Philipp Stöckli ist ein bekannter Name in der Schweizer Kampfsportszene. Er kämpft als Kickboxer auf professionellem Niveau und arbeitet zusätzlich als Fitnessinstruktor.
Die Boss Art Championship
Stöckli ist eng mit der "Boss Art Championship" verbunden, einer Turnierserie im Kanton Zug. Das Talos-Gym aus Baar hat bei der zweiten Austragung der "Boss Art Championship" den Heimvorteil genutzt. An der zweiten «Boss Art Championship» in Zug waren alle fünf Kämpfer siegreich: Philipp Stöckli, Michelle Steiner, Gabriel Hossle, Lukas Lochmann und Faton Bela.
Die Halbfinalveranstaltung der Boss Art Championship in der Neuheimer Lindenhalle war laut den Veranstaltern ein voller Erfolg. Am Samstag haben sich Kickbox-Kämpferinnen und -Kämpfer an der Boss Art Championship in Neuheim gemessen. Der Hauptanlass war der Titelkampf im Muay Thai zwischen der Tschechin Klara Strnadova und der Schweizerin Ilenia Perugini. Die Erstgenannte setzte sich nach Punkten durch.
Die Finals der Boss Art Championship finden am 5. November in Cham statt.
Stöcklis Erfolge bei der Boss Art Championship
Das Aushängeschild Stöckli erweiterte seine Sammlung um den Intercontinental-Titel und ist «heisser Anwärter auf den WM-Titel», sagt Diego Baldelli.
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Bei der vierten Boss Art Championship bezwang Philipp Stöckli seinen armenischen Kontrahenten Tigran Gevorgyan nach Punkten und gewann in der Thaibox-Klasse bis 76 Kilo den Weltmeistertitel des Verbands AFSO. «Was für eine Nacht, was für eine Show! Es ist eine riesige Freude, vor diesem coolen Publikum fast in meinem Zuhause zu kämpfen», sagte Stöckli kurz darauf am Mikrofon, erschöpft von den Strapazen im Ring.
Die Zugerin Blerta Quni gewann den Schweizer-Meister-Titel im K1 dank eines Punktsiegs gegen Dominique van Dooren (Universal Gym Basel). Es war ihr erster Titelkampf über fünf Runden und die gelungene Hauptprobe für den ersten Profikampf der 23-Jährigen im April.
Auch die Gesamtbilanz der Talos-Kampfsportschule in Baar kann sich sehen lassen. Von insgesamt sieben Kämpfen gewannen ihre Athleten deren fünf. Neben den Erwähnten setzten sich die Boxer Subi Parameswaran und Ali Karimi sowie der K1-Kämpfer Lukas Lochmann durch. Niederlagen kassierten hingegen Michelle Steiner (K1) und Ronny Ghonda (Boxen).
Der Kampf um den Europameistertitel
Beim zweiten Titelkampf des World Professional Kickbox Council (WPKC) ging der Europameistertitel (bis 71 kg) an Mergim Vukshinaj aus Basel, der knapp mit 2:1 nach fünf Runden gegen den Baarer Philipp Stöckli gewann.
Kickboxen als Lebensinhalt
Philipp Stöckli betont die Bedeutung von Disziplin, Ehrgeiz und Freude an der Bewegung im Kickboxen. Er selbst trainiert in der Wettkampfvorbereitung acht bis zehn Einheiten à anderthalb Stunden pro Woche. Trotz des hohen Trainingsaufwands hat er eine Freundin, die ihn unterstützt.
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Stöckli sieht im Kickboxen keine Alterslimite und plant, noch bis etwa 35 wettkampfmässig aktiv zu sein. Danach möchte er sich vor allem um den Nachwuchs kümmern.
Talos-Gym
Das Talos-Gym war dabei der Veranstalter der vierten Boss Art Championship. Genauer gesagt war es eine One-Man-Show, den das Organisatorische lief fast ausschliesslich über Geschäftsleiter Diego Baldelli.
Die Palette der Kämpfe ist dabei breit gefächert. Dort, wo sonst Theaterstücke oder Konzerte aufgeführt werden, sehen die Zuschauer auf bequemen, roten Sesseln Duelle im Boxen, K1, Thaiboxen und Mixed Martial Arts - während über sieben Stunden stehen 19 Duelle auf dem Programm.
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