Taekwondo ist eine relativ junge koreanische Kampfsportkunst. Korea kann auf eine etwa anderthalb Jahrtausend alte eigenständige Kampfkunst-Tradition zurückblicken. Es gibt jedoch keinen direkten Einfluss dieser auf das aktuelle Taekwondo.
Die Kampfkünste wurden damals insbesondere im südlichen Teil Koreas entwickelten, da man sich zunehmend gegen die militärische und wirtschaftliche Bedrohung aus dem Norden Koreas behaupten musste. So wurde im Königreich Silla (das war das kleinste der 3 Königreiche) im 6. Jahrhundert n. Chr. vom König Chin-Hung das Hwarang-Do gegründet, eine Organisation, in der die talentierte Jugend der damaligen Zeit aufgenommen und im Ideengut des Zen unterrichtet wurde.
Dazu gehörten verschiedene Künste, Wissenschaften und die Selbstverteidigung. Erst ab der Yi-Dynastie (1393 - 1910 n. Chr.) wurde alles, was mit dem Militär direkt und indirekt zu tun hatte, abgewertet, was auch die Popularität des Kampfsports betraf. Im Jahr 1910 erfolgte die Besetzung Koreas durch japanische Truppen.
Alles, was Kultur und Geschichte Koreas ausgemacht hatte, wurde systematisch unterdrückt und verboten. Das galt insbesondere für die traditionelle Kampfkunst Taekgyeon. Nach der Niederlage der Japaner 1945 war das Interesse groß, das Taekgyon der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und es erfolgte schnell eine allgemeine Verbreitung.
In dieser Zeit entstand eine Bewegung unter der Führung von General Choi, Hong Hi mit der Aufgabe, das Taekgyon neu zu ordnen und eine umfassende äußere Organisation zu entwerfen. 1955 führte dann General Choi Hong Hi im Auftrag der südkoreanischen Regierung Taekwondo als Nationalsport ein. Die Disziplin wurde schnell zum koreanischen Volkssport und als Pflichtfach auch an allen Militärakademien und Polizeischulen des Landes gelehrt.
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Begriffe und Zahlen im Taekwondo
Taekwon-Do benutzt die koreanische Sprache für die Beschreibung der Techniken. Diese werden im Training benutzt und von den Schülern erlernt.
Zahlen
Hier sind einige grundlegende Zahlen auf Koreanisch:
| Koreanisch | Deutsch |
|---|---|
| Hana | Eins |
| Dul | Zwei |
| Set | Drei |
| Net | Vier |
| Dasot | Fünf |
| Yosot | Sechs |
| Ilgub | Sieben |
| Yodol | Acht |
| Ahop | Neun |
| Yol | Zehn |
Ordnungszahlen
Die Ordnungszahlen im Koreanischen sind:
| Koreanisch | Deutsch |
|---|---|
| Il | Erste(r) |
| I | Zweite(r) |
| Sam | Ditte(r) |
| Sa | Vierte(r) |
| Oh | Fünfte(r) |
| Yuk | Sechste(r) |
| Chil | Siebte(r) |
| Pal | Achte(r) |
| Gu | Neunte(r) |
| Ship | Zehnte(r) |
Richtungen
Diese Begriffe beschreiben aus welcher Richtung Angriffe oder Verteidigungen mit der Faust und dem Fuß erfolgen können.
| Koreanisch | Deutsch |
|---|---|
| Ap | Vorwärts, vorne |
| Yop | Seitlich, zur Seite |
| Dolyo | Halbkreisförmig |
| Dwit | Rückwärts, nach hinten |
| An | Innen, von aussen nach innen |
| Pakkat | Aussen, von innen nach aussen |
| Paro | Gleichseitig |
| Naeryo | Abwärts, nach unten |
Stellungen
Diese Begriffe beschreiben die verschiedenen Fusstellungen aus denen heraus Angriffe oder Verteidigungen erfolgen.
