MMA Kämpfer Benehmen

Der Kampfsport kann eine transformative Kraft im Leben junger Menschen sein. Er lehrt Disziplin, Respekt und die Bedeutung von harter Arbeit. Aber wie verhalten sich MMA-Kämpfer wirklich? Dieser Artikel wirft einen Blick auf die Verhaltensweisen, Regeln und Erwartungen im MMA-Sport.

Regelwerk der I.K.B.F.

Die International Kickboxing Federation (I.K.B.F.) hat ein umfassendes Regelwerk, das für alle Kämpfer, Trainer, Kampfrichter, Manager und Veranstalter bindend ist. Eine Verletzung dieser Regeln kann den Entzug der Lizenz oder Kampfsperren zur Folge haben. Alle Trainer und Schulleiter sind verpflichtet, ihre Kämpfer über die geltenden Kampfregeln zu informieren und deren Einhaltung sicherzustellen.

Wettkämpfe

Wettkämpfe bei der I.K.B.F. werden nach internationalen K-1 Regeln ausgetragen. Sie finden in verschiedenen Leistungsklassen statt: A-, B-, C-, Rookie und Erstkämpfer. Lokale, nationale und internationale Wettkämpfe müssen bei M.T.B.D. Promotions beantragt werden. Titelkämpfe müssen immer als Galaveranstaltung ausgerichtet werden.

Veranstalter und Promoter

Alle Veranstalter/Promoter benötigen eine gültige Veranstalterlizenz, ausgestellt vom I.K.B.F.-Repräsentanten. Sie müssen sicherstellen, dass nur Kämpfer bzw. Clubs verpflichtet werden, die einen gültigen Kampfpass besitzen und Mitglied der I.K.B.F. sind. Jeder Veranstalter ist dafür verantwortlich, dass die Regeln und Beschlüsse der I.K.B.F. eingehalten werden.

Gebührenordnung

Veranstalter müssen mit ihrer Anfrage auf Genehmigung zur Ausrichtung der Veranstaltung eine Gebühr entrichten. Die Höhe der Gebühr variiert je nach Art des Wettkampfs (Deutsche Meisterschaft, Europameisterschaft, Weltmeisterschaft). Es gibt auch festgelegte Aufwandsentschädigungen für die Kämpfer, die je nach Leistungsklasse unterschiedlich sind:

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  • C-Klasse: keine
  • B-Klasse: 75,- Euro, der Sieger erhält zusätzlich 50,- € als Siegprämie
  • A-Klasse: wird mit dem Manager des Kämpfers vertraglich vereinbart

Zusätzlich werden Fahrtkosten und ggf. Hotelkosten erstattet, abhängig von der Entfernung und der Leistungsklasse des Kämpfers. Auch für die Jury fallen Kosten an, die vom Veranstalter zu tragen sind.

Teilnehmer

Jeder Kämpfer muss im Besitz eines gültigen I.K.B.F. Passes sein und eine jährliche ärztliche Untersuchung vorweisen, die seine Kampftauglichkeit bestätigt. Vor jeder Veranstaltung findet eine zusätzliche Untersuchung durch den Ringarzt statt. Die Einnahme von Medikamenten oder anderen chemischen Substanzen vor dem Kampf ist untersagt.

Trainer

Trainer, die ihre Kämpfer auf I.K.B.F.-Wettkämpfen starten lassen möchten, benötigen eine gültige I.K.B.F. - C-Trainerlizenz. Während der Kämpfe dürfen Trainer keine Anweisungen an den Kämpfer geben. Bei Verstößen kann es zu Verwarnungen oder Disqualifikationen kommen.

Boxring

Der Boxring muss vor der Veranstaltung vom Kampfrichterobmann geprüft und genehmigt werden. Es gibt spezifische Anforderungen an die Bodenplane, die Ringecken und die Seile. Die Innenmaße des Rings variieren je nach Leistungsklasse der Kämpfer.

Leistungsklassen und Dauer der Kämpfe

Die Kämpfer werden in verschiedene Leistungsklassen eingeteilt, die sich in der Anzahl der gewonnenen Kämpfe und der Kampfzeit unterscheiden:

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  • Erstkämpfer: 0 Kämpfe, 3 x 2 Minuten
  • Rookie-Klasse: 3 gewonnene Kämpfe, 3 x 2 Minuten
  • C-Klasse: 10 gewonnene Kämpfe, 3 x 2 Minuten
  • B-Klasse: 20 gewonnene Kämpfe, 5 x 2 Minuten
  • A-Klasse: über 20 gewonnene Kämpfe, 5 x 3 Minuten

Auch die Wettkampfdauer in der Kinder- und Jugendklasse ist festgelegt. Anrechenbare Kämpfe in anderen Kampfsportarten werden bei der Einteilung in die Leistungsklassen berücksichtigt.

Gewichtsklassen

Bei Wettkämpfen nach I.K.B.F.-Regeln gelten spezifische Gewichtsklassen, die von unter 45,45 kg bis über 91 kg reichen.

Waage

Die Kämpfer werden zu einem vom Promoter festgelegten Zeitpunkt gewogen. Die Jury und der Promoter müssen sicherstellen, dass beide Gegner zur gleichen Zeit gewogen werden. Bei Übergewicht hat der Kämpfer die Möglichkeit, bis zum Wiegeschluss das geforderte Gewicht zu erreichen.

