Kickboxen ist eine Sportart, die ursprünglich aus dem Thai-Boxen stammt und in den 1970er-Jahren in den USA als Wettkampf ausgeführt wurde. Bis die Box-Variante nach Europa kam, dauerte es allerdings ganz schön lang. Es ist ein effektiver Mix aus Flexibilität, Koordination und Ausdauer. Dabei stehst du auch nicht im (Box-)Ring, sondern arbeitest gemeinsam im Team. Durch die Übungen bekommst du ein besseres Gefühl für deinen Körper und deine Kraft.
Warum Kickboxen für Muskelaufbau geeignet ist
Einer der wohl größten Vorteile ist, dass du beim Kickboxen viele Kalorien verbrennst. Jede Bewegung fordert deinen Body. In 1 Stunde verbrauchst du ca. 800 Kalorien. Du dehnst dich, drehst dich, springst und gehst zu Boden. Beim Kickboxen für Frauen stärkt du auch deine Muskeln - und zwar überall. Die Übungen werden auf Koordination, Schlag und Bewegung abgestimmt. So richtig auspowern und den Stress aus dem Alltag vergessen? Das schaffst du mit Kickboxen. Du legst deine ganze Kraft in die Bewegungen. Dadurch merkst du aber auch, dass dein Geist „gereinigt“ wird.
Kickboxen ist eine Kombination aus Bewegen, Dehnen, Straffen und jeder Menge Kicks. Deine Muskeln werden zuerst mit einem Warm up auf die Belastungen vorbereitet. Dabei ist es auch wichtig, dass dein Kreislauf in Schwung kommt.
Grundlagen des Kickbox-Trainings
Zu Beginn eines jeden Kickbox-Trainings steht eine Aufwärmphase, um das Training effektiver zu gestalten bzw. um das Verletzungsrisiko zu minimieren (Zerrungen usw.). Zum Aufwärmen bieten sich Seilspringen, Laufen und/ oder lockeres Schattenboxen an. Schattenboxen dient beim Kickboxen sowohl der Fitness als auch der Verbesserung der Schnelligkeit. Stehen Sie vor einem Spiegel während des Schattenboxens. Nach dem Aufwärmen sollten die Muskeln gedehnt werden.
Danach werden die Techniken mit einem Partner sowie am Gerät (Schlagpolster, Sandsack) trainiert. Erst danach ist man bereit ist für das Sparring (= Übungskampf). Danach werden immer neue Techniken und Kombinationen trainiert. Die Techniken sollten Sie am Sandsack, beim Schattenboxen und Sparring immer wieder trainieren. Ziel ist es, die Techniken zu beherrschen, sondern auch das richtige Timing. Nur beim Sparring lernen Sie das Timing der Techniken.
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Das Training am Sandsack erhöht Ausdauer und Schlagkraft, was sehr wichtig beim Kickboxen ist. Die Hände sollten vor dem Trainingsbeginn bandagiert werden, um Verletzung zu verhindern. Verwenden Sie Boxhandschuhe oder oder spezielle Sandsack-Handschuhe während des Trainings. Stellen Sie einen Uhr auf drei Minuten, der die Länge jeder Runde vorgibt. Starten Sie das Sandsack Training mit leichten Tritten und Schlägen. Stellen Sie sich vor, gegen einen echten Gegner zu kämpfen. Halten Sie Ihren Kopf gedeckt und üben weichen Sie dem pendelnden Sandsack mit Meidbewegungen aus.
Wichtige Aspekte des Trainings
- Technik und Schnelligkeit: Diese müssen verbessert werden.
- Verletzungen vorbeugen: Eine gute Vorbereitung ist wichtig.
- Kraft und Geschwindigkeit: Das Kickboxen Training soll durch Übungen die Kraft und die Geschwindigkeit des Kickboxers erhöhen.
Beispielhafter Trainingsplan für Anfänger
Warm-up (10 Minuten)
- Seilspringen (für Koordination, Kraft und Beinarbeit)
- Laufen (auf dem Laufband oder draußen)
- Radfahren (weniger Belastung, regt aber trotzdem deinen Puls an und erhöht die Körpertemperatur)
- Rudern (gutes Ganzkörper-Warm-Up)
Dehnübungen
- Cossack Lunge: Gehe in die Hocke und strecke ein Bein zur Seite hin aus, sodass du dich auf deiner Ferse stützt. Schiebe deine Hüfte auf die andere Seite.
- Arabesque: Stelle dich auf ein Bein und strecke das andere gerade hinter dir aus. Lehne dich an der Hüfte leicht nach unten und strecke deine Wirbelsäule.
- Single Leg Raises: Lege dich auf den Rücken. Strecke ein Bein aus, während du das andere anwinkelst und deinen Fuß auf dem Boden platzierst. Bewege das ausgestreckte Bein nach oben und unten, um die Hüfte und die Hamstrings aufzuwärmen.
Haupt-Trainingseinheit (30-40 Minuten)
Führe jede Übung 30 Sekunden lang aus und lege keine Pause zwischen den Übungen ein (Gesamtdauer: 3 Minuten). Nachdem du eine ganze Runde geschafft hast, lege eine 1-minütige Pause ein und wiederhole das Ganze mindestens viermal. Wenn du mutig bist, kannst du die Belastung auch auf 40 Sekunden erhöhen und die Pausenzeit auf 45 Sekunden reduzieren.
- Reverse Lunge und Front Kick (rechtes Bein): Stelle dich auf dein linkes Bein und mache einen Schritt zurück in eine Reverse Lunge. Aus dieser Position drückst du dich nach vorne und bringst das rechte Knie nach oben. Sobald dein Bein in einem 90°-Winkle steht, kickst du deinen Fuß nach vorne und ziehst dabei deine Zehen zum Knie.
