Das Karate hat seine Wurzeln in Kampfkünsten aus China und Indien. Das Shaolin Kloster ist einer der bekanntesten Orte, an dem sich die chinesischen Kampfkünste entwickelten.
Um auf dieses Thema einzugehen, sollte zunächst einmal ein kurzer geschichtlicher Ausblick auf die Entstehung der Kampfkünste grundsätzlich erfolgen. Dieses Thema abschließend zu behandeln würde wohl den Rahmen dieses „Aufsatzes“ sprengen. Deswegen fasse ich mich so kurz als möglich und führe nur das Wesentliche an.
Die Entstehung der Kampfkünste
Die ersten Aufzeichnungen über „Kampfkünste“ finden sich in einigen Hieroglyphen in ägyptischen Pyramiden. Dort ist auf einigen Zeichnungen zu erkennen, daß Ägyptens Krieger schon vor etwa 6.000 Jahren Kampftechniken benutzten, die modernem Ringen und Boxen ähneln. Nach Ansicht vieler Experten kamen diese Kampfkünste über Kreta, das viel Handel trieb, ca. 1.800 v. Chr. nach Griechenland. Dort kam es in Form des Pankration (Allkampf aus Boxen-Ringen-Treten) bereits zu Wettkämpfen, welche meist mit dem Tod eines der Kontrahenten endete.
Im Jahre 372 v. Chr. begann Alexander der Große seinen Indienfeldzug. Er führte die besten Pankratiasten zur Truppenunterhaltung im Heer mit und ließ sie stets siegreich gegen die besten Kämpfer der besiegten (indischen) Fürstenhöfe antreten. Die indische Kriegerklasse erlernte zu ihren indischen Methoden die neuen Techniken der Griechen.
Karate-Do: Der Weg nach China und Japan
Bodidharma (Ta Mo, Daruma), ein indischer Königssohn, lernte diese Kampfmethode, die sich bald mit indischen Yoga-Praktiken zu einem jetzt typisch indischen Stil vermischt hatten. Etwa 520 n. Chr. brachte Bodidharma den Buddhismus nach China.
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Er lehrte in dem legendären Shaolin-Kloster in Honan (China) die sogenannten Mönchsboxübungen, allerdings nicht mit martialischem sondern eher meditativem Charakter. In erster Linie sollten die Mönche körperlich und geistig gestärkt werden, um die Belastungen des Meditierens (oft wochenlang ohne Nahrung) ertragen zu können. Während kriegerischer Auseinandersetzungen, denen sich auch die Shaolinmönche nicht entziehen konnten, gelangten ihre Künste nach außen. In den Jahren 627-649 n. Chr. nahm China Handelsbeziehungen mit Japan, zunächst Okinawa auf.
Der Schauplatz der frühesten Entwicklungsphase des heutigen Karate wie auch vieler anderer Kampfkünste war das alte China, das schon seit dem 12. vorchristlichen Jahrhundert komplexe Kampfsysteme hervorbrachte. Die meisten von ihnen basierten auf traditionellen Methoden des Kräftemessens oder überlieferten Ritualen, in denen man Kämpfe simuliert hatte. Einige dieser Stile stützten sich auf alte Religionen und enthielten esoterisches Gedankengut.
Mittlerweile hatten sich viele nicht nur militärisch orientierte Schulen im ganzen Land etabliert und lehrten die Kampfmethoden unter dem Namen „Quanshu“ oder „Quanfa“ (auch Ch’uan-Shu, Ch’uan-Fa). In dieser Zeit wurden erstmals bewußt Elemente in die Systeme aufgenommen, die in den meisten Fällen nicht in ihren Ursprüngen enthalten gewesen sind.
Im Jahre 523 bereiste der indische Zen-Gelehrte Bodhidharma (Daruma, Ta Mo) das chinesische Kloster Shaolin in der Provinz Henan, um den Zen-Buddhismus zu verbreiten. Er war Meister der indischen Kampfkunst Vajramushti und unterrichtete die Shaolin-Mönche, um ihre Kondition zu stärken und sie bei guter Gesundheit zu halten.
