Karate Meister Liste Deutschland: Eine Übersicht

Karate ist mehr als nur eine Kampfkunst; es ist eine Lebensweise, die Disziplin, Respekt und ständiges Streben nach Verbesserung lehrt. In Deutschland hat Karate eine lange Tradition, geprägt von Meistern, die ihr Leben dieser Kunst gewidmet haben. Dieser Artikel bietet einen Einblick in einige bedeutende Karate Meister und ihre Beiträge zur Entwicklung des Karate in Deutschland.

Die Philosophie des Karate

Beim Karate lernt man «erstens Selbstdisziplin und zweitens Selbstbeherrschung». Es geht darum, symmetrische Bewegungen viele Male zu wiederholen, was das Gehirn beeinflusst. Wenn man lange trainiert, hat man normalerweise alle seine Sinne im Gleichgewicht.

Bedeutende Karate Meister und ihre Stile

Prof. Dr. Ilija Jorga

Prof. Dr. Ilija Jorga, 10. Dan, Soke, wurde am 15. November 1940 in Belgrad im ehemaligen Jugoslawien geboren und begründete 1980 die Stilrichtung Fudokan. Er ist Doktor der Medizin und lehrte als Professor an der Universität von Belgrad, Serbien.

Fudokan Karate ist ein erweitertes Konzept des Shotokan Karate, das die traditionellen Aspekte des Karate aus Shotokan, Shito-Ryu, Gojo-Ryu und Okinawa-Te um Erkenntnisse der modernen Biomechanik und Sportmedizin ergänzt. Fudokan bedeutet "Haus stabiler Fundamente" und wurde von Prof. Dr. Ilija Jorga, 10. Dan, Soke im Jahr 1980 begründet.

Der weltweit bekannte Autor des Buches und Stilbegründer Prof. Dr. Ilija Jorga ist einer der großen Karate Meister unserer Zeit. Er lehrt und unterrichtet auch heute noch in Deutschland und auf der ganzen Welt.

Lesen Sie auch: Mehr über Karate

Tetsuji Murakami

Am 31. März 1927 wurde Tetsuji Murakami in Shizuoka, 250 km von Tokyo geboren. Er liess sich in Paris nieder. Zwei Jahre später, 1959 begann er mit verschiedenen Lehrgängen in anderen Ländern wie Deutschland, England, Italien, Jugoslawien, Schweiz und Portugal.

Im Frühling 1986 besuchte Murakami das letzte Mal seine Heimat Japan mit verschiedenen seiner europäischen Schülern. Am 24. Januar 1987 starb Meister Tetsuji Murakami in Paris.

Meister Murakami war ein äusserst kompetenter Lehrer; respekt- und angsteinflössend. Tetsuji Murakami war kompromisslos und hatte klare, eigene Vorstellungen.

Yasunari Ishimi

Der 79-jährige japanische Meister lebt seit 55 Jahren in Madrid und ist der einzige zehnte Dan dieser Kampfsportart in Spanien.

Yasunari Ishimi ist der Weltbeste in seiner Disziplin. Er steht jeden Tag um halb sechs Uhr morgens auf. Er macht Tai Chi und Qi Gong bis viertel vor sieben Uhr morgens.

Lesen Sie auch: Rapserdflöhe bekämpfen mit Karate Zeon

Meister Ishimi kann sich einiger bemerkenswerter Schüler rühmen: Er unterrichtete José Manuel Egea Cáceres, achtfacher Karate-Weltmeister, und Marisa Rozalén, siebenfache Europameisterin.

Ishimi unterscheidet zwischen traditionellem Karate und Sportkarate. Er sieht sich selbst als traditionell Praktizierenden, als einen derjenigen, die durch Beobachtung der Natur lernen, denn so wurde dieser Kampfsport im buddhistischen Tempel von Shaolin geboren.

Die Bedeutung von Meisterschaften

Die Nachwuchs-Weltmeisterschaften sind relevanter Teil für die Einstufung als Sportart für 2025-2028. Mit der WM in Jesolo-Venedig endet der 4-Jahres-Zyklus 2021-2024.

