Karate ist für alle geeignet, unabhängig von Alter, Geschlecht oder körperlicher Verfassung. Unser Training ist individuell an das Alter und den Erfahrungsstand angepasst. Auch Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen haben - sofern es die räumlichen Gegebenheiten erlauben - die Möglichkeit, bei uns Karate zu erlernen.
Der Begriff Karate stammt aus dem Japanischen und bedeutet „leere Hand“. Die "Leere" steht dabei nicht für das Fehlen von Waffen, sondern symbolisiert einen klaren, freien Geist, der sich ohne Ablenkungen auf die Kampfkunst konzentriert.
Seit einigen Jahren trainieren wir Shotokai Egami Ryu, einen innovativen Karate-Stil, der die Prinzipien des traditionellen Karate mit einer modernen Bewegungslehre verbindet. Wir sind aktuell die einzige Vertretung dieses Stils in Deutschland.
Unser Bonsai-Karate-Programm ist speziell für Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter entwickelt. Es geht nicht um perfekte Techniken, sondern um eine sanfte Heranführung an die Kampfkunst. Schüchterne Kinder lernen, aus sich herauszukommen, während lebhafte Kinder besser fokussieren können. Beim ersten Probetraining sind Eltern herzlich willkommen!
Karate ist ideal für Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS). Karate schafft einen leistungsdruckfreien Raum, in dem Kinder sich entwickeln können, ohne ständig Erwartungen erfüllen zu müssen.
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Viele unserer Anfänger haben keinerlei Vorerfahrung. Weder Kondition noch Beweglichkeit sind erforderlich - all das entwickelt sich mit der Zeit.
Kleine Pandas müssen gehegt und gepflegt werden! Daher trainieren die ganz Kleinen bei uns im Regelfall nur einmal in der Woche. Die Gruppen der kleinen Pandas sollten nicht mehr als fünfzehn Kinder umfassen. Um eine gute Betreuung zu gewährleisten, werden die Trainerin und der Trainer der Gruppe von einer weiteren Trainingsassistentin unterstützt.
NEU: In den Kursen der Pandas, Füchse und Tiger bieten wir auch Eltern-Kind-Karate an! Trainieren Sie gemeinsam mit ihrem Kind!
Im Trainingsplan der Karateschule Fuji San Münster wird dem Kinderkarate- und Jugendtraining ein besonders großer Platz eingeräumt. Dies beweist: Die altersgerechte und intensive Ausbildung unseres Karatenachwuchses liegt uns besonders am Herzen. Aus diesem Grund haben wir dreizehn Einheiten pro Woche für Kinder und Jugendliche reserviert.
Die kleinen Pandas trainieren meist nur einmal pro Woche und können hier Montag, Dienstag, Donnerstag oder Samstag auswählen. Unsere schlauen Füchse (7 bis 9 Jahre) und die stolzen Tiger (10 bis 13 Jahre) trainieren möglichst mindestens zweimal die Woche - Montag, Dienstag, Donnerstags (nur Füchse) und Samstag. Für die fortgeschrittenen Kinder (Anfänger auf Einladung und alle Gelbgurte) besteht freitags um 17.00 oder 18.00 Uhr die Gelegenheit, zusätzlich und auf einem höheren Niveau zu trainieren.
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Zusätzlich können auch die Kinder sonntags am Kata-Training teilnehmen und nach Rücksprache mit den Trainerinnen und Trainern an dem Training mittwochs um 19.00 Uhr bei Andreas Klein Sensei.
In den Kindertrainings wird neben den Grundlagen des JKA-Karate regelmäßig der Umgang mit Konflikten (Mobbing, Streit, körperliche Angriff, sexualisierte Gewalt gegen Kinder, Cyber-Grooming ect.) trainiert. Zur Vertiefung der Konflikttrainings bieten wir die ZIKK-ZAKK-Kurse und weitere schul- und berufsvorbereitende Kurse an. Selbstbehauptung und Selbstverteidigung gehören ebenfalls im täglichen Karatetraining zum Trainingsinhalt.
Der Donnerstagabend hat einen speziellen Schwerpunkt Karate Street Experience - hier machen wir Karate „straßentauglich“ und blicken über den Tellerrand hinaus bis zur freien Selbstverteidigung.
Zusätzlich bieten wir Selbstverteidigung in verschiedenen Kurskonzepten für unterschiedliche Zielgruppen an (Frauen, Männer, bestimmte Berufsgruppen). Wir arbeiten hier in enger Kooperation mit dem Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium Münster, der Dreifaltigkeitsschule, dem Frauennotruf e. V. sowie dem Bildungsinstitut Münster e. V.
