Mixed Martial Arts (MMA) hat sich zu einer der populärsten Kampfsportarten der Welt entwickelt, die eine Vielzahl von Techniken, Schulen und Stilen vereint. MMA besteht aus verschiedenen Disziplinen, die es den Kämpfern ermöglichen, ihre Gegner auf unterschiedliche Weise zu besiegen.
Die Vielfalt der Kampfkünste im MMA
MMA ist eine Kombination aus vielen Techniken, Schulen und Stilrichtungen der Kampfkünste. Es beinhaltet Disziplinen wie:
- Karate
- Kickboxen
- Jiu-Jitsu
- Boxen
- Thaiboxen (Muay Thai)
- Ringen
- Grappling
Die besten MMA-Kämpfer verfügen über vielseitige Fähigkeiten in allen Bereichen des Kampfes und können sowohl im Stehen als auch am Boden agieren, je nach Situation.
Historische Wurzeln des MMA
Die ersten Erwähnungen von Kämpfen im gemischten Stil stammen aus dem Jahr 648 v. Chr. Damals traten die Griechen während der antiken Olympischen Spiele in Pankration-Kämpfen an, die eine Mischung aus Wrestling und Faustschlägen waren. Die Männer durften beim Pankration schlagen, treten und alle Teile ihres Körpers als Waffe verwenden. Außerdem war es ihnen gestattet zu ringen und den Kampf auch am Boden fortzusetzen. Von Beginn an gab es sportliche Regeln - minimale, aber es gab sie. Dieses Regelwerk kannte folgende Verbote: in die Augen Stechen, Beißen, die Mundwinkel aufreißen. Später wurde aus Pankration das etruskische und römische „Pankratium“. Das waren heftige Kämpfe, die sogar im Kolosseum ausgetragen wurden.
Nach dem Fall des Imperiums wurde der gemischte Stil in die Kampfkünste vieler Länder aufgenommen. Das eigentliche Ziel des Sportes war es, den Gegner mit allen möglichen Mitteln zum Aufgeben zu bewegen! Die Kämpfe dauerten solange, bis einer durch Handheben aufgab oder die Sonne unterging.
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Die Rolle des Ringens im MMA
Ringen ist ein Kampf- und Kraftsport, der den Ganzkörpereinsatz ohne zusätzliche Hilfsmittel erfordert. In der Antike war Ringen unter dem Namen „Pale“ eine Disziplin des Fünfkampfs bei den Olympischen Spielen, aber auch als Einzeldisziplin vertreten. Seit den modernen Olympischen Spielen im Jahr 1896 gehört Ringen fest zum olympischen Programm. Ab den Olympischen Spielen 2004 ist es auch eine olympische Disziplin für Frauen (jedoch nicht in der Stilart „Greco“).
Stilarten im Ringen
Es gibt zwei Stilarten im Ringen:
- Freistil: Hier gilt der gesamte Körper, vom Kopf bis zu den Füßen, als Angriffsfläche. Dies ist sowohl im Stand- als auch im Bodenkampf anwendbar.
- Griechisch-Römisch (kurz auch Greco): Nur der Körper oberhalb der Gürtellinie wird als Angriffsfläche betrachtet.
Regeln im Ringen
Die Wettkampfregeln haben das Ziel, den Gegner vom Stand in die Bodenlage zu bringen und mit beiden Schultern auf die Matte zu zwingen. Dabei werden Techniken wie Würfe, Schleudern und Hebel eingesetzt, während Schläge, Tritte, Stöße und Würgen untersagt sind.
Die Gracie-Familie und die Entwicklung des BJJ
Die weitere Geschichte der Mixed Martial Arts beginnt mit der legendären Familie Gracie. Anfang des 20. Jahrhunderts kam Mitsuyo Maeda, ein Judo-Meister aus Japan, nach Brasilien, berühmt für seine Fähigkeit, am Boden zu ringen. Er war es, der die Kinder seines Freundes Gastan Gracie unterrichtete und damit den Grundstein für brasilianisches Jiu-Jitsu legte.
