Teo Garcia Kampfsport Biographie

Bislang war Lee Jung-do (Kim Woo-bin) überwiegend an Sport interessiert, er ist ein absolutes Ass in mehreren Kampfsportarten. Doch dann erhält er eines Tages das Angebot, dieses Talent für die gute Sache zu verwenden.

Genauer darf er an der Seite des Bewährungshelfers Kim Sun-min (Sung-kyun Kim) darauf achten, dass verurteilte Verbrecher nichts anstellen. Normalerweise dienen dazu die Fußfesseln, welche die Verurteilten tragen müssen und die darüber Auskunft geben, wo wer ist.

Doch hin und wieder kommt es mit diesen Leuten zu Auseinandersetzungen, weshalb es praktisch ist, jemanden an der Seite zu sagen, der im Notfall eingreifen und entschärfen kann.

Und weiter geht es mit den südkoreanischen Titeln bei Netflix. Oftmals geht es bei den Filmen und Serien, die der Streamingdienst aus Fernost importiert, ziemlich düster zu.

Kürzlich war da etwa die Thrillerserie The Frog, bei der es unter anderem um die Auswirkungen von Morden ging. Dann war da der Science-Fiction-Horror Parasyte: The Grey, inspiriert von der Mangareihe um Außerirdische und sprechende Hände. Auch das Auswandererdrama My Name is Loh Kiwan hatte einige wenig erfreuliche Geschichten zu erzählen. Dabei werden in dem Land durchaus auch humorvolle Titel produziert.

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Das klingt nach einer klassischen Buddy Komödie, wie sie gerade in den 1980ern Hochkonjunktur hatten. Und zumindest teilweise ist das sicher richtig.

Wie so oft wird dabei auf einen großen Kontrast gesetzt, wenn ein impulsiver Haudrauf-Sonnyboy auf einen klassischen Aktenschubser stößt. Officer Black Belt macht aber überraschend wenig aus diesem starken Kontrast, obwohl der so naheliegend ist. Zwar müssen sich die zwei schon zusammenraufen.

Das geht aber ohne die typischen Szenen einher, wie man sie bei vergleichbaren Konstellationen hat. Die Zusammenarbeit funktioniert bald, das Team harmoniert miteinander.

Die haben es in sich. Man könnte meinen, dass es um „harmlose“ Geschichten geht wie Diebstahl oder ähnliches. Stattdessen haben wir es beispielsweise mit sexueller Gewalt zu tun. Sogar Kinderpornografie spielt eine Rolle. Passt das zu einer Actionkomödie? Eher nicht.

Gleiches gilt für Selbstmord und andere schwere Themen, die sich zunehmend in den Inhalt schleichen. Je länger der Film andauert, ums düsterer wird er.

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Grundsätzlich ist es zwar schon legitim, wenn sich eine Tonalität verschiebt. Man hat hier aber das Gefühl, dass Regisseur und Drehbuchautor Joo-hwan Kim, der vor Jahren mit Midnight Runners eine immens erfolgreiche Actionkomödie gedreht hatte, gar nicht wirklich weiß, was er mit dem Film machen wollte.

Die Actionszenen können sich dafür sehen lassen. Auch wenn das hier vielleicht nicht die Klasse hat, die zunächst behauptet wird - Jung-do soll neun schwarze Gürtel haben, verteilt auf drei Sportarten -, Officer Black Belt keine Martial-Arts-Referenz darstellt: Die Kämpfe machen Laune, Hauptdarsteller Woo-bin Kim (Alienoid) macht in den Szenen eine gute Figur.

Wer in der Stimmung ist für eine Mischung aus Actionkrimi und Komödie, kann es daher durchaus mal hiermit versuchen. Einen neuen Klassiker des Genres wird man bei dem südkoreanischen Film sicher nicht finden. Vermutlich wird man sich auch nicht übermäßig lange an diesen erinnern.

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