Die Wrestling-Welt blickt mit Sorge auf Randy Orton, dessen Karriere aufgrund einer schweren Rückenverletzung in der Schwebe hängt. Sein Vater, "Cowboy" Bob Orton, eine Legende des Sports, äußerte sich besorgt über den Zustand seines Sohnes und deutete an, dass die Ärzte ihm möglicherweise zum Aufhören geraten haben.
Randy Ortons Verletzung und mögliche Karriereende
Wrestling-Topstar Randy Orton pausiert seit über einem Jahr. Nun berichtet sein legendärer Vater: Die Ärzte raten ihm wohl zum Aufhören. Muss der 14-malige WWE und World Champion Randy Orton seine glanzvolle Karriere beenden? Seit bald einem Jahr pausiert die „Viper“ mit einer schweren Rückenverletzung, nach einigen Monaten war ans Licht gekommen, dass es Sorgen gibt, dass sie den 43-Jährigen in den Ruhestand zwingen könnte. Nun schüren neue Einblicke von Vater „Cowboy“ Bob Orton die Beunruhigung.
Sohn Randy sei zwar im Training, sagt der einstige Rivale von Hulk Hogan in einem Interview mit dem langjährigen Wrestling-Journalisten Bill Apter, ob es wirklich ein Comeback geben werde, sei aber nicht sicher. „Ich weiß nicht, ob er das Gefühl hat, dass es zurück in den Ring geht“, führte der WWE Hall of Famer aus: „Wenn er sich bereit dafür fühlt, könnte es passieren. Aber er ist in guten Händen. Ich denke nicht, dass er es braucht - und ich glaube, die Ärzte haben ihm gesagt, dass er es nicht tun sollte. Aber Randy wird machen, was Randy macht, so wie immer.“
Randy Orton hatte im vergangenen Mai sein bislang letztes Match für WWE bestritten, als er gerade eine umjubelte neue Blüte im Teams RK-Bro mit Partner Matt Riddle erlebte. Riddle (gerade selbst zurückgekommen aus einer Auszeit, die mit Drogenproblemen zusammengehangen haben soll) erklärte unter anderem, dass Orton zuletzt „kaum noch laufen“ hätte können. Für ihn und die Fans aber hätte sein „Bro“ die Zähne zusammengebissen, so lange es noch menschenmöglich gewesen wäre.
Die Last des RKO und frühere Verletzungen
Orton hatte im Lauf seiner Karriere immer wieder mit Schulter- und Rückenverletzungen zu kämpfen. Zum körperlichen Verschleiß trug auch seine berühmte Finisher-Aktion bei - der RKO, bei dem Orton eine eingesprungene Landung auf dem Rücken hinlegt.
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„Nachdem ich das ein paar tausend Mal gemacht habe, merke ich das langsam“, berichtete Orton erst im Januar lakonisch in einem Interview mit Fox: „Ich würde schon manchmal ganz gern in der Zeit zurückreisen und mir einen Finisher ausdenken, der nicht von mir abverlangt, so hoch zu springen, wie ich kann und dann auf dem Rücken zu landen.“
Cowboy Bob Orton: Ein Leben im Wrestling
Orton ist Wrestler in dritter Generation, sein Vater „Cowboy“ Bob Orton - in den Achtzigern ein Rivale Hulk Hogans - war ebenso im Ring aktiv wie Großvater Bob Sr. Randys Erfolg bei WWE übertraf die Karriere beider, zum Vermächtnis des früher als Problemkind verschrienen 1,96-Meter-Manns zählen zahlreiche große Matches gegen Stars und Legenden wie John Cena, den Undertaker, Triple H, Batista, Dwayne „The Rock“ Johnson, Mick Foley, Edge und andere - Orton war beim SummerSlam 2006 auch Gegner Hulk Hogans in dessen letztem WWE-Match.
Dass Randy Vater Bob in die WWE Hall of Fame folgen wird, darf als sicher gelten. Randy Ortons Vater, Cowboy Bob Orton, hat in einem Interview mit Sportskeeda ein Update zum aktuellen Zustand von Randy gegeben. Orton erklärte, dass es aktuell noch unklar ist, ob sein Sohn nochmal in den Ring zurückkehren wird. Er trainiere aktuell wieder und die Entscheidung liege letztlich bei ihm. Die Ärzte sollen Randy jedoch mitgeteilt haben, dass er besser nicht mehr in den Ring steigen sollte. Ein Karriereende des 43-Jährigen scheint somit nicht ausgeschlossen. Ob Orton ein mögliches Karriereende aber überhaupt in Erwägung zieht, ist noch ungewiss.
Unvergessliche Momente in Randy Ortons Karriere
Von brennenden Särgen über legendäre RKOs bis hin zu emotionalen Triumphen: Randy Ortons WWE-Karriere ist nichts für schwache Nerven. Hier kommen die heftigsten Highlights der „Viper“! Seit mehr als zwei Jahrzehnten prägt Randy Orton das Geschehen in der WWE wie kaum ein anderer: mal gnadenloser Gegner, mal verbündeter Psychospieler. Aber immer unberechenbar wie eine gezischte Schlange kurz vor dem Angriff.
Der erste Biss
Weniger als drei Minuten genügten, um das Publikum im Peoria Civic Center in Illinois von den Sitzen zu reißen. Es war der 25. April 2002. Der 22-jährige Randy Orton feierte bei SmackDown gegen Hardcore Holly nicht nur sein WWE-Debüt, sondern auch seinen ersten Triumph überhaupt. „Ich wusste, dass die nächsten Minuten den Verlauf meiner Geschichte bestimmen würden“, erinnert er sich später.