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| Koreanisch | Deutsch |
|---|---|
| Sogi | Stellung |
| Ap-Sogi | Vorwärtsstellung, hoch |
| Ap-Gubi Sogi | Vorwärtsstellung, tief |
| Bom-Sogi | Tigerstellung |
| Dwit-Gubi-Sogi | Rückwärtsstellung |
| Chuchum-Sogi | Reiterstellung |
| Kima-Sogi | Reiterstellung |
| Moa-Sogi | Geschlossene Stellung |
| Pyonhi-Sogi | Parallele Stellung |
| Hagdari-Sogi | Kranichstellung |
| Goa-Sogi | Kreuzbeinstellung |
Körperteile und -bereiche
Diese Begriffe beschreiben Teile des Körpers, die entweder für Angriffe oder Verteidigungen benutzt werden bzw. Körperpunkte, dei angegriffen werden.
| Koreanisch | Deutsch |
|---|---|
| Arae | Körperunterteil (unterhalb des Gürtels) |
| Momtong | Körpermittelteil (zwischen Gürtel & Schlüsselbein) |
| Mok | Hals |
| Jumok | Faust |
| Dung Jumok | Faustrücken |
| Son | Hand |
| Sonnal | Handkante |
| Sonkut | Finger |
| Batangson | Handballen |
| Palkup | Unterarm |
| Palmok | Unterarm |
| Murup | Knie |
| Paltung | Fußspann |
| Pal | Fuß |
| Ap-chuk | Fußballen |
| Dwitkumchi | Hacke |
Abwehr
Diese Begriffe beschreiben die verschiedenen Abwehrtechniken im Taekwon-Do. Sie setzen sich aus dem Begriff Makki (Abwehr), der Richtung der Abwehr und bzw.
Tritte (Chagi)
Sie setzen sich aus dem Begriff Tritt (Chagi) und der Richtung des Tritts zusammen.
| Koreanisch | Deutsch |
|---|---|
| Ap-Chagi | Vorwärttritt |
| Dolyo-Chagi | Halbkreistritt |
| Yop-Chagi | Tritt zur Seite |
| Momdolyo-Chagi | Dolyo-Chagi mit vorheriger Drehung, gesprungen |
| Bandae-Dolyo-Chagi | Dolyo-Chagi über den Rückenm gedreht |
| Dwit-Chagi | Rückwärtstritt |
| Naeryo-Chagi | Tritt von oben nach unten |
| Tora-Yop-Chagi | Yop-Chagi über den Rücken gedreht. |
| Gawi-Chagi | Scherentritt (im Sprung) |
| Bituro-Chagi | Tritt mit dem Spann von innen nach aussen |
| Miro-Chagi | Schubtritt mit der Fusssohle |
| Twio Chagi | Gesprungener Tritt |
| I-Dan-Yop-Chagi | Seitwätstritt zum Knie und danach ohne Absetzen zum Rumpf |
Stoss-, Schlag-, Stich-Techniken
Diese Begriffe beschreiben die verschiedenen Faustangriffe im Taekwon-Do. Sie setzen sich aus den Begriffen der Grundtechnik, der Richtung des Angriffs und dem angreifenden Körperteil zusammen.
| Koreanisch | Deutsch |
|---|---|
| Jirugi | Stoß |
| Momtong-Paro-Jirugi | Seitengleicher (z.B. linke Hand / rechtes Bein) Fauststoß zur Körpermitte |
| Momtong-Pandae-Jirugi | Seitenverkehrter (z.B. |
| Pyon-Sonkut-Chirugi | Fingerspitzenstich mit Handblock (4. |
Taekwondo als moderner Sport
Taekwondo als moderner Sport unterteilt sich heute in die einzelnen Disziplinen:
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- Formenlauf (Teul, Hyeong, Poomsae (Taegeuk/Palgue)): festgelegte Techniken werden in vorgegebener Reihenfolge durchgeführt.
- Selbstverteidigung (Hosinsul): Selbstverteidigung gegen einen/mehrere unbewaffnete oder bewaffnete Gegner.
- Einschrittkampf (Hanbon Kirugi, Ilbo-Matsogi, Ilbo-Taeryeon): Ein Schaukampf mit festgelegter Technikenreihenfolge gegen einen Gegner. Neben dem Einschrittkampf gibt es auch noch den Zwei- und Dreischrittkampf (Ibo- bzw. Sambo-Matsogi, Ibo- bzw. Sambo-Taeryeon), die eher untergeordnete Bedeutung haben.
- Bruchtest (Gyeokpa): Zerstören von Holzbrettern, Ziegeln oder sonstigen Materialien mittels Taekwondo-Techniken.
- Freikampf (Daeryeon, Matsogi oder Gyeorugi): abgesprochener oder freier Kampf in verschiedenen Kombinationen.
- Wettkampf (Chayu Matsogi): Leicht-, Semi- oder Vollkontaktkampf gegen einen Gegner.
- Grundschule (Gibon Yeonseup), Gymnastik (Dosoo Dallyon) und Theorie (Ilon) sollten aber auch ständige Trainingsbestandteile sein.
