Jab schlägt. Ein harter Jab kann eine Menge Schaden anrichten, vor allem eine gebrochene Nase oder große Schwellungen unter den Augen.
  3. Während sich Ringer darauf verlassen, ihre Gegner mit ein- und beidbeinigen Takedowns niederzuschlagen, verfolgen Brazilian Jiu-Jitsu-Kämpfer einen etwas anderen Ansatz. Eine der effektivsten und leicht zu erlernenden Techniken ist der Pull Guard. Diese Technik kann auf verschiedene Arten ausgeführt werden, aber im Allgemeinen kann man den Gegner im Clinch packen, ihn aus dem Gleichgewicht bringen und auf die Matte ziehen.
  4. Falls es Dir unangenehm ist, im Kampf auf dem Boden zu sein und Du nicht über die notwendigen Fähigkeiten verfügst, um die Submission zu sichern, so gibt es immer eine Möglichkeit, den Rubber Guard zu ziehen! Indem man die Körperhaltung des Gegners mit einem Arm und einem Bein kontrolliert, stoppt man sofort alle weiteren Aktionen.
  5. Die Tatsache, dass Heel Hooks in vielen Kampfsportstudios und bei allen Jiu-Jitsu- und Sambo-Turnieren verboten sind, spricht für sich. Bei der Ausführung dieser Technik ist jedoch besondere Vorsicht geboten, da es nur einer geringen Kraft bedarf, um den Knöchel des Gegners auszukugeln oder die Bänder zu zerreißen.
  6. Die Hände um den Hals des Gegners zu wickeln und einen Thai Clinch zu ziehen, ist wahrscheinlich die beste Abwehrbewegung, um einen Angreifer zu neutralisieren.
  7. Obwohl die Ellbogen aus der oberen Mount Position den meisten Schaden anrichten, ist die Kraft aus dem Stand noch wesentlich höher. Wenn man mit der Ellbogenspitze einen Kopftreffer landet, dann gibt es oft einen stark blutenden Cut. Da die MMA-Kämpfe meistens im Cage stattfinden, begünstigt das den Einsatz der Ellbogentechniken, da die Kämpfer im Gegensatz zum Boxring am Cage nicht nach hinten ausweichen können, wenn sie am Cage „kleben“.
  8. Das Matchup zwischen einem guten Kickboxer und einem Grappling basierten Kämpfer mit schlechter Standup-Verteidigung führt oft dazu, dass MMA-Fans die Kampfqualität in Frage stellen. Man denke nur an den Kampf zwischen Khalil Rountree Jr. und Erik Anders. Dadurch sind sie gezwungen, ihre Haltung zu wechseln und ihr Fightgame ist zu diesem Zeitpunkt gestört. Timing ist jedoch der Schlüssel!
  9. Heute ist er eine der effektivsten Würgetechniken, die man von unten (aus der offenen Deckung) ausführen kann, und ein beliebter Zug vieler Kämpfer.
  10. Ein perfekt platzierter Leberschlag wird oft als die schmerzhafteste Kampferfahrung beschrieben. Ursprünglich eine Technik des Boxers, verursacht der Leberschlag in der Regel eine Ohnmacht.