Die Blütezeit des Shaolin-Quanshu war im Laufe des 16. Jahrhunderts erreicht, als das Hauptkloster zerstört und die Bewohner im ganzen Land verstreut wurden. Zu dieser Zeit enthielt das komplexe System außer einer Fülle bewährter Kampfmethoden mittlerweile aus anderen Stilen importierte Techniken des Boxens, Ringens und Greifens sowie das Wissen um Taktik und Strategie des Kampfes.
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Okinawa ist der Geburtsort des eigentlichen Karate, dass früher Tode oder Tode jitsu genannt wurde. Über Okinawa drangen die Selbstverteidigungskünste nach Japan und wurden dort perfektioniert. Die berühmtesten Meister des Karate, wie Funakoshi, Miyagi und Mabuni stammten aus Okinawa. Sie verbreiteten ihre Art des Karate in Japan. Von Japan drang Karate-do in die ganze Welt.
Tode und Okinawa-te
Auf Okinawa gab es bereits ein bestehendes Selbstverteidigungssystem, das „Tode“, welches ausschließlich Selbstverteidigung war und weit davon entfernt, einen philosophischen, ethischen oder gar therapeutischen Inhalt zu haben. Als sich das „Tode“ mit den chinesischen Kampfkünsten vermischte, wurde diese neue Kampfkunst „Okinawa-Te“ genannt. Das Okinawa-te stand den alten Stilen noch sehr nahe.
Eine eigene Art des Kampfes hatte auf Okinawa seit frühester Zeit existiert. Die Techniken waren rein kämpferisch und wiesen weder esoterische, noch gesundheitlich-therapeutische oder besondere künstlerische Aspekte auf. Sie wurden „Te“ („Technik“) genannt und waren lange Zeit die einzige etablierte Form der Kampfkunst auf dem Archipel.
Seit dem 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung hatte das kleine Inselreich Kontakt zu Japan und China, zahlte beiden Großmächten Tribut und profitierte von deren kulturellem Einfluß. So gelangten auch Formen des chinesischen Quanshu und des japanischen Bujutsu im Laufe der Jahrhunderte nach Okinawa, wurden dort in ihrer traditionellen Form und in verschiedenen Interpretationen gelehrt und beeinflußten auch das einheimische Te.
Im 14. Jahrhundert wuchs nach einem internen Konflikt der Einfluß Chinas auf den Archipel entscheidend an, und der chinesische Kaiser entsandte die sogenannten „36 Familien“, die sich auf Okinawa niederließen und in führenden politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Positionen die Entwicklung des vergleichsweise eher primitiven Landes vorantrieben.
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Während der Keicho Ära (1596 - 1615) um 1600 besetzte der Shimazu Clan das Königreich Ryukyu. Die Ryukyu Inseln waren zu dieser Zeit unabhängig von Japan, die Insel Okinawa eine Teil des Reiches. Der Shimazu Clan untersagte den Okinawanern das Tragen von Waffen.
Dieser Erlass bestärkte die Riege der Okinawa Bushi (Krieger Kaste) im Ausüben und Perfektionieren waffenloser Selbstverteidigungsarten. Der Ursprung dieser Kampfkünste wird in China vermutet, mit dem Okinawa einen regen Warenaustausch hatte. Die Selbstverteidigung der Okinawaner wurde zu dieser Zeit Tode genannt.
Eine wesentliche Rolle in der Entwicklung der okinawanischen Kampfkunst spielten Waffenverbote, die von verschiedenen Zentralgewalten in der Geschichte des Inselreiches über dessen Bevölkerung verhängt wurden und die Entfaltung der waffenlosen Kampfsysteme maßgeblich anregten. Die ersten beiden Verfügungen traten um 1429 und 1477 in Kraft, als zwei okinawanische Herrscher aus Angst vor internen Übergriffen des Adels und Militärs das Tragen von Waffen und die Ausübung der Kriegskünste untersagten.
