Rebecca Ferguson: Kampfsport-Training für Hollywood-Rolle

Als Superstar Cruise das fünfminütige Bewerbungsvideo von Rebecca Ferguson sah, lud er sie spontan nach London ein, um sie kennenzulernen. Regisseur Christopher McQuarrie konnte beobachten, dass die Chemie zwischen den beiden gleich stimmte - und schon hatte Rebecca den Job. Sie hatte kaum Zeit, nervös zu werden: „Ich glaube, nervös wurde ich erst hinterher, als mir klar wurde, dass ich ihn gerade getroffen hatte - es ging alles so schnell“, erinnerte sie sich.

Am Set sah sie mit eigenen Augen, dass Cruises Ruf als Actionheld durchaus verdient ist: „Tom Cruise liebt es zu rennen. Ich weiß nicht, ob Sie ihn schon mal gesehen haben. Er sprintet wie ein Formel-1-Pilot ...“, erklärte Rebecca Ferguson.

Hartes Training für die Traumrolle

Um da mithalten zu können, half nur eins: trainieren, viel trainieren! Sechs Stunden pro Tag, und das beinahe täglich. Unsportlich ist sie zum Glück ohnehin nicht: Die Schauspielerin hat eine Tauchlizenz und ist ein großer Pilates-Fan. Außerdem tanzt sie gern und war sogar Tango-Lehrerin. Tango passte übrigens gut zu den Kampfszenen, die sie zu drehen hatte, dennoch fand sie das vorbereitende Trainingspensum hart:

„Als ich ankam, fuhren sie mich direkt vom Flughafen ins Fitnessstudio. Die nächsten anderthalb Monate trainierte ich sechs Stunden pro Tag an fünf bis sechs Tagen pro Woche“, erinnerte sie sich im 'Vogue'-Interview.

Neben gängigen Workouts übte sie insbesondere das Sprinten und unterzog sich einem Choreographie-Training, das speziell auf die zu drehenden Szenen ausgerichtet war; und auch ihre Pilateserfahrungen kamen ihr zugute: „Pilates war die Grundlage. Es ist so ein guter Weg, den Körper zu schützen. Beim Kämpfen gibt es viel Technisches - wie man die Faust hält, wo die Bewegung herkommt. Ich musste lernen, schnell zu rennen - es gab viel Rennen in Verbindung mit Explosionen.

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Als der Dreh begann, lief das Training so weit wie möglich weiter. Eine 30-Sekunden-Szene erfordert wochenlange Vorbereitung“, verriet sie weiter.

Superessen für Superleistung

Dieses Training erforderte eine Menge Energie, da musste natürlich auch das Essen stimmen. Eine Ernährungsberaterin gehörte fest zur Filmcrew, sie stimmte die Nahrung auf die geforderte Leistung ab - gehungert wurde also nicht:

„Wir bekamen gute Kohlenhydrate, gute Proteine, reichlich Süßkartoffeln. [Mein Ernährungsplan] hing total von der nächsten Szene ab, die gedreht werden musste. Wenn ich weniger trainierte, aß ich mehr Salate und Gemüse. Ich habe acht Monate auf Zucker verzichtet.“

Macht so viel Superessen eigentlich besonders mutig? Rebecca Ferguson ist tatsächlich stolz darauf, dass sie immerhin einen Großteil ihrer Stunts selbst machte. Ein Stuntdouble war trotzdem stets zur Hand, falls ihr eine Szene doch zu brenzlig schien. Das gab ihr Sicherheit und nahm ihr den Druck: „Ich bin in Wien von einem Dach gesprungen, meine Beine waren um Tom Cruise gewickelt und festgebunden - am ersten Tag“, lachte sie.

Ihre „Ilsa“ ist eine resolute Geheimagentin, zielsicher und schlagkräftig, von der niemand so genau weiß, ob sie wirklich auf der Seite des Guten, Ethan Hunt (gespielt von Tom Cruise), steht.

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Sechs Stunden am Tag trainierte sie im Fitnessstudio für die Rolle. Um dann festzustellen, dass sie auf den ersten Drehtag doch nicht vorbereitet war. Sie musste mit Cruise von einem Wiener Hausdach fallen. Ferguson leidet unter extremer Höhenangst.

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