Altersklassen

Die Altersklassen sind wie folgt definiert:

  • Kinder B: 8 - 11 Jahre
  • Kinder A: 12 - 14 Jahre
  • Jugendliche: 15 - 17 Jahre
  • Senioren: ab Vollendung 18 Lebensjahr

Kampfausrüstung / Schutzausrüstung

Jeder Kämpfer muss in sauberer Kampfausrüstung und Kleidung erscheinen. Bei I.K.B.F.-Wettkämpfen tragen die Kämpfer eine kurze Thaibox/K1-Hose. Das Tragen eines Mundschutzes und des Tiefschutzes ist Pflicht.

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Das Verhalten von MMA-Kämpfern: Mehr als nur Aggression

Oft werden Kämpfer als aggressive, unkontrollierte Tiere dargestellt. Sicherlich gibt es solche Fälle, aber viele MMA-Kämpfer zeichnen sich durch Disziplin, Respekt und Fairness aus. Die Kämpfe werden von Gremien reglementiert, und es ist die Aufgabe der Kämpfer, Betreuer und des Kampfgerichtes, auf die Gesundheit der Teilnehmer zu achten.

Die Sportler müssen so kämpfen, dass sie die eigene Gesundheit und die des Gegners nicht unnötig gefährden. Bei Gefährdung der Gesundheit während des Kampfes sind alle Beteiligten verpflichtet, einzuschreiten.

Vor dem Kampf: Vorbereitung und Regeln

Vor jedem Kampf gibt es eine Regelbesprechung, bei der das Regelwerk durchgesprochen wird. Anwesend sind der Arzt, der Veranstalter, das komplette Kampfgericht und alle Kämpfer sowie Betreuer. Der Hauptkampfrichter (HKR) organisiert die Kontrolle der Bandagen, Handschuhe und Schutzausrüstung.

Während des Kampfes gibt der HKR klare Kommandos:

  • "Kämpft" ("Fight"): eröffnet den Kampf
  • "Pause" ("Break"): unterbricht den Kampf
  • "STOP" ("Stop" / "Stop the Fight"): beendet alle Handlungen sofort

Nach Kampfende treten sich die Kämpfer wieder gegenüber und geben sich die Hände. Der HKR und der Ringarzt sind die Einzigen, die befugt sind, die Kampffläche während des Kampfes zu betreten.

Bewertung und Fouls

Jeder Kampf wird von drei Kampfrichtern bewertet. Die Kampfrichter bewerten MMA - Techniken nach effektiven Schlägen, effektivem Bodenkampf, Kontrolle des Kampfareals, effektiver Aggressivität und Verteidigung.

Es gibt eine Liste von Fouls, die zu Punktabzug oder Disqualifikation führen können:

  • Kopfstöße
  • Tiefschläge
  • Augenkratzen
  • Beißen / Kratzen / Kneifen
  • Angriffe während der Pause
  • Nichtbeachtung der Schiedsrichterentscheidungen

Ärztliche Untersuchungen und Wettkampftauglichkeit

Sämtliche Athleten müssen für die Zulassung zu MMA - Kämpfen alle medizinischen Untersuchungen und Tests durchführen lassen, die vom Veranstalter oder der vom Veranstalter bestimmten betreuenden Organisation verlangt werden. Jeder Sportler muss mindestens einmal im Jahr seine Wettkampftauglichkeit durch eine ärztliche Untersuchung schriftlich nachweisen. Vor jedem Kampf muss der Kämpfer durch einen Arzt auf seine aktuelle Kampftauglichkeit untersucht werden.

Conor McGregor: Star mit Ecken und Kanten

Conor McGregor ist ein Phänomen, das als Athlet größer als der Sport geworden ist. Er ist ein spektakulärer Kämpfer und einer der besten Trash-Talker. Er sagt, was er macht - und er macht es tatsächlich. Allerdings sorgte er auch außerhalb des Rings für Schlagzeilen. Es bleibt abzuwarten, wie er nach seiner Auszeit zurückkehren wird.

Die Rolle von Schmerzen im Kampf

Schmerzen spielen im Kampf eigentlich keine Rolle. Man hat so viel Adrenalin im Körper, dass man sie kaum spürt. Die Konzentration auf das Ziel ist so hoch, dass man die Schmerzen erst nach dem Kampf wahrnimmt.

Aggressivität kanalisieren

Viele UFC-Kämpfer sind außerhalb des Rings zuvorkommend, höflich und positiv. Sie haben gelernt, ihre aggressive Seite zu kanalisieren und im Kampf zu kontrollieren. Dann wird der Schalter umgelegt, und es gibt keine Gnade.

Umgang mit Angst

Es ist normal, Angst vor einem Kampf zu haben. Angst ist ein positives Gefühl, das den Körper auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Eine aufrechte und wehrhafte Grundhaltung kann helfen, Konflikte zu entschärfen.

Straßenkampf vs. Kampfsport

Straßenkampf ist etwas anderes als Kampfsport. Es gibt keine Regeln, und man muss sich auf alles gefasst machen. Auch wenn man gut im Kampfsport ist, ist ein gewisser Respekt bzw. Angst vor einem Straßenkampf normal.

Tabelle: Leistungsklassen und Kampfzeiten

Leistungsklasse Gewonnene Kämpfe Kampfzeit
Erstkämpfer 0 3 x 2 Minuten
Rookie-Klasse 3 3 x 2 Minuten
C-Klasse 10 3 x 2 Minuten
B-Klasse 20 5 x 2 Minuten
A-Klasse über 20 5 x 3 Minuten