Die Swiss Karate Federation SKF als offiziell vom IOC anerkannter Fachverband für Karate in der Schweiz, vereinigt die verschiedenen Karate-Stilrichtungen (über 20 Stilrichtungen unterschiedlichster Prägung!) und hat rund 300 (Stand 2023) angeschlossene Karateschulen und -vereine!

Es ist unserer Meinung aber nach ein gegen Treu und Glauben verstossendes Verhalten und unlauterer Wettbewerb, wenn Meisterschaften von Stilverbänden als von teilnehmenden Schulen und/oder deren Titelträger als Karate-Schweizermeisterschaft bzw. Karate Schweizermeister, Karate-Europameisterschaft bzw. Karate-Europameister oder Karate-Weltmeisterschaft bzw. Karate-Weltmeister bezeichnet werden, ohne dass der entsprechende Stilverband angegeben wird.

Lesen Sie auch: Die Lehre im Karate Dojo

Ergebnisse der Nachwuchs-Weltmeisterschaften 2024 (Schweizer Delegation)

Die Nachwuchs-Weltmeisterschaften 2024 wurden im Palazzo del Turismo (Jesolo-Venedig) ausgetragen. Zur Schweizer Delegation gehörten 26 Karatekas (Frauen: 14, Männer: 12).

  • Eric Timmer (U21, -60 kg, 5. Rang)
  • Lucas Zecca (U16, -52 kg) mit 3 Siegen
  • Lea Huber (U21, -55 kg), Demet Özdemir (U16, -47 kg)
  • Esma Redzic (U16, +61 kg), Jiyan Buhurcu (U18, -76 kg)
  • Selin Wyssbrod (U18, -48 kg) mit je zwei Siegen

Einzel-Bilanz Kumite: 24 Siege, 30 Niederlagen, 13x Runde out, 4x Runde 2 und 5x Runde 3. Diesen herausragenden Leistungen stehen 14 Erstrundenniederlagen (52%) und 9 in Runde 2 (33.3%) gegenüber.

Karate 1-Premier League Paris 2024

Die Kategorie Kata der Frauen wurde von Japan dominiert: Maho Ono holte Gold, gefolgt von ihrer Landsfrau Saeko Azuma, die Silber gewann.

Das Kumite der Frauen -55 kg wurde von der Japanerin Shima Airi souverän gewonnen, den zweiten Platz belegte die Deutsche Mia Bitsch.

Das Kumite der Männer -75 kg war ein harter Kampf, bei dem sich der Ägypter Abdellaziz Abdalla vor dem Türken Enes Bulut durchsetzte.

Die Entwicklung des Karate

Der Vater und Begründer des modernen Karate wurde 1869 auf Okinawa als einziger Sohn einer einfachen Samurai-Familie der damaligen Shizoku-Klasse geboren.

Bereits in seiner Grundschulzeit begegnete er Meister Anko Azato, dem inneren Schüler ( Uchi-deshi ) der Matsumura-Linie, und begann bei ihm mit dem Unterricht im Karate-do.

Da Karate zu jener Zeit im Geheimen geübt wurde, musste Gichin Nachts zum Unterricht bei Meister Azato gehen. Allein an der Tekki-Kata feilte Funakoshi zehn Jahre lang jeden Tag.

Nach dreissig Jahren Schullehrzeit begann er sich völlig der Kampfkunst zu widmen. Um das Karate der Weltöffentlichkeit vorzustellen brauchte man einen Mann, der die Botschaft des Karate in die Welt hinaussand.

Betrugsversuche im Karate-Umfeld

Ein früherer Karate-Meister und Schauspieler soll mit einem fingierten Filmprojekt Tausende Franken erschwindelt haben. Die Behörden ermitteln.

Anfang Jahr lernt P., der in Zürich lebt und in der Finanzbranche arbeitet, Y. über einen gemeinsamen Freund kennen. Y. erzählt vom Filmprojekt. Es handle sich um einen Low-Budget-Film, er habe die Schauspieler Sylvie Meis und Jean-Claude Van Damme dafür gewinnen können.

Allerdings hat er Zweifel. «Mein Anwalt sagt mir, dass das nach Betrug stinkt», schreibt P. in einer Nachricht an Y. und fragt nach Belegen für andere Investoren.