Ein drittes verhängnisvolles Waffenverbot wurde im Jahre 1609 erlassen, nachdem der Clan der japanischen Satsuma-Samurai Okinawa besetzte. Der Gewaltakt war ein machtpolitischer Schachzug japanischer Militärführer zur Beruhigung der nationalen Lage, die gerade einen internen kriegerischen Konflikt erlebt hatte, und er beendete jäh die Unabhängigkeit des Inselreiches.
Nach einem einem Verbot Tode (Karate) auszuüben entwickelte sich die Kampfkunst im Geheimen und wurde weiter perfektioniert. Um sich vor der ständigen Gefahr zu schützen, entwickelten die einheimischen Meister des To-De und Quanshu ihre Kampfsysteme mit außergewöhnlichem Eifer weiter und vervollkommneten sie.
Es etablierten sich im Laufe der Jahre auch andere Bezeichnungen für die populären und streng gehüteten Kampfmethoden. Sie wurden neben Te und To-De auch als „Kara-Te“ oder „Okinawa-Te“ bezeichnet. Durch die unterschiedliche Gewichtung zwischen Te- und Quanshu-Einflüssen und individuelle Eigenentwicklung der Meister waren im Laufe der Zeit zahlreiche Stile des Karate entstanden, die sich räumlich in den drei wichtigsten Städten Okinawas konzentrierten: Naha, Shuri und Tomari.
Dabei faßt man die Stile aus Shuri und Tomari unter dem Begriff „Shorin-Ryu“ oder „äußere (harte) Schulen“ zusammen, während die Methoden aus Naha als „Shorei-Ryu“ oder „innere (weiche) Schulen“ bezeichnet werden. Das Shorin zeichnet sich dabei durch flüssige Technik und mehr Dynamik aus und soll auf die alten äußeren Schulen des chinesischen Quanshu zurückgehen. Das Shorei hingegen, auf den inneren Quanshu-Richtungen basierend, beinhaltet mehr stabile Stände und atembetonte Techniken.
Von Beginn der Satsuma-Invasion bis ins 20. Jahrhundert hinein war Karate eine populäre und bisweilen legendäre Kampfkunst, deren Ausübende und Methoden unbekannt blieben. Die geheime Lehre wurde von den Meistern nur innerhalb der Familie oder an engste Vertraute weitergegeben, und so war sie weder für den Großteil des okinawanischen Volkes, noch für die Besatzer zugänglich.
Durch die Satsuma gelangte der Ruf über das Karate bis nach Japan, wo er auf großes Interesse stieß. Yasutsune Itosu, ein Schüler Matsumuras und Meister des Shorin-Ryu, hatte die Kata verschiedener Meister gelernt und systematisiert und machte es sich zur Aufgabe, das Karate dem okinawanischen Volk zugänglich zu machen. Er entfernte die gefährlichsten Techniken und betonte die gesundheitsfördernde Komponente in seinem Stil.
Karate in der Moderne
In der Moderne, der Neueren Geschichte erlebte Karate eine neue Prägung. In der Meji-Zeit wurden Überprüfungen der Physischen Konstitution von Karatebetreibenden durch Schul- und Militärärzte auf Okinawa durchgeführt. Die Vertreter der Regirungsstellen waren überrascht, welcher Unterschied in der körperlichen Entwicklungzwischen normaler Bevölkerung und den Karate-Adepten bestand.
Um 1901/1902 berichtete eine Schulkommission unter Leitung von Shintaro Ogawa über die Ergebnisse bei den Gesundheitskontrollen auf Okinawa. Arme und Beine, sowie der gesamte Körper der Karateka war viel stärker entwickelt als bei Bewohnern Okinawas gleichen Alters, bei etwa gleicher Ernährung. Besonders das Reaktionsvermögen und die Balance waren besonders gut ausgprägt.
Nach langen und harten Jahren im Untergrund wurde der Wert des Karate auch von offiziellen Regierungsstellen Japans erkannt. Der einstige Charakter des Karate als pure Selbstverteidigung begann sich zu wandeln. Karate wurde als sportliche Übung zur Ertüchtigung der Jugend akzeptiert.
Im vierzigsten Jahr der Meiji-ära (1908) wurde Karate als physical exercise (Körperertüchtigung) in das Sportcurriculum der Junior High School auf Okinawa integriert.
Yasutsune Itosu, ein Schüler Matsumuras und Meister des Shorin-Ryu, hatte die Kata verschiedener Meister gelernt und systematisiert und machte es sich zur Aufgabe, das Karate dem okinawanischen Volk zugänglich zu machen. Er setzte sich für die Veröffentlichung dieses Konzepts ein und erreichte 1908 die Einführung des Karate an okinawanischen Schulen.
Nach dem Russisch-Japanischen Krieg begann Funakoshi 1905 Karate mit einer ausgewählten Gruppe der Öffentlichkeit zu präsentieren. Er wurde von der Medica Association eingeladen Seminare zum Thema „Karate as Physical Education“ zu geben.
Einige seiner zahlreichen Schüler verfolgten seine Idee weiter und nahmen sich die Verbreitung außerhalb Okinawas zum Ziel. Unter ihnen war Gichin Funakoshi, der außer Itosus Shorin-Ryu auch das Shuri-Te von Yasutsune Azato studiert hatte. Er ging 1921 nach Japan, um sein Karate-Konzept vorzustellen und zu unterrichten.
1922 Gichin Funakoshi demonstrierte Karate vor dem japanischen Kaiser dann auch direkt in Tokyo. Es stellte Karate der Öffentlichkeit auf der ersten Ausstellung des Ministerium für Bildung um 1922 im Educational Museum (später mehrmals umbenannt) in Ochanomizu in Tokyo vor. In der Folge wurde Karate in Japan besonders in Tokyo sehr populär.
Viele Universitäten nahmen Karate in ihr Lehrprogramm auf. An vielen Bildungseinrichtungen wie der Keio Universität, der Waseda Uni,Tokyo Daigaku der Hitotsubashi Dai, Takushoku Dai, Japan Medical University, Chuo Daigaku und First High School wurden Karate-Clubs gebildet, die es noch heute gibt. Karate wurde durch die Meister Okinawas als Sport für die Jugend bekannt und geachtet.
Funakoshi war von vielen Ideen Kanos begeistert, so auch von der weltweiten Verbreitung des Karate nach dem Vorbild des Judo. Andererseits hielt Funakoshi überhaupt nichts von sportlichen Vergleichskämpfen, er hatte sehr schnell die negativen Auswirkungen auf sein Karate erkannt. Dennoch war die Entwicklung der Versportlichung selbst von Meister Funakoshi nicht mehr aufzuhalten.
Das Karate erfuhr durch Meister Funakoshi eine Transformation hinsichtlich der Strukturierung von Trainingsmethoden (z.B. Kumite) und der Anpassung von Begrifflichkeit (Techniken und Kata wurden mit japanischen Namen versehen). Meister Funakoshi schrieb verschiedene Bücher, die dem Karate in der breiten Öffentlichkeit eine breitere Akzeptanz verschaffte. Das erste Buch war Ryukyu Kempo: Karate. Mit dem Erfolg in Japan durchdrang der erhabene Geist des Budo das Karate.
Die Einheit von Körper und Geist - der Weg - wird zum Ziel. Schließlich wurde Karate-do Dank Meistern wie Funakoshi, Mabuni, Miyagi u.a.
In den zwanziger Jahren begann Funakoshi, das so modifizierte Karate in Japan zu unterrichten. Zunächst nur in einem unbeachteten Rahmen, lehrte er bald das an verschiedenen Universitäten und erfreute sich großen Respekts. Obwohl er an seinen traditionellen Übungsmethoden, vor allem der intensiven Kata-Wiederholung festhielt, mußte er im Laufe der Jahre sein Trainingskonzept widerstrebend verändern, um sich an die Mentalität seiner modernen japanischen Schüler anzupassen.
So führte er einige neuartige Formen des Partnertrainings (Kumite) ein, weigerte sich jedoch, den Freikampf (Jiyu-Kumite) nach dem Vorbild von Judo oder Kendo zu gestatten. Ende der vierziger Jahre wurde das Training nach kriegsbedingter Unterbrechung an einigen Universitäten wieder aufgenommen, doch ohne die aktive Mitwirkung des mittlerweile über 80jährigen Funakoshi fanden seine Schüler keinen gemeinsamen Weg.
1928 kam Kenwa Mabuni, ein Schüler Itosus und Higashionnas, nach Japan und etablierte sein Karatekonzept, das einer Symbiose von Shorin- und Shorei-Elementen entsprach. 1933 bereiste der Okinawaner Chojun Miyagi die japanische Hauptinsel und unterrichtete ein System, das auf den Lehren seines Meisters Higashionna beruhte und „Goju-Ryu“ genannt wurde.
Als letzter der vier großen japanischen Karatestile wurde 1939 das „Wado-Ryu“ von Hironori Otsuka, einem japanischen Schüler Funakoshis, begründet. Otsuka war Meister des Jiu-Jitsu und hatte unter Funakoshi und später Motobu das okinawanische Karate gelernt.
Karate heute
Die JKA bewahrt die Tradition Funakoshis, Karate zur Entwicklung eines erhabenen Geistes und einer Haltung der Demut zu lehren. Karate dient als Selbstverteidigung und als Mittel zur Gesunderhaltung des Körpers. Karate wird in drei Teilbereichen trainiert.
Als Sport ist Karate relativ jung: Erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts entstand in Japan aus der traditionellen Kampfkunst ein Kampfsport mit eigenem Regelwerk.
Viele Karateka üben ihren Sport aus, um sich im Notfall selbst verteidigen zu können. Und tatsächlich ist Karate eine wirksame und praktikable Verteidigungsart. Kraft und körperliche Statur spielen in der Karate-Selbstverteidigung nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Gelassenheit.
Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitness oder Selbstverteidigung: Karate eröffnet allen Altersgruppen und Interessenlagen ein breites sportliches Betätigungsfeld. Karate ist nicht nur interessant für Jung und Alt. Durch die Vielseitigkeit fördert Karate Gesundheit und Wohlbefinden. Auch deshalb haben sich viele junge und ältere Menschen für diesen Sport entschieden.
Im Karate werden grundsätzlich zwei Wettkampf-Disziplinen unterschieden: Beim "Kumite" (Freikampf) stehen sich zwei Karateka auf einer Kampffläche gegenüber und versuchen, Stoß-, Schlag- und Tritt-Techniken anzubringen. Die Kriterien sind so gehalten, dass Verletzungen der Kampf-Partner ausgeschlossen sind: Wer sich nicht daranhält, wird disqualifiziert!
Die Disziplin "Kata" ist eine Abfolge genau festgelegter Angriffs- und Abwehr-Techniken gegen mehrere imaginäre Gegner, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Man unterscheidet rund 50 verschiedene Katas, deren Ästhetik im Einklang von Kampfgeist, Dynamik und Rhythmik liegt.
Tabelle: Entwicklung des Karate
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 520 n. Chr. | Bodhidharma bringt Buddhismus und Kampfkünste nach China. |
| 1600 | Shimazu Clan verbietet Waffen auf Okinawa. |
| 1908 | Karate wird in das Sportcurriculum der Junior High School auf Okinawa integriert. |
| 1922 | Gichin Funakoshi demonstriert Karate in Tokyo. |
| 1939 | Wado-Ryu wird von Hironori Otsuka gegründet. |
