Ronda Rousey: Kehrt sie in die WWE zurück?

Ronda Rousey verließ WWE nach ihrem MMA-inspirierten Match gegen Shayna Baszler beim SummerSlam 2023. Seitdem kursieren immer wieder Gerüchte über eine mögliche Rückkehr der früheren RAW Women’s Champion.

Keine Pläne für Evolution 2

Mit dem offiziell bestätigten WWE Evolution 2 Premium Live Event, das im kommenden Monat stattfinden wird, stellte sich erneut die Frage nach Rouseys Teilnahme. In einer aktuellen Fragerunde auf X wurde der bekannte Insider-Account WrestleVotes gefragt, ob WWE mit einem Auftritt von Rousey beim zweiten Evolution-Event plane. Die Antwort fiel deutlich aus: Ronda Rousey sei aktuell nicht für eine Rückkehr bei Evolution 2 eingeplant.

Zukunftige Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen

WrestleVotes erklärte, dass eine Rückkehr von Ronda Rousey grundsätzlich nicht ausgeschlossen sei. Aufgrund ihrer Verbindung zur TKO Group, zu der sowohl WWE als auch UFC gehören, sei eine künftige Zusammenarbeit wahrscheinlich. Es gebe allerdings keine Hinweise darauf, dass diese Rückkehr zeitnah erfolgt. Bereits im Jahr 2023 gab es Berichte, wonach WWE weiterhin an einer Zusammenarbeit mit Rousey interessiert sei. Auch Shayna Baszler, mit der sie zuletzt eine gemeinsame Storyline verfolgte, könnte im Falle eines Rousey-Comebacks erneut involviert werden. Dies wäre eine Fortsetzung der Partnerschaft, die sowohl in WWE als auch im MMA ihren Ursprung hat.

Ronda Rousey war bei der ersten Ausgabe von WWE Evolution im Jahr 2018 eine der Hauptattraktionen. Damals verteidigte sie erfolgreich ihre RAW Women’s Championship gegen Nikki Bella im Main Event der Show.

Kritik an WWE und Vince McMahon

Die UFC-Ikone blickt in einer neuen Autobiografie im Zorn auf ihre Zeit bei WWE zurück. Vor allem für den gestürzten Ex-Boss hat sie nur Verachtung übrig. Auch in ihrer weiteren sportlichen Laufbahn bei WWE wurde Ronda Rousey durch ihren Weltruf entscheidendes Puzzlestück einer „Women‘s Revolution“, die 2019 im historischen ersten WrestleMania-Hauptkampf der Frauen mündete. Im vergangenen Sommer hat die frühere Judo-Kämpferin (Olympia-Bronze in London 2012) WWE verlassen und beendete damit ihr zweites Engagement, das eher als Missverständnis in Erinnerung bleiben wird. Dass auch Rousey beim Showkampf-Imperium zuletzt nicht glücklich war, hat sie nun deutlich unterstrichen - in einer Abrechnung, die es in sich hat.

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Am 2. April - kurz vor der diesjährigen WrestleMania - wird ein neues, autobiografisches Buch Rouseys mit dem Namen „Our Fight“ erschienen. In diversen Auszügen, die vorab öffentlich geworden sind, und mehreren Interviews, mit denen Rousey die Memoiren bewirbt, attackiert Rousey die früheren Verantwortlichen der Liga scharf, allen voran den zu Jahresbeginn über Vergewaltigungs- und Sexhandelsvorwürfe gestürzten Ex-Boss Vince McMahon. Aber auch darüber hinaus zeichnet Rousey ein negatives Bild von WWE. Sie vertritt die Ansicht, dass das Thema Gleichberechtigung in der Promotion immer noch bei weitem nicht genug vorangeschritten sei.

Zentrale Punkte von Rouseys Kritik:

  • Vince McMahon: In einer Mischung aus historischem Abriss und subjektiver Bewertung vergleicht Rousey McMahon in ihrem Buch mit Imperator Palpatine, dem Oberbösewicht aus Star Wars. Rousey zeigt sich überzeugt, dass McMahon ein frauenfeindliches Weltbild habe.
  • Mangel an Gleichberechtigung: In Bezug auf die Rolle der Frauen bei WWE wirft Rousey der Liga vor, sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart schönzufärben. Unter dem Druck der Fans habe es in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gegeben, trotzdem würden die Frauen bei WWE einen harten Kampf gegen eine „sexistische und patriarchale Kultur“ führen.

Warum Rousey WWE verließ:

In einem Interview hat Rousey ausgeführt, dass sowohl ihr Ärger über McMahon als auch über den noch immer herrschenden Mangel an Gleichberechtigung eine Rolle bei ihrem Abgang gespielt hätten. Auch sie selbst hätte gemerkt, dass man für ihre anfänglichen Storys viel Aufwand betrieben hätte, zuletzt jedoch „hat man mit mir nicht mehr geredet, bevor ich die Arena betreten habe. Über nichts.“

Comeback-Spekulationen und AEW-Gerüchte

Es darf mittlerweile als gewiss gelten: Der größte weibliche Kampfsport-Star der Welt steht unmittelbar vor einem Comeback bei WWE. Ein neuer Hintergrund: Rouseys Comeback sei umfassender als ein einzelnes Match, sie werde dauerhaft im SmackDown-Kader verortet sein, WWE könne anscheinend „ein Jahr“ dauerhaft mit ihr planen.

Ein aktueller Bericht von Dave Meltzer hat neue Diskussionen um die Zukunft von Ronda Rousey entfacht. Diese Aussagen haben laut Meltzer dazu geführt, dass in der Szene verstärkt über ein mögliches Engagement von Rousey bei AEW spekuliert wird - insbesondere, falls auch ihre langjährige Freundin Shayna Baszler zur Promotion stoßen sollte. Trotzdem soll Rousey mit dem Ablauf unzufrieden gewesen sein. Laut Meltzer könnte dieses Erlebnis ihre Einstellung gegenüber AEW beeinflusst haben, auch wenn noch keine konkreten Pläne für ein Engagement bekannt sind.

Jüngste Aussagen und Zukunftspläne

Ronda Rousey hat in einem aktuellen Interview deutlich gemacht, dass sie aktuell keine Pläne für eine Rückkehr in den Kampfsport hat, weder bei WWE noch in der UFC. In Bezug auf jüngste Trainingseinheiten betonte Rousey, dass es sich dabei nicht um eine Comeback-Vorbereitung handele. Sie trainiert ausschließlich in ihrer heimischen Garage und versuche, ihren Körper nach der Schwangerschaft wieder in den Griff zu bekommen.

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Neben dem familiären Fokus sprach Ronda Rousey offen über gravierende gesundheitliche Gründe, die sie langfristig vom Profisport fernhalten. Erstmals offenbarte sie Details zu neurologischen Problemen, die sie schon während ihrer UFC-Karriere belasteten. Ärzte gehen heute davon aus, dass ihre Symptome durch Kopftraumata ausgelöste Migräneattacken waren, die möglicherweise in Verbindung mit einer genetischen Disposition für Epilepsie stehen

Thema Details
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Aktuelle Pläne Keine Pläne für eine Rückkehr in den Kampfsport, Fokus auf Familie und Gesundheit

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