Viele Vertreter der Generation „30+“ saßen an Abenden vor dem TV-Gerät, um bei Tele 5 und RTL 2 zu den Wrestling-Shows der damaligen WWF (heute WWE) einzuschalten. Wer erst später, etwa durch die Attitude-Ära, auf die heute WWE genannte Wrestling-Liga gestoßen ist, wird ebenfalls kaum an den Legenden der 80er und 90er vorbeikommen. Doch was machen die damaligen Wrestling-Stars heute eigentlich?
Die Anfänge des Wrestlings
Die ersten Schritte als „richtige“ Sportart nahm das Wrestling in den 50er-Jahren in den USA. Die WWE ist das weltweit bekannteste Wrestling-Unternehmen. Daneben gibt es jedoch zahlreiche actionreiche Ligen. Auch Deutschland kann etwa mit der wXw oder der GWF eigene Wrestling-Ligen aufweisen.
Besonders in den Neunzigern waren die Wrestling-Superstars stark auf „Gimmicks“ und teils unrealistische Rollen ausgelegt. Heute wird das Geschehen zwar etwas ernsthafter aufgezogen, dennoch steht immer noch der Kampf zwischen den „Guten“ („Faces“) und „Bösen“ („Heels“) im Ring im Mittelpunkt. Eine passende Story, die erklärt, warum es überhaupt zur Auseinandersetzung im Ring kommt, darf früher wie heute nicht fehlen. Die Stars von heute könnt ihr im Free-TV bei ProSieben MAXX sehen.
Einige der größten Wrestling-Stars aller Zeiten
Hier ist eine Liste einiger der größten Wrestling-Stars aller Zeiten:
- André the Giant: Er ist der bekannteste Riese aller Zeiten und galt schon zu Lebzeiten als das „Achte Weltwunder“. Der gebürtige Franzose litt an Riesenwuchs und wurde in den 70er Jahren zur größten Attraktion im Wrestling-Geschäft. Wie groß er genau war, darüber streiten die Gelehrten. Angeblich soll er 2,24 Meter gewesen sein. Andere sagen, es seien nur 2,13 Meter gewesen. Aufgrund seiner breiten Statur sah er einfach aus wie ein echter Riese, was ihm etliche Rollen in Filmen verschaffte. Sein wohl bekanntester Kampf war 1987 bei Wrestlemania 3 gegen Hulk Hogan. Vor mehr als 90 000 Fans verlor er zwar, doch ein Platz im Wrestling-Olymp war ihm von da an nicht mehr zu nehmen. 1993 starb Andre im Alter von 46 Jahren in Paris. Sein Körper konnte die Last des riesigen Körpers einfach nicht mehr stemmen. Seine Leiche musste extra in die USA geflogen werden, da es in Frankreich kein Krematorium gab, das groß genug für ihn war.
- Bret „Hitman“ Hart: Auch bei Bret Sergeant Hart (59) liegt das Wrestling-Gen in der Familie. Schon sein Papa Stu Hart war Profi-Wrestler, der alle seine sieben Söhne in den Ring brachte. Sechs wurden Wrestler, einer Ringrichter. Sein jüngster Bruder Owen starb 1999 bei einem Stunt während eines Matches. Mittlerweile ist Bret Harts offizielle Karriere längst beendet. Im Februar wurde bekannt, dass er an Prostata-Krebs erkrankt ist.
- Brock Lesnar: Brock Lesnar war der jüngste WWE-Champion der Geschichte, als 25-Jähriger triumphierte er 2002 im Titelkampf über "The Rock". Lesnar versuchte sich auch an einer Karriere als Football-Profi, scheiterte aber.