Durch kontinuierliches Training und bewusste Ausübung dieser Disziplinen sollen die Taekwondoins, so werden alle Taekwondo-Betreibenden genannt, ihren Geist schulen.
General Choi Hong-hi, der Begründer des ursprünglichen Taekwondos, hat dies in fünf zu erreichenden Zielen zusammengefasst, die als "Grundsätze des Taekwondo" gelten:
- Ye-Ui, die Höflichkeit
- Yom-Chi, die Integrität
- In-Nae, das Durchhaltevermögen
- Guk-Gi, die Selbstdisziplin
- Beakjul-bool-gul, die Unbezwingbarkeit
Um diese Ziele zu erreichen, stellte Choi Hong-hi einen Eid auf, dem sich alle Taekwondo-Schüler verpflichtet fühlen sollen:
- Ich verpflichte mich, die Grundsätze des Taekwondo einzuhalten
- Ich verpflichte mich, meinen Trainer und alle Höhergestellten zu achten
- Ich verpflichte mich, Taekwondo nie zu missbrauchen
- Ich verpflichte mich, mich für Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzen
- Ich verpflichte mich, bei der Schaffung einer friedlicheren Welt mitzuarbeiten
Theorie der Kraft
Um mit einer Taekwondo-Technik die nötige Kraft und die damit verbundene durchschlagende Wirkung zu erzielen, bedient sich der Taekwondoin bestimmter physikalischer Gesetzmäßigkeiten. Das Wissen um diese physikalischen Gesetze nannte Choi Hong-hi "Theorie der Kraft". Sie besteht aus:
- Konzentration: Die gesamte Kraft genau im Moment des Schlages auf eine möglichst kleine Fläche wirken zu lassen. Große Fläche = kleine Kraftwirkung, kleine Fläche = große Kraftwirkung.
- Reaktionskraft: Gegnerische Kraft plus eigene Kraft = Kraft, die auf den Gegner einwirkt.
- Gleichgewicht: Angriff wird wirksamer und Abwehr wird stabiler, wenn der Körper sich im Gleichgewicht befindet.
- Atmungskontrolle: Eigene Schlagwirkung und Schutz des eigenen Körpers erhöhen sich durch Anspannen der Bauchmuskeln (Ausatmen und Pressen) im Moment des Schlages.
- Schnelligkeit: Je größer die Geschwindigkeit, desto größer ist die wirksame Kraft.
- Masse: Je größer die am Schlag beteiligte Masse (Hüfte und gesamter Körper, nicht nur das schlagende/tretende Körperteil), desto größer die wirksame Kraft.
Weitere wichtige Taekwondo-Begriffe
- „Charyot!“ Achtung!
- „Geshi“ (definierter) Zeitstopp!
- „Gyesok!“ Weitermachen!
- „Kalyo!“ Aufhören! oder Trennen!
- „Kyongne!“ Verbeugen!
- „Shigan!“ (unbegrenzte) Unterbrechung!
- „Sijak!“ Start! oder Beginnen!
- „Tiro tora!“ oder „Tora!“ Kehrtwendung!
- SabumnimGroßmeister (ab 5.
- KupGurtgrad bzw.
Die Taekwondo-Formen (Poomsae)
Die Taekwondo-Formen, auch Poomsae genannt, unterscheiden sich je nach Grad der Schüler und Meister. Die Ausführung erfolgt gemäß einer festgelegten Reihenfolge, wobei Bewegungen, Schritte und Techniken (wie Kicks und Blöcke) im Dojang absolviert werden. Die Koordination spielt ebenfalls eine große Rolle, da alle Taekwondo-Formen an ihrem Ausgangspunkt enden müssen. Darüber hinaus sind die wiederholte Ausführung von Bewegungsformen, die konzentriert ausgeführt werden, auch eine Form der Meditation.
- Taegeuk-IL-Jang: In Taegeuk-IL-Jang führt der Schüler durch das Erlernen der ersten Grundelemente und Techniken seine eigene Entwicklung im Taekwondo ein. Diese Form wird von Schülern verlangt, die sich auf den 7. Kup vorbereiten. Die IL-Jang-Grundtechniken umfassen: Arae-Makki (untere Blocktechnik), Momtong-Makki (mittlere Blocktechnik), Momtong-Jireugi (mittlerer Streckstoß) und Ap-Chagi (vorderer Fußtritt).