Karate lernen kann eine Menge Spaß bereiten, aber auch durchaus gewaltige Anstrengung voraussetzen. Charakteristisch für Karate sind die vielen verschiedenen Schläge und Tritte sowie deren schnelle und präzise Ausführung. Egal ob Schläge, Tritte oder Stöße, es wird bei jeder Technik großer Wert auf die Schnellkraft gelegt. Für die korrekte Ausführung der Techniken wird eine enorme körperliche Fitness benötigt.
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Ablauf des Karate Trainings
- Die Begrüßung: Beim Betreten der Halle ist es üblich, auf der Türschwelle kurz innezuhalten und sich in Richtung der Mitte des Dojos, der Trainingshalle, zu verneigen. Dies gilt als Zeichen des Respekts vor der gemeinsamen Trainingsstätte und vor jenen Karateka, die bereits anwesend sind. Die Begrüßung mit dem Sensei, dem Trainer, erfolgt auf die traditionelle japanische Art, wie sie bei vielen anderen Kampfsportarten anzutreffen ist. Der Ablauf kann minimal variieren, wenn der Sensei einzelne Teile weglässt. Wenn der Sensei das Zeichen gibt, zu beginnen, stellen sich alle Schüler an einer gedachten Linie auf, welche vom erfahrensten Schüler vorgegeben wird. Der erfahrenste Schüler gibt das Signal „Mokuso!“, was soviel bedeutet wie Meditation. Daraufhin herrscht Ruhe, so dass alle Schüler und Lehrer ihren Kopf von Gedanken befreien, um sich ganz auf das Training konzentrieren zu können. Auf die Worte „Mokuso yame, sensei ni rei!“ folgt eine tiefe Verbeugung, bei der die Stirn fast den Boden berührt. Die Fingerspitzen werden dabei neben dem Kopf abgelegt.
- Die Aufwärmphase: Nach der Begrüßung folgt das Aufwärmen mit verschiedenen Laufübungen oder laufintensiven Sportarten. Das kann zum Beispiel mit klassischen Ballsportarten wie Fußball oder Brennball geschehen, oder der Trainer schickt Euch durch einen kleinen Hindernisparcours. Das Wichtigste ist hierbei, dass Ihr Euch sehr viel bewegt und dabei möglichst viele Muskelgruppen ansprecht. Die Aufwärmphase dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten und wird mit ein paar Dehnübungen abgeschlossen.
- Grundschule (Kihon): Im Kihon, auch Grundschule genannt, werden einzelne Techniken oder deren Kombination trainiert. Im Regelfall stehen die Schüler hier in einer Linie und der Sensei gibt die Kommandos. Beim Kihon entsteht das Bild, welches Ihr aus den Kampfsportfilmen kennt, nur dass fast alle Techniken mit einer Bewegung ausgeführt werden.
- Kata: Die Kata, der Formenlauf, bezeichnet eine Abfolge von Bewegungen und Techniken nach einem vorgeschriebenen Muster. Diese Karate Techniken werden Euch im ersten Moment recht nutzlos erscheinen, wenn es um die Selbstverteidigung geht, was daran liegt, dass sie von ihren Schöpfern „verschlüsselt“ wurden, damit nicht jeder ihren Sinn erkennt. Während die Kata beim Karate für Anfänger nur wenige Techniken enthalten, so steigt der Anspruch mit dem Trainingsfortschritt des Schülers an. Spätere Kata beinhalten deutlich mehr Techniken mit höherem Schwierigkeitsgrad und müssen mit größerer Geschwindigkeit ausgeführt werden.
- Bunkai: Zum Karate lernen unverzichtbar ist das Bunkai, welches die Analyse der Techniken einer Kata beinhaltet. Schließlich war Karate zu jener Zeit, als diese Kata erfunden wurden, strengstens verboten und wurde nur mündlich vom Meister zum Schüler weitergegeben. Manchmal wird versucht, die Bewegungen der Kata eins zu eins auf einen Kampf mit Gegner zu übertragen, was allerdings nur sehr selten in sinnvollem Zusammenhang funktioniert. Es gibt im Bunkai kein „Richtig“ oder „Falsch“, solange die Anwendung funktioniert, daher kann die Interpretation der Kata auch von Trainer zu Trainer unterschiedlich ausfallen.
