In Zeiten der Digitalisierung finden Eltern es immer wichtiger, dass ihre Kinder auch fernab von Smartphone und Computer einem Hobby nachgehen, welches sie begeistert und fördert. Immer mehr Eltern suchen nach einer passenden Kampfkunst für ihre Kinder. Eine Sportart, welche sich immer größerer Beliebtheit erfreut, ist die Kampfsportart Karate.
Was ist Karate?
Auch wenn nicht wirklich beweisbar, wird davon ausgegangen, dass die Ursprünge von der Kampfsportart Karate in China liegen. Demzufolge entwickelten Mönche, die keine Waffen tragen durften, aus gymnastischen Übungen eine besondere Kampfkunst zur Selbstverteidigung.
Karate für Kinder: Eine lohnende Investition?
Karate ist eine großartige alternative Freizeitaktivität für Kinder, die nicht nur körperliche Fitness fördert, sondern auch Disziplin und Selbstvertrauen stärkt. Karate ist eine der ältesten Kampfkünste Japans und hat sich in den letzten Jahren auch in Deutschland immer mehr etabliert. Karate für Kinder, kann eine interessante Freizeitbeschäftigung sein, die viele Vorteile bietet. Die Kinder lernen nicht nur die Techniken des Karate, sondern auch wichtige Werte wie Respekt, Höflichkeit und Durchhaltevermögen.
Vorteile von Karate für Kinder
Karate ist eine großartige Kampfkunst für dein Kind, die viele Vorteile bietet:
- Karate fördert die körperliche Fitness und Ausdauer deines Kindes.
- Zudem hilft Karate deinem Kind, sein Selbstvertrauen zu stärken und sich selbst zu verteidigen.
- Karate verbessert auch die psychische Gesundheit deines Kindes. Durch regelmäßiges Training lernt es Disziplin, Konzentration und Geduld. Außerdem lernt es, seine Gefühle zu kontrollieren und Stress abzubauen.
- Darüber hinaus bietet Karate deinem Kind die Möglichkeit, neue Freunde zu finden und an Wettkämpfen teilzunehmen. So kann es seine sozialen Fähigkeiten verbessern und Teamgeist entwickeln.
- Durch regelmäßiges Training kann dein Kind zu einem selbstbewussten und disziplinierten Erwachsenen heranwachsen. Durch die erworbene mentale Stärke und Disziplin wird es zudem in der Lage sein, Hindernisse zu überwinden und seine Ziele zu erreichen.
- Karate lehrt das Einhalten von Regeln, Regelmäßigkeit und Selbstbeherrschung, so dass der junge Mensch in der Schule und im Alltag bessere Leistungen erbringen kann.
- Durch den Erwerb neuer Fähigkeiten und Abschlüsse gewinnt ein Mädchen oder ein Junge an Zuversicht und Selbstvertrauen.
- Das Karatetraining legt großen Wert auf die Prinzipien des Respekts gegenüber dem Trainer, Gleichaltrigen und der Selbstdisziplin, was den Kindern hilft, gesunde Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen.
- Regelmäßiges Training lehrt, Schwierigkeiten zu überwinden, sich Herausforderungen zu stellen und Emotionen zu kontrollieren.
- Außerdem lernt der junge Sportler Selbstverteidigungstechniken, die ihm das Wissen vermitteln, wie er mit bedrohlichen Situationen umgehen kann. Die Fähigkeit, sich selbst zu verteidigen, kann das Sicherheitsgefühl und das Selbstvertrauen in verschiedenen Lebenssituationen stärken.
Was Karate aber darüber hinaus mitbringt, ist innere Stärke. Zu wissen, dass man mit Fleiß, Ausdauer und Disziplin seine Ziele erreicht. Zu wissen, dass man sich behaupten kann und entsprechen aufzutreten, bevor man es beweisen muss. Zu wissen, dass es Regeln gibt und wir Respekt vor anderen, aber auch uns selbst haben müssen.