- Taegeuk I-Jang: Die zweite Schülerform Taegeuk I-Jang symbolisiert Frohsinn und Freude, die durch Harmonie und innere Balance entstehen. Das zugrunde liegende I-Ging-Symbol steht für Heiterkeit und die aufblühende Energie, die im Einklang mit sich selbst und der Umgebung entsteht. Taegeuk I-Jang zeigt durch ihre klaren und fließenden Bewegungen, dass Fortschritt und Lernen auch Leichtigkeit und Freude mit sich bringen. Frohsinn symbolisiert die Offenheit und Neugier eines Schülers, der sich auf dem Weg (Do) des Taekwondo befindet. Taegeuk I-Jang vermittelt, dass wahre Stärke nicht nur in der Technik, sondern auch in der mentalen Haltung liegt. Die Bewegungen in Taegeuk I-Jang sind klar, harmonisch und leicht nachvollziehbar. Die Form wird von Schülern trainiert, die sich auf den 6. Kup (grüner Gürtel) vorbereiten. Taegeuk I-Jang steht für den Fortschritt auf dem Weg des Schülers, indem sie die Freude an der Bewegung mit der Präzision der Techniken vereint.
- Taegeuk Sam-Jang: Die dritte Schülerform Taegeuk Sam-Jang symbolisiert das Feuer, das im I-Ging für Leidenschaft, Energie und Transformation steht. Feuer ist eine Quelle von Licht und Wärme, es kann Leben schenken, aber auch zerstören, wenn es unkontrolliert bleibt. Taegeuk Sam-Jang verbindet die Lebendigkeit des Feuers mit der Verantwortung, seine Kraft zu lenken. Feuer steht für Entschlossenheit und innere Kraft. Es fordert den Sportler dazu auf, Leidenschaft und Energie in seine Techniken einzubringen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Die Techniken in Taegeuk Sam-Jang sind präzise und dynamisch, geprägt von intensiven und kraftvollen Bewegungen. Eine Steigerung zu den beiden ersten Taeguk-Formen ergibt sich bei der Form Sam-Jang durch die Dreifachtechniken. Die Handkantentechniken weisen auf die Gefährlichkeit des Feuersymbols hin. Die Taekwondo-Schüler trainieren die Sam-Jang-Form für den 5.
- Taegeuk Sa-Jang: Die vierte Schülerform Taegeuk Sa-Jang ist symbolisch mit dem Donner verbunden, der im I-Ging für Kraft, Erweckung und plötzliche Veränderung steht. Der Donner ist eine beeindruckende Naturgewalt, die mit ihrer Macht Furcht und Respekt einflößt. Ebenso spiegelt die Taegeuk Sa-Jang diese Eigenschaften wider: Die Bewegungen sind kraftvoll, explosiv und durch plötzliche Übergänge gekennzeichnet. Der Donner symbolisiert den Impuls zur Veränderung und den Beginn von Wachstum. Er erinnert daran, dass Fortschritt oft mit einer plötzlichen Erschütterung beginnt. In Taegeuk Sa-Jang geht es darum, die eigene innere Stärke zu entdecken und durch klare, kraftvolle Techniken nach außen zu tragen. Taegeuk Sa-Jang enthält kraftvolle Bewegungen, die abrupten Entladungen von Energie ähneln. Neue Techniken in dieser Form, wie dynamische Blocks und präzise Tritte, fordern vom Schüler Schnelligkeit, Kontrolle und eine klare Ausführung. Diese Form wird von Schülern trainiert, die sich auf den 4. Kup (blauer Gürtel) vorbereiten.
- Taegeuk Oh-Jang: Die fünfte Schülerform Taegeuk Oh-Jang ist symbolisch mit dem Wind verbunden, der sowohl für sanfte als auch für kraftvolle Bewegungen steht. Dieses I-Ging-Symbol verkörpert Durchdringung, Wandel und die Dualität von Aufbau und Zerstörung. Ebenso wie der Wind wechselt die Taegeuk Oh-Jang zwischen Ruhe und Dynamik. Der Wind lehrt, dass Widerstand oft zwecklos ist. Statt gegen ihn zu kämpfen, sollte man ihn nutzen - wie der Drache, der sich vom Wind tragen lässt, um aufzusteigen. Die Taegeuk Oh-Jang verkörpert die schöpferische und zerstörerische Kraft des Windes. Taegeuk Oh-Jang verlangt von den Schülern ein höheres Maß an Präzision und Dynamik. Neben grundlegenden Techniken umfasst sie auch anspruchsvollere Kombinationen, die die Anpassungsfähigkeit des Schülers fördern. Die Taekwondo-Schüler trainieren diese Form für den 3.