- Kumite: Das Kumite, der Kampf mit Partner, besitzt viele Formen, deren Schwierigkeit mit Eurem Ausbildungsfortschritt ansteigt. Im Training bezeichnet das Kumite die Übung mit einem Partner, wobei der Angriff anfangs angesagt wird, um eine richtige Anwendung der passenden Blocktechnik zu erlernen.
- Freikampf: Ein Freikampf, in dem annährend auf Wettkampfniveau trainiert wird, muss nicht in jedem Karate Training enthalten sein. Es hängt von der Spezialisierung Eures Vereins und von Euren individuellen Fähigkeiten ab, ob Ihr mit diesem konfrontiert werdet.
Die Trainingseinheit beim Karate besteht aus verschiedenen Elementen, das gesamte Training dauert in der Regel zwei Stunden. Nach der Begrüßung folgt das Aufwärmen, was etwa in der Form von Laufübungen, Hindernisparcours oder auch unter Zuhilfenahme von Ballsportarten geschehen kann und auf keinen Fall zu kurz gestaltet werden darf, um Zerrungen zu vermeiden.
Im Kumite kommen Eure im Kihon erlernten Techniken am Gegner zum Einsatz. Allerdings müsst Ihr dringend zwischen dem Kumite im Training und dem Kumite im Wettkampf unterscheiden. Im Wettkampf bezeichnet Kumite den simulierten Kampf gegen einen Gegner, welchen wir im Training als Freikampf bezeichnen.
Es gibt Varianten des Kumite im Training, in denen Eure Techniken fest vorgeschrieben sind und andere, in denen Ihr frei wählen dürft. Wichtig ist aber, dass Ihr bei jeder Technik auf eine saubere Ausführung achtet. Der Freikampf erwartet Euch erst nach mehreren bestandenen Prüfungen und hat das Ziel, einen realen Kampf zu simulieren, wobei harte Treffer auf jeden Fall zu vermeiden sind.
Karate-Effektiver trainieren
Der Schwerpunkt dieses Programmes ist das Vorstellen von neuen Trainingsideen und Übungsformen zur schrittweisen Heranführung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zum Karate-Kumite im Breiten- und Wettkampfsport.
Logisch aufgebaut und thematisch an die jeweiligen Altersstufen orientiert vermittelt Christian Grüner eine große Übungs- und Methodenvielfalt für das eigene Training im Dojo und zuhause.
Die Aufnahmen dieser Video-Reihe wurden speziell anlässlich eines Lehrganges aufgenommen und stellen somit nicht nur eine detaillierte Übungsvorstellung dar.
Gleichzeitig kann man die Anleitungen und Hinweise des Trainers für die Trainierenden verfolgen und sehen und bekommt einen Eindruck, wie die Aufgabenstellungen von der Gruppe umgesetzt werden.„Karate- effektiver trainieren!“ ist in vier Teile unterteilt:
- Kumite Kids/Basics & Sound Karate
- Kumite Juniors
- Kumite Masterclass
- Bonusmaterial
Jeder Teil beinhaltet über 90 Minuten Trainingsprogramm sowie über 60 Minuten Bonusmaterial. Wählen Sie die Altersstufe und die Gürtelfarbe Ihres Kindes aus und los gehts. Mit diesen Trainingsfilmen bieten wir unseren Karatekids die Möglichkeit, zusätzlich zum Präsenzunterricht, auch zu Hause zu trainieren.
Ihr Kind erhält für die besuchten Trainings in den Präsenzkursen einen Stempel in seiner Trainingskarte. Die Anzahl der Stempel in der Trainingskarte berechtigt Ihr Kind an Karate-Tests und Gürtelprüfungen teilzunehmen. Ihr Kind erhält maximal einen Stempel pro Woche für das Online-Training, wenn es mindestens 6 x Trainingsvideos trainiert hat. Zusätzlich kann noch ein Sicherheitsblatt bearbeitet werden.
Das Karate Training muss man selbst erleben, um es wirklich zu fühlen und verstehen - wir versuchen euch dennoch einen kleinen schriftlichen Einblick zu bieten. Karate Training hat eine Menge Vorteile, ob Karate für Frauen oder für Kinder - es ist eine Sportart, die für die gesamte Familie geeignet ist.
Eine Grundregel des Karate sagt: „Karate ni sente nashi“. „Es gibt keinen ersten Angriff im Karate.“ Das bedeutet nicht, dass man einem Angriff nicht offensiv begegnen kann. Karate muss jedoch immer dem Prinzip folgen, nicht aggressiv eingesetzt zu werden.