- Dave Bautista: Dave Bautista ist sechsmaliger WWE-Weltmeister in verschiedenen Ligen. Der heute 54-jährige Wrestler trat als Schauspieler erstmals 2010 in Erscheinung: Im Action-Kracher „Wrong Side of Town“ schlüpfte er in die Rolle des ehemaligen Navy-Seals Big Ronnie. Der nächste Auftrag folgte 2014, als er Teil des Marvel-Universums wird. Du könntest ihn aus „Guardians of the Galaxy“ kennen. Dort spielt er Drax, den Zerstörer, der sich nach dem Verlust seiner Familie an seinem Widersacher rächen will. Dave Bautista (rechts) ist neben Chris Pratt (mite) und Karen Gillan (links) zu sehen. Im jüngst erschienenen Mystery-Streifen „Knock at the Cabin“ (2023), inszeniert vom Mindfuck-Master M.
- Dwayne „The Rock“ Johnson: Wer kennt ihn nicht, Dwayne Douglas Johnson (44)! Der beliebte US-Schauspieler spielt nicht nur Hauptrollen in Fast & Furios-Filmen, sondern war auch ein erfolgreicher Wrestling-Profi. Sein Vater Rocky Johnson trainierte ihn, als er bei der Survivor Serie 1996 erstmals unter dem Namen „Rocky Maivia“ auftrat. Parallel zu seiner Sport-Karriere war er bereits Anfang der 2000er als Seriendarsteller in einer Folge von „Die wilden Siebziger“ aktiv. 2000 hatte er seine ersten Film-Rolle in Star Trek: Raumschiff Voyager. Nach und nach widmete Johnson sich immer mehr der Schauspielerei.
- Hulk Hogan: Terrence „Terry“ Gene Bollea (63) ist eine wahre Wrestling-Legende! In den 80ern war er unter dem Kampfnamen Hulk Hogan einer der erfolgreichsten Athleten seines Sports. Insgesamt wurde er zwölf Mal Weltmeister im Schwergewicht. Mittlerweile hat er seine Wrestling-Karriere längst beendet. Er ist ein gefragter Gast in TV-Shows und hatte mit „Thunder in Paradise“ eine eigene TV-Serie. Zu seiner Glanzzeit war Hulk Hogan einer der großen Widersacher Flairs. Hogan und Flair traten in ihren Karrieren immer wieder gegeneinander an, Hogan beendete erst 2015 seine Karriere, da war er schon über 60 Jahre alt.
- John Cena: John Cena war Footballspieler und Bodybuilder, ehe er mit dem Wrestling begann. John Cena (39) zählt bereits zu den alten Eisen im Ring. Der Bodybuilder aus dem US-Staat Massachusetts startete 2000 seine Karriere als Profi-Wrestler und kämpft bis heute in den Shows der Firma World Wrestling Entertainment (WWE). Er ist 15-facher Weltmeister im Schwergewicht. Cena spielte als Darsteller in dem von der WWE produzierten Film „The Marine“ mit, der 2006 in den USA und 2007 in Deutschland in die Kinos kam.
- Macho Man: Randall Mario Poffo (†58) trat unter seinem Kampfnamen „Macho Man“ in den Shows der WWE auf. Er wuchs im US-Bundesstaat Ohio auf und spielte wie Hulk Hogan zunächst Baseball. Sein Wrestling-Debüt gab er 1973, allerdings noch unter seinem frühreren Spitznamen „The Spider“. 2011 verunglückte Poffo, als er mit seinem PKW in Florida gegen einen Baum prallte.
- Randy Orton: Dem 36-jährigen Rendall Keith Orton wurde das Wrestling-Gen quasi in die Wiege gelegt. Bereits sein Papa Bob Orton Jr. und sein Opa Bob Orton senior waren namenhafte Wrestler. Mit 24 Jahren wurde er erstmals Weltmeister im Schwergewicht und war damit der jüngste überhaupt in der Geschichte der WWE.
- Rey Mysterio: Hinter dem auffälligen Masken-Mann steckt eigentlich der US-Amerikaner Óscar González Gutiérrez Rubio (42) aus Kalifornien. Seinen Spitznamen übernahm er von seinem Onkel, dem Wrestler Rey Mysterio Sr., der ihm die Leidenschaft für den Kampfsport und seine Skills beibrachte. Sein Stil: Mit einer Körpergröße von 1,68 Metern ist Rey Mysterio ungewöhnlich klein für einen Wrestler und extrem windig. Schnelle Ausweichmanöver und artistische Stunts zählen zu seinen Stärken.