- Battle Ropes (abwechseln): Nimm ein Seil in jede Hand und senke die Hüfte ab, sodass du dich nicht ganz in einer Kniebeuge-Position befindest. Nun bewegst du abwechselnd die Arme auf und ab, sodass sich das Seil bewegt.
- Reverse Lunge und Front Kick (linkes Bein): Stelle dich auf dein rechtes Bein und mache einen Schritt zurück in eine Reverse Lunge. Aus dieser Position drückst du dich nach vorne und bringst das linke Knie nach oben. Sobald dein Bein in einem 90°-Winkle steht, kickst du deinen Fuß nach vorne und ziehst dabei deine Zehen zum Knie.
- Mountain Climbers: Begib dich in eine Liegestütz-Position und ziehe nun abwechselnd und in einem schnellen Tempo dein Knie zum jeweils anderen Ellenbogen. Achte darauf, dass dein Rumpf angespannt bleibt und deine Hüfte in einer Linie mit deinen Schultern bleiben.
- Tuck Jumps: Führe einen Jump Squat aus und am obersten Punkt ziehst du deine Knie so hoch an, wie du kannst. Achte unbedingt darauf, dass du rechtzeitig und sicher landest.
- Roundhouse Kick: Stelle dich versetzt hin und hebe deinen hinteren Fuß an. Drehe deine Hüfte, sodass du einen Kick ausführen kannst. Dein Knie bleibt oben dabei. Versuche deine Zehen gestreckt zu halten und zwischen Hüft- und Schulterhöhe zu kicken (ziehe deine Fersen zur Wade). Ziehe dein Bein rasch wieder zurück und wiederhole dasselbe auf der anderen Seite. Wenn du kannst, wechselst du mit einem Sprung.
Danach solltest du unbedingt dein Becken, deine Hamstrings, dein Gesäß, deine Quads und deine Schultern dehnen.
Krafttraining für Kickboxer
Krafttraining ist ein integraler Bestandteil des Trainings für Kampfsportler. Egal, ob Boxer, Kickboxer, Thaiboxer, MMA-Kämpfer oder Karateka, eine starke Körperkraft ist wichtig, um im Ring oder auf der Matte bestehen zu können. Das Krafttraining kann dazu beitragen, die körperliche Stärke, Ausdauer und Explosivität zu verbessern. Regelmäßiges Krafttraining ist daher für Kampfsportler von entscheidender Bedeutung, um die Leistung zu verbessern, das Verletzungsrisiko zu reduzieren und die Ausdauer zu steigern.
Vorteile des Krafttrainings:
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- Verbessert die Leistung: Eine starker Körper ist wichtig, um in einem Kampfsport effektiv zu kämpfen. Eine starke Muskulatur ermöglicht es, schneller und kraftvoller zu schlagen und zu treten, was zu einer besseren Leistung führt.
- Verringert das Verletzungsrisiko: Mit einem gut trainierten Körper, kann das Verletzungsrisiko im Kampfsport reduziert werden. Eine starke Muskulatur hilft, den Körper stabil zu halten und Verletzungen wie Knöchelverstauchungen und Gelenkprobleme zu vermeiden.
- Steigert die Ausdauer: Ein regelmäßiges Krafttraining kann auch die Ausdauer verbessern. Während eines Kampfes werden hohe Anforderungen an die körperliche Ausdauer gestellt.
Grundübungen für Kampfsportler
- Kniebeugen: Für Beinstärke und Explosivität
- Bankdrücken: Für Oberkörperstärke
- Kreuzheben: Für Rumpf- und Beinstärke
- Klimmzüge: Für Rücken- und Armstärke
- Schulterdrücken: Für Schulterstärke
Ernährung und Regeneration
Alle Kampfsportarten sind herausfordernd und verbrennen viele Kalorien. Dein Körper braucht dafür Flüssigkeit und Energie. Komm' daher möglichst nicht mit vollem Magen oder hungrig zum Training! Ein leichter Fitness-Snack, z. B. 1 Stunde vor dem Workout, ist sinnvoll. Beim Fitnessboxen für Frauen wird dein Körper stark gefordert. Das ist auch für deinen Geist anstrengend. Umso wichtiger ist es, dass du dir anschließend Zeit zum Regenerieren nimmst.
Sicherheitshinweise
Auch wenn es beim Kickboxen nicht ums reine Kämpfen geht, brauchst du Schutz. Dazu gehören spezielle Box-Handschuhe. Außerdem sind Schoner für Beine und Füße hilfreich. Beim Kickboxen für Frauen ist es wichtig, dass du dich gut auf deine Partnerin konzentrierst. Dadurch verletzt ihr euch weniger. Gehe deswegen mit klaren Gedanken in jedes Box-Workout. Achte beim Training also darauf, dass du immer gut vorbereitet bist. Versuche, spätestens beim Aufwärmen den Alltagsstress hinter dir zu lassen.
Kickboxen für Kinder und Jugendliche
Der Einstieg ins Kickboxen ist für Kinder gut geeignet. Das Kämpfen mit umfangreichen Körperschutz mildert die Härte der körperbetonten Boxtechniken und Fußtritte entscheidend ab. Zusätzlich stärkt Kickboxen das Selbstbewußtsein und verbessert die Fitness. Sport ist ein wichtiger Ausgleich zum Schul- und Lernstress, gerade bei Jugendlichen. Kickboxen für Mädchen hält fit und stärkt das Selbstvertrauen.
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