- Taegeuk Yuk-Jang: Die sechste Schülerform Taegeuk Yuk-Jang steht symbolisch für das Wasser, das im I-Ging als Zeichen für Fluss, Anpassungsfähigkeit und unaufhaltsame Kraft gilt. Wasser kann sanft und ruhig sein, wie ein stiller See, oder kraftvoll und zerstörerisch, wie ein tosender Wasserfall. Ebenso spiegelt die Taegeuk Yuk-Jang diese Eigenschaften wider. Wasser steht für Leben und Veränderung. Es zeigt, dass wahre Stärke in Anpassungsfähigkeit und Beständigkeit liegt. Es kann Hindernisse umgehen oder durch Geduld und Ausdauer überwinden. Taegeuk Yuk-Jang erfordert geschmeidige Bewegungen und eine Balance zwischen Fluss und Stärke. Die Form wird von Taekwondo-Schülern trainiert, die sich auf den 2. Kup (roter Gürtel) vorbereiten.
- Taegeuk Chil-Jang: Die Taegeuk Chil-Jang, die siebte Schülerform im Taekwondo, symbolisiert den Berg und ist eng mit dem I-Ging-Symbol für den „oberen Haltepunkt“ verbunden. Diese Eigenschaften finden sich in der Taegeuk Chil-Jang durch langsamere Bewegungsabfolgen und bewusst gehaltene Stellungen, wie zum Beispiel die Beom-Seogi (Tigerschrittstellung), wieder. Die Taegeuk Chil-Jang fordert den Schüler dazu auf, innezuhalten und den Wert der Ruhe zu erkennen, bevor er in die nächste Bewegung übergeht. Die Taekwondo-Schüler trainieren die Chil-Jang-Form für den 2.
- Taegeuk Pal-Jang: Die Form Taegeuk Pal-Jang, die achte Schülerform im Taekwondo, steht symbolisch für die Reife und Vollendung der Schülerphase. Taegeuk Pal-Jang ist tief in der Philosophie des Trigramms “Gon” verwurzelt, das die Erde symbolisiert. Die Erde steht für Stabilität, Stärke und Reife. Diese Form fordert den Sportler heraus, die Essenz seiner Ausbildung zu verinnerlichen und zu demonstrieren. Die Bewegungen der Taegeuk-Pal-Jang zeigen Reife und verborgene Kraft. Das zeigt sich besonders bei den beiden Twio-Ap-Chagi. Die Taekwondo-Schüler trainieren die Taegeuk Pal-Jang für die 1. Tkd-Dan-Prüfung (1.
Weitere wichtige Informationen
- Unterschied zwischen „Schlagen“ und „Stoßen“: Stoßtechnik = gerader Weg zum Ziel (Fauststoß), Schlagtechnik = auf Umweg zum Ziel.
- Bedeutung der Balken in der koreanischen Flagge: Symbole aus dem I-Ging = Himmel, Wasser, Erde und Feuer.
- Erklährung Symbol Taeguk-oh-jang: Wind, aber auch das Sanfte. Orkane sind gefährlich, sanfte Winde tragen jedoch die Samen, bestäuben die Pflanzen und vertreiben die Wolken.
- Verhaltensregeln im Dojang: sauberer Tobok, Pünktlichkeit, korrekt gebundener Gürtel, Verbeugung vor und nach dem Training in Richtung Trainer und Fahne.
Um die nächsthöhere Ausbildungsstufe (Gürtel) zu erreichen muss der Prüfling nicht nur praktische Übungen und Techniken vorführen, sondern auch seine geistige Reife anhand von einigen Theoriefragen unter Beweis stellen.
Ursprünglich gab es nur 4 Gürtelfarben: weiß, blau, rot und schwarz. Das sind die Farben der Koreanischen Flagge. Das Farbensystem soll zeigen, welchen Trainings- und Wissensstand der Trainierende hat.
- Kuprotsteht für die Sonne und deren große Kraft. sein müssen!
- Kupblausteht für den Himmel und symbolisiert eine Grenze.
Respekt ist die Grundlage aller Werte. Tritt deinem Partner höflich und fair gegenüber auf. Sei Mutig! Sei Hilfsbereit! Trainiere und übt miteinander - nicht gegeneinander. Sozial & Sportlich meint, dass du ein Teil der Taekwondo-Familie sein sollst. Einzelgänger sind hier nicht gewünscht. Habe Disziplin! Konzentration auf die Ziele. Denke positiv und fokussiere dich auf deine Ziele. Achte auf die Sicherheit! Beim Training und im Dojang solltest du darauf achten, dass du keinen verletzt.