- Ric Flair: Vielleicht kennst du die wasserstoffblonde Föhnfrisur noch aus der Serie Baywatch, in der Richard Morgan Fliehr (67) mehrere Gastauftritte hatte. Wahrscheinlicher ist aber, dass du ihn unter seinem Kampfnamen Ric Flair bei einem seiner unzähligen Wrestling-Matches gesehen hast. Flair ist neben Hulk Hogan einer DER angesehensten Wrestler überhaupt. Lustig: Nachdem er sein Studium geschmissen hatte, arbeitete Flair in einer Disco und entdeckte erst dort seine Leidenschaft fürs Wrestling.
- „Stone Cold“ Steve Austin: Der ehemalige Wrestler Steven James Anderson (51) stammt aus der Stadt Austin, im US-Bundesstaat Texas, woher auch sein Ringname Austin stammt. Er debütierte 1989 und war bis 2003 einer der bekanntesten Wrestler, der 2009 in die WWE Hall of Fame aufgenommen wurde. Heute betreibt Andersen einen eigenen Podcast - „The Steve Austin Show“, in dem er natürlich auch über Wrestling spricht. Im Ring trat Steve Austin unter dem Namen „Stone Cold“ auf. Er ist der Einzige, der dreimal den Royal Rumble der WWE eingeheimst hat - bei der Wrestling-Großveranstaltung treffen bis zu 30 Wrestling-Stars aufeinander.
- The Ultimate Warrior: James Brian Hellwig (†54) startete seine Karriere als Bodybuilder, ehe er zum Wrestling kam. Als er 1985 in seinem ersten Match kämpfte, bestand sein Team aus Garland Donoho, Mark Miller und Steve Bodden - allesamt Bodybuilder. Ein einziges Mal sicherte sich The Ultimate Warrior den Titel als Weltmeister im Schwergewicht im Kampf gegen Hulk Hogan. Hellwig starb am achten April 2014 in Arizona an einem schweren Herzinfarkt.
- The Undertaker: Kennt ihr noch den angsteinflössenden Typen mit schwarzem Hut und langem Mantel, der beim Eintritt in die Arena immer seine Augen verdreht? Das ist wohl Mark William Calaways (51) Markenzeichen! Er steht seit 1990 bis heute bei der WWE unter Vertrag - solange wie kein anderer Wrestler. Auf dem 2003 eröffneten „Munich Walk of Stars“ ehrt den Undertaker eine Steintafel mit seinem Handabdruck und seiner Unterschrift. Calaway trat nicht immer in Ledermantel und Hut auf, hier, im Duell mit "Stone Cold" Steve Austin (r.) 2002, trägt er Kopftuch und Muskelshirt.
Wrestling-Stars, die Schauspieler wurden
Die Karrieren von einigen berühmten Wrestlern lassen sich durchaus sehen, denn sie beschränken sich nicht nur auf die spektakulären Kämpfe im Ring. Das beweist zuletzt John Cena, den Du seit dem 5. Oktober in der Action-Komödie „Freelance“ sehen kannst. Er ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Wrestler als Schauspieler im Hollywood-Business Fuß fassen können.
Lesen Sie auch: Wrestler und Schauspielerei
| Wrestler | Bekannte Filme |
|---|---|
| John Cena | The Marine, Freelance, The Suicide Squad |
| Dwayne "The Rock" Johnson | Die Mumie kehrt zurück, Fast & Furious, Jumanji |
| Dave Bautista | Guardians of the Galaxy, Dune, Knock at the Cabin |
| Steve Austin | Spiel ohne Regeln, The Expendables |
| Hulk Hogan | Rocky III - Das Auge des Tigers, Der Ritter aus dem All |
Lesen Sie auch: Mehr über amerikanische Wrestler und Schauspieler
Lesen Sie auch: Schauspieler mit Wrestling-Vergangenheit
