Kroatische MMA-Kämpfer: Eine Übersicht

Der Kickbox-Sport ist in Kroatien seit vielen Jahrzehnten verwurzelt, und seit der Erfindung des MMA-Sports hat der eine oder andere kroatische Kickboxer den Wechsel gewagt.

Die kroatische MMA-Szene

Kroaten kämpfen in den regionalen Szenen in fast ganz Europa.

Auch die Lage des Landes hat dazu beigetragen, viele Kämpfer für den Sport zu begeistern.

Bekannte kroatische Kämpfer

Obwohl Spanien eines der größten Länder Europas ist und auch bei den Einwohnerzahlen vorne mit dabei ist, gibt es nur wenige bekannte Kämpfer.

Das liegt auch daran, dass es im Gegensatz zu England, Polen oder Russland keine gute lokale Szene gibt und diese auch in den Nachbarländern nicht vorhanden ist.

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Die meisten würden vermuten, dass es im arabischen Raum keine nennenswerte MMA-Szene gibt, aber mit Desert Force und der Brave Combat Federation gibt es gleich zwei Ligen, die in dem Gebiet Kämpfer ausbilden.

Auch Estland profitiert von seiner Lande.

Hier sind die regionalen Szenen in Russland und Polen attraktiv für die Kämpfer.

Weitere europäische Teams

Auch im kleinen Finnland gibt es im Verhältnis zur Einwohnerzahl sehr viele gute Kämpfer, die meist in Russland oder auch am in England kämpfen.

Von der guten regionalen Szene im Vereinigten Königreich profitieren auch die schottischen Kämpfer.

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Irland

Seit Conor McGregor zum UFC-Superstar und Doppel-Weltmeister aufstieg, steht die Mixed Martial Arts Szene des kleinen Irlands im Fokus der Weltöffentlichkeit, denn jede Liga wollte ihren eigenen irischen Star.

Niederlande

Die Niederlande ist bekannt für Kampfsport, jedoch handelt es sich dabei vor allem um das Kickboxen.

Mit Peter Aerts, Semmy Schilt und Ernesto Hoost kommen einige der besten und bekanntesten Kickboxer aller Zeiten aus dem Land.

Bis heute sind die meisten MMA-Kämpfer aus Holland ehemalige Kickboxer oder haben da zumindest ihre Basis.

Die Bedeutung der UFC

Mixed Martial Arts (MMA) hat in Deutschland in den letzten Jahren stetig an Popularität gewonnen.

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Besonders die Ultimate Fighting Championship (UFC) - als größte und prestigeträchtigste MMA-Organisation der Welt - bietet Athleten aus allen Ländern die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu messen.

Obwohl Deutschland bislang keinen UFC-Champion hervorgebracht hat, haben diese Kämpfer bewiesen, dass deutsches MMA-Potenzial auf der größten Bühne des Sports existiert.

Dennis Siver ebnete als Pionier den Weg für viele andere, während aufstrebende Talente wie Ottman Azaitar, Nasrat Haqparast und Abus Magomedov zeigen, dass der Traum vom UFC-Gold für deutsche Athleten längst nicht unerreichbar ist.

Aleksandar Rakic: Ein Beispiel für Erfolg

Aleksandar Rakic zählt zu den besten Mixed-Martial-Arts-Kämpfern seiner Gewichtsklasse.

Im Light Heavyweight der UFC steht der Österreicher mit serbischen Wurzeln auf Rang drei und steuert auf einen Titelkampf zu.

Im Interview erzählt der 29-Jährige, wie er zu MMA gekommen ist, wo die Reise hingehen soll und wie wichtig Entertainment und Vermarktung bei der größten Kampfsport-Promotion sind.

Rakic's Werdegang

Ich war als Kind hyperaktiv und habe immer zu viel Energie gehabt.

Bis ich 13 Jahre alt war, habe ich noch Fußball gespielt in einem Verein.

Da bin ich dann aber rausgekickt worden, weil ich auf den Spielen manchmal zu aggressiv war und als Abwehrspieler etwas heftiger gefoult habe.

Nach dem Training und den Spielen hatte ich immer noch so viel Energie, da wusste ich, dass Fußball nicht das richtige für mich ist.

Fünf Minuten entfernt von der damaligen Wohnung meiner Eltern gab es aber einen Kickboxverein - dort habe ich dann sechs Jahre trainiert und auch Amateur- und Profikämpfe gehabt.

Mit 19 bin ich dann ins MMA gewechselt, weil auch Kickboxen mich nicht erfüllt hat.

Es war nur der Kampf im Stand und nicht am Boden.

Für mich ist das aber so: Wenn jemand stärker sein will, dann muss er in allen Lagen kämpfen können.

Und MMA war da der perfekte Sport für mich.

Zehn Jahre später bin ich da wo ich sein will.

Die Brutalität des Sports

Prellungen, Blut oder gebrochene Knochen - viele sehen bei den Käfigkämpfen oft nur die Brutalität, die sich ja nicht wegreden lässt.

Es ist schließlich Vollkontaktsport.

Es ist brutal, aber viele Leute sehen nur den Kampf an sich.

Sie wissen nicht, dass mehrere Sportarten verbunden sind.

Ringen, Boxen, Jiu-Jiutsu und Kickboxen in einem, das Ganze in der Regel in drei Runden zu jeweils fünf Minuten.

Wenn ich es oberflächlich betrachte, dann sehen die Kämpfe brutal aus, die Regeln machen den Sport aber weniger gesundheitsgefährdender als beispielsweise klassisches Boxen.

Wenn ich im Käfig den Gegner umhaue, gehe ich nach, es folgen zwei, drei Schläge, dann geht der Ringrichter dazwischen und der Kampf ist aus.

Beim Boxen kämpft man in 12 Runden insgesamt deutlich länger und für Angriffe habe ich nur zwei Optionen: Ich schlage entweder zum Kopf oder zum Körper.

70 Prozent der Schläge gehen Richtung Kopf.

Geht da ein Gegner zu Boden, gibt der Referee sogar die Zeit, um sich zu erholen und weiterzumachen.

Und zu viele Schläge auf den Kopf, das ist gesundheitsgefährdend und brutal.

Wenn ich im MMA die Chance habe, den Sack zuzumachen, dann mache ich das.

Das ist auch brutal, aber man muss damit umgehen können.

Die Resonanz in Österreich

Als ich vor zehn Jahren begonnen habe, war der Sport in Österreich noch nicht so groß.

Da haben wir nach Deutschland geschaut, denn da gab es einige gute Kämpfer.

Das hat sich dann mit der Zeit geändert.

Wir hatten mit Nandor Guelmino unseren ersten großen Fighter, der in Strikeforce gekämpft hat.

Dann kam Mairbek Taisumov aus Wien und er hat in der UFC für Aufsehen gesorgt.

Er war der erste, der gezeigt hat, dass man auch aus Österreich bis ganz nach oben kommen kann.

Es ist populärer geworden, aber es könnte noch populärer werden.