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Evolution: Drei Generationen, ein Ziel
Bei seinem allerersten WrestleMania-Auftritt am 14. März 2004 im Madison Square Garden standen Orton und seine Evolutio-Kollegen Batista und Ric Flair zwei weiteren Legenden gegenüber: Mick Foley und The Rock, auch bekannt als The Rock ‚n‘ Sock Connection. Genau 20 Jahre, nachdem sein Vater Bob an gleicher Stelle den allerersten Mania-Hauptkampf bestritten hatte. Dass ausgerechnet Orton an diesem Abend den entscheidenden Pinfall gegen Foley erzielen sollte, sagt alles über den Stellenwert, den er inzwischen erreicht hatte.
Im Jahr darauf war der Aufstieg perfekt: Beim SummerSlam am 15. August 2004 gewann Randy Orton die World Heavyweight Championship. Und stellte als jüngster Weltmeister in der Geschichte der WWE einen Rekord auf.
Im Schatten des Sarges: WWE-Schlachten mit dem Undertaker
Als „Legend Killer“ hatte Orton zu diesem Zeitpunkt bereits viele große Namen besiegt. Darunter Rob Van Dam, Mick Foley, Shawn Michaels und Ric Flair. Doch an einer Legende drohte er sich, im wahrsten Sinne des Wortes, die Finger zu verbrennen. Der Undertaker hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zwölf Mal bei WrestleMania triumphiert.
Orton war nun der erste Wrestler, der offen ankündigte, bei der 21. Auflage des Mega-Events die Siegsserie brechen zu wollen. Trotz der Unterstützung von „Cowboy“ Bob Orton siegte bei Mania einmal mehr der „Deadman“. Anders beim SummerSlam, der sich zum zweiten Mal in Folge als gutes Pflaster für den mittlerweile 25-Jährigen erwies.
Noch denkwürdiger war jedoch das Duell bei No Mercy am 9. Oktober 2005. Zusammen mit seinem Vater Bob gewann Randy erneut gegen den Undertaker, diesmal sogar in einem Handicap Casket Match. Doch ein „einfacher“ Sieg reichte den Ortons an diesem Abend nicht und so ging es danach erst richtig los.
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Mehrmals schlugen sie mit einer Axt auf den Sarg ein, bevor sie ihn mit reichlich Benzin übergossen - und schließlich sogar anzündeten. Mit dem Totengräber darin! So wurde es zumindest den Zuschauern suggeriert. Erst bei Armageddon am 18. Dezember konnte sich Taker im Rahmen eines Hell in a Cell Matches endlich an der Familie Orton rächen. Dafür aber umso schmerzhafter.
Keine Gnade für John Cena: Die Geburtsstunde der „Viper“
In seiner über 20-jährigen Karriere musste sich Orton mit vielen Rivalen auseinandersetzen. Doch eine Fehde übertrifft bis heute alle anderen. Sie dauerte viele Jahre und wurde besonders erbittert geführt. Die Rede ist von Randy Orton gegen „Lieblingsgegner“ John Cena. Auch wenn nicht jedes Match überzeugte, konnte man beiden Fängern den Einsatz nicht absprechen.
Orton hatte keine Skrupel und scheute sich auch nicht, außenstehende Familienmitglieder in die Rivalität einzubeziehen. Zum Beispiel mit einem Angriff auf den Vater. Bei Raw am 17. September 2007 sollte es dank Jonathan Coachman sogar zu einem Match der beiden kommen. Vor den Augen seines Sohnes, der mit Handschellen an das unterste Ringseil gefesselt war, kassierte John Cena Sr. einen harten RKO, der den Hass zwischen den Rivalen nur noch steigerte.
An diesem Abend wurde aus einer Wrestling-Fehde eine Rivalität für die Ewigkeit.
Ein Blick in die Zukunft der Orton-Dynastie
Randy Orton hat ein neues Kapitel in der Familiengeschichte aufgeschlagen. Damit tritt ein weiteres Mitglied der berühmten Orton-Dynastie in die Fußstapfen seiner Vorgänger. Randy Orton selbst stammt aus einer traditionsreichen Wrestling-Familie. Sein Vater Bob Orton Jr. - besser bekannt als „Cowboy“ Bob Orton - war in den 1980er Jahren ein fester Bestandteil der WWE, während sein Großvater Bob Orton Sr.
Randy Orton erzählte im Interview mit Stephanie McMahon, dass sein jüngster Sohn nicht nur mit dem Wrestling begonnen hat, sondern auch in mehreren anderen Sportarten aktiv ist. Doch das ist längst nicht alles: Der Junge ist ein echtes Allround-Talent, das sich für verschiedene Disziplinen begeistert. Neben dem Wrestling spielt er regelmäßig Football und zeigt auch Interesse daran, im kommenden Winter mit dem Basketballtraining zu beginnen. Darüber hinaus engagiert er sich in der Leichtathletik und nimmt dort an verschiedenen Aktivitäten teil. Für Orton ist das ein klares Zeichen, dass sein Sohn ein sehr aktives Kind mit großem Bewegungsdrang und sportlichem Ehrgeiz ist. Auch wenn es noch zu früh ist, um von einer Wrestling-Karriere im Stil seines Vaters zu sprechen, ist bereits jetzt erkennbar, dass das Interesse und Talent innerhalb der Familie weitergegeben wurde.
