Stephan Putz: Eine Erfolgsgeschichte im MMA

Stephan Putz wurde am 8. April 1987 in Mindelheim im Unterallgäu geboren. Mit 7 Jahren fing Stephan an, die erste Wettkampfluft zu schnuppern und blieb dem Grappling bis zum 14. Lebensjahr treu. Die Rückkehr zum Kampfsport erfolgte erst wieder mit 18 Jahren, als Stephan durch einen guten Freund zum Thaiboxtraining animiert wurde.

Bevor der erste MMA Kampf bestritten wurde, versuchte sich der 198cm große Hüne im Boxen und K1 - beide Debüts konnte er erfolgreich bestreiten. Die einzigartige Erfolgsgeschichte im MMA begann am 31.

Am Samstag war ganz Gelsenkirchen in Blau und Weiß getaucht. Schalke gewann den DFB-Pokal und der Pott kochte. Rund 15 Kilometer weiter östlich der Veltins-Arena brodelte auch die Herner Ruhrstadtarena. Dort fand am Tag des Pokalendspiels nämlich die Medwedeff Big Challenge, eine K1 und MMA-Fightnight, statt. „K1 ist eine Mischung aus Kickboxen, Thai-Boxen, Karate und Taekwan-Do“, erklärt Topal. MMA hingegen steht für Mixed Martial Arts („gemischte Kampfkünste“). Dabei kommen dann noch Elemente vom Ringen und Judo dazu.

Diese zwei vielseitigen Kampfsportarten bekamen die 500 Besucher in sieben Stunden bei 21 Kämpfen zu sehen. Was nach viel schweißtreibender Arbeit klingt, war es auch. Und das in zweierlei Hinsicht. Nicht nur die Kämpfer kamen ins Schwitzen, auch Topal hatte vor, während und um das Event herum alle Hände voll zu tun.

Marlon Emmler war sein erster Schützling und der brachte gleich den ersten Sieg. Zweimal boten sich auch Kämpferinnen die Stirn. Kutluay Ates hob die Stimmung in der Halle schließlich auf ein ganz anderes Level. Die Zuschauer standen auf den Stühlen, als der 35-Jährige sein K1-Comeback feierte. Eigentlich trainiert er ehrenamtlich Jugendliche am Herner Jugendheim „Die Wache“, aber der Ehrgeiz hat Ates wieder gepackt. Er heizte seinem Gegner besonders durch schnelle, hohe Tritte mächtig ein und gewann klar nach Punkten.

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Die Zuschauer schwammen auf der Welle der Euphorie und mussten nicht lange auf das nächste Highlight warten. Es war allerdings ein kurzes. Alexander Bolschakow vom legendären Golden Dragon Team in St. Petersburg, Nummer Eins seiner Gewichstklasse in Russland, schickte sein Gegenüber aus Erwitte schon in Runde eins auf die Bretter. Als der 19-jährige Lokalmatador Sercan Kalfa nach drei explosiven Runden den deutlich Punktsieg errang, brachen bei den Zuschauern alle Dämme. Von einer Woge der Begeisterung getragen, stürmten einige Fans den Ring und feierten ihren Helden, dem mit seiner makellosen Kampfbilanz von sieben Siegen, davon vier Knockouts, die Zukunft gehört.

Mikail Bajramov gebührte die Ehre des letzten Kampfes. Am Abend der Superlative konnte Topal es dem frisch gebackenen Europameister nicht vorenthalten, eine Woche nach seinem Europameisterschafts-Fight sein Können vor heimischer Kulisse unter Beweis zu stellen. Und das tat er eindrucksvoll. Nicht nur sportlich war Isa Topal voll zufrieden. Auch einen Tag später war er von der Stimmung noch begeistert: „So etwas habe ich in 20 Jahren noch nicht erlebt. Das war bombastisch.“ Alle Mühen haben sich gelohnt, soviel ist sicher.

Einige der Teilnehmer von MBC werden in den kommenden Tagen die Einladung für MWC 2011 im Oktober bekommen.

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