In den frühen 1990er Jahren eröffnete Rorion eine bedeutende Akademie in Los Angeles und gründete gemeinsam mit dem Werbefachmann Art Davie die bahnbrechende „Ultimate Fighting Championship“ (kurz „UFC“). In diesen Wettkämpfen, die im amerikanischen „Pay-per-View Fernsehen“ übertragen wurden, traten Kämpfer verschiedenster Stile ohne viele Regeln gegeneinander an.
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Bruce Lee und die Popularisierung des MMA
In den späten 60-er Jahren wurde das Konzept, Elemente verschiedener Kampfkünste zu kombinieren, von Bruce Lee populär gemacht. Die von Bruce Lee entwickelte Philosophie hieß Jeet Kune Do. Eines ihrer Hauptprinzipien war die Fähigkeit eines Kämpfers sich erfolgreich an jeden Stil anzupassen. Lees Lehren und insbesondere seine Filme haben MMA derart beeinflusst, dass UFC-Präsident Dana White den Lee 2004 „den Vater des MMA“ nannte.
Die Etablierung des MMA in den USA
Die blitzschnelle Popularisierung von MMA erfolgte in den Vereinigten Staaten von Amerika, als 1993 (in der Stadt Denver) zum ersten Mal die UFC - Ultimate Fighting Championship organisiert wurde. Das erste von der UFC organisierte Turnier, bei dem Boxer gegen Wrestler oder Karate Meister gegen Brazilian Jiu Jitsu Kämpfer antraten, war ursprünglich als Show konzipiert.
Moderne MMA-Organisationen
Viele Unternehmen organisieren Wettbewerbe in diesem Sport, aber alle MMA-Fans kennen den unangefochtenen Marktführer. In den späten neunziger Jahren erschien in Japan eine Organisation mit dem Namen Pride Fighting Championship, die später zu einer der größten MMA-Organisationen wurde.
Es gibt natürlich auch andere Promotion, die MMA-Kämpfe organisieren. Unter anderem: American Bellator, PFL; Singapur League ONE Championship; Asiatische Förderung Rizin FF; Chinesischer Kunlun-Kampf; Polnisches KSW; Londoner Organisation Cage Warriors; Russische Organisationen ACA und Fight Nights.
MMA in Deutschland
Auch in Deutschland können sich die Fans über MMA- Galas freuen: GMC, NFC, We love MMA, Respect Fighting Championship oder Fair FC- biete regelmäßig MMA Veranstaltungen an. Eines der ersten europäischen Länder, in denen dieser Sport, in der Nachkriegszeit auftauchte, war 1980 Holland (unter dem Namen Free Fight). Zehn Jahre später begann sich der MMA-Sport auch in Deutschland so langsam, ebenfalls unter dem Namen Free Fight, zu etablieren.
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Die Bedeutung von Mentalität und Unterstützung
Die "russischen" Ringer, die so erfolgreich sind, haben oft Namen wie Ahmetov oder Muratov und stammen meist aus Dagestan, Tschetschenien und Aserbaidschan. Ein Grund für ihren Erfolg könnte die ausgeprägte Ringerkultur im Kaukasus sein, wo sie damit aufwachsen. Es gibt auch die Altaier, wie z.B. Kasachen, auf die das mit der Ringerkultur ebenfalls zutrifft.
Diese Athleten profitieren von einer umfassenden Unterstützung, die in ihren Heimatländern oft besser ist als anderswo. Es gibt Kinder- und Jugendsportschulen, Schulen für olympische Reserven und spezielle Sporttruppen in der Armee. Auch die Trainer sind hochqualifiziert und haben ihre Erfahrungen nicht nur im Kampf, sondern auch an Universitäten erworben.
Die Mentalität spielt ebenfalls eine große Rolle. In Ländern wie Russland und Brasilien sind die Athleten technisch und spielerisch sehr versiert. Sie trainieren stundenlang und schulen ihre Sensibilität und Wahrnehmung, was zu einer besseren Ausbildung der Reflexe führt.
