Stephan Pütz: Vom Nobody zum MMA-Champion

Stephan Pütz ist ein deutscher Athlet und formidable Halbschwergewicht im MMA, der sich als Multitalent und Champion einen Namen gemacht hat. Stephan Pütz, ein herausragender Athlet im Halbschwergewicht der MMA-Welt, hat sich von seinen einfachen Anfängen zu einem angesehenen Meister entwickelt.

Die Anfänge im Kampfsport

Stephan wurde am 8. April 1987 in Mindelheim im Unterallgäu geboren. Mit 7 Jahren fing Stephan an, die erste Wettkampfluft zu schnuppern und blieb dem Grappling bis zum 14. Lebensjahr treu. Die Rückkehr zum Kampfsport erfolgte erst wieder mit 18 Jahren, als Stephan durch einen guten Freund zum Thaiboxtraining animiert wurde. Bevor der erste MMA Kampf bestritten wurde, versuchte sich der 198cm große Hüne im Boxen und K1- beide Debüts konnte er erfolgreich bestreiten.

Der Aufstieg im MMA

Die einzigartige Erfolgsgeschichte im MMA begann am 31. März 2012.

Fünf Kämpfe, fünf vorzeitige Siege stehen in der Bilanz des 25-Jährigen, dessen Jahreshighlight ohne Zweifel der Gewinn des Superior-FC-Halbschwergewichtstitels am 24. November in Mainz war. Mit einem guten Allround-Spiel und harten Fäusten kämpfte der Münchner sich in nur acht Monaten in der Gunst der „German Top Ten“-Experten derart hoch, dass er mittlerweile als Deutschlands drittbester Kämpfer in der 93-kg-Klasse gilt.

Teilnahme bei Respect Fighting Championship

Am 13. April beginnt für die deutsche MMA-Großveranstaltung Respect Fighting Championship das Veranstalter-Jahr 2013. Im Bayer Sportcenter Dormagen, direkt vor den Toren Kölns gelegen und gerade einmal 20 km von Düsseldorf entfernt, soll Respect.9 nahtlos an den Erfolg des Vorjahrs anknüpfen.

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Stephan Pütz (München) vs. Alexander Neufang kämpften am 13. April in Dormagen um den vakanten Respect.FC-Titel im Halbschwergewicht.

Weitere Kämpfer und Paarungen bei Respect.9

  • Nicolas Penzer (c) (Stuttgart) vs. Der Pole Marcin Naruszczka
  • Peter Angerer (Trochtelfingen) vs. Jörg Lothmann aus der Eifel
  • Anke Müller aus Prüm vs. Die Niederländerin Megan van Houtum
  • Robert Scott Westerman (Stuttgart) vs. Ali Selcuk Ayin, Duisburg
  • Dawid Baziak (Tempel Fightschool Darmstadt) vs. Kevin Demmin (Alligator Rodeo Team Wuppertal)
  • Ulrike Kroll und Jessica Groneberg
  • Max Coga vom MMA Spirit aus Frankfurt vs. Duane van Helvoirt aus den Niederlanden
  • Daniel Weichel vom Frankfurter Erfolgsteam MMA Spirit vs. Ruben Crawford

MMA: Eine kurze Einführung

Bei Mixed Martial Arts - kurz: MMA - handelt es sich um einen Kampfsport, der sich aus verschiedenen Techniken und Stilrichtungen zusammensetzt. MMA beinhaltet Kickboxen, Karate, Jiu-Jitsu, Thaiboxen, Boxen sowie Ringen. Während bei anderen Vollkontaktsportarten im Bodenkampf nicht geschlagen oder getreten werden darf, ist das bei hingegen MMA erlaubt.

Das war auch einer der Hauptgründe, wieso es ab dem Jahr 2010 ein Sendeverbot im deutschen Fernsehen gab - es kam jedoch im Oktober 2014, aufgrund der immer größer werdenden Nachfrage, zur Aufhebung des Verbots, sodass MMA Profikämpfe wieder gezeigt werden durften. Heute ist MMA so populär wie noch nie.

Historische Wurzeln des MMA

Erste Aufzeichnungen führen in das Jahr 648 v. Chr. Die Griechen traten während der antiken Olympischen Spiele in Pankrations-Kämpfen an - eine Mischung aus Faustschlägen und Wrestling. Dabei durften die Männer zuschlagen und hintreten und verwendeten alle Teile ihres Körpers als Waffe. Zudem war es den Männern erlaubt, den Kampf am Boden fortzusetzen. Jedoch gab es schon damals sportliche Regeln: Beißen, Mundwinkel aufreißen und das Augenstechen waren verboten.

Aber nicht nur in Europa gab es derartige Kämpfe: In der japanischen Antike gab es ebenfalls verschiedene Kampfkünste, die an das heutige MMA erinnern. Schon damals gab es bei diesen Sportarten nur ein Ziel: Der Gegner musste aufgeben und dafür war (fast) jedes Mittel erlaubt. Dauerte der Kampf bis nach dem Sonnenuntergang, so wurde der Sieger durch Klimax ermittelt. Das heißt, man durfte dem Gegner auf den Kopf schlagen - dieser durfte sich nicht bewegen oder schützen.

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Entwicklung im 20. Jahrhundert

Bruce Lee sorgte in den 1960er Jahren dafür, Elemente verschiedener Kampfkünste zu kombinieren. Er sprach von Jeet Kune Do. Der Kämpfer musste sich an die verschiedenen Stile anpassen. Nicht nur die Lehren von Bruce Lee, sondern auch seine Filme haben den Kampfsport MMA nachhaltig beeinflusst.

In den 1970er Jahren hat Kanji „Antonio“ Inoki, ein Profi-Wrestler aus Japan, Mixed Rules-Kämpfe organisiert. Damals traf auch Muhammad Ali, einer der berühmtesten und erfolgreichsten Boxer der Welt, auf den japanischen Meister.

Offizielle Gründung von MMA

Erst in den 1990er Jahren fand die offizielle Gründung von MMA statt. In Brasilien, in den USA und in Japan wurden auf einmal Organisationen gegründet, die sich mit den gemischten Kampfkünsten beschäftigt haben. Besonders viele Anhänger gab bzw. gibt es in den USA. 1993 fand in Denver die erste UFC Ultimate Fighting Championship statt.

Das erste Turnier, das von der UFC organisiert wurde, lud Wrestler, Kampfsportler sowie Boxer ein, gegeneinander anzutreten. In Japan wurden Veranstaltungen von Pride FC organisiert, in den USA von der UFC. Im Jahr 2007 wurde Pride FC von der UFC gekauft und aufgrund finanzieller Schwierigkeiten aber eingestellt.

In Japan werden die Kämpfe im Boxring ausgetragen, während bei der UFC die Kampffläche das Oktogon ist. Bei UFC Kämpfen wird drei Mal für fünf Minuten gekämpft.

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