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Nachteile von Karate für Kinder
Obwohl Karate für dein Kind viele Vorteile bietet, gibt es auch einige Nachteile, die du bei deiner Entscheidung berücksichtigen solltest.
- Einer der größten Nachteile ist das Verletzungsrisiko beim Training oder Wettkampf. Karate beinhaltet viele schnelle Bewegungen und Schläge, die zu Verletzungen führen können. Auch wenn die Trainer auf Sicherheit achten und Schutzausrüstung empfohlen wird, kann das Risiko nicht völlig ausgeschlossen werden. Wobei dies bei anderen Sportarten wie Fußball und Basketball ebenfalls Gefahren birgt.
- Es kommen zwar selten große Verletzungen vor, kann jedoch nie ausgeschlossen werden. Bei 99 Prozent der Fälle treten jedoch nur übliche Verletzungen wie Zerrungen und Prellungen auf.
- Karate kann für dein Kind zu anspruchsvoll oder zu langweilig sein. Manche Kinder haben Schwierigkeiten, sich auf das Training zu konzentrieren. Bevor dein Kind mit dem Training beginnst, solltest du es fragen, ob es sich wirklich für Karate interessiert und bereit ist, sich den Herausforderungen zu stellen.
Wahrscheinlich ist die Verletzungsgefahr sogar geringer, weil die Trainingseinheiten geplant und strukturiert ablaufen. Das Training beinhaltet keine freien Kämpfe. Bei anderen Kontaktsportarten, wie z.B. Fußball sind die Kinder mehr auf sich alleine gestellt.
Karate-Training für Kinder: Ab wann und wie lange?
Das Karatetraining für Kinder beginnt in der Regel im Alter von 4-5 Jahren. In diesem Alter sind die Kinder körperlich und geistig so weit entwickelt, dass sie den Anforderungen des Trainings gewachsen sind. Es gibt jedoch auch Dojos, die Kinder erst ab einem Alter von 6-8 Jahren zum Karatetraining zulassen. Es gibt auch Karateschulen, die ihre Kinder in Altersgruppen einteilen, um einen altersgerechten Trainingsplan anbieten zu können.
Das Alter, ab dem Karate nicht mehr als Kinderkarate, sondern als Jugend- oder Erwachsenenkarate betrachtet wird, hängt von den Bestimmungen der Karateschule ab. In der Regel erfolgt der Übergang zum Jugendkarate zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr. Ab diesem Zeitpunkt können die Trainingsmethoden und -inhalte den wachsenden körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Jugendlichen angepasst werden.
Welcher Verein soll es sein?
Wenn es in deiner Nähe mehrere Vereine gibt, kannst du anhand einiger Kriterien entscheiden, welche Karateschule für dein Kind die richtige ist. Hier die wichtigsten Kriterien und Fragen auf einen Blick:
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- Vereinsphilosophie: Welche Werte werden vermittelt?
- Trainingskonzept: Welche Inhalte werden vermittelt?
Besuche mit deinem Kind ein Schnupperstunde. So kannst du herausfinden, ob es deinem Kind gefällt und ob der Verein hält, was er verspricht.
Voraussetzungen für das Karate Training
In der Regel findet vor der Anmeldung ein Probetraining statt. An diesem Schnuppertag können die Trainer feststellen, ob das Kind für das Training geeignet ist. Der Karatelehrer trifft seine Entscheidung nach folgenden Kriterien:
- Alter: Das Karatetraining für Kinder beginnt in der Regel im Alter von 4-5 Jahren.
- Gesundheit: Das Kind sollte idealerweise gesund sein und keine körperlichen Verletzungen haben, die durch das Training verschlimmert werden könnten.
- Fähigkeiten: Interesse an Bewegung und körperlicher Aktivität sollte vorhanden sein.
Die Kosten mit denen du rechnen musst
Die Kosten für Karate sind unterschiedlich, jedoch zahlt man im Durchschnitt zwischen 15 und 45 € im Monat. Für die Mitgliedschaft wird ein wiederkehrender Vereinsbeitrag erhoben, der zwischen 15 und 50 € pro Monat liegt. Einmalige Kosten wären dann noch die Karateanzüge, die man meist beim örtlichen Verein kaufen kann. Hinzu kommen einmalige Kosten für Kampfsportanzüge in Höhe von ca. 30-50 € pro Anzug.
Wenn du dein Kind auch zu Hause beim Training unterstützen möchtest, kann zusätzliche Karate Ausrüstung nötig sein. Standboxsäcke die ohne Wandmontage überall aufgestellt und platzsparend verstaut werden können, sind eine großartige Ergänzung.
Die drei Kampfsportarten Judo, Karate und Taekwondo im Vergleich
Zu den bekanntesten Kampfsportarten zählen Judo, Ju-Jutsu, Karate, Kung-Fu und Taekwondo. Wir stellen hier Judo, Karate und Taekwondo für Sie vor und zeigen auf, was sie voneinander unterscheidet. In vielen Kampfsport-Vereinen werden Kinderkurse werden bereits ab vier Jahren angeboten. Der Nachwuchs wird zunächst mit Spiel und Spaß an die der Kampfsportart zugrunde liegenden Bewegungsabläufe herangeführt.
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Judo
Judo ist eine japanische Kampfsportart. Übersetzt bedeutet Judo „der sanfte Weg“. Damit ist nicht nur die Art des Kämpfens gemeint, sondern eine Lebenseinstellung. Im Judo geht es darum, sich auf den Weg des Gegenübers einzulassen und blitzschnell darauf zu reagieren. Judo ist eine Kampfsportart mit viel Körperkontakt: Die Kinder packen sich beispielsweise an Armen oder Schultern und versuchen, ihre Partnerin oder ihren Partner, der im Kampf zu ihrer Gegnerin oder zu ihrem Gegner wird, auf die Matte zu schleudern. Sie lernen Wurf- und Bodentechniken, weniger Stoß- und Tritttechniken. Judo-Techniken basieren auf der Ausnutzung der Kraft und Bewegung der Gegnerin oder des Gegners, um diesen auf den Boden zu werfen und anschließend zu kontrollieren. Wie groß oder klein man ist, ist hierbei nicht wichtig. Mit der richtigen Wurftechnik können hier auch die Kleinsten siegen.
Karate
Die Kampfsportart Karate kommt ebenfalls aus Japan. Karate heißt übersetzt „leere Hand“. Damit ist gemeint, dass man sich gegen eine Angreiferin oder Angreifer nur mit der leeren Hand, aber natürlich auch mit den bloßen Füßen verteidigen kann. Im Gegensatz zum Judo gibt es beim Karate wenig Körperkontakt. Ziel ist, sich mittels gezielter Schläge, Tritte und Stöße gegen die Angreiferin oder den Angreifer zu verteidigen. Die Karatekinder lernen, ihren ganzen Körper zu trainieren, besonders Hände, Ellenbogen, Knie und Füße. Eine hohe Konzentration und Schnelligkeit, aber auch Gelassenheit sind beim Karate besonders gefragt. Nur wer beim Angriff nicht in Panik verfällt, kann sich wehren. Deshalb werden den Kindern neben der Technik im Unterricht auch psychologische Inhalte zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung vermittelt.
Taekwondo
Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst und bedeutet die Verbindung von Tae (Tritt), Kwon (Faust) und Do (Geist). Taekwondo scheint Karate sehr zu ähneln, doch die Konzentration liegt hier auf schnellen Fußtechniken und kräftigen Tritten. Im Training werden häufige Angriffe und wirksame Gegenreaktionen geübt. Dabei werden entweder verschiedene Formen gegen unsichtbare Gegnerinnen und Gegner durchgespielt oder der Freikampf gegeneinander trainiert. Die Techniken helfen, Schläge oder Tritte gezielt